Kochen ist Chefsache (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
„Ich hätte gehört, wie die Aubergine schreit.“
Pro:
fluffiges Filmvergnügen, welches man sich gut und gerne einmal ansehen kann
Kontra:
absolut vorhersehbar, keine Überraschungen, möglicher Tiefgang wird immerfort ausgebremst
Empfehlung:
Ja
ldquo;Kochen ist Chefsache&ldquo verhielt sich dies nicht viel anders. Bereits an dieser Stelle muss ich sagen, dass ich mir die DVD zum aktuellen Preis von rund 13 Euro vermutlich nicht gekauft hätte, stattdessen über Tauschticket ein entsprechendes Schnäppchen machen konnte.
Die '''Handlung''' an sich ist gewissermaßen wie so oft von A bis Z vorhersehbar, konzentriert sich auf zwei Protagonistin, die Dank schicksalhafter Wendungen zusammenfinden. Immerhin geht es hier einmal nicht um ein Liebespaar, sondern stattdessen um zwei Herren, die ihre Leidenschaft in der gehobenen Lebensmittelzubereitung gefunden haben.
Während Jacky Bonnot (Michaël Youn) sich trotz hochschwangerer Freundin Beatrice (Raphaelle Acogue) Dank seiner gewissen überheblichen Art, was die Kochkust angeht, aus mehreren Jobs hinauskomplementieren lässt, bangt der Pariser Sternekoch Alexandre Lagarde (Jean Reno) um seinen dritten Stern.
Sollte er diesen verlieren, droht ihm der Rausschmiss seitens des neuen Finanzgruppenoberhaupts Stanislas (Julien Boisselier) ~ ein Umstand, der Alexandre schmerzlich daran erinnert, ein gewisses Maß an Kreativität verloren zu haben.
Natürlich kommt es so, wie es kommen muss: während Jacky in einem Altenheim als Fenstermaler eingestellt wurde, kann er sich mit seinen Tipps und Tricks nicht von der Küche fernhalten. Zufällig haust Alexandres Vater in eben jenem Altenheim und verzehrt ausgerechnet dann eine Kürbissuppe, als Alexandre zum Besuch aufläuft. Jener erkennt sein eigenes Rezept wieder, erkundigt sich nach dem Koch und bietet Jacky schließlich ein Praktikum an....
===Die Umsetzung=== „darf“ meines Erachtens nach bei diesen seichten Gute-Laune-Filmen durchaus prognostizierbar sein. Was mich dennoch ein wenig „störte“ ist der Aspekt, dass sogar die vermeintlichen Wendungen keinerlei Überraschungen boten, während weiterhin der versuchte Tiefsinn Richtung des Unterthemas „Vernachlässigung der Damen, die an der Seite des Kochs stehen“ allzu lieblos wieder verworfen wurde.
Etwas unglücklich ebenfalls der Umstand, dass Szenen, in denen Jacky in einer Pommesbude arbeitete und Bikern ihre Bestellung abschlägt nicht wirklich komisch sind, sondern vielmehr die Hauptfigur ansatzweise unsympathisch, wenn nicht gar herablassend erscheinen lassen. Vereinzelt fällt es schwer, überhaupt auf seiner Seite mitzufiebern statt innerlich seiner Freundin Recht zu geben, die über kurz oder lang die Faxen dicke hat.
Ein paar wunderbare Dialoge Marke
_~ „Sie müssen komplett verrückt sein!“_
_~ „Nein, monsieur Lagarde. Ich liebe meine Frau.“_
_~ „Langsam geht mir wirklich die ganze Welt auf die Nerven.“_
sind es, die mir persönlich den Filmgenuss erhöhten, während weiterhin das ungleiche Kochtrio Titi (Serge Larivière), Moussa (Issa Doumbia) und Chang (Bun-hay Mean) aus dem Altenheim für die meisten gelungenen Szenen sorgt. Es mag für Kochfans eine helle Freude sein, den Kreationen wie auch den Szenen in der Küche beiwohnen zu dürfen, während meines Erachtens nach die Weigerung gegen die molekulare Küche sich im Laufe des Films selbst ein Beinchen stellt.
