Smirnoff Vodka Mojito Testbericht




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- Geschmack:
- Wirkungsgrad:
- Nachwirkungen:
Erfahrungsbericht von knopfi
„Des Cocktails reine Seele III“
Pro:
schmeckt, schnelle Zubereitung
Kontra:
Preis, fast zu süß
Empfehlung:
Ja
„shake it up“ heißt die derzeitige Kampagne der Testerplattform „Buzzer.bizz“. Des Wodkaproduzenten Smirnoff neuster Streich sind drei bereits fertig gemixte Cocktailvarianten auf Basis des russischen Nationalgetränks. Grund genug, daraus eine Testphase einzurichten, in denen die Mitglieder diese drei Mixgetränke ausprobieren und ihre Meinung dazu kundtun können. Ich bin einer der Glücklichen, die diesen Job vollziehen dürfen. Heute, im dritten und letzten Teil, ist es der „Vodka Mojito“, welcher meinem Urteil zum Opfer fallen soll….
===Klick===
„Wo ist ihr Alibi?“ – „Ich war allein!“… knips… „Wie heißt der letzte Mohikaner mit Vornamen? Es geht um 500 Euro!“… knips… „Komm Küss mich, Liebster! Niemand kann uns mehr trennen…“ …knips… „Auch Barbara S. schwört auf das neue…“ …knips…. „Podolski schiebt den Ball zu Boateng, der gibt ihn weiter zu Reuss; Reuss gibt der Kugel einen Schups...“ …knips… „Da Griechenland die Diäten erhöht, beschließt die EU neue Kredite…“ ….knips… „Die Queen hat heute einen Pfurz gelassen, wir waren live dabei…“ ….knips… „Gleich: Wie schlachte ich meinen Nachbarn richtig!“ …knips… „Ich habe immer noch kein AlibiVerdammt, dann sind sie verhaftet!“ … knips… „Mit dem neuen Nicer Dicer plus gelingt…“ …knips… „Boateng schießt nun zu Podolski, Podolski legt einen Pass in Richtung Reuss…“ …knips… „Hände hoch- oder ich schieße…“ …knips…. „Bauer Franz küsst liebevoll seine Eva und kanns kaum erwarten mit ihr Trecker zu fahren…“ …knips… „Morgens, halb zehn in…“ …knips… „Doktor, der Patient hat innere Blutungen! – „Testen Sie auf Tuberkulose und machen einen HIV-Test…“ …knips… „Schauen Sie doch einmal wie wunderschön Lullu sie anlächelt…“ …knips…
Wow!
Ich drehe durch! Sage und schreibe einhundertfünfzig TV-Sender und keiner von ihnen scheint etwas Sinnvolles senden zu wollen. Dabei ist die Nacht noch jung und viele von der Schlaflosigkeit gepackten Zuschauer wollen auch um diese ungemütliche Zeit noch etwas Vernünftiges begutachten. So wie ich! Kann es das geben? Wäre ich heute derjenige der am Abgrund steht - nach diesem ganzen Geschwätz hier im TV- Ich würde springen! Ich möchte doch einfach nur mal entspannen, mir mal ein easy Programm gönnen, ohne mich zu langweilen! Selbst Walter Freiwalds Dummgeschwafel rund um eines dieser vielfältigen Sinnlosprodukte im Shoppingkanal bleibt heute aus. Stattdessen läuft eine Quizshow mit barbusiger Moderatorin. Ich fasse es nicht. Ich versuche es weiter…
„Podolski bringt die Kugel zu Gomez, der schießt und trifft Reuss, der die Kugel wiederum zu…“ …knips… „Herkules, Hilfe, das einäugige Monster da drüben, pass auf!“ …knips… „…zum Sonderpreis von nur € 299,99! Unglaublich Mike…“ …knips… „…Barbara S. bringt mit ihren 60 Jahren endlich die langersehnten Zehnlinge auf die Welt-Wie wunderbar!“ …knips… Ich trage heut´n´ Tirolerhut…“ …doppelknips… „…kontrollieren Harry und Toto diesen alkoholisierten Hund erneut. Er fiel wegen des doppelten Schwanzes…“ … (nerv)knips… „Und wieder einmal verrät uns der geheimnisvolle Magier die vielen Tricks der Zauberer…“ …knips…
Unfassbar! Nach einem stressigen Arbeitstag möchte man sich entspannen und dann das! Eine Quizshow hier, ein Ratespiel dort; den präsentierten Superpanzer aus dem ersten Weltkrieg in der N24-Reportage habe ich bereits zum zwölften Mal nachgebaut; den Krimi im Zweiten acht Mal gesehen; und bei „Stirb langsam“ könnte ich Meister Willis mittlerweile als Hauptdarsteller ablösen. Wie kann ein Mittwoch-Abend so zunichte gemacht werden?
