Der bunte Schleier (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2012
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
"Ich verachte mich, weil ich so töricht war, dich zu lieben."
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bereits vor knapp einem halben Jahr für 4,99€ gekauft, fühlte ich mich erst am gestrigen Abend stimmig, um mir das auf der Romanvorlage von W. Somerset Maugham basierende 120minütige Drama
==„Der bunte Schleier“==
anzusehen. Rasch offenbart sich bei der DVD der Umstand, dass diese automatisch mit trailern beginnt, die man nicht so einfach überspringen kann. Statt via Knopfdruck zum Menü oder gar nur zum nächsten trailer übergehen zu können, sind jene Funktionen gesperrt, so dass man sich entweder das Ganze brav anschaut, den Raum verlässt oder ausgebuffterweise den Schnellvorlauf betätigt.
Die optisch als umfangreich erscheinenden Bonusmaterialien (vgl. Foto 3) in Form diverser Interviews sind schlussendlich nicht das, was man erwartet: ein jeder der Darsteller darf brav ein bis fünf Sätzchen zu seiner Rolle sagen, so dass man in wenigen Minuten komplett durch ist.
„Der bunte Schleier“ spielt in Shanghai, so dass hier und dort zwangsläufig untertitelt werden musste. Augenfällig, dass der deutsche Untertitel den eigentlich englischen recht platzeinnehmend überlagert ~ überdies kommt es vor, dass nichtsdestominder ein Original-Untertitel kurzzeitig zu sehen ist. Klingt alles weitaus dramatischer, als es ist; wenngleich ich persönlich mich ein wenig wunderte, nach welchem Auswahlkriterium übersetzt wurde und welche Äußerungen offenkundig als „unwichtig“ angesehen wurden.
Wie gesagt: jenes fühlt sich nur kurzzeitig etwas irritierend an; kaum auf das Filmerlebnis eingelassen, spielt solcherlei naturgemäß kaum noch eine Rolle.
Wesentlich interessanter wie auch intensiver bereits die erste Filmszene, die Kitty (Naomi Watts) mitsamt ihrem Ehemann Walter (Edward Norton) auf einem Feld in Shanghai zeigt. Deutlich ist erkennbar, dass sie alles andere als zuversichtlich oder gar fröhlich sein dürfte, während er hingegen einen kühl-distanzierten, selbstsicher-gefassten Eindruck macht. Man ahnt, dass diese Sicherhieit grenzüberschreitend sein dürfte.
Wenig später erfolgt bereits die erste Rückblende zwei Jahre zuvor. Kittys Eltern erkundigen sich unverblümt, was Kitty von dem Bakteriologen hält, ob sie nicht bemerkt hätte, das dieser in sie verliebt sei. Das anschließende Gespräch ist es, was den Ereignissen die scheinbar vorbestimmte Richtung geben wird:
~ „Die Frage ist doch, ob ich in ihn verliebt bin.“
~ „Du solltest dich besser vorsehen, Kind. Dir bleibt nicht mehr so viel Zeit. (…) Ich frage mich, wie lange du deinem Vater noch auf der Tasche liegen willst.“
Ob eigener Bedenken zum Trotz gibt eins das andere, bis Kitty schließlich einwilligt, Walter zu heiraten. Ohne das Regisseur John Curran allzu viel Gewichtung auf den Eheverlauf gelegt hätte, lässt sich frühzeitig erkennen, wie widerwillig Kitty ihr verheiratetes Dasein fristet; wie rasch sie sich zu langweilen beginnt. So erstaunt es kaum, dass sie wenig später eine Affäre mit dem Vizekonsul Charlie Townsend (Liev Schreiber) beginnt.
Deutlich überraschender hingegen der Grad, in dem sich Walter zu drehen scheint: nach nicht einmal 23 Minuten Spielfilmlänge fallen die Worte „Cholera“ wie auch „Scheidung“ ~ beides Umstände, die 1925 deutlich existenzbedrohender waren, als es heutzutage der Fall sein dürfte. Was nun folgt, ist nicht nur eine charakterliche Offenbarung nach der nächsten, sondern ebenfalls eine Reise durchs Tal der dramaturgischen Fassungslosigkeiten.
Besonders hervorzuheben recht früh, wie sehr Edward Norton in der Rolle von Walter einerseits als treuherziger Romantiker, der seine Frau fürwahr über alles liebt, andererseits zugleich in seiner verletzten und scheinbar rachsüchtigen Seite überzeugt. Kaum in dem von Cholera befallenen Dorf angekommen, nimmt Kitty eine Puppe, die in dem Bett ihres neuen zuhauses liegt, in die Hand. Die Art der Tonlage wie auch Mimik, mit der Walter sie darauf hinweist, die Puppe besser nicht anzufassen, lässt einem das anfängliche auflachen im Halse stecken:
„Vielleicht sind sie hier in diesem Bett gestorben. Das Zimmer kannst du haben.“
Die zunehmende Distanz zwischen dem Ehepaar ist Szene um Szene spürbar, ebenso die Reue sowie Hilflosigkeit, die Kitty von nun an begleitet. Die Art Machtspielchen, denen sich beide lange Zeit hingeben, nehmen nur tröpfchenweise ab ~ ebenso lernen Kitty und Walter weitere Seiten am jeweils anderen kennen, die ihnen zuvor verborgen blieben...
Die Umsetzung gestaltet sich meines Erachtens nach von der ersten Minute an als besonders packend und authentisch. Da die Handlung hauptsächlich in dem Dorf stattfindet, liegen die dramaturgischen Szenen erwartungsgemäß vorrangig hier, wenngleich die Rückblicke von nicht minder verstörend-zerbrechlicher Natur sind. Themenschwerpunkt hingegen stellt der Kampf Cholera dar, was hier und dort für Szenen sorgt, die den ein oder anderen an der FSK12 Freigabe grübeln lassen werden.
Meiner eigenen Meinung nach eignet sich „Der bunte Schleier“ tatsächlich eher bedingt für jene Zielgruppe, da in dem Drama viel an leisen Tönen der Zwischenmenschlichkeit dargeboten wird, für dessen Empfänglichkeit man erst einmal herangereift sein muss.
Choleraopfer, Tote wie Erkrankte und nicht zuletzt die Angehörigen, sind des öfteren deutlich zu sehen, während ein durchgängiges Thema die Tradition versus Vernunft darstellt. Gegen die „Wenn Menschen sterben, ist es Schicksal“ Mentalität scheinen die behandelnden Ärzte kaum eine Chance zu haben; der Usus, die Verstorbenen nahe am Wasser zu begraben, verseucht jene Flüssigkeit mehr und mehr ~ all jenes lässt den Großteil der westlichen Filmgucker vermutlich am Verstand der Dorfbewohner zweifeln, wenngleich man überdies dennoch Mitgefühl für jene aufbringt, die die Toten tagelang im Haus zu verstecken versuchen.
Parallel zu dem Kampf, den Walter an medizinischer Front führt, beginnt auch in Kitty eine Veränderung zu erblühen. Nach etlichen Tagen der fast schon katatonischen Sturheit sieht sie sich im Kloster um, will der Oberin (Diana Rigg) zur Hand gehen und sich ihrer ursprünglichen überbordenden Verwöhntheit entgegen nützlich machen.
Dortige Zufallsbegegnungen mit ihrem Mann lassen diesen nicht nur für Kitty erneut in einem anderen Licht sehen, so dass „Der bunte Schleier“ titelgetreu das auf die Leinwand zauberte, was man mit dem Zerbrechen der hierzulande als „rosarote Brille“ gleichsetzen könnte.
Es dürfte niemanden überraschen, dass es sich bei „Der bunte Schleier“ um einen überaus ruhigen Film handelt, der mit nur wenigen actionreicheren Szenen auskommt, ohne das hierbei Langatmigkeit bemerkbar macht.
(An)Spannung ist von Anfang an gegeben; Erkenntnismomente, dass die gesamte Reise ins lebensbedrohliche Choleragebiet eine ausgelebte Selbstbestrafung Walters dafür, dass er laut ihm „so töricht war, Kitty zu lieben“ darstellt, gibt es gerade genug an der Zahl, um nicht allzu pathetisch zu erscheinen. Ganz im Gegenteil: das, was heutzutage den Oberbegiff des „SSV“ trägt,
kommt inmitten des Gesamtwerkes derartig überzeugend rüber, dass es dem Zuschauer selbst schmerzt.
