Elgato Video Capture Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Ausstattung:  gut
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Kompatibilität:  gut
  • Handhabung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von LauWong

Tolles Gerät, leider mit ein paar Schönheitsfehlern

  • Ausstattung:  gut
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Kompatibilität:  gut
  • Handhabung:  sehr gut
  • Bedienungsanleitung:  sehr gut

Pro:

akzeptiert fast alles (was an die Anschlüsse passt), sensationell leichte Bedienung (Hardware und Software), wunderschöne Ton- und Bildqualität

Kontra:

speichert die Videos manchmal nicht ab, unbrauchbar für Kassetten minderer Qualität, keine Optionen bei Audio- und Videoqualität, Speicherplatzverbrauch

Empfehlung:

Ja

Qualität im technischen Bereich kostet immer, habe ich mir gedacht. Deshalb habe ich mich, als ich nach so einem Gerät suchte, nicht für eine billigere Alternative entschieden, sondern für den Elgato, der einen recht guten Ruf genießt. So gut jedenfalls, wie das bei einem Capture-Stick der Fall sein kann, denn scheinbar gibt es bei solchen Geräten immer irgendetwas zu meckern. Manchmal nicht zu Unrecht.

Gekauft habe ich mir den Elgato Video Capture für genau zwei Aufgaben:
1. Videos von meinem Kassettenrekorder auf Festplatte aufnehmen.
2. Videos von meinen Videospielen aufnehmen.

Bezogen habe ich ihn über amazon.de zum Preis von 84,62 €.

~~~Was ist das eigentlich für ein Ding?~~

Der Elgato Video Capture gehört zu den sogenannten Capture-Sticks, deren Sinn es ist, Bild und Ton von externen Quellen auf den Bildschirm des PCs zu bringen und dort in möglichst hoher Qualität als Filmdatei zu speichern. Es gibt verschiedene Arten solcher Sticks, die auf verschiedene Video- und Audioquellen spezialisiert sind. Der Elgato Video Capture wurde zum Digitalisieren analoger Medien entwickelt. Auf Deutsch: Das Teil dient hauptsächlich dazu, Filme von Videokassetten (VHS) oder Camcordern auf Festplatte zu übertragen.

~~~Produktbeschreibung, Technisches und Verpackung~~~

Der Elgato Video Capture selbst ist schneeweiß und mit allen daran hängenden Kabeln knapp einen Meter lang. Wenn der PC/Laptop in der Nähe der Aufnahmegeräte stationiert werden kann, reicht diese Länge mehr als aus.
Er wird mit dem PC über einen USB 2.0-Anschluss verbunden (= der Standard-USB-Anschluss aller modernen PCs). Das Aufnahmegerät wird optimalerweise über die Cinch-Stecker an den Elgato angeschlossen. Cinch-Stecker kennt jeder, der irgendwann einmal z. B. eine Spielkonsole mit dem Fernseher verbunden hat - das sind diese drei lustigen bunten Stecker, die Bild (gelber oder schwarzer Stecker) und Ton (roter und weißer Stecker) an das Fernsehgerät weiterleiten. Manche kennen sie vielleicht unter den Begriffen "Composite Video" oder "FBAS".
Einige analogen Videoquellen haben leider keine Cinch-Stecker als möglichen Bild- und Tonausgang, sondern SCART. Auch das ist mit dem Elgato Video Capture kein Problem, denn die Produktlieferung schließt ein Kabel mit Cinch-Steckern an beiden Enden und einen "Composite-to-SCART-Adapter" mit ein - das ist ein Adapter mit einem SCART-Anschluss auf der einen Seite, auf dessen anderer Seite die Cinch-Stecker des zusätzlichen Kabels eingesteckt werden können. Somit kann man auch von SCART-Anschlüssen aufnehmen, wenn auch über kabelsalatigen Umwegen.
Stört es den Aufnahmeprozess, wenn da zwei weitere Kabel/Adapter dazwischenhängen? Nein, das stört gar nicht. Die Übertragung von Bild und Ton ist immer gleich gut.

