Silent Hill: Revelation (DVD) Testbericht

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ab 4,76
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

"Manchen Menschen kann man nicht mehr helfen."

3
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Video-Version

Pro:

Atmosphäre, Optik, Spezialeffekte, Darsteller

Kontra:

Story selbst bleibt im Hintergrund, zum Teil in sich selbst bzw . zum Vorgänger widersprüchlich. Vor allem: Seit wann werden Geister / Tote / was-auch-immer älter?

Empfehlung:

Nein

„Gebt euch keine Mühe, euch meinen Namen zu merken, denn mit Sicherheit merke ich mir eure nicht. Und sprecht mich nicht an. Wir werden sowieso keine Freunde. Ich tausche keine Nummer mit euch aus, mache nichts mit Facebook oder Twitter, lese nicht eure Blogs... und was ihr auch denkt oder sagt oder tut ~ lasst es einfach, denn für mich ist das nichts neues. Ich spekuliere einfach mal. Ich glaube nicht, dass wir hier besondere große Denker haben. Und wenn einige von euch einmal etwas wissenswertes über mich herausgefunden haben... dann bin ich schon wieder weg.“

Dass Heather (Adelaide Clemens), deren Figur den Filmkennern des ersten Teils noch unter dem Namen Sharon bekannt sein dürfte, keinen Kontakt zu irgend einem ihrer neuen Mitschüler aufbauen möchte, dürfte anhand dieser Worte klar sein ~ der ebenfalls neue Mitschüler Vincent (Kit Harington), dessen Person eine sagenhafte Nicht-Überraschung zugeschrieben wurde, legt jedoch keinen sonderlichen Wert darauf und wird schließlich etwas überstürzter Natur zu Heathers Vertrauten.

“Silent Hill: Revelation“

knüpft im Grunde genommen an jene Ereignisse an, mit denen der 6 Jahre zuvor erschienene britische Horrorfilm „Silent Hill“ endete. Jenen Werken liegt ein recht berühmtes Videospiel zu Grunde, welches man meiner Meinung nach nicht unbedingt kennen muss, um der Handlung folgen zu können. Offen gesagt war mir bei der erstmaligen Sichtung des ersten Teiles gar nicht bewusst, dass es ein solches Spiel gibt und war somit (eventuell noch mehr) vollumfänglich gebannt von den ausgefallenen atmosphärischen Gruselelementen, die hier wie dort dargeboten werden. Der story selbst konnte ich ebenfalls Folge leisten, während man bei dem nunmehr jüngst veröffentlichten DVD rasch feststellen darf, dass die Gewichtung eindeutig darauf liegt, dem Zuschauer möglichst umfassend exorbitante Kreaturen zu zeigen.

Sprich: die Handlung selbst mutiert nahezu zur Nebensächlichkeit, gibt sich erfreulicherweise jedoch Mühe, sämtliche Filmgucker mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Ein kleiner Rückblick, der Sharon / Heather als Kind zeigt, mag kurzzeitig für Verwirrung sorgen, ist der stattfindende Zeitensprung nur bedingt als solcher erkennbar.

Nichtsdestotrotz liegt auf der Hand, dass Heathers Vater Christopher (Sean Bean), der nun unter dem Namen Harry aktiv ist, nach wie vor von der Sehnsucht nach seiner Frau Rose (Radha Mitchell) zerfressen wird, die seinerzeit aus Silent Hill nicht zurückkehrte und die Ereignisse irgendwie dort wieder anknüpfen wollen. Bereits in den ersten Filmminuten warnt Harry Heather eindringlich davor, je nach Silent Hill zu gehen, um noch im ersten Filmdrittel selbst ~ wenn auch nicht ganz freiwillig ~ dorthin zu verschwinden.
Heather schlägt alle Warnungen in den Wind und macht unter der Begleitung von Vincent auf den Weg, um ihren Vater zu erlösen. Allzu rasch beginnen jedoch die Wirklichkeit und das, was Heather sieht, zu verschmelzen... die Aussage

„So etwas wie Träume gibt es nicht, nur übereinandergelegte Wirklichkeiten“

beruhigt sie indes nicht gerade. Den Zuschauer übrigens ebenso wenig.

Die Umsetzung


ist meines Erachtens nach eigentlich nur deswegen spannend, weil man immerfort fasziniert ob der Monströsitäten sein darf. Die Rahmenhandlung kippt zunehmend in den Hintergrund, so dass man sich schlussendlich nur noch geringfügig darüber mokiert, wie kinderleicht die „Lösung“ scheinbar von statten gehen durfte. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlen inmitten von „Silent Hill: Revelation“ nahezu sämtliche Rätsel, Trugschlüsse, Wendungen und Finten ~ vielmehr huscht Heather durch die Gegend als ob sie genau wüsste, was zu tun ist und lässt dabei mich als Zuschauer völlig hinter sich.

Wirklich mitfiebern konnte ich in der Tat nicht, zumal die fürwahr beklemmende Atmosphäre mich mit ganz anderen Dingen beschäftigte. Vollends gefangen und fasziniert von einer Art Spinnenkreatur betrachtete ich eher dieses Phänomen, anstatt anständig um Heather zu bangen.

Weiteres Problem durchaus, dass inmitten von „Silent Hill Revelation“ sich niemand der Macher mehr die Mühe gab, den Nichtkennern die „Funktion“ der einzelnen Dämonen aufzudröseln ~ der Finale Kampf zwischen zweien geht somit förmlich über mein Verständnis hinaus.