Wendungen, Überraschungen und weitere Blicke hinter dem, was das Auge als erstes wahrnimmt machen das aus, was an „Der bunte Schleier“ so besonders ist. Dank der Darstellerauswahl für die zwei (bis drei) Hauptakteure entstand ein Film, der überzeugender kaum hätte sein können.
Gestik und Mimik sagt in etlichen Aufnahmen mehr, als es ein ausformulierter Text es je hätten tun können, so dass die Authentizität nicht zuletzt Naomi Watts, Edward Norton und Liev Schreiber zu verdanken ist. Obschon meine persönliche Begeisterung vorrangig auf letztgenannten gepolt ist, hätte man sich für alle drei Protagonisten keine anderen Darsteller wünschen können.
Phänomenal gelungene Landschaftsaufnahmen runden den Filmepos eindringlich ab, sorgen für weitere atemberaubende Momente und lassen „Der bunte Schleier“ noch kraftvoller wirken, als es ohnehin schon der Fall sein dürfte.
==Summa summarum==
dürfte niemanden erstaunen, dass „Der bunte Schleier“ hier und dort für beklemmende Momente sorgte, die zartbesaitetere Gucker vereinzelt weinen lässt. Gleichermaßen empfand ich persönlich die nunmehr zweite Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von W. Somerset Maugham derartig großartig, dass ich die Ursprungsfassung mit Greta Garbo gar nicht mehr sehen möchte.
Sprich: „Der bunte Schleier“ fungiert als der für mich sinnigste Kauf, den ich je für läppische 5€ absolviert habe und wird sicherlich noch mehrere Male von mir angesehen werden. Die mannigfaltigen Aussagen, die hier an die Bewusstseinsebene gefördert werden, sind einfach zu (ge)wichtig, um sie der Gefahr auszusetzen, alsbald schon wieder vergessen zu werden.
==„Der bunte Schleier“==
anzusehen. Rasch offenbart sich bei der DVD der Umstand, dass diese automatisch mit trailern beginnt, die man nicht so einfach überspringen kann. Statt via Knopfdruck zum Menü oder gar nur zum nächsten trailer übergehen zu können, sind jene Funktionen gesperrt, so dass man sich entweder das Ganze brav anschaut, den Raum verlässt oder ausgebuffterweise den Schnellvorlauf betätigt.
Die optisch als umfangreich erscheinenden Bonusmaterialien (vgl. Foto 3) in Form diverser Interviews sind schlussendlich nicht das, was man erwartet: ein jeder der Darsteller darf brav ein bis fünf Sätzchen zu seiner Rolle sagen, so dass man in wenigen Minuten komplett durch ist.
„Der bunte Schleier“ spielt in Shanghai, so dass hier und dort zwangsläufig untertitelt werden musste. Augenfällig, dass der deutsche Untertitel den eigentlich englischen recht platzeinnehmend überlagert ~ überdies kommt es vor, dass nichtsdestominder ein Original-Untertitel kurzzeitig zu sehen ist. Klingt alles weitaus dramatischer, als es ist; wenngleich ich persönlich mich ein wenig wunderte, nach welchem Auswahlkriterium übersetzt wurde und welche Äußerungen offenkundig als „unwichtig“ angesehen wurden.
Wie gesagt: jenes fühlt sich nur kurzzeitig etwas irritierend an; kaum auf das Filmerlebnis eingelassen, spielt solcherlei naturgemäß kaum noch eine Rolle.
Wesentlich interessanter wie auch intensiver bereits die erste Filmszene, die Kitty (Naomi Watts) mitsamt ihrem Ehemann Walter (Edward Norton) auf einem Feld in Shanghai zeigt. Deutlich ist erkennbar, dass sie alles andere als zuversichtlich oder gar fröhlich sein dürfte, während er hingegen einen kühl-distanzierten, selbstsicher-gefassten Eindruck macht. Man ahnt, dass diese Sicherhieit grenzüberschreitend sein dürfte.