Die Produktlieferung umfasst also folgende Bestandteile:
1. Der Elgato Video Capture selbst (USB 2.0 und Cinch-Anschlüsse)
2. Eine CD zur Installation der dazugehörigen Software
3. Composite Video/RCA Stereokabel
4. Der Composite-to-SCART-Adapter.

Die Verpackung ist ein schlichter, aber stabiler weißer Karton, der innen gepolstert ist und exakt den richtigen Platz für alle Bestandteile bietet. Auf der Innenseite der Verpackung befindet sich außerdem eine kurze Anleitung zur Verwendung des Produktes. Sie ist so kurz, dass sie in vier verschiedenen Sprachen mitsamt ein paar Bildern abgedruckt werden konnte - aber sie reicht aus!

~~~Anwendung~~~

Die Anwendung dieses Gerätes ist so simpel und selbsterklärend, dass es mich total überrascht hat. Ich (= blutiger Anfänger bei jeder Art von PC-Zubehör, was über externe Festplatten hinausgeht) hatte eigentlich damit gerechnet, erstmal stundenlang herumprobieren zu müssen und dann vielleicht nach zwei Tagen Übung erste Resultate erzielen zu können. In Wahrheit war die Installation des Programmes und die Aufnahme der ersten paar 5-Minuten-Testvideos insgesamt eine Sache von weniger als einer Stunde.

Bevor der Elgato Video Capture zum ersten Mal an den PC angeschlossen wird, legt man die CD mit dem Installations-Programm ein. Die Installation geht schnell, erfolgt weitesgehend automatisch und bereitet keine Probleme. Danach braucht man die CD nie wieder, das Programm läuft also ohne. Ich habe einen Windows-PC, doch Elgato versichert, dass die Installation auch bei einem Mac problemlos funktioniert.

Anschließend verbindet man die Videoquelle (nehmen wir als Beispiel einen Videorekorder) per Cinch-Stecker oder über den Umweg mit dem SCART-Adapter mit dem Elgato Video Capture und steckt anschließend dessen anderen Anschluss in einen USB-Anschluss des PCs.

Das gleichnamige Aufnahmeprogramm auf dem PC muss manuell gestartet werden und leitet einen anschließend selbst sehr geradlinig und easy durch den Aufnahmeprozess. Zuerst legt man den Titel für den Film fest und schätzt die ungefähre Länge, dann überprüft man gemeinsam mit dem Programm, ob Bild und Ton empfangen werden können. Zu diesem Zeitpunkt ist der Film bereits auf dem Bildschirm des PCs sichtbar (oder sollte es zumindest sein) und der Ton ist hörbar. Wenn alles stimmt, kann man die Aufnahme (manuell) starten und ebenso manuell beenden, wenn man alles aufgenommen hat, was man wollte. Oder aber man stellt das Programm so ein, dass es automatisch nach X Minuten die Aufnahme beendet - dann muss man nicht mal anwesend sein und kann zwischenzeitlich was anderes machen, während Videorekorder und PC eigenständig arbeiten. Während der Aufnahme wird der Film natürlich auf dem PC abgespielt, sodass man theoretisch auch einfach zusehen kann. Wer einen PC mit einer guten Rechenleistung besitzt und nebenher an diesem Computer arbeiten will, der hat die Möglichkeit, den Ton während der Aufnahme auszuschalten. Die Aufnahme selbst wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Nach beendeter Aufnahme bekommt man die Möglichkeit, Anfangs- und Endpunkt des aufgenommenen Films zurechtzuschneiden. Wer also vor Beginn des Films während der Vorschau oder mitten im schwarzen Bildschirm auf "Aufnahme" gedrückt hat, kann diese überflüssigen Sekunden wegkürzen, genauso wie unerwünschtes Material nach Ende des Films, wenn die Aufnahme z. B. automatisch beendet wurde. Eine Möglichkeit zum Kürzen innerhalb der Filmaufnahme - wie z. B. das Rausschneiden eventueller Werbepausen in einem selbst aufgenommenen Film - gibt es jedoch NICHT.

Das war es schon fast. Das Programm speichert im nächsten Arbeitsschritt das Video im allgemeinen Video-Ordner ab (oder in einem beliebigen anderen Ordner, das kann man individuell einstellen). Fertig - der Film liegt nun auf Festplatte vor, kann jederzeit wieder angesehen, auf DVD gebrannt, bei Youtube hochgeladen oder mit Freunden geteilt werden!

