The Last Stand (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2013
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Treice564
The Last Stand
Pro:
(Kino) Ton/Bild, Alles
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Ein alternder Cop hat sich aus dem brodelnden Los Angeles in ein ruhiges Provinznest nahe der mexikanischen Grenze versetzen lassen. Mit seiner Ruhe ist es vorbei, als ein flüchtiger Drogenboss auf dem Weg nach Mexiko auf den Alterssitz des Polizisten zuhält, unterstützt von schwerbewaffneten Schergen. Der rüstige Senior nimmt mit Unterstützung aus dem Ort den Kampf auf. Der sich in exaltierten Feuergefechten verlierende Actionfilm setzt ganz auf die Popularität seines Hauptdarstellers. Die exzessive Verherrlichung des wehrhaft-waffenstrotzenden US-Bürgers wirkt dabei reichlich zynisch.
Kritik
Die Vorstellung ist verlockend: Nach vielen Jahren erfolgreicher und blutiger Arbeit bei LAPD kann man auch mal ein wenig kürzer treten und als leitender Sheriff auf dem Land die letzten Dienstjahre in aller Ruhe verbringen. Sheriff Ray Owens hat Glück gehabt mit seiner neuen Dienststelle in Sommerton Junction, Arizona, direkt an der Grenze zu Mexiko. Mit Deputy Mike Figuerola steht ihm ein kompetenter und gutmütiger Hilfssheriff zur Seite, man kann seine freien Tage genießen und auf seine Pension warten. Dumm nur, dass im einige 100 Meilen entfernten Los Angeles gerade alle Alarmglocken läuten. Trotz intensivster Bewachung gelingt bei einem Gefangenentransport Gabriel Cortez - seines Zeichens der berüchtigtste Drogenbaron des Kontinents - die Flucht. Mit FBI Agent Ellen Richards als Geisel rast der egomanische Gangster mit einer eigens für ihn gepimpten Corvette C6 ZR1 in Richtung Grenze, wohl wissend, dass seine Fahrkünste überragend und seine Mitarbeiter im Zweifel zur Stelle sind und dass einem 300 km/h schnellen Boliden ohnehin kein Polizeiauto folgen kann. FBI Agent John Bannister, der die Verfolgungsaktion von seiner Kommandozentrale in L.A. aus leitet, erkennt, dass Cortez' Weg genau durch Owens Ortschaft gen Mexiko führt. Doch die Anweisungen, die er nach Sommerton schickt, stoßen auf taube Ohren, schließlich hat Owen seinen freien Tag. Erst als die Corvette immer näher kommt, ihr Weg von immer mehr Leichen gepflastert ist und Cortez' Lakaien "seine" Bürger bedrohen, nimmt Owen die Sache persönlich.
Arnold Schwarzenegger ist zurück im Geschäft. Nach Jahren der Abstinenz aufgrund seines "Jobs" als Gouverneur von Kalifornien und einigen kleinen, verhaltenen Auftritten in Sylvester Stallones "Expendables"-Franchise glänzt der alternde Hüne nun erstmals seit "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" wieder in einer wie für ihn geschaffenen Hauptrolle. Der Charakter des Sheriff Owens verlangt von ihm vor allem stoische Blicke, wortloses Schreiten und den einen oder anderen markigen Spruch für die Zitate-Sammlung der Cineasten. Den Rest übernehmen dann die Cutter im Schneideraum, denn die verlangten Schlägereien gehen einem 65-Jährigen halt nicht mehr so leicht von der Hand. Immerhin hat der Steirer noch so viele Muskeln, dass er noch locker eine Kanone einhändig abfeuern kann, für deren Gewicht sonst jeder zwei Arme benötigt. Womit auch die eigentliche Hauptrolle (neben Schwarzenegger und der Corvette) benannt ist.