Wenig später erfolgt bereits die erste Rückblende zwei Jahre zuvor. Kittys Eltern erkundigen sich unverblümt, was Kitty von dem Bakteriologen hält, ob sie nicht bemerkt hätte, das dieser in sie verliebt sei. Das anschließende Gespräch ist es, was den Ereignissen die scheinbar vorbestimmte Richtung geben wird:
~ „Die Frage ist doch, ob ich in ihn verliebt bin.“
~ „Du solltest dich besser vorsehen, Kind. Dir bleibt nicht mehr so viel Zeit. (…) Ich frage mich, wie lange du deinem Vater noch auf der Tasche liegen willst.“
Ob eigener Bedenken zum Trotz gibt eins das andere, bis Kitty schließlich einwilligt, Walter zu heiraten. Ohne das Regisseur John Curran allzu viel Gewichtung auf den Eheverlauf gelegt hätte, lässt sich frühzeitig erkennen, wie widerwillig Kitty ihr verheiratetes Dasein fristet; wie rasch sie sich zu langweilen beginnt. So erstaunt es kaum, dass sie wenig später eine Affäre mit dem Vizekonsul Charlie Townsend (Liev Schreiber) beginnt.
Deutlich überraschender hingegen der Grad, in dem sich Walter zu drehen scheint: nach nicht einmal 23 Minuten Spielfilmlänge fallen die Worte „Cholera“ wie auch „Scheidung“ ~ beides Umstände, die 1925 deutlich existenzbedrohender waren, als es heutzutage der Fall sein dürfte. Was nun folgt, ist nicht nur eine charakterliche Offenbarung nach der nächsten, sondern ebenfalls eine Reise durchs Tal der dramaturgischen Fassungslosigkeiten.
Besonders hervorzuheben recht früh, wie sehr Edward Norton in der Rolle von Walter einerseits als treuherziger Romantiker, der seine Frau fürwahr über alles liebt, andererseits zugleich in seiner verletzten und scheinbar rachsüchtigen Seite überzeugt. Kaum in dem von Cholera befallenen Dorf angekommen, nimmt Kitty eine Puppe, die in dem Bett ihres neuen zuhauses liegt, in die Hand. Die Art der Tonlage wie auch Mimik, mit der Walter sie darauf hinweist, die Puppe besser nicht anzufassen, lässt einem das anfängliche auflachen im Halse stecken:
„Vielleicht sind sie hier in diesem Bett gestorben. Das Zimmer kannst du haben.“
Die zunehmende Distanz zwischen dem Ehepaar ist Szene um Szene spürbar, ebenso die Reue sowie Hilflosigkeit, die Kitty von nun an begleitet. Die Art Machtspielchen, denen sich beide lange Zeit hingeben, nehmen nur tröpfchenweise ab ~ ebenso lernen Kitty und Walter weitere Seiten am jeweils anderen kennen, die ihnen zuvor verborgen blieben...
Die Umsetzung gestaltet sich meines Erachtens nach von der ersten Minute an als besonders packend und authentisch. Da die Handlung hauptsächlich in dem Dorf stattfindet, liegen die dramaturgischen Szenen erwartungsgemäß vorrangig hier, wenngleich die Rückblicke von nicht minder verstörend-zerbrechlicher Natur sind. Themenschwerpunkt hingegen stellt der Kampf Cholera dar, was hier und dort für Szenen sorgt, die den ein oder anderen an der FSK12 Freigabe grübeln lassen werden.
Meiner eigenen Meinung nach eignet sich „Der bunte Schleier“ tatsächlich eher bedingt für jene Zielgruppe, da in dem Drama viel an leisen Tönen der Zwischenmenschlichkeit dargeboten wird, für dessen Empfänglichkeit man erst einmal herangereift sein muss.
