Der Gottesschrein (Taschenbuch) / Barbara Goldstein Testbericht

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Erfahrungsbericht von HEIDIZ

Alessandras Leben Teil 2

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

PREIS: 8,99 Euro

• Taschenbuch: 620 Seiten
• Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1. (Januar 2010)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 340416363X
• ISBN-13: 978-3404163632
• Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,4 cm

Weitere Bücher der Reihe:
- Der vergessene Papst März 2009
- Der Ring des Salomo November 2010
- Das letzte Evangelium November 2011

Der Gottesschrein ist Teil 2 der Reihe und im Januar 2010 herausgekommen.

Immer ist Alessandra d'Ascoli die Hauptperson der Handlung.

Über den Autor
Barbara Goldstein, geboren 1966, arbeitete nach dem Abitur zunächst in der Verwaltung bei japanischen und deutschen Banken, nahm dann ein Studium der Philosophie und Psychologie auf, war als Managerin in der Personalabteilung einer Bank tätig und verfasste zwei Sachbücher. Ist sie nicht zu Recherchen auf Reisen, lebt und arbeitet sie in der Nähe von München.
Quelle: amazon.de

Inhalt und Gliederung:

Das Buch beginnt mit einer doppelseitigen historischen Abbildung von Jerusalem. Wir steigen mit dem Prolog im Geheimarchiv des Vatikans in Rom am Sonntag, den 21. Februar 1445 in die Handlung ein. Es ist eine Stunde vor Sonnenaufgang.

… der alte Mönch schaudert. In den Gewölben des Vatikans ist es kalt wie in einer Gruft. Er steigt eine Treppe hinunter und geht einen langen, düsteren Gang entlang in Richtung der Krypta der Basilica di San Pietro.
Als er mit rasselndem Schlüsselbund die Tür zum Geheimarchiv aufschließen will, stutzt er.
Sie ist nur angelehnt.
Nein, erschrocken oder ängstlich ist er nicht, aber eine gewisse Unruhe kann er nicht leugnen. Er ist sicher, dass er die Tür abgeschlossen hat, als er lange nach Mitternacht die Kammern des Archivs verließ …

Man sieht, gleich der Einstieg ist an Spannung nicht zu überbieten, wer hier nicht weiter liest, ist selbst dran schuld. *g*

Alessandra ist Buchhändlerin und im Auftrag des Papstes unterwegs – sie sucht einen Papyrus. Der Papyrus wurde gestohlen, aber der Dieb ist Alessandra auf den Fersen, was ihr nicht bewusst ist. Es handelt sich um einen Tempelritter, der über Leichen geht. Unter dem Tempelberg befindet sich ein Labyrinth, in welchem es Alessandra nicht leicht hat, ihr Leben zu schützen. Sie wird vom Tempelritter angegriffen. Er hat auch schon den päpstlichen Archivar getötet, um an das Dokument ranzukommen. Die Bundeslade ist es, nach der sie sucht. Und sie hat nicht mehr lange Zeit … Entsprechend rasant ist auch die Handlung aufgebaut. Der Papyrus soll den Finder zur Bundeslade führen. Alessandras Vertrauter Tayeb versucht ihr zu helfen. Dann ist da aber auch noch Yared, der Jude. Mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Alessandra war im ersten Teil der Reihe mit Niketas zusammen – nun wird Alessandras Leben ohne ihn weitergesponnen und weitere Charaktere kommen hinzu. So z. B. der Jude Yared, der wieder eine ganz andere Charakterperson mit sich bringt und auch bezüglich des religiösen Hintergrundes Spannung und interessanten Stoff in die Handlung einbringt.

Alessandra und Yared sind es, die in diesem Buch abwechselnd in der Ich-Schreibweise sozusagen dem Leser ihre Geschichte erzählen. Hinzu kommen die historischen Begebenheiten rund um die Templer, die schon für sich für mystische Stimmung sorgen und faszinieren.

Meine zusammenfassende Meinung:

Ich habe es sehr genossen, diesen spannungsgeladenen historischen Roman zu lesen, weil es eine sehr dichte Handlung ist, die viel Atmosphäre vermittelt und verständlich und nachvollziehbar sowie auch bildhaft aufgebaut ist.

Die Charaktere werden sehr gut herausgearbeitet und Gut und Böse unterschieden. Die Schreibweise und die Idee, die Hauptfiguren ihre Geschichte abwechselnd aus ihrer Sichtweise erzählen zu lassen, hat mir persönlich sehr zugesagt.

Das Buch umfasst 85 übersichtliche kompakte Kapitel und zum Abschluss gibt es eine Auflistung der handelnden Personen, wobei hier mit einem Sternchen die gekennzeichnet sind, die historisch belegt sind.

Ich kann nur Positives zum Buch berichten, weil es einfach genial geschrieben ist, es ist von Beginn an spannend aufgebaut, ein Spannungsbogen zieht sich über die Handlung, die sehr dicht ist und komplett fasziniert und gefangen nimmt. Das Buch kann man nur empfehlen und die Autorin überhaupt, deren Schreibweise und deren Wissen für diese Art von historischem Roman einfach perfekt passend ist. Man spürt, sie weiß, wovon sie schreibt und man empfindet die Handlung auf Grund der bildhaften eingängigen Schreibweise als authentisch und versetzt sich von Beginn an in sie hinein.

Liest man diesen Roman, dann kommt man an den Folgebänden nicht vorbei.

100 von 100 Punkten und absolute Leseempfehlung !!!

39 Bewertungen, 3 Kommentare

  • manu63

    03.07.2012, 01:51 Uhr von manu63
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele Grüße von Manuela

  • morla

    02.07.2012, 19:39 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    einen guten wochenstart lg. petra

  • XXLALF

    02.07.2012, 19:38 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...und einen guten wochenstart