Morbus Dei: Inferno (Taschenbuch) / Bastian Zach Testbericht

ab 12,21
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2012
5 Sterne
(2)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  gering
  • Spannung:  gering
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von CyberQueeny

Tödlich wie die Pest

5
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

==Der tödliche Alptraum geht weiter==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Als Leseratte lese ich rund 250-300 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, ist der zweite Teil einer Trilogie rund um das Tirol 1700. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, und als mir das Buch zur Rezension angeboten wurde, konnte ich nur eins sagen: Ja. Neugierig habe ich mich dann ans Lesen gemacht und mich auf die vielen Seiten gefreut.

===Buchdaten===
Autor: Zach / Bauer
Titel: Morbus Dei: Inferno
Verlag: Haymon
Erschienen: 2012
ISBN-10: 3852188792
ISBN-13: 9783852188799
Seiten: 362
Kosten: 12,95€
Serie: Morbus Dei - 2

===Leseinformationen===
Genre: Historisch
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Bastian Zach, geboren 1973 in Leoben. Grafik-Designer, seit 2007 Schnitt- & Synchronregisseur. Gemeinsam produzierten Matthias Bauer und Bastian Zach die preisgekrönten Kurzfilme „ausWEG“ (2001) und „[infinite]“ (2003) sowie den Spielfilm „3 Zimmer. Küche. Tod.“ (2006). Matthias Bauer, geboren 1973 in Lienz. Studium der Geschichte und Volkskunde in Innsbruck, Tätigkeiten im Verlags- und Ausstellungsbereich sowie in der Erwachsenenbildung. (Quelle: Amazon.de)

===Optischer Eindruck===
Während der erste Band in Grautönen gehalten war und die Gestalten gezeigt wurden, ist das Cover zwar ähnlich, aber dafür heller. Eine Person in Kutte, die weibliche Züge hat, in der Hand ein Buch hält und im Hintergrund ist Feuer und die Silhouette einer Stadt. Gefällt mir sehr gut und passt genau zu diesem zweiten Teil.

===Zitierter Klappentext===
Tyrol, 1704: Johann und Elisabeth sind mit knapper Not aus dem Dorf geflohen und schlagen sich Richtung Wien durch. Als sie nach vielen Gefahren ihr Ziel erreichen, scheint eine sichere gemeinsame Zukunft in greifbare Nähe gerückt - bis Feinde aus Johanns Vergangenheit auftauchen. Zu allem Übel bricht plötzlich eine rätselhafte Krankheit aus, die sich wie ein Leichentuch über Wien legt. Die alte Kaiserstadt wird zur Todesfalle, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt ...
Spannend, atmosphärisch und dramatisch - mit Inferno entführen Zach und Bauer den Leser in eine Welt, in der Tod und Finsternis, aber auch Mut und Hoffnung allgegenwärtig sind.(Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Morbus-Dei-Inferno-Bastian-Zach/dp/3852188792/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1344082645&sr=8-2

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Tyrol 1704 mitten im Winter: Johann List, Elisabeth und ihr Großvater konnten noch rechtzeitig fliehen. Auf ihren Weg kommen sie bei einem altbekannten Bauern vorbei, der betrügt, tötet und absolut hinterhältig ist. Als List bemerkt, dass er zahlreiche Leichen im Keller hat, lässt er ihn laufen, jedoch ohne Schuhe und warme Kleidung. Sie selbst übernachten in seinem Haus und machen sich am nächsten Tag weiter auf den Weg. Als sie seine Leiche unterwegs entdecken, werden auch sie entdeckt – von Wölfen. Wie Gott will, kommt Hilfe in Form von Pater Freising, der die Wölfe verjagt. Allerdings nicht rechtzeitig, denn der Großvater lässt sein Leben, um Elisabeth zu schützen. Was keiner wusste, er war mit der Krankheit infiziert. Ein Biss und auch Elisabeth bekommt diese Krankheit. So wie ihr Opa, hält auch sie es geheim. Sie schließen sich den Pater an, und mit ihm einer Pilgergruppe, denn ohne Papiere sind sie aufgeschmissen. Auf ihrer Reise Richtung Siedesbühren, wo noch Ruhe ist, verschaffen sie sich neue Papiere und überstehen so manchen Angriff und Überfall. Trotz dieser Sachen läuft es sehr gut, doch dann hört List von Prankh und dem Preußen, die beide in Wien sind. Klar, dass List nun erst einmal nach Wie muss. Dort gerät jedoch alles aus den Fugen und es kommt wie es kommen muss. Elisabeth gibt die Krankheit weiter, die sich im dreckigen Wien wie die Pest ausbreitet. Zu allem Übel ist Prankh im Blutrausch und möchte List um jeden Preis töten. Elisabeth, Johann, der Preuße und seine Josefa sind in tödlicher Gefahr.

===Sarahs meine Meinung===
Mit Begeisterung habe ich den ersten Teil dieser Trilogie gelesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich nur noch an einige grundlegende Dinge erinnern konnte. Details nach 1,5 Jahren sind natürlich verblasst. Trotzdem kam ich schnell in die Handlung wieder hinein. Viele Einwürfe seitens der Autoren frischen das Gedächtnis auf. Quereinsteiger erfahren einige Punkte, allerdings werden sie mit vielen Anspielungen nichts anfangen können, denn wer zum Beispiel der Bauer ganz am Anfang ist, werden sie hier nicht entnehmen können. Aus diesem Grund sollte das Buch nur gelesen werden, wenn man den ersten Band kennt.

Ansetzen tut die Geschichte an den Punkt, wo das andere Buch aufgehört hat – mit der Flucht. Und mit diesem Einstieg wird der Leser merken, dass hier ein rasantes Tempo angesagt ist. Eine heikle Situation reiht sich an die nächste. Gewalt steht an der Tagesordnung, so wie man sich Tyrol im Jahre 1704 vorstellen würde. Dabei ist es nicht grausam oder unrealistisch. Ganz im Gegenteil man merkt sofort, dass hier erstklassig recherchiert wurde, und die Zeit sehr authentisch dargestellt wurde. Die Autoren gehen dabei nicht nur auf das Allgemeine ein, sondern richten ihr Augenmerk besonders auf die Machenschaften der Kirche, deren Greultaten und die käuflichen Wach- und Staatsleute. Die Fakten und Stimmung dieser Zeit sind einfach unglaublich plastisch umgesetzt, sodass ich oft das Gefühl hatte, live dabei gewesen zu sein.

In dieser historischen Umsetzung sind es aber auch die Protagonisten, die herausragen. Ausdrucksstark, logisch, lebendig und authentisch. Die gesamte Bandbreite von Charakterzügen ist in den zahlreichen Figuren vertreten. Dabei entwickeln sie sich durchweg konsequent weiter. Ihre Sprache ist der damaligen Zeit angepasst, und trotzdem zeitgemäß und keineswegs anstrengend.

Durchweg wird für diese historische Werk ein illustrativer, moderner und detaillierter Stil verwendet, der sich jedoch keinesfalls in überflüssigen Beschreibungen verliert. Einmal angefangen fliegt der Text an einem vorbei, so angenehm ist er zu lesen. Allerdings gibt es diesmal ein Seitenblick in Richtung Lektorat, denn Fehler fallen schon ins Auge. Es sind allerdings nur kleine, nicht gravierende Satzfehler, die nicht störend sind.

Ein weiteres Highlight ist der Schluss. Das Autorenduo weiß, wie man sich Leser warm hält. Spannend und absolut passend, und leider an einem Punkt, der noch viel Spannungspotential bietet und den Leser neugierig auf den letzten Band warten lässt.

Auch wenn ich immer noch nicht weiß, in welches Genre ich das Buch einordnen soll, es spielt zwar in einer historischen Zeit, aber man kann es nicht als Horror, Thriller oder Mystery einteilen, kann man sagen – ein besonderes Buch, dass mich rundum überzeugt hat.

===Abschließendes Fazit===
Gruselige Stimmung in Wien des Jahres 1705.

Pro: Stil, Figuren, Inhalt, Spannungsanteil
Contra: kleinere Schreibfehler
Empfehlung: Ja, 5 Sterne



~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

26 Bewertungen, 4 Kommentare

  • morla

    08.08.2012, 01:04 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • XXLALF

    07.08.2012, 14:32 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...und einen wunderschönen tag

  • atrachte

    07.08.2012, 13:57 Uhr von atrachte
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. lg

  • Lakisha_1

    07.08.2012, 13:23 Uhr von Lakisha_1
    Bewertung: sehr hilfreich

    würde mich über deine Gegenlesung freuen. lg