Im Tal des wilden Eukalyptus (Taschenbuch) / Inez Corbi Testbericht

ab 6,37
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Erfahrungsbericht von HEIDIZ

Band II rund um Moira und ihr Leben

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Im Jahr 2010 erschien im Ullstein TB Verlag „Das Lied der roten Erde“ von Inez Corbi. Heute möchte ich euch den Nachfolger vorstellen, den man aber auch separat lesen kann, weil es eine abgeschlossene Geschichte ist.

Daten zum Buch:
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• Taschenbuch: 320 Seiten
• Verlag: List Taschenbuch (14. September 2012)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3548611168
• ISBN-13: 978-3548611167
• Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,6 cm

PREIS: 8,99 Euro

Kurze Inhaltsangabe zum Vorgängerroman:
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Die Protagonistin ist Irin Moira. Sie ist ein wahres Prachtstück, aber auch ein Wildfang, der es immer sehr lustig treibt. Aber nun hat sie den Bogen sozusagen überspannt. Sie wird von ihren Eltern gezwungen Alistair McIntyre zu heiraten, einen Arzt, der ihr Vater sein könnte. Es kommt noch schlimmer, sie muss mit ihm nach Australien gehen. Er soll dort eine Stelle in einem Straflager antreten. Diese Zukunft ist das Schrecklichste, was Irin passieren könnte. Sie liebt ihre Pferde, aber es hilft alles nichts, sie muss mit ihm nach Australien und dort seine liebende Ehefrau spielen. Er ist ein Mann, der seine Frau nur tyrannisiert, sie hat kein schönes Leben und dann noch vom Heimweh geplagt, ist sie am Ende ihrer Kräfte, gibt aber trotz dessen nicht auf.
Das Blatt wendet sich, als sie einen jungen Mann kennen lernt, der auch aus Irland stammt, (Duncan) Er ist im Straflager in der Verbannung, weil er als Rebell gilt. Sie beginnen - einander kennen zu lernen und aus einem zarten Pflänzchen Liebe erwächst wahre Leidenschaft, die geheim bleiben muss.
Diese gute Zeit währt nicht allzu lange. Leider werden die beiden von Irins Mann Alistair erwischt und es bleibt ihr keine Wahl - sie kann nur in den Busch fliehen - aber was sie da erwartet ....

Die Autorin:
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Inez Corbi ist Jahrgang 1968 und studierte Germanistik und Anglistik in Frankfurt am Main. Sie lebt im Taunus Ihr erster Roman hieß "Die irische Rebellin".
Nach Erfolgen bei verschiedenen Kurzgeschichten-Wettbewerben widmet sie sich inzwischen vollständig dem Schreiben.
Die Webseite der Autorin: www.inez-corbi.de
Quelle: amazon.de

Nun zur Inhaltszusammenfassung vom Tal des wilden Eukalyptus:
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Wir steigen ein in die Handlung, dort, wo der Vorgänger geendet hatte. Vorher aber bietet man uns im Buch noch eine ganzseitige Übersichtskarte der Gegend, in der sich die Handlung abspielt. Wir sind im Jahr 1801 und befinden uns in Australien. Irin war damals ausgewandert und nun bekommt sie ein Baby mit ihrem Geliebten Duncan zusammen. Sie leben in sehr sehr einfachen Verhältnissen, sind aber damit zufrieden und sehr glücklich. Duncan war einstmals ein Sträfling. Das friedliche Leben nimmt ein Ende, als britische Soldaten hinter Duncan her sind und er fliehen muss. Moira ist aber noch verheiratet und ihr Noch-Ehemann Dr. McIntyre nutzt dies als Chance, ihr das Kind wegzunehmen. Nun wird geschildert, wie Moira sich nicht unterkriegen lässt, sie will ihr Kind zurück auf Biegen und Brechen und das wird eine abenteuerliche Geschichte.

Man spürt hier, wie mutig sie ist und das wird auch charakterlich sehr gut dargestellt, wie mutig sie sein muss, die doch eigentlich so ängstlich und auch eigenwillig ist, aber über sich hinaus wächst, für ihr Kind Joeys, für ihre Liebe…

Kurze Leseprobe:
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Was war bloß passiert? Bei der Vorstellung, dass dem jungen Mann etwas zugestoßen sein könnte, krampfte sich Alistairs Magen schmerzhaft zusammen, und seine väterliche Zufriedenheit schwenkte plötzlich um in den kalten Griff der Angst.
Dann hörte er es an der Haustür pochen und kurz darauf, wie Ann Mrs Harris öffnete. Wenig später erschien die Amme in der Küche.
„Guten Abend, Doktor.“ Sie knickste und wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. „Noch immer so heiß heute.“
„Guten Abend, Mrs Harris. Ja, es ist sehr warm.“
„Sir, da draußen steigt gerade ein britischer Offizier vom Pferd.“ Die Amme deutete in Richtung Eingang. „Ich glaube, er will zu Euch.“
Alistair hob eine Braue. Mit Penrith hatte er nicht mehr gerechnet.
Dann zog er seinen Rock glatt und nickte. „Danke, Mrs Harris. Ich gehe schon.“


Man sieht, die wörtliche Rede wird oft verwendet, was immer gut gefällt, weil das die Handlung authentisch macht, man sich als Leser sehr gut in die Situationen eindenken kann. Allerdings gibt es natürlich auch Passagen ohne wörtlicher Rede.

Alles in allem ist dies eine wirklich intensive und charakterstarke Australiensaga, die überhaupt nicht kitschig rüberkommt, wie das viele vielleicht denken könnten. Es ist zwar eine Liebesgeschichte und es ist auch der Hass des Ex, der ihn dazu treibt, der Mutter das Kind wegzunehmen, aber alles passt einfach perfekt zusammen und wirkt nicht kitschig, sondern authentisch und bildhaft spannend.

Man kann gut erkennen, dass Moira sich sehr umgewöhnen muss. Das Leben mit Duncan ist Liebe aber das tägliche Leben sind Entbehrungen. An dieses einfach Leben, wo wenig Essen auf dem Tischer steht, wo man dankbar sein muss, muss sie sich erst gewöhnen, aber ihr Kind liebt sie über alles und das macht auch die Entbehrungen weniger schwierig.

Auch das „rote Land“ wird wieder sehr intensiv und bildhaft dargestellt. Man erfährt wieder einiges zu den Traditionen und dem damaligen Leben der Menschen in Australien, was sehr interessant ist und die fiktive Handlung nochmals auflockert.

Die Autorin schreibt detailliert und vielfältig ausschweifend erklärend, bringt aber auf den Punkt, wo der Leser es erwartet. Die baut von Beginn an Spannung auf und hält diese bis zum Schluss.

Man ist als Leser schon gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freut sich auf den nächsten Band.

Man kann, wenn man den ersten Band schon gelesen hat, sehr gut die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen, was aber nicht ausschließt, den zweiten Band separat zu lesen, das ist denke ich möglich, weil die Handlung abgeschlossen ist, aber auch dieses Ende lässt wieder offen und schließt doch auf, so dass man hoffen kann, dass es einen dritten Teil geben wird.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und wer sich für Familiensagas begeistern kann oder für Australien, der liegt hier vollkommen richtig und dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen, da es kurzweilig, unterhaltsam und spannend ist und tiefsinnig und anrührend, aber nicht kitschig.

100 von 100 Punkten !!!

36 Bewertungen, 5 Kommentare

  • campino

    24.09.2012, 11:17 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    ::: lg AndreA :::

  • katjafranke

    19.09.2012, 10:01 Uhr von katjafranke
    Bewertung: besonders wertvoll

    Viele liebe Grüße. KATJA

  • anonym

    18.09.2012, 20:59 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • Gute_Fee_2012

    18.09.2012, 11:22 Uhr von Gute_Fee_2012
    Bewertung: besonders wertvoll

    Klingt interessant. LG, Nicole

  • Baby1

    18.09.2012, 09:10 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.