Gut, ich beschließe diesem jämmerlichen Treiben hier ein Ende zu bereiten. Schluss mit nervigem TV! Sollen die Jungs doch selbst mit ihrem produzierten Mist zurechtkommen! Aus mit der Glotze. Fragt sich nur, was machen? So im genervten, foxigen Zustand in dem ich mich ja nun befinde. Nach einigem Grübeln beschließe ich genau das zu tun, was ich gerade mache: Diesen Bericht verfassen. Ihr lest sozusagen gerade einen Reality-Report aus erster Hand. Ist das nicht geil? Bleibt nur die Frage, über was. Klar, ihr wisst das ja schon, weil ihr da oben geluschert habt. Doch ich, weiß das noch nicht so wirklich. Natürlich nicht, weil ja Reality!
Da fällt mir die im Kühlschrank verweilende letzte Flasche der „Smirnoff-Kollektion“ ein. Mensch siehste, manchmal ist das Gute doch so nah. Hoffentlich! Und falls nicht, ist zwar der Abend gerettet, ebenso dieser Bericht – werde dennoch so unvollkommen frustriert darüber sein, dass ich die Flasche vollends leeren werde. Ergo: Ich kann schlafen! Man muss die Pluspunkte halt nur da suchen, wo sie einen Sinn ergeben. Also dann, liebe Smirnoff-Company, lasst es krachen mit eurer Mojito-Variante!
===Anschauliches===
Wie auch bei den beiden Geschwister-Buddeln der Smirnoff-Cocktail-Varianten soll die silberne Verpackung einem prickelnden Shaker nachempfunden werden. Betrachtet man wiederum das Originalgetränk, kann von der Benutzung des Shüttelbechers überhaupt keine Rede sein, denn der „Mojito“ an sich ist ein sogenannter Longdrink. So kenne ich ihn, so schreibt es jedes Barkeeperbuch vor und selbst das allwissende „Wikipedia“ sprichts laut aus. Denn jene Drinks werden nicht geshaked, sonder aufgegossen. Natürlich weiß man das auch bei Smirnoff, und mittlerweile wissen´s auch wir: Hier spielt das Design sowie die schnelle Handhabe des Getränks an sich eine Rolle. Angefangen im Laden bis hin zum heimischen Kühlschrank.
Dieser fertige „Mojito“ hier basiert übrigens nicht auf weißem Rum (wie beim Original), sondern (wie überraschend) auf Wodka. Klar, weshalb sollte Wodkahersteller Smirnoff einen Drink ohne den Kartoffelbrand auf den Markt bringen. Wäre nicht sinnvoll. Da bei dem Cocktailklassiker die Minze eine nicht unwichtige Rolle einnimmt, hat man auch dem Label der Flasche einen Grünton verliehen. Womit mal wieder die Fantasie des Käufers in gewisserweise angeregt werden dürfte, der sich einen tollen, handgegossenen Longdrink mit Eiswürfeln und frischen Minzblättern vorstellt. Mal abgesehen vom karibischen Meer, Palmen und dem dazugehörigen Sonnenstrand.
Apropos Minze. Finden sich in der Flasche tatsächlich Minzblätter? Natürlich nicht. Das wäre ja mal was. Wie auch bei allen anderen Smirnoff-Cocktail-Versionen empfindet man dies mit Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen nach. War beim „Grand Cosmopolitan“ wenigstens noch ein Hauch des „Grand Maniers“ als Originalzutat enthalten, kann ich beim „Mojito“ glücklich sein, dass wenigstens der Wodka enthalten ist. Satte 37%! Vergebens suche ich nach Limettensaft oder -konzentrat, Rohrzucker, geschweige vom Sodawasser. Stattdessen eben Säuerungsmittel. Letzteres macht natürlich auch Sinn: Schon mal ein Kohlensäurehaltiges Getränk im Shaker zubereitet?
Kann ich jetzt schon enttäuscht sein? Nein, auch wenn es derzeit so klingen mag, aber ich habe ja auch nix anderes erwartet. Das ist das Gute daran, wenn man durch etwaige Vorgänger bereits vorgewarnt wurde.
===Flüssigkeit===
Eiswürfel… Ach ja, da war ja noch was. Die kühlen Frostkugeln möchte ich natürlich nicht im Getränk missen. Also noch einmal runter an das Tiefkühlfach. Plopp, plopp, plopp. Drei Würfel müssen vorerst genügen. Zurück am PC schüttele ich- getreu dem Smirnoff-Motto „Chill-Shake-Ice-Serve“ das Flascheninnere noch einmal fleißig durch und beame es anschließend ins dafür vorbereitete Glas. Eine leicht grünliche, klare Flüssigkeit ergießt sich aus und in das jeweilige Behältnis. Immerhin, farblich gesehen könnte man von superfrischem Gletscherwasser mit Diamanteinschlag ausgehen. Dank der Eiswürfel glitzert die Feuchte dem Trinker entgegen. Die im Getränk befindlichen, leichten Säurestoffe schicken mich in den gedanklichen Vergleich an ein Bitter Lemon, woran mich nun auch noch der gesamte Farbkomplex erinnert.
Kurz bin ich verwirrt, als mir (immer noch beim Bitter-Lemon-Vergleich) statt einer Limette jede Menge Minz-Nuancen in die Nase steigen. Kennt ihr das? Man denkt an eine Frucht, esst aber eine ganz andere. Genau diesen Effekt hatte ich eben.
