The Cabin In The Woods (DVD) Testbericht

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ab 12,31
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2012
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Treice564

The Cabin in the Woods

5
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren

Pro:

X

Kontra:

X

Empfehlung:

Ja

Inhalt
Fünf College-Freunde wollen ein gemeinsames Wochenende in einer abgelegenen kalifornischen Waldhütte verbringen, erwecken dabei jedoch todbringende Zombies, die ihnen nach dem Leben trachten. Ein Science-Fiction-Horror-Monster-Endzeitfilm, der das Genre selbst thematisiert, indem eine komplizierte erzählerische Ebene eingezogen wird, derzufolge eine obskure Organisation den Trip ins Grauen eingefädelt hat und mit Hightech-Apparaturen steuert. Ein gescheiterter Versuch, das Horrorgenre durch selbstreflexive Wendungen zu revitalisieren, da der Film dem aufs Korn genommenen hanebüchenen Unsinn auf seine Weise ebenfalls huldigt.

Kritik
Was tun, wenn die Genre-Pfade ausgetreten sind und es langweilig wäre, ihnen weiter zu folgen? Das Genre selbst zum Thema erheben? So ähnlich hat es Wes Craven in "Scream" vorexerziert. Ihm folgt nun Drew Goddard mit "The Cabin in the Woods", verirrt sich dabei aber gewaltig. Eine Gruppe von fünf kalifornischen College-Schülern ist auf dem Weg ins Wochenende. Ziel ist eine abgelegene Hütte in den Bergen. Nach endlosen Wegen und unerfreulichen Begegnungen mit dumpfen Tankstellenbesitzern landen die Fünf in der abgeschiedenen Natur, ohne Handy- und GPS-Empfang. Sie machen es sich gemütlich, wollen Sex oder ihre Ruhe, werden aber durch seltsame Geräusche im und um das Haus aufgeschreckt. Im Keller finden sie krude Artefakte der Eigentümer; sie lesen fremdartige lateinische Sätze aus einem Buch vor und wecken damit todbringende Zombies, die nach ihrem Leben dürsten. So weit, so bekannt! Als zusätzlicher Handlungstwist kommt hier hinzu, dass der ganze Trip von einer obskuren Organisation eingefädelt wurde, die die Jugendlichen ausgewählt und in die scheinbare Waldeinsamkeit gelockt hat. In Wirklichkeit handelt es sich um ein abgeschirmtes Hightech-Areal, in dem die Protagonisten auf eine ganz spezielle Weise "geopfert" werden sollen. So gut, so originell! Regisseur Drew Goddard und sein Produzent Joss Whedon sind keine unbeschriebenen Blätter. Fürs Fernsehen haben beide an Kultserien wie "Buffy - Im Bann der Dämonen" gearbeitet; Goddard hat überdies das Drehbuch zu "Cloverfield" geschrieben. Bei "The Cabin in the Woods" hätten sie allerdings den Ansatz gründlicher durchdenken sollen, mit der dubiosen Organisation eine Ebene einzuführen, die den Standard-Horror mit seinen Plattitüden und Gemeinplätzen um eine ironisch gebrochene Laborsituation erweitert; die Handlungslogik des Films trägt sehr schwer daran. Wie bringt die Organisation die grundverschiedenen Schüler eigentlich dazu, Freunde zu werden? Warum kennt die Truppe ihrerseits nicht all die einschlägigen Teenie-Horrorfilme aus dem Fernsehen? Warum verhalten sich alle genauso wie in einem schlechten Horrorfilm? Schwerer wiegen allerdings die Patzer, wenn es um die Organisation selbst und ihre Motive geht: Warum zieht man, wenn alljährlich schon ein Opferreigen veranstaltet werden muss, um die Welt zu retten, dieses Opfer als unterhaltsames, aber höchst komplexes und entsprechend störanfälliges Hightech-Spektakel auf, anstatt die Betreffenden einfach zu töten? Das alles macht so wenig Sinn wie die Drehbücher, deren hanebüchene Vorlagen fürs schauträchtige Gemetzel hier angeblich aufs Korn genommen werden. Wenn man mit den Sehgewohnheiten der Zuschauer spielt, sollte wenigstens die innere Logik des Films gewahrt bleiben. Was bei "Scream" gelingt, scheitert hier komplett. Goddard und Whedon wollen zu viel: einen Sci-Fi-, Horror-, Monster- und Endzeitfilm, einen für Fans und Kritiker, die versteckte Filmzitate erraten, eine Reflexion übers Genre und überdies einen nicht zu komplizierten Unterhaltungsfilm mit Starpotenzial. Herausgekommen ist dabei allerdings nur ein weiterer Genrefilm, der lediglich dann Spaß macht, wenn man nicht zu genau über ihn nachdenkt.

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