~~~Ergebnis~~~

Die Qualität des Bildes ist verblüffend gut (für jemanden, der kein HD-Fanatiker ist, denn eine derartige Qualität ist bei einer Kassette natürlich niemals drin). Um genau zu sein - die Qualität ist genau die, die auch das Ausgangsmaterial (also die Kassette) hergibt. Nicht besser, nicht schlechter. Aber weil viele PC-Bildschirme an sich eine bessere Bildqualität haben als manche Fernsehbildschirme, kann man schon während der Aufnahme überrascht sein, wie gut die alten Kassetten plötzlich aussehen. Der Ton war bei mir bei allen Aufnahmen einwandfrei und auch deutlich hörbar in Stereo. Wenn ich Probleme bekam, weil die Kassette zu alt, zu oft über- und abgespielt oder beschädigt war, so betraf das immer nur das Bild und niemals den Ton (dazu mehr unter "Negatives").

Für Speicherplatzknauserer oder Leuten mit übervollen oder zu kleinen Festplatten ist dieses Gerät jedoch leider nichts. Eine Sekunde des aufgenommenen Videos ist ca. 0,2 MB groß - eine Minute verschlingt somit 12 MB und ein Film von 90 Minuten Länge würde 1080 MB Speicherplatz fressen. Ohne meine externe Festplatte wäre dieses Gerät für mich sehr frustierend. Meine 320 GB sind schon halb voll und ich möchte nicht für jeden Film über 1 GB verbraten, schließlich soll der PC noch eine gewisse Performance aufrechterhalten können. Eine Alternative zur externen Festplatte wäre es, die Filme sofort auf DVD zu brennen und anschließend zu löschen, also seine frühere Kassettensammlung gleich in eine vollwertige Sammlung von DVDs zu verwandeln.

Das Format der Filmdateien nennt sich laut Hersteller H.264 und ist universell, das heißt, weltweit mit so ziemlich allen Geräten und Playern abspielbar. Ich kenne mich mit derartigen Dingen nicht aus - bei mir werden die Videos als simple mp4-Dateien angezeigt. Aber ich besitze eine sehr große Zahl unterschiedlicher Video-Player und sie sind ALLE dazu fähig, die aufgenommenen Filme abzuspielen.

~~~Was positiv auffällt~~~

...ist in meinem Fall besonders, dass das Gerät meinen PC nicht "aufregt". Zur Info: Bei der Wahl meines Laptops bin ich zu 90 % nach dem Preis gegangen und habe somit einen gekauft, der solide und billig ist. Die meisten neueren Spiele kann ich auf dem Laptop aufgrund der schlechten Grafikleistung nicht mal spielen und wenn ich ein älteres Videospiel einlege oder Videos bearbeite, läuft mein Laptop schnell heiß und der extrem laute Lüfter springt an.

Bei der Filmaufnahme mit dem Elgato Video Capture ist mein Laptop ungefähr so entspannt wie beim einfachen Surfen im Internet. Er läuft nicht heiß und der Lüfter hält sich meistens zurück. Ich habe fest damit gerechnet, mit diesem Gerät meinen Laptop an den Rand seiner Kapazitäten zu bringen, aber nein: Der Elgato Video Capture ist von der Belastung her nicht viel schlimmer als ein einfacher USB-Stick! Auch beim Überprüfen der Auslastung mittels des Task-Managers schwankt die Auslastung lediglich zwischen 50 und 80 % und erreicht 100 % nur, wenn ich nebenbei aktiv(!) was etwas anderes mache, was schon unter normalen Umständen meinen PC schwer beschäftigt (surfen auf großen Seiten bei gleichzeitigem Musikhören oder das Ansehen anderer Videos nebenher). Bei einfachen Tätigkeiten wie dem Bedienen eines Schreibprogrammes oder ein primitives Kartenspiel erreiche ich die 100 % nie.