Aber gut, nach dem ganzen Geschreibe hier zerrt mein Körper nach Flüssigkeit. Ja doch!
Sieh an, das Zeug schmeckt. Und das nach einem minzhaltigen, leicht säuerlich, süßen Cocktail. Fast wie ein „Mojito“. Hmm… Ach was, im Grunde genommen hat man den Geschmack naheliegend erreicht. Jetzt bin ich es, der überrascht ist. Tatsächlich finde ich hier und jetzt einen Drink, den es lohnt zu kaufen. Der ohne Wenn und Aber schmeckt. Allerdings nur wenn er schön kalt und auf Eiswürfeln serviert wird, keine Frage. Die beinhaltenden 37 Prozent Wodka sind nicht zu großzügig, aber auch nicht zu sparsam involviert, so dass das Zutun von anderweitigen Flüssigkeiten wie Orangensaft, Soda und Co nicht wirklich von Nöten ist. Okay, überlege ich es mir recht, kann etwas Soda beziehungsweise Mineralwasser für etwas mehr Pepp im Getränk sorgen, aber sonst. Alles gut. Dass ich das noch einmal so schreiben kann – mit gutem Gewissen! Unglaublich! Da werde ich mir doch – bevor ich zum Fazit eile- noch schnell ein paar Eiswürfel holen gehen…
===Expertise===
Proband Nummer drei der derzeitigen Smirnoff-Cocktails-Variationen mit dem Namen „Mojito“ ist wirklich gut. Sicherlich muss man Drinks mit frischer Minze mögen, das gehört zur absoluten Voraussetzung. Meine mir Angetraute würde mir wohl diesen Longdrink mit einem giftigen „Bäh!“ um die Ohren pfeffern. Doch in der Tat ist derleicht süßliche Smirnoff-Mojito hier eine erfrischende Abwechslung für den einen oder anderen Abend, egal wo.
Die wie gewohnt als Shaker in Szene gesetzte Null-Komme-Sieben-Flasche beherbergt ein 15,2- Volumen-Prozent-Getränk, dass Smirnoff derzeit für € 9,99 in den Verkauf schießt. Nur wage ein Schnäppchen, bedenkt man, dass auch bei diesem Cocktail die eigenhändige Selbstkreation mit den Originalzutaten wesentlich besser schmeckt und auch her macht. Und: Wir brauchen uns um die doch irrtümlichen Zutaten keine Gedanken zu machen. Andererseits müssen auch die Zutaten erst einmal eingekauft werden… Last but not least ist der „Smirnoff-Mojito“ eine sehr gute Alternative, wenn´s mal etwas schneller gehen soll. Vier von fünf Sternen und eine Kaufempfehlung.
Puh! So gut das Zeug hier auch schmecken mag, aber eine ganze Flasche schaffe ich dann doch nicht wirklich. Auf Dauer wirkt das gute Stück dann doch zu süß. Aber so ist das nun mal: Abwechslung braucht der Mensch. Während ich mich nun guten Gewissens in die Waagerechte begeben kann, verweilen die grünen Reste in der kühlen Sphäre des Kühlschranks. In der vagen Hoffnung, eventuell morgen das ein oder andere Gläschen noch einmal füllen zu können… In diesem Sinne: Salud!
===Infose===
Name: Smirnoff Vodka based Mojito
Hersteller: Smirnoff CO, London
Alkohol: 15,2%Vol
Größe: 0,7l
Preis: ca.€ 10,00
Zu kaufen:
http://www.rumundco.de/mehr-Spirituosen/Vodka/Smirnoff-Mojito-Vodka-125-Vol-07l--2287.html
Rezept des Cosmopolitan: http://www.cocktail-lounge.net/cocktailrezept.mojito.html
©knopfi.de´2012
61 Bewertungen, 11 Kommentare
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26.07.2012, 12:36 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW...Liebe Grüße Edith und Claus
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20.07.2012, 20:15 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichPerfekt in Szene gesetzt.
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15.07.2012, 16:38 Uhr von Noire
Bewertung: sehr hilfreichEinen wundervollen Restsonntag wünsche ich dir. Freue mich auf deine Lesungen. Noire
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15.07.2012, 16:23 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen schönen Sonntag! LG
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15.07.2012, 16:22 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichprima geschrieben, lg willi
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15.07.2012, 15:48 Uhr von Sweeaty
Bewertung: besonders wertvolltoller bericht, bw. lg
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15.07.2012, 13:58 Uhr von milabie
Bewertung: sehr hilfreichTrotz des grauen Himmels wünsche ich einen schönen Sonntag
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15.07.2012, 13:19 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichKatja schickt dir liebe Grüße
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15.07.2012, 12:18 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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15.07.2012, 11:33 Uhr von catmum68
Bewertung: besonders wertvollbesonders wertvoller Bericht, LG
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15.07.2012, 11:13 Uhr von [email protected]
Bewertung: besonders wertvollLG Simone






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