Hinzu gesellt sich der Aspekt, das Heather des nächtens bereits mehrfach von der Szenerie, der sie zu guter Letzt gegenüber stehen wird, geträumt hat. Der Wiedererkennungsfaktor hätte in der Tat für eine besonders eindringlich-erdrückende Stimmung sorgen können... hat es aber nicht. Warum dem so ist, ist mir selbst ein Rätsel.

Die Wiederbegegnung mit der nunmehr erwachsenen Alessa (ebenfalls dargestellt von Adelaide Clemens) macht meines Empfindens nach generell nur bedingt einen Sinn, wird ferner etwas zu lieblos dahin geklatscht und fühlt sich für mich persönlich somit eher stumpf denn vergleichbar mit der Bestürzung, die mich inmitten des Vorgängers ergriff, an.

Vereinzelte (vorrangig optische) Details riefen in mir Erinnerungen an „The Cell“ wie auch „Insidious“ wach, so dass man immerhin äußern kann, dass „Silent Hill Revelation“ durchaus Potential inneträgt. Dessen ungeachtet stützte sich Drehbuchautor und zugleich Regisseur Micheal J. Bassett auf die Adaption wie Verfeinerung der optischen Videospielelemente ~ inmitten des Bonusmaterials kann wer will jene Vergleiche ziehen und nicht zuletzt beeindruckt sein. Dass die Story selbst hierunter leiden musste und nahezu absoff, ist indes natürlich fatal.

Die DVD selbst

kommt in einem durchaus entzückenden Pappschuber daher, der sich Dank seiner Gestaltung sehr gut im heimischen Regal macht, andererseits bei wiederholter Herausnahme des DVD-Plastik-Behältnisses schnell in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Bildqualität de facto brillant. Überaus klare Kontraste, satte, kräftige und zum Teil in Sepia-Stil gehaltene Farben sorgen für ein fulminantes atmosphärisches Erlebnis, bei dem man zu keiner Szene über eine zu düstere Dunkelheit moppern kann.

Hinsichtlich des Tons (deutsch, englisch) fiel mir hingegen auf, dass ich meine Fernbedienung in Griffweite halten sollte. Im Allgemeinen regelte ich hier die Lautstärke höher als bei anderen Filmen, um überhaupt etwas von den Dialogen verstehen zu können, währenddessen die filmischen Hintergrundgeräusche oft (aber nicht immer) dominanter agierten.
Und ja, ein wenig nervig fand ich das schon.

Hochinteressant und somit auch für Nicht-Fans der Videospiele sehenswert sämtliches Bonusmaterial, welches über eine Gesamtlänge von angenehmen 24 Minuten verfügt. Die entfallenen Szenen involvieren zusätzlich ein paar Aufnahmen, die im Film selbst in etwas kürzerer Form zu sehen sein durften. Wirklich verpasst hat man meines Empfindens nach Dank des Entscheids, auf jene zu verzichten, nicht.

Die Kreaturen von Silent Hill zeigen diverse Vergleichsbilder zwischen Game und Movie, während obendrein die Ideenhaber zu Wort kommen. Bei den Universal Hollywood Horror Nights wurden mitunter jene, die für die Musik verantwortlich waren, durch den Drehort geschickt um sich ein eigenes Bild zu machen und dem Zuschauer ein paar Eindrücke zu schildern.

Weiterhin verfügt die Silberscheibe über den Originaltrailer sowie weitere, verblüffend ältere Filmtipps, wohingegen das Hauptmenü direkt nach DVD-Einlegung aufgezeigt wird, anstatt dem Käufer zwangsläufig weitere Trailer zu Gemüte zu führen.

In Bezug auf die FSK16 Freigabe gibt es meines abgestumpften Fühlens nach kaum Bedenken zu äußern. Mit ein paar fiesen Szenen muss man definitiv rechnen, während ich vorrangig anhand einer Bauchdecken-Entfernungsaufnahme dennoch unabstreitbar mit der roten Belabelung gerechnet hätte. So ganz für schwache Nerven ist diese nämlich nichts.

Summa summarum

hat mich „Silent Hill Revelation“ insbesondere im Blick auf das viel zu offene Ende (mit Option auf einen weiteren Teil) unbefriedigt gelassen. Allzu große Erwartungen wurden von vorneherein durch zig eher vernichtende Kritiken ausgebremst, so dass mir die verauslagten 12,99 Euro nicht allzu leid tun.

Die 94 Minuten Spielfilmzeit vergehen in der Tat wie im Fluge, was jedoch wie bereits ausgeführt vorrangig auf der Art Ausstrahlung basiert, welche von den optischen Highlights ausgeht. Tut man es den Machern gleich und „vergisst“, dass es inmitten von Leinwandspektakeln eigentlich eher um eine nachvollziehbare und fesselnde Handlung gehen sollte, so kann man sich „Silent Hill Revelation“ durchaus gut und gerne - und sogar mehrfach ansehen.

Fans von ausgebufften, raffinierten und wendungsreichen Umsetzungen hingegen dürften (noch) ein wenig enttäuscht(er) sein.

13 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Lucky130

    17.05.2013, 08:17 Uhr von Lucky130
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & LG!

  • anonym

    14.05.2013, 10:41 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG und einen schönen Dienstag =)

  • joelovesyou

    14.05.2013, 06:18 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: besonders wertvoll

    bewe & lG

  • bella.17@live.de

    13.05.2013, 22:37 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle.