Die Trauzeugen (DVD) Testbericht
ab 5,41 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2012
Auf yopi.de gelistet seit 06/2012
Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Treice564
Die Trauzeugen
Pro:
X
Kontra:
X
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Beim Australienurlaub verliebt sich ein Brite in eine Einheimische aus besten Kreisen, und bald schon läuten die Hochzeitsglocken. Als Trauzeugen lässt der Bräutigam seine besten Freunde einfliegen - ein spleeniges "Trio infernale", das die schicke "Upper-class"-Hochzeit ins Chaos stürzt. Nach dem Muster populärer Hochzeitskomödien entwickelter Film, der durch tiefschwarzen Humor für sich einnimmt und ebenso komisch wie herzlich eine unverbrüchliche Männerfreundschaft feiert.
Kritik
Wer solche Freunde als Trauzeugen hat, der braucht bei der Hochzeit keine Feinde mehr. Und wer sich in der Hitze der australischen Urlaubssonne schon nach ein paar Tagen zu einem Hochzeitsantrag an eine Einheimische hinreißen lässt, der tritt dem Ehestand vielleicht nicht mit dem gebührenden Ernst gegenüber. Das zumindest ist der Verdacht, den Tom, Graham und Luke hegen, als ihr bester Freund David braungebrannt und in Flip-Flops wieder durchs regnerische London schlappt und ihnen die "frohe Nachricht" verkündet, dass er sich mit der Australierin Mia, der herzlichen und wunderschönen Tochter eines Senators, da Jawort zu geben gedenkt. Die drei besten Freunde, einer spleeniger als der andere, werden als Trauzeugen rekrutiert, nach Australien verschleppt und im herrschaftlichen Anwesen der Brauteltern einquartiert. Hier wird die wohl schlimmste Hochzeit stattfinden, die Australiens Politik-Elite je gesehen hat - oder die beste, wie unter den vorgehaltenen Händen der Gäste gemunkelt wird.
In den letzten Jahren häuften sich die Filme über eine Gruppe Junggesellen bzw. ihrer weiblichen Pendants, die aus den letzten Tagen der "Versprochenen" einen Exzess veranstalten, der natürlich nur im Fiasko enden kann. Fast wirkt es, als ob das Kino die Wirklichkeit vorwegnimmt, den letzten Aufschrei der Spaßgesellschaft um die 30 bebildert, die angesichts der Wirtschaftskrisen befürchtet, vom "Laissez-faire" Abschied nehmen zu müssen. Der ausufernde Junggesellenabschied wird zum Ausdruck einer aussterbenden Meute Junggebliebener, die die letzten Tage im Überfluss feiern wollen und ihre Heiratswütigen dabei fast wieder ins Single-Dasein stürzen. "Hangover" oder "Brautalarm" bedienten beide Geschlechter. Das australisch-britische Pendant "Die Trauzeugen" von Stephan Elliott ("Priscilla - Die Königin der Wüste") basiert zwar auch auf einer von Drogen und Alkohol wie wegradierten letzten Junggesellennacht, und doch geht es hier noch ein bisschen schwarzhumoriger zu: Da werden am Trauungstag kleine Kokstütchen aus Ramsy, dem zur Drag-Queen ausstaffierten und entführten Glücks-Merinoschafsbock des Brautvaters gezogen - rektal versteht sich. Da zieht sich die gestresste Brautmutter nur noch so die Koks-Linien durch - nasal versteht sich - bis sie am Kronleuchter über die Tanzfläche schwingt. Es droht der Tod durch den lokalen Drogendealer, der die versehentlich gestohlenen Kokstütchen aus Ramsys Darm gerne wiederhätte. Und es droht das Verderben der frischen Liebe durch die Braut selbst, die die Nase von den Faxen der Briten bald so voll hat wie ihre Mutter vom Koks.
Das hört sich nach Klamauk an und unterschreitet auch oft die hoch gezogene Gürtellinie der vornehmen Anzugsträger. Dennoch weiß Elliot, wie man die Invasion dieser Höllenhunde (alias vier Normalo-Briten) in die höchsten politischen Kreise des Kontinents (die Hochzeitsgäste) so komisch aufbereitet, dass man sich das Lachen doch nicht verkneifen kann. Warum David und Mia, als Ken- und Barbie-Verschnitt, Gefallen aneinander finden, ist klar. Warum die drei emotional labilen Buddys zu Trauzeugen erhoben wurden, ist es auch, schließlich bilden sie die wahre Familie des Vollwaisen David. Dieses Quartett von der kleineren Insel hält letztendlich wie Pech und Schwefel zusammen, daran wird auch die "beste" Familie Australiens mit ihren Kaviar-Häppchen nichts ändern können. Die lebenslange Verbindung zu seinen Freunden trotz rosafarbener Brille wiederzuentdecken, das ist die wahre emotionale Aufgabe, die David neben der amourösen leisten muss. Und das bildet den inneren Kern dieses Tornados des Chaos, der neben seinen humoristischen Auswüchsen genug Herz besitzt, dass man auch gerne Zeuge dieser Terror-Trauung ist.
Beim Australienurlaub verliebt sich ein Brite in eine Einheimische aus besten Kreisen, und bald schon läuten die Hochzeitsglocken. Als Trauzeugen lässt der Bräutigam seine besten Freunde einfliegen - ein spleeniges "Trio infernale", das die schicke "Upper-class"-Hochzeit ins Chaos stürzt. Nach dem Muster populärer Hochzeitskomödien entwickelter Film, der durch tiefschwarzen Humor für sich einnimmt und ebenso komisch wie herzlich eine unverbrüchliche Männerfreundschaft feiert.
Kritik
Wer solche Freunde als Trauzeugen hat, der braucht bei der Hochzeit keine Feinde mehr. Und wer sich in der Hitze der australischen Urlaubssonne schon nach ein paar Tagen zu einem Hochzeitsantrag an eine Einheimische hinreißen lässt, der tritt dem Ehestand vielleicht nicht mit dem gebührenden Ernst gegenüber. Das zumindest ist der Verdacht, den Tom, Graham und Luke hegen, als ihr bester Freund David braungebrannt und in Flip-Flops wieder durchs regnerische London schlappt und ihnen die "frohe Nachricht" verkündet, dass er sich mit der Australierin Mia, der herzlichen und wunderschönen Tochter eines Senators, da Jawort zu geben gedenkt. Die drei besten Freunde, einer spleeniger als der andere, werden als Trauzeugen rekrutiert, nach Australien verschleppt und im herrschaftlichen Anwesen der Brauteltern einquartiert. Hier wird die wohl schlimmste Hochzeit stattfinden, die Australiens Politik-Elite je gesehen hat - oder die beste, wie unter den vorgehaltenen Händen der Gäste gemunkelt wird.
In den letzten Jahren häuften sich die Filme über eine Gruppe Junggesellen bzw. ihrer weiblichen Pendants, die aus den letzten Tagen der "Versprochenen" einen Exzess veranstalten, der natürlich nur im Fiasko enden kann. Fast wirkt es, als ob das Kino die Wirklichkeit vorwegnimmt, den letzten Aufschrei der Spaßgesellschaft um die 30 bebildert, die angesichts der Wirtschaftskrisen befürchtet, vom "Laissez-faire" Abschied nehmen zu müssen. Der ausufernde Junggesellenabschied wird zum Ausdruck einer aussterbenden Meute Junggebliebener, die die letzten Tage im Überfluss feiern wollen und ihre Heiratswütigen dabei fast wieder ins Single-Dasein stürzen. "Hangover" oder "Brautalarm" bedienten beide Geschlechter. Das australisch-britische Pendant "Die Trauzeugen" von Stephan Elliott ("Priscilla - Die Königin der Wüste") basiert zwar auch auf einer von Drogen und Alkohol wie wegradierten letzten Junggesellennacht, und doch geht es hier noch ein bisschen schwarzhumoriger zu: Da werden am Trauungstag kleine Kokstütchen aus Ramsy, dem zur Drag-Queen ausstaffierten und entführten Glücks-Merinoschafsbock des Brautvaters gezogen - rektal versteht sich. Da zieht sich die gestresste Brautmutter nur noch so die Koks-Linien durch - nasal versteht sich - bis sie am Kronleuchter über die Tanzfläche schwingt. Es droht der Tod durch den lokalen Drogendealer, der die versehentlich gestohlenen Kokstütchen aus Ramsys Darm gerne wiederhätte. Und es droht das Verderben der frischen Liebe durch die Braut selbst, die die Nase von den Faxen der Briten bald so voll hat wie ihre Mutter vom Koks.
Das hört sich nach Klamauk an und unterschreitet auch oft die hoch gezogene Gürtellinie der vornehmen Anzugsträger. Dennoch weiß Elliot, wie man die Invasion dieser Höllenhunde (alias vier Normalo-Briten) in die höchsten politischen Kreise des Kontinents (die Hochzeitsgäste) so komisch aufbereitet, dass man sich das Lachen doch nicht verkneifen kann. Warum David und Mia, als Ken- und Barbie-Verschnitt, Gefallen aneinander finden, ist klar. Warum die drei emotional labilen Buddys zu Trauzeugen erhoben wurden, ist es auch, schließlich bilden sie die wahre Familie des Vollwaisen David. Dieses Quartett von der kleineren Insel hält letztendlich wie Pech und Schwefel zusammen, daran wird auch die "beste" Familie Australiens mit ihren Kaviar-Häppchen nichts ändern können. Die lebenslange Verbindung zu seinen Freunden trotz rosafarbener Brille wiederzuentdecken, das ist die wahre emotionale Aufgabe, die David neben der amourösen leisten muss. Und das bildet den inneren Kern dieses Tornados des Chaos, der neben seinen humoristischen Auswüchsen genug Herz besitzt, dass man auch gerne Zeuge dieser Terror-Trauung ist.
Bewerten / Kommentar schreiben