~~~Negatives~~~

Ein eindeutiger Abstrich ist, dass man von vornherein keine Optionen hat, was die Qualität von Bild und Ton angeht. Man kann weder ein bestimmtes Videoformat festlegen, noch die Qualität von Bild und Ton herunterschrauben. Ein bisschen doof ist das schon, denn zumindest mir würden kleine Videos von mittlerer Bildqualität manchmal vollkommen ausreichen. Der Elgato Video Capture lässt mir jedoch keine Wahl, wodurch alle Videos zwar in einer genialen Qualität aufgenommen werden, jedoch unglaublich viel Speicherplatz fressen.

Das wesentlich größere Problem ist jedoch, dass es beim Speichern von längeren Videos manchmal zu Fehlermeldungen kommt und das Video NICHT gespeichert wird. Zumindest nicht so, wie es sein sollte. Ich hatte zum Beispiel mal den Fall, dass ich einen Film von Kassette aufnehmen wollte (ca. 85 Minuten) und das, was es am Ende gespeichert hat, nur die ersten 10 Sekunden des Films waren! Der ganze Rest wurde nicht gespeichert, wodurch ich alles neu aufnehmen musste. Bei kürzeren Videos von unter 10 Minuten ist mir das noch nie passiert, es kommt leider nur bei langen Aufnahmen vor, und manchmal sind sie sogar ganz weg. Dieser Fehler passiert objektiv betrachtet nur sehr selten, regt mich aber subjektiv extrem auf, wenn er passiert.

Es ist zwar logisch, aber hier dennoch der Hinweis: Der Film, den ihr aufnehmt, kann nicht viel besser sein als eure Vorlage. Wenn ihr Videos vom Nintendo 64 aufnehmt, wird daraus ganz bestimmt keine GameCube-Grafik, und beim Abfilmen einer beschädigten Kassette werden die Schäden an Bild und Ton im Endprodukt eher noch deutlicher sichtbar werden. Bei zu alten, schadhaften Videokassetten, die schon beim normalen Ansehen Probleme bereiten, kann es sogar sein, dass ihr niemals ein brauchbares Video davon aufnehmen könnt!

Ein Beispiel von dem, was unter anderem passieren kann:
Ich wollte einen selbst aufgenommenen Film von einer alten, bereits mehrfach überspielten, abgenudelten Kassette aufnehmen. Der Film selbst war über dem Kassettenrekorder ganz normal anschaubar, hatte einen perfekten Ton und immer noch ein gutes, manchmal leicht verkriseltes Bild, welches den Filmgenuss aber nicht weiter störte.
Beim Aufnehmen jedoch hatte das Programm Probleme damit, das Bild der verkriselten Stellen zu empfangen. Diese Stellen waren bei der Aufnahme selbst abgehackt (auch der Ton kam nur stockend) und ruckelig. Ich dachte mir nichts dabei und ließ das Video bis zum Schluss durchlaufen.
Das Ergebnis war ernüchternd: Obwohl es den Ton in hoher Qualität und vollständig aufgenommen hatte, die nicht-verkriselten Stellen des Films ebenfalls nett anzuschauen waren und es keine abgehackten Stellen mehr gab, hatte es vom Bild weniger aufgenommen als vom Ton. Es kam zu einer deutlich spürbaren Asynchronität von Ton und Bild.
Ich kann es mir nur so erklären: Es fehlten aufgrund der schlechten Kassettenbildqualität immer wieder einzelne Frames (Frame = Einzelbild) des Films, was mir zu Beginn des Films gar nicht auffiel - erst später wurde mir bewusst, dass Ton und Bild gegen Ende des Films nicht mehr synchron waren und immer weiter von einander abwichen. Den Ton hatte das Gerät komplett aufgenommen, doch nicht alle Bildframes, wodurch der Film (visuell) kürzer war als der dazugehörige Ton, der am Ende um fast eine halbe Minute hinterherhing. Sehr ärgerlich und als Video faktisch unbrauchbar. Was nützt mir der erzürnte Kampfschrei der Protagonistin, wenn er erst zwei Sekunden nach dem Sieg hörbar ist?!