Choleraopfer, Tote wie Erkrankte und nicht zuletzt die Angehörigen, sind des öfteren deutlich zu sehen, während ein durchgängiges Thema die Tradition versus Vernunft darstellt. Gegen die „Wenn Menschen sterben, ist es Schicksal“ Mentalität scheinen die behandelnden Ärzte kaum eine Chance zu haben; der Usus, die Verstorbenen nahe am Wasser zu begraben, verseucht jene Flüssigkeit mehr und mehr ~ all jenes lässt den Großteil der westlichen Filmgucker vermutlich am Verstand der Dorfbewohner zweifeln, wenngleich man überdies dennoch Mitgefühl für jene aufbringt, die die Toten tagelang im Haus zu verstecken versuchen.
Parallel zu dem Kampf, den Walter an medizinischer Front führt, beginnt auch in Kitty eine Veränderung zu erblühen. Nach etlichen Tagen der fast schon katatonischen Sturheit sieht sie sich im Kloster um, will der Oberin (Diana Rigg) zur Hand gehen und sich ihrer ursprünglichen überbordenden Verwöhntheit entgegen nützlich machen.
Dortige Zufallsbegegnungen mit ihrem Mann lassen diesen nicht nur für Kitty erneut in einem anderen Licht sehen, so dass „Der bunte Schleier“ titelgetreu das auf die Leinwand zauberte, was man mit dem Zerbrechen der hierzulande als „rosarote Brille“ gleichsetzen könnte.
Es dürfte niemanden überraschen, dass es sich bei „Der bunte Schleier“ um einen überaus ruhigen Film handelt, der mit nur wenigen actionreicheren Szenen auskommt, ohne das hierbei Langatmigkeit bemerkbar macht.
(An)Spannung ist von Anfang an gegeben; Erkenntnismomente, dass die gesamte Reise ins lebensbedrohliche Choleragebiet eine ausgelebte Selbstbestrafung Walters dafür, dass er laut ihm „so töricht war, Kitty zu lieben“ darstellt, gibt es gerade genug an der Zahl, um nicht allzu pathetisch zu erscheinen. Ganz im Gegenteil: das, was heutzutage den Oberbegiff des „SSV“ trägt,
kommt inmitten des Gesamtwerkes derartig überzeugend rüber, dass es dem Zuschauer selbst schmerzt.
Wendungen, Überraschungen und weitere Blicke hinter dem, was das Auge als erstes wahrnimmt machen das aus, was an „Der bunte Schleier“ so besonders ist. Dank der Darstellerauswahl für die zwei (bis drei) Hauptakteure entstand ein Film, der überzeugender kaum hätte sein können.
Gestik und Mimik sagt in etlichen Aufnahmen mehr, als es ein ausformulierter Text es je hätten tun können, so dass die Authentizität nicht zuletzt Naomi Watts, Edward Norton und Liev Schreiber zu verdanken ist. Obschon meine persönliche Begeisterung vorrangig auf letztgenannten gepolt ist, hätte man sich für alle drei Protagonisten keine anderen Darsteller wünschen können.
Phänomenal gelungene Landschaftsaufnahmen runden den Filmepos eindringlich ab, sorgen für weitere atemberaubende Momente und lassen „Der bunte Schleier“ noch kraftvoller wirken, als es ohnehin schon der Fall sein dürfte.
==Summa summarum==
dürfte niemanden erstaunen, dass „Der bunte Schleier“ hier und dort für beklemmende Momente sorgte, die zartbesaitetere Gucker vereinzelt weinen lässt. Gleichermaßen empfand ich persönlich die nunmehr zweite Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von W. Somerset Maugham derartig großartig, dass ich die Ursprungsfassung mit Greta Garbo gar nicht mehr sehen möchte.
Sprich: „Der bunte Schleier“ fungiert als der für mich sinnigste Kauf, den ich je für läppische 5€ absolviert habe und wird sicherlich noch mehrere Male von mir angesehen werden. Die mannigfaltigen Aussagen, die hier an die Bewusstseinsebene gefördert werden, sind einfach zu (ge)wichtig, um sie der Gefahr auszusetzen, alsbald schon wieder vergessen zu werden.
23 Bewertungen, 3 Kommentare
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23.05.2012, 16:43 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH! Liebe Grüsse
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23.05.2012, 16:38 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSonnig-sommerliche Mittwochsgrüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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23.05.2012, 11:14 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW und einen schönen, sonnigen Tag noch!
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