Soll heißen: Alexandre hält ~ für mich vollends verständlich ~ nichts von diesem molekularen Zaubereien, entschließt sich zu guter Letzt dann doch, sich eben diesem Tun anzupassen.
In eben jenem Kontext erscheint es rückwirkend betrachtet klug, dass weitere ähnliche Kritik-Szenen aus dem Film entfernt wurden. Wie die
===DVD selbst=== zeigt, gab es eine ganze handvoll weiterer Szenen, mitunter jene, in der Alexander im Fernsehen von gewissen Qualzuchten hundegroßer Hühner erfährt. Hier wirft er lediglich verächtlich die Fernbedienung auf die Couch ~ warum die Szene entfernt wurde, mag viele Gründe haben. Zum einem passt diese meines Empfindens nach nicht zu der vorherrschenden Lockerheit des Ganzen, zum anderen würde die Wandlung des Koches somit (noch) unnachvollziehbarer erscheinen.
Generell liefert das Bonusmaterial diverse sehenswerte '''Deleted Scenes hält weiterhin '''Interviews''' wie auch ein '''Making of''' parat.
Über '''Bild und Ton''' (Deutsch, Französisch; ein [deutscher] Untertitel anwählbar) lässt sich hier keinesfalls meckern, während der Vorspann an sich äußerst liebevoll designet wurde. Wer hingegen gerne den Abspann liest, wird sich über die weiße Schrift mokieren können... wirklich deutlich sind die Namen dortig nicht zu lesen.
Die Begleitmusik des Menüs begann mich für meinen Teil in seiner Heiterkeit nach einiger Zeit zu nerven ~ da man normalerweise jedoch nicht allzu lange jenen Klängen lauscht, stellt dies mitnichten ein Problem dar.
===Summa summarum=== habe ich gewissenhaft recht wenig über die Handlungsdetails offenbart, eben weil eine jede noch so kleine weitere Erwähnung sämtliche (versuchte) Überraschungen vorweg nehmen würde.
Insgesamt betrachtet empfinde ich _„Kochen ist Chefsache“_ als wunderbar-locker-fluffiges Werk, von dem man sich so richtig schön berieseln lassen kann. Weder wird man sich hier vor Anspannung an die Couch krallen, noch vor innewohnender Dramaturgie den Tränen nahe sein. Für meinen Geschmack hätte es zwar ruhig ein wenig mehr Dramaturgie sein dürfen, doch wie mir scheint, lag den Machern ein anderer Schwerpunkt am Herzen.
Einen anderen Hauptdarsteller als Jean Reno wird man sich meiner Meinung nach hier nicht wünschen können, passt dieser vorzüglich in die Rolle des oftmals entnervten Chefkochs, der seiner Tochter fürwahr mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen möchte, als es ihm von ihm selbst vergönnt ist.
Wenn man mich fragt, muss niemand diese DVD unbedingt in seinen Habitus aufnehmen. Einmal anschauen reicht hier völlig aus, wenngleich ich mir ebenfalls vorstellen kann, dem Szenario nochmal im Free-TV Folge zu leisten. Dass ich die meinige DVD jedoch bereits wieder bei Tauschticket angeboten habe, dürfte de facto für sich selbst sprechen.
Ergo des Ergos: nichtsdestotrotz 4 Sterne nebst einer „perfektes Berieselungs-Material“ Neutralitätsempfehlung.
24 Bewertungen, 6 Kommentare
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11.01.2013, 05:38 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH :-)
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10.01.2013, 19:37 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gutg eschrieben
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10.01.2013, 18:10 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und liebe grüße
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10.01.2013, 12:45 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichKlasse berichtet Lg Mona, Freue mich über jede Gegenlesung
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10.01.2013, 11:44 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichEinen lieben Gruß Annabelle Schaust du auch mal bei mir rein?
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10.01.2013, 11:30 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichGrüße Marion
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