Ein weiter Mängel (wenn auch ein kleiner) ist, dass man zwar Anfangs- und Endpunkte des Films zurechtschneiden, aber nichts aus der Mitte herauskürzen kann. Wenn jemand also viele Filme in guter Qualität, aber mit Werbepausen aufgenommen hat, so muss diese Person zum Entfernen der Werbung ein anderes Programm benutzen.

~~~Geräte, die man an den Elgato Video Capture anschließen kann~~~

Von den folgenden Quellen habe ich bereits erfolgreich mit dem Elgato Video Capture Filme auf Festplatte aufnehmen können:

- VHS-Rekorder (von SEG, verdammt altes Teil)
- Nintendo 64
- Playstation
- Playstation 2
- XBox
- XBox 360

Leider funktioniert der Elgato Video Capture NICHT mit meinem Super Nintendo. Er empfängt zwar den Ton, aber nicht das Bild. Ist kein Super-Minuspunkt (für Videospielkonsolen, und dann noch so alte, wurde das Teil ja gar nicht entwickelt), aber es ist dennoch traurig. Einer der Hauptgründe für meinen Kauf war nämlich meine Hoffnung, dass ich damit meinen SpeedRun zu Super Turrican 2 aufnehmen könnte. :(
Ich gehe aber stark davon aus, dass der Elgato dafür auch mit den anderen neuen Konsolen funktioniert, die ich nicht habe (Playstation 3 und Wii).

Grundsätzlich bin ich mir sicher, dass alles, was KEIN Super Nintendo ist und über einen SCART-Anschluss und/oder Cinch-Stecker verfügt, an dieses Gerät angeschlossen werden und als Quelle für mögliche Videoaufnahmen genutzt werden kann.

Ich habe übrigens gemerkt, dass sich das Gerät auch auf sehr praktische Art zweckentfremden lässt. Anstatt damit immer Videos aufzunehmen, benutze ich es fast noch öfter als Bildschirmersatz, wenn mein Fernseher gerade andernweitig blockiert ist. Ich drücke einfach nicht auf "Aufnahme", sondern bleibe in dem Menübereich, wo der Empfang von Bild/Ton überprüft wird und spiele Videospiele, für die ich ja eigentlich den Fernseher bräuchte, einfach über den Monitor meines Laptops - extrem praktisch!

Laut Verpackung kann man das Teil übrigens auch zur Videoaufnahme auf einen Mac, ein iPad oder ein iPhone benutzen. Da ich derartiges nicht besitze, kann ich dazu aber keine weiteren Angaben machen.

~~~Warum ist das Gerät empfehlenswert, obwohl es nur 3 Sterne erreicht?~~

Kurz und knapp: JA, die negativen Aspekte wiegen schwer und können nerven (besonders der seltene Speicher-Bug). ABER das Gerät erfüllt zu 95 % genau das, was es es erfüllen soll, und die Videos haben eine gute Qualität. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch okay, schließlich bezieht man so ein Teil normalerweise nur einmal. Aufgrund der guten Verarbeitung denke ich auch nicht, dass es allzu bald den Geist aufgeben wird.

Der Hautpkritikpunkt ist, dass man mit diesem Gerät Frust schieben kann. Wenn man mit den Aufnahmen Ärger hat, sollte man als Käufer die Ruhe bewahren und gut unterscheiden, ob dieser Ärger von dem Gerät ausgeht oder nicht. Natürlich ärgert man sich bei unbrauchbaren Videoaufnahmen zunächst über das Gerät, obwohl in den meisten Fällen eine minderwertige oder beschädigte Videokassette der Auslöser des Problems ist. Da man aber damit Ärger und frustrierende Momente haben KANN und manche Minuspunkte einfach nicht schönzureden sind, habe ich mich für subjektive 3 Sterne entschieden, obwohl es objektiv eher 4 verdient hat.

~~~Fazit und Empfehlung~~~

Wer Geld und Geduld hat und schon immer etwas haben wollte, womit er/sie Videokassetten digitalisieren oder sich selbst beim Spielen eines Konsolenspiels aufnehmen wollte - der kann wirklich zugreifen. Man muss lediglich damit leben können, manche (sehr wenige) Dinge doppelt aufzunehmen, weil das Teil hin und wieder aus nicht nachvollziehbaren Gründen einfach nicht speichert. Das dürfte aber zumindest bei Videokassetten kein großes Problem sein, da man (im Gegensatz zu Videospielen) bei der Aufnahme selbst aktiv nichts macht und es einen nicht stören sollte, die Kassette einfach im Hintergrund laufen zu lassen. Ja, es ist ärgerlich und kann einen zur Weißglut treiben, aber eigentlich ist es halb so schlimm. Beim Aufnehmen von Spielkonsolen hatte ich dieses Problem übrigens nie, es betraf immer nur Kassetten.

Für Videospieler gibt es übrigens eine Alternative, die speziell zum Aufnehmen und Streamen von Videospielen entwickelt wurde und AUCH bei älteren Konsolen wie dem Super Nintendo funktioniert: Der Elgato Game Capture! Leider wusste ich das nicht, bevor ich dieses Produkt gekauft habe.

Also genau überlegen, was man lieber aufnehmen will. Wer eher zu Videospielen tendiert, möge sich lieber den Elgato Game Capture kaufen, doch wer hauptsächlich Videokassetten digitalisieren will, kann bei diesem Produkt ruhig zugreifen. Es gibt zwar billigere Capture-Sticks, aber mit denen habe ich keine Erfahrung. Ich gehe davon aus, dass bei abgenutzten VHS-Kassetten von minderer Bildqualität die billigeren Sticks auch keine besseren Ergebnisse erzielen würden.

Bei unbeschädigten Kassetten mit hoher Bildqualität (was auf die meisten Kauf-Kassetten zutrifft) fängt der Elgato Video Capture den Film tadellos ein, deshalb kann ich ihn für diese Anwendung bedenkenlos empfehlen. Man muss nur damit leben können, dass selbst aufgenommene Filme von alten, mitgenommenen Videokassetten unter Umständen nicht gerettet werden können - es sei denn, man kann mit der stark wahrnehmbaren Asynchronität von Bild und Ton leben. Ich kann es nicht.

29 Bewertungen, 13 Kommentare

  • Haustierhalterin

    11.09.2013, 07:32 Uhr von Haustierhalterin
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW & LG

  • anonym

    01.07.2013, 07:46 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und LG

  • Clarinetta2

    18.06.2013, 18:54 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: besonders wertvoll

    alles drin-bw

  • einlustigerkunde

    17.06.2013, 17:57 Uhr von einlustigerkunde
    Bewertung: besonders wertvoll

    hatte vor entlichen jahren mal mit dem gedanken gespielt sowas anzuschaffen, aber nun ists ja überflüssig geworden... ausser für schätze, familienvideos!

  • meerifan1

    17.06.2013, 06:42 Uhr von meerifan1
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW & LG

  • goat

    15.06.2013, 21:40 Uhr von goat
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wow, ein einwandfreier Bericht. Würde mich freuen, wenn Du auch bei meinen Berichten mal vorbei schaust. LG Melanie

  • katjafranke

    15.06.2013, 16:50 Uhr von katjafranke
    Bewertung: besonders wertvoll

    Einen lieben Gruß KATJA

  • merbitz01

    15.06.2013, 15:14 Uhr von merbitz01
    Bewertung: besonders wertvoll

    schönes WE

  • Little-Peach

    15.06.2013, 12:30 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreicher Bericht :) Liebe Grüße :)

  • anonym

    15.06.2013, 11:48 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG und ein schönes Wochenende

  • anonym

    15.06.2013, 09:55 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    ....au hier die Höchstnote vergeb

  • Lale

    15.06.2013, 09:03 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~+

  • minasteini

    15.06.2013, 08:48 Uhr von minasteini
    Bewertung: besonders wertvoll

    Gelesen! Gegenlesung? LG Marina