Da eine Geschichte nur in Ansätzen auszumachen ist und das Wenige an Konversation eher als Pause fürs Kinopublikum denn zur Vertiefung der Charaktere geschrieben zu sein scheint, geht es um den guten alten Shootout, wie einst in Fred Zinnemanns Klassiker "Zwölf Uhr mittags". Man soll sich gar nicht erst Gedanken darüber machen, warum auf dem Weg nach Mexiko kein Verkehr auf den Straßen herrscht, warum die Cops mühselig Straßensperren auf dem platten Land errichten, die man zur Not einfach via Seitenstreifen umfahren kann, oder warum ein Polizeihubschrauber die Witterung des Corvettes verliert - und wo sind eigentlich die ganzen Helikopter der Nachrichtenstationen? Es geht hier nicht um Logik, sondern darum, wie mit möglichst vielen Waffen möglichst lang aufeinander einschießen kann. So lässt Knauer denn auch für den zentralen Showdown, anders als Zinnemanns Western-Klassiker, Owen nicht allein auf der Dorf-Hauptstraße gegen Cortez' Schergen antreten, lässt auch die Deputies, die eine oder andere schwer bewaffnete Oma sowie den Betreiber des örtlichen Waffenmuseums nach Herzenslust um sich schießen, so, als gelte es, den aktuellen US-Debatten um eine Verschärfung des Waffenrechts den Garaus zu machen: Wie schön ist es doch, dass zu einem ehrenwerten US-Haushalt immer noch der gut gefüllte Waffenschrank gehört, sonst hätte man doch gegen all die (mexikanischen) Bösewichte einfach keine Chance. Schwarzenegger schlägt sich wacker durch den nur bedingt witzigen, zumeist zähen "No-Brainer", und zumindest die Waffenlobby freut es. Während man sich noch bei "Gangster Squad" nach dem Massaker von Aurora über den exzessiven Waffengebrauch im Film Gedanken machte und den Kinostart vom September 2012 ins neue Jahr verlegte, macht man sich bei "The Last Stand" angesichts des Massakers an der Sandy Hook Elementary School schon keine Gedanken mehr. Ist ja alles nur ein "Schwarzenegger-Film".
Ein alternder Cop hat sich aus dem brodelnden Los Angeles in ein ruhiges Provinznest nahe der mexikanischen Grenze versetzen lassen. Mit seiner Ruhe ist es vorbei, als ein flüchtiger Drogenboss auf dem Weg nach Mexiko auf den Alterssitz des Polizisten zuhält, unterstützt von schwerbewaffneten Schergen. Der rüstige Senior nimmt mit Unterstützung aus dem Ort den Kampf auf. Der sich in exaltierten Feuergefechten verlierende Actionfilm setzt ganz auf die Popularität seines Hauptdarstellers. Die exzessive Verherrlichung des wehrhaft-waffenstrotzenden US-Bürgers wirkt dabei reichlich zynisch.
Kritik
Die Vorstellung ist verlockend: Nach vielen Jahren erfolgreicher und blutiger Arbeit bei LAPD kann man auch mal ein wenig kürzer treten und als leitender Sheriff auf dem Land die letzten Dienstjahre in aller Ruhe verbringen. Sheriff Ray Owens hat Glück gehabt mit seiner neuen Dienststelle in Sommerton Junction, Arizona, direkt an der Grenze zu Mexiko. Mit Deputy Mike Figuerola steht ihm ein kompetenter und gutmütiger Hilfssheriff zur Seite, man kann seine freien Tage genießen und auf seine Pension warten. Dumm nur, dass im einige 100 Meilen entfernten Los Angeles gerade alle Alarmglocken läuten. Trotz intensivster Bewachung gelingt bei einem Gefangenentransport Gabriel Cortez - seines Zeichens der berüchtigtste Drogenbaron des Kontinents - die Flucht. Mit FBI Agent Ellen Richards als Geisel rast der egomanische Gangster mit einer eigens für ihn gepimpten Corvette C6 ZR1 in Richtung Grenze, wohl wissend, dass seine Fahrkünste überragend und seine Mitarbeiter im Zweifel zur Stelle sind und dass einem 300 km/h schnellen Boliden ohnehin kein Polizeiauto folgen kann. FBI Agent John Bannister, der die Verfolgungsaktion von seiner Kommandozentrale in L.A. aus leitet, erkennt, dass Cortez' Weg genau durch Owens Ortschaft gen Mexiko führt. Doch die Anweisungen, die er nach Sommerton schickt, stoßen auf taube Ohren, schließlich hat Owen seinen freien Tag. Erst als die Corvette immer näher kommt, ihr Weg von immer mehr Leichen gepflastert ist und Cortez' Lakaien "seine" Bürger bedrohen, nimmt Owen die Sache persönlich.
Arnold Schwarzenegger ist zurück im Geschäft. Nach Jahren der Abstinenz aufgrund seines "Jobs" als Gouverneur von Kalifornien und einigen kleinen, verhaltenen Auftritten in Sylvester Stallones "Expendables"-Franchise glänzt der alternde Hüne nun erstmals seit "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" wieder in einer wie für ihn geschaffenen Hauptrolle. Der Charakter des Sheriff Owens verlangt von ihm vor allem stoische Blicke, wortloses Schreiten und den einen oder anderen markigen Spruch für die Zitate-Sammlung der Cineasten. Den Rest übernehmen dann die Cutter im Schneideraum, denn die verlangten Schlägereien gehen einem 65-Jährigen halt nicht mehr so leicht von der Hand. Immerhin hat der Steirer noch so viