Mann tut was Mann kann (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2012
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Treice564
Mann tut was Mann kann
Pro:
Schauspiel
Kontra:
X
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Ein als Personalchef eines Verlags erfolgreicher junger Mann, der sich bislang mit unverbindlichen Affären begnügte, verliebt sich in eine schöne Tierärztin, die bald jemand anderen heiraten soll. Nebenbei muss er sich auch um die Liebesnöte seiner drei höchst unterschiedlichen Freunde kümmern, die sich in seiner Loft-Wohnung einquartieren. Vorhersehbare, mitunter alberne Beziehungskomödie, die ohne Wortwitz oder Situationskomik bekannte Geschlechterklischees transportiert und darüber hinaus nichts Gewichtiges über Männlichkeitsmythen oder die Beziehung zwischen Mann und Frau zu sagen hat.
Kritik
Paul Schubert hat es geschafft: Er hat einen interessanten Job, ein riesengroßes, lichtdurchflutetes Loft, ein teures, schickes Auto. In der Liebe pflegt er den unverbindlichen One-Night-Stand. Als man Paul zum ersten Mal sieht, schleicht er sich noch vor dem Frühstück aus dem Schlafzimmer einer nackten Schönen. Paul fühlt sich, obwohl Personalchef eines Verlags, nicht ausgelastet, und so bewirbt er sich beim Berliner Tierheim als Hundesitter, um mit einem ungestümen Rottweiler Gassi zu gehen. Dabei lernt er die junge, attraktive Tierärztin Iris Jasper kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Aber: Frau Doktor wird bald heiraten. Auch Pauls Freunde haben ihre Probleme mit dem anderen Geschlecht. Da ist der schüchterne Vollbartträger Günther, der sich nicht traut, seine Traumfrau anzusprechen, die Kneipenbedienung Iggy. Schamski, ein Verlagskollege, wird von seiner Ehefrau wegen seiner Affäre mit der Chefsekretärin vor die Tür gesetzt. Dann ist da noch Bronko, eigentlich Künstler, nun aber Pauls Chauffeur und großer Romantiker, der seine letzte Liebe nicht vergessen kann. Mit einem Mal mutiert Pauls Loft zur Männer-WG, in der sich vortrefflich über die Damenwelt und die mit ihr einhergehenden Krisen debattieren lässt.
Vier höchst unterschiedliche Männer, die im Großstadtdschungel von Berlin nach der Traumfrau suchen: Marc Rothemund ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") hat sich bei seinem neuen Film, der auf einem Roman von Hans Rath basiert, von Stoffen wie "Männerherzen" und "Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe" beeinflussen lassen. Doch die Beschreibung moderner Männlichkeitsmythen, vom Macho bis zum Softie, eingebettet in eine episodenhafte Erzählstruktur, will nicht funktionieren. Zu sehr bleibt der Film gängigen Geschlechterklischees verhaftet, zu sehr vernachlässigt er in den Dialogen ironischen Wortwitz, der erkenntnisreich das Verhältnis von Mann und Frau spiegeln könnte. Für die wenigen Lacher sorgt bezeichnenderweise der Rottweiler, der immer wieder die Ordnungshüter auf den Plan ruft. Sehr viel problematischer aber ist, dass Rothemud das eigentliche Zentrum des Films, die Liebesgeschichte zwischen Paul und Iris, aus den Augen verliert. Sie wird in langen Blicken, unterlegt von romantisch gemeinter Musik, lediglich behauptet und, dramaturgisch holprig vorbereitet, zu einem abrupten, vorhersehbaren und slapstickhaften Ende geführt. Wotan Wilke Möhring, der für einen Casanova im Designer-Anzug viel zu treuherzig dreinschaut, und die schöne Jasmin Gerat verbringen zu wenig Filmzeit miteinander, um ihnen die große Liebe abzukaufen. Nicht einmal bei der abendlichen Männerrunde ist von ihr die Rede. So verpufft auch die schöne Idee von Pauls Loft als Rückzugsort und Trutzburg, in der jeder Freund willkommen ist und gemeinsam die nächsten Eroberungsstrategien ausbaldowert werden. Frauen sind hier nur Eindringlinge, und eigentlich ist Paul lieber mit seinen Kumpels zusammen. Das lässt für die Fortdauer des Happy Ends nichts Gutes ahnen.
Ein als Personalchef eines Verlags erfolgreicher junger Mann, der sich bislang mit unverbindlichen Affären begnügte, verliebt sich in eine schöne Tierärztin, die bald jemand anderen heiraten soll. Nebenbei muss er sich auch um die Liebesnöte seiner drei höchst unterschiedlichen Freunde kümmern, die sich in seiner Loft-Wohnung einquartieren. Vorhersehbare, mitunter alberne Beziehungskomödie, die ohne Wortwitz oder Situationskomik bekannte Geschlechterklischees transportiert und darüber hinaus nichts Gewichtiges über Männlichkeitsmythen oder die Beziehung zwischen Mann und Frau zu sagen hat.
Kritik
Paul Schubert hat es geschafft: Er hat einen interessanten Job, ein riesengroßes, lichtdurchflutetes Loft, ein teures, schickes Auto. In der Liebe pflegt er den unverbindlichen One-Night-Stand. Als man Paul zum ersten Mal sieht, schleicht er sich noch vor dem Frühstück aus dem Schlafzimmer einer nackten Schönen. Paul fühlt sich, obwohl Personalchef eines Verlags, nicht ausgelastet, und so bewirbt er sich beim Berliner Tierheim als Hundesitter, um mit einem ungestümen Rottweiler Gassi zu gehen. Dabei lernt er die junge, attraktive Tierärztin Iris Jasper kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Aber: Frau Doktor wird bald heiraten. Auch Pauls Freunde haben ihre Probleme mit dem anderen Geschlecht. Da ist der schüchterne Vollbartträger Günther, der sich nicht traut, seine Traumfrau anzusprechen, die Kneipenbedienung Iggy. Schamski, ein Verlagskollege, wird von seiner Ehefrau wegen seiner Affäre mit der Chefsekretärin vor die Tür gesetzt. Dann ist da noch Bronko, eigentlich Künstler, nun aber Pauls Chauffeur und großer Romantiker, der seine letzte Liebe nicht vergessen kann. Mit einem Mal mutiert Pauls Loft zur Männer-WG, in der sich vortrefflich über die Damenwelt und die mit ihr einhergehenden Krisen debattieren lässt.
Vier höchst unterschiedliche Männer, die im Großstadtdschungel von Berlin nach der Traumfrau suchen: Marc Rothemund ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") hat sich bei seinem neuen Film, der auf einem Roman von Hans Rath basiert, von Stoffen wie "Männerherzen" und "Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe" beeinflussen lassen. Doch die Beschreibung moderner Männlichkeitsmythen, vom Macho bis zum Softie, eingebettet in eine episodenhafte Erzählstruktur, will nicht funktionieren. Zu sehr bleibt der Film gängigen Geschlechterklischees verhaftet, zu sehr vernachlässigt er in den Dialogen ironischen Wortwitz, der erkenntnisreich das Verhältnis von Mann und Frau spiegeln könnte. Für die wenigen Lacher sorgt bezeichnenderweise der Rottweiler, der immer wieder die Ordnungshüter auf den Plan ruft. Sehr viel problematischer aber ist, dass Rothemud das eigentliche Zentrum des Films, die Liebesgeschichte zwischen Paul und Iris, aus den Augen verliert. Sie wird in langen Blicken, unterlegt von romantisch gemeinter Musik, lediglich behauptet und, dramaturgisch holprig vorbereitet, zu einem abrupten, vorhersehbaren und slapstickhaften Ende geführt. Wotan Wilke Möhring, der für einen Casanova im Designer-Anzug viel zu treuherzig dreinschaut, und die schöne Jasmin Gerat verbringen zu wenig Filmzeit miteinander, um ihnen die große Liebe abzukaufen. Nicht einmal bei der abendlichen Männerrunde ist von ihr die Rede. So verpufft auch die schöne Idee von Pauls Loft als Rückzugsort und Trutzburg, in der jeder Freund willkommen ist und gemeinsam die nächsten Eroberungsstrategien ausbaldowert werden. Frauen sind hier nur Eindringlinge, und eigentlich ist Paul lieber mit seinen Kumpels zusammen. Das lässt für die Fortdauer des Happy Ends nichts Gutes ahnen.
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