Being John Malkovich (DVD) Testbericht

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ab 3,87
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Erfahrungsbericht von LilithIbi

Als Ich selbst bin ich doch nichts.....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Völlig unvorbereitet darauf, was mir im Film

==Being John Malkovich==

begegnen würde, staunte ich nicht schlecht ob der orpulenten Tiefgründigkeit, mit denen jener Film beginnt. Zwar hat es mich zugleich ein wenig irritiert, als ich einem zusammenbrechenden Marionettenmännchen zugucken durfte, fühlte mich jedoch innerlich direkt zu metaphorischen Schlussfolgerungen hingezogen.
Bis ich von der _Handlung mehr und mehr verwirrt und ange-skepsis-t wurde. Hauptfigur spielt hier der arbeitslose Craig Schwartz (John Cusack), der sich mit seiner Frau Lotti (Cameron Diaz; ein Lob für alle, die sie erkannt hätten) und allerlei Getierchs eine obskure Wohnung teilt. Auf deren Drängen sucht und findet er tatsächlich einen Job in einer sog. „Archivierungsfirma“, welche mich indirekt an Harry Potter denken ließ. Der Sitz der Firma befindet sich im 7 ½ Film; ist nur via Notfallschalter im Aufzug erreichbar und verfügt darüber hinaus über sehr niedrige Decken. Der Chef (Orson Bean) scheint ein wenig verwirrt zu sein, Kollegin Maxime (Catherine Keener) alles andere als zuvorkommend ~ und doch fühlt Craig sich wohl, verliebt sich in Maxime und entdeckt, tatatata, hinter einem Aktenschrank einen geheimen Gang. Schlüpft man durch diesen, landet man quasi im Körper von John Malkovich (himself), um nach exakt 15 Minuten wieder aus diesem herauskatapultiert zu werden. Mitten am Rand des Highways, wohlgemerkt.

Wie schon bei „Das Mädchen aus dem Wasser“ wundert sich groteskerweise niemand über diese Möglichkeit, vielmehr beschließen Craig und Maxime, aus eben diesem „Tor“ Geld zu machen ~ für 200 § erlauben sie Hinz und Kunz, den Körper des genannten Schauspielers zu betreten. Spätestens ab hier wird die Geschichte immer wirrer, irrer und irgendwie... absurd. Lotti betritt wenig später eben jenen Tunnel, stellt fest, sich als Mann wohler zu fühlen und verliebt sich obendrein ebenfalls in Maxime, die jene Liebe jedoch nur erwidert, wenn Lotti im Körper von John Malkovich steckt. Craig dreht irgendwie ein wenig durch und versucht, dauerhaft in Malkovichs Körper zu bleiben, um Maxime zu seiner Frau machen zu können...

==Die Umsetzung==
fühlt sich bereits während des meinigen „um was geht's“ Niedertippens genauso albern an wie es hier zu lesen ist. Man muss vielleicht dazusagen, dass ich die DVD einlegte, ohne zu wissen, um was es überhaupt gehen würde. Hätte ich vorher etwas über die Story erfahren, so hätte ich von dem Film Abstand gehalten.
Da dem nicht so war, kam ich immerhin in den fraglichen Genuss eines ganz netten (was man hier durchaus einmal wörtlich verstehen darf) Werkes, welches man sich in der Tat gut einmal ansehen kann. Öfter dann aber auch nicht. Die Grenze zum albernen wird zwar stetig eingehalten; darüber hinaus könnte man über einige Aspekte durchaus sinnieren und wie gesagt tiefgründige Schlüsse ziehen ~ bedauerlicherweise hat man jedoch an kaum einer Stelle wirklich Lust dazu.

Jene philosophische Fragen über Realität und Identität verpuffen meines Erachtens nach an der streckenweise zu albernen Umsetzung; darüber hinaus scheint sich „Being John Malkovich“ nicht so richtig entscheiden zu können, in welches Genre er nun eigentlich passen wollte. Nix gegen Mix-Genres bzw. Werke, die sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen ~ doch meinerseitige Begeisterung sieht in der Tat nunmal leider etwas anders aus.
Wie gesagt, richtig schlecht ist der Film nicht, allerdings auch nicht richtig gut. Sympathisch empfunden habe ich vor allem den Gastauftritt von Charlie Sheen, der sich irgendwie selbst spielt; putzig sicherlich ebenso die Szene, in der ein (für den Film gestelltes) Interview mit Sean Penn: ( als Sean Penn) zu sehen ist und sogar Brad Pitt einen Augenaufschlag lang gezeigt wird.
So richtig überzeugend fand ich hier trotzdem nix.
Oder fast nichts.

Vor vielen vielen Jahren sahen wir in der Schule (ich sag ja, es ist lang her) mal einen Kurz-Film, dessen Titel ich nicht mehr kenne (weil's halt _echt lang her ist)... es ging jedenfalls darum, dass ein Zirkusdirektor in seiner Show lebendige Marionetten auftreten ließ, sprich: er zog an den Fäden und ließ somit seine Angestellten fürs Publikum tanzen. Eines schönen Tages zog er so brutal, dass die menschliche Marionette schlussendlich tot in den Seilen hing.
Ansatzweise erinnerte mich „Being John Malkovich“ an eben jene Szenerie, nur eben in einer knapp 105Minuten langen Fassung und etwas verschwurbelter.

==Resümee==
Hätten die Regisseure den Schwerpunkt etwas mehr auf die Ernsthaftigkeit der Thematik gelegt, so würde ich der breiten Masse, die dem Film hochjubelt, vermutlich (zumindest ansatzweise) gefolgt. Da jedoch, aus welchem Grund auch immer, einige Albernheiten ihren Platz fanden, bin ich froh, mir die DVD nicht selbst gekauft zu haben ~ selbst, wo sie inzwischen oftmals bereits für 2,99 EUR zu haben ist. Ich will das Ganze einfach nicht noch mal sehen; somit keine Empfehlung, drei Punkte für die gelungenen Ansätze und diverse Dialoge, die mich eben doch mal zum schmunzeln brachten.

32 Bewertungen, 8 Kommentare

  • catmum68

    06.06.2010, 15:38 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • anonym

    06.06.2010, 13:48 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH für deinen guten Bericht.LG Bernd

  • Lakisha_1

    06.06.2010, 12:32 Uhr von Lakisha_1
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche einen schönen sonnigen Sonntag. P.S. würde mich über deine Gegenlesung sehr freuen. Liebe Grüße

  • peter_nordberg

    06.06.2010, 11:37 Uhr von peter_nordberg
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht von dir. lg Peter

  • senora

    06.06.2010, 11:20 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche einen wunderschönen Sonntag mit viel Sonne!!!!!

  • Lale

    06.06.2010, 02:36 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß

  • XXLALF

    06.06.2010, 00:23 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    lieben gruß und ein wunderschönes wochenende

  • morla

    05.06.2010, 22:29 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra