Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
"Das heißt...nicht ein EXAKTES Spiegelbild. ICH habe keine Falten."
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
==“Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen”==
vermutlich seine Freude haben. Im Grunde genommen hat die sehr lockere Märchenadaption mit der ursprünglichen Grimmschen Geschichte nur noch wenige Eckpfeiler gemein und wäre ohne die Beteiligung von Julia Roberts als zynische Königin nur halb so überzeugend. Sofern man in jenem Kontext überhaupt ernsthaft von „überzeugend“ sprechen kann.
Die Story an sich wurde recht modern und zugleich altbacken umgesetzt. Nachdem der König spurlos verschwunden ist, bleibt dessen Tochter Schneewittchen (Lily Collins) alleine mit ihrer bösen Stiefmutter (Julia Roberts), die sich die Liebe des Königs ohnehin nur durch einen Zaubertrank sicherte, im Schloss zurück. Jene hat für Schneewittchen nur herablassende Äußerungen übrig, die zumindest den Zuschauer amüsieren dürften:
„Lodert in deinem Zimmer ein Feuer? Ich suche nämlich nach einer Erklärung, warum du hier bist, anstatt in deinem Zimmer.“
Generell lebt und besticht das Fantasy-Abenteuer vor allem durch die schlagkräfigen Dialoge, profanere Wortwitze wie nicht zuletzt der Kulisse nebst der Special-Effects. Dass hierfür mal wieder ein wenig an sonstiger Tiefe gespart wurde, liegt meines Erachtens nach leider fast schon auf der Hand.
Durchaus handelt es sich nicht nur bei den Kulissen wie den Kostümen (und den ein oder anderen Darsteller) um einen wahren Augenschmaus... doch nachdem ich während des Guckens auf die Uhr schaute, und feststellte, dass „erst“ 50 Minuten herum waren, spürte ich allzu deutlich, dass mich der Film nicht so wirklich zu packen vermochte. Immerhin erfolgte nach dem von mir als Langatmigkeit empfundenen Zwischenspiel ein temporeicher Aufwind samt genialer Dialoge Marke
~ „Die Räuber haben uns überrascht.“
~ „Ihr gingt in den Wald um die Räuber zu suchen, und trotzdem haben sie Sie überrascht?“
dessen versöhnlicher Faktor jedoch durch eine etwas über-alberne Schönheitsbehandlung der Königin mir persönlich wieder vergätzt wurde.
Generell erschien es mir persönlich hier und dort, als hätte sich Regisseur Tarsem Singh mehrfach zwangsläufig
daran erinnert, dass er eigentlich einen lustigen Film machen wollte. Ob der dargebotene Humor sodann jedermanns Sache ist... wage ich zu bezweifeln. Manche Gags gefielen mir durchaus; anderes hingegen empfand ich als etwas zu übertrieben oder gar zu action-lastig.
Pluspunkte sammelt das Szenario zweifellos dadurch, dass die Vorlage „Schneewittchen wohnt bei den Zwergen, bis sie einen Apfel isst und im gläsernen Sarg auf den Prinzen wartet“ lediglich im äußersten Ansatz beibehalten wurde und somit durchaus überraschender wie wendungsreicher daherkommt.
Statt um brave Minenarbeiter handelt es sich bei den Zwergen Napoleon (Jordan Prentice), Half Pint (Mark Povinelli), Grub (Joe Gnoffo), Grimm (Danny Woodburn), Wolf (Sebastian Saraceno), Butcher (Martin Klebba) und Chuckles (Ronald Lee Clark) um eine Diebesbande ~ was diese jedoch mit dem gestohlenen Gold zu tun gedenken, zumal sie sich vom Dorf fernhalten und kaum dort einkaufen gehen ~ bleibt nur eine der kleinen, aber feinen Logiklöcher in dem Szenario, welches man konsequenterweise jedoch nur bedingt auf Stimmigkeit untersuchen sollte, um sich nicht den sämtlichen Spaß´zu verderben.
So selten man die Zwerge an für sich sieht, so filigran wurden ihre Charaktere dafür herausgearbeitet. Prinz Alcott (Arnie Hammer) indes begegnet Schneewittchen kurz nachdem er selbst überfallen würde ~ der running gag, dass jener sodann mehrfach nur spärlich bekleidet vor der Königin erscheint, verliert erfreulicherweise kaum etwas an Wirkungskraft.
Rasch wurde mir persönlich klar, dass mich für meinen Teil „Spieglein Spieglein“ fast ausschließlich durch die Leinwandkunst der Darsteller überzeugte. Sehenswert nicht minderer Natur der zwiegespaltene Hofdiener Brighton (Nathan Lane); der bereits mit Mimik wie Gestik zu überzeugen versteht.
Da das Ende des Filmes zweifellos bekannt sein dürfte, möchte ich auf die Handlung an sich gar nicht weiter eingehen. Wie gesagt, ein paar Überraschungen gibt es durchaus ~ wenn man diese bereits kennt, braucht man dem Film quasi gar keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken.
==Die DVD selbst==
bietet einiges an Bonusmaterial. Diverse geschnittene Szenen, ein alternativer Anfang, Ein Blick durch den Spiegel, Prinz und Hündchen sowie eine halbe Handvoll trailer runden die Scheibe ab, die lediglich in deutscher wie englischer Sprache daherkommt und bloß über einen einzigen Untertitel verfügt.
Wer sich den Spaß macht, gewisse Szenen via Zufallsprinzip zu untertiteln, wird mehr oder minder stark verwundert feststellen dürfen, wie sehr manche deutsche Sätze sich von ebenfalls (!) deutschen Untertiteln unterscheiden.
Paradebeispiel hierfür stellt die durchaus tiefgründige Aussage
„Lose Lippen können Mächte kippen“
dar, welche - warum auch immer – in das altbekannte Sprichwort
„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“
umgewandelt wurde. Über die Verfälschung der eigentlichen Aussage darf man sich streiten ~ muss man in diesem Filmfall jedoch eigentlich nicht. Es lohnt einfach nicht.
Über Bild- wie Tonqualität hingegen gibt es nichts zu beanstanden.
==Summa summarum==
hätte ich persönlich mir die DVD von Anfang an nicht gekauft, interessierte mich für das Werk Dank eines gesehenen Trailers dennoch genug, um mir das Exemplar einmal auszuborgen.
Als pure Zeitverschwendung betrachte ich „Spieglein Spieglein“ bei Weitem nicht, kann dementgegen dem Werk auch nicht viel abgewinnen.
Das „bunte Fest für die Sinne“ (Cinema) hat mich nur spärlich verzaubert, stellte insgesamt betrachtet eher einen netten Zeitvertreib dar, über den ich stellenweise durchaus kichern konnte.
Mir nochmal anschauen mag ich mir das Wunderwerk jedoch nicht.
3 Sterne, keine Empfehlung.
25 Bewertungen, 7 Kommentare
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05.11.2012, 20:20 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^^^petra
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05.11.2012, 19:46 Uhr von nikila1985
Bewertung: sehr hilfreichwürde mich sehr über deine Gegenlesung freuen. Liebe Grüßé
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05.11.2012, 19:16 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen schönen Abend! LG
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05.11.2012, 17:43 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Monntag wünscht Sigi
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05.11.2012, 16:17 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und einen guten wochenstart
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05.11.2012, 16:15 Uhr von ag_588
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Wochenstartsgrüße!
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05.11.2012, 14:52 Uhr von Noire
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche dir einen schönen Wochenstart. Lieben Gruß
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