Shark Night (DVD) Testbericht

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ab 12,27
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

"Tun wir einfach so, als hätten wir heute Karneval."

5
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 18 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

Atmosphäre, Spannung, Wendung,Unterhaltsamkeit, fürwahr ein wenig innovativ, Darsteller, DVD Bonus

Kontra:

es liegt von Anfang an auf der Hand, wer zu guter Letzt überlebt

Empfehlung:

Ja

„Besser bekannt als der Zigarrenhai. Weißt du, was noch eigenartig an ihnen ist? Sie fressen ihre eigenen Zähne. Das ist der einzige Weg, wie sie an Calcium kommen. Ihre einzige Nahrung besteht aus Haut und Fettgewebe. Und Fleisch.“

Gewisse Filme sind sicherlich eine absolute Vorlieben-Frage. Wer Tierhorror-Publikationen oder jenen, die mit einer Art „Scream“ Charme anbehaftete „einer nach dem anderen“ und obendrein (vielleicht auch unfreiwilligen) teil-schwarzhumorigen Umsetzung nicht viel anfangen kann, der sollte vermutlich seine Augen vom dem 91minütigen Beitrag

“Shark night“

lassen. Während ich persönlich Dank des trailers recht positiv gestimmt war, klangen die meisten bisher gelesenen Kritiken doch eher verhalten, wenn nicht gleich absolut negativer Natur.
Für den absoluten Schnäppchenpreis von grade mal 2 Euro irgendwas (exklusive Porto) trudelte mir die FSK16 DVD ins Haus, dessen weiteres Hai-Light auf die Umsetzung in 3D gelegt zu werden versuchte.
In der Tat gestalten sich diese Elemente als wenig aufdringlich, während sich „Shark night“ generell nur wenig Zeit nimmt, um den Zuschauer das erste Opfer zu präsentieren. Nach weniger als 5 Minuten fließt bereits Blut, während bereits die Vorspannbilder fesselnder wie anmutiger Natur waren.

Die Story an sich klingt hingegen wie so viele andere auch:
Die College-Freunde Malik (Sinqua Walls), Beth (Katharine McPhee), Nick (Dustin Milligan), Maya (Alyssa Diaz), Blake (Chris Zylka) und Gordon (Joel David Moore) planen einen Wochenendtrip in die ehemalige Wohngegend der scheinbar unnahbaren Sara (Sara Paxton).
Während die Jugendlichen vorrangig auf Spaß aus sind, versucht Dennis seinem heimlichen Schwarm Sara näher zu kommen, während diese jedoch scheinbar nur Augen für ihren Hund hat (und der Zuschauer bereits an dieser Stelle ahnt, welche Figuren seitens der Drehbuchautoren Will Hayes und Jesse Studenberg die größten Überlebenschancen erhalten haben dürften).

Der Gag, dass vermeintlich bedrohliche Situationen sich alsbald ins Gegenteil umkehren, wäre an für sich bereits bei der Begegnung mit Chris (Chris Carmack) und Red (Joshua Leonard) rausgewesen, setzt wenig später mit der Figur des Sheriffs (Donal Logue) noch einmal obendrauf.
Fakt ist, dass es zu guter Letzt nicht lange dauern soll, bis die Gruppe Studenten sich der echten Gefahr ausgeliefert sieht: Malik verliert bei einer Art tierischen Bootsunfall seinen Arm, woraufhin die Partylaune naturgemäß schnell vorbei ist. Naturgemäß verfügt die gewählte Unterkunft weder über ein Festnetztelefon, noch hat ein einziges Handy Empfang ~ wer an dieser Stelle somit nachvollziehbar ahnt, dass „Shark Night“ somit keinerlei Überraschungen bieten wird, irrt sich gewaltig....

Die Umsetzung


mag in diversen Details unbestreitbar abgedroschen erscheinen, besticht jedoch zweifellos durch manche innovative Ideen, die man zwar ebenfalls anderenorts bereits einmal gesehen haben mag, jedoch bislang nie in diesem Kontext.
Wer stoisch nach Logikfehlern, Ungereimtheiten oder gar nur „dummen“ Verhaltensmustern sucht, wird in „Shark Night“ sicherlich fündig werden können, während mich persönlich jedoch vielmehr die gewisse Knaller-Offenbarungs-Wendung vollends begeisterte.
Interessanter Nebenaspekt meines Erachtens durchaus die wissenswerten Informationen über Lebensweisen der Haie, die man darüber hinaus in einem kongenialen Punkt inmitten des Bonusmaterials zu bestaunen sind.
Durch die Sichtung jenes Menü-Unterpunkts klärte sich für mich im Nachhinein auf, dass so manche Szene, die ich als übertrieben und somit unglaubhaft empfand, fürwahr auf den tatsächlichen Möglichkeiten eines Hais basieren.
Sprich: so selten man bislang einen Hai im Beutesprung gesehen haben mag, so offenherzig liegt dieser Hopser im Bereich seiner Möglichkeiten.

Ekelszenen werden meiner Meinung nach gekonnt in letzter Sekunde kamera-wegschwenkend drapiert, zu keiner Stelle übertrieben oder gar unfreiwillig-komisch dargeboten. Die Atmosphäre des Filmes empfand ich durchaus als beklemmend, fesselnd wie auch erschreckend. Wirklich Lust, einmal munter ins Meer zu hopsen, verspüre ich persönlich in der Tat nach diesem Filmgenuss mitnichten.

Regisseur David R. Ellis, der mitunter ebenfalls für "Final Destination 2" wie "Final Destination 4" verantwortlich ist, stellt in „Shark Night“ erneut sein Können unter Beweis, während ein jeder Darsteller überzeugend agiert und den Zuschauer nur schwerlich kalt lassen wird.
Empathie, Hochspannung, kleinere Zusammenzuck-Szenen wie immerfort gewisse Luft-Anhalter-Aufnahmen, die obendrein mit der perfekten musikalischen Begleitung auf die Leinwand gezaubert wurden, gibt es meines Empfindens nach reichlich, so dass ich persönlich gut und gerne über marginale Schwächen hinwegsehen möchte.

So sehr ich dem 3D-Erlebnis an sich ablehnend gegenüber stehe, so angetan war ich in diesem Fall von den hervorragenden Effekten, die „Shark night“ in einer genügsamen Anzahl zu nutzen wusste.
Für mich stellt „Shark night“ in der Tat einen absoluten „Gute Laune Film“ dar, wenngleich dies in dem gezeigten brutalen Kontext durchaus ein wenig befremdlich klingen mag. Wie bereits ausgeführt, darf man „Shark night“ hier und dort nicht allzu ernst nehmen und sollte ebenfalls nicht unbedingt einen Horrortrip erwarten, der von Person zu Person als allzu nachvollziehbar in die Geschichte eingehen wird.
Manches wirkt durchaus arg konstruiert, zwanghaft zufällig wie unglaubwürdig ~ spätestens nach einer Weile hätte man schlicht und ergreifend erwarten können, dass sich zumindest ein Teil der auftretenden Personen sich vollends andersartig verhalten würde.

Die DVD an sich


involviert zwar lediglich die Sprachauswahl zwischen Deutsch und Englisch, während es weiterhin ausschließlich den (deutschen) Untertitel zu bestaunen gibt, besticht jedoch meines Erachtens nach umso gravierender durch das vorhandene Bonusmaterial und nicht zuletzt die überragenden Special-Effects, die lediglich sehr vereinzelt überdeutlich als 100%ig Computeranimiert zu erkennen sind.
Absoluter Liebling meinerseits der großartig informative und vor allem zynisch vorgebrachte Punkt Shark night survival Guide. Jenes Material dauert lediglich 2 Minuten, flößte mir als Gucker jedoch absoluten Respekt vor Haien an und amüsierte zugleich in der Art und Weise, wie immerfort auf Filmszenen zurückgeschwenkt wird, um sodann humorvollst-bösartigst einen beunruhigenden Aspekt zu nennen.
Sehenswert nicht minder der Punkt Fake Sharks, in dem der potentiell Interessierte etwas über die elektronisch gesteuerten respektive komplett PC-animierten Haie erfährt. Es reicht durchaus ein Blick auf das – wenn auch künstliche - Gebiss des Meerestiers, um die selbe intensive Atmosphäre hervorzurufen, die der Hauptfilm selbst ans Tageslicht beförderte.
Die Interviews mit Cast & Crew sowie der Blick auf die B-Roll gestalten sich ebenfalls als kurzweiligste Rundherum-Unterhaltung, bringt es das Bonusmaterial insgesamt lediglich auf 28 Minuten Länge.

Für mich ein durchaus angenehmer Nebeneffekt, beginne ich mich sonstig von der Fülle der Fakten nahezu erschlagen oder gar gelangweilt zu fühlen.

Summa summarum

kann ich mir gut und gerne vorstellen, dass ich eine der wenigen bin und bleibe, die sich an dem Tierhorror-Beitrag „Shark Night“ erfreuen und absolut begeistern können. Respekteinflößende Szenen zum fürchten, überraschende Wendungen, Auflockerungsmomente wie auch Hundeliebhaber-Material zum freudigen und zugleich angsterfüllten Quietschen runden für mich den Film absolut ab.
Meiner Vermutung nach werden jene, die bereits an „Piranha“ oder gar „Sand Sharks“ ihre helle Freude verlebten, hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.
Positiv hervorzuheben zu guter Letzt durchaus, dass „Shark night“ entgegen der DVD-Hüllen-Aufschrift weder versucht, durch viel nackte Haut zu punkten noch wirklichen Anlass zum fremdschämem bereithält.

In der Tat habe ich zwar kurzzeitig bezüglich eines finalen Elements seeeeeeeeeeeeehr skeptisch mein Haupt schütteln müssen, fühle mich durch das liebevollst dahergebrachte Bonusmaterial „Shark night survival Guide“, welches ich mir übrigens gleich mehrfach angesehen habe, wieder absolut versöhnt und kann somit mit bestem Gewissen die Vollbesternung hinterlassen.

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Miraculix1967

    13.02.2013, 12:44 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbeste Aschermittwochs-Grüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967:-)

  • Lale

    12.02.2013, 15:01 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • bella.17@live.de

    12.02.2013, 13:18 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle. Über Gegenlesung freue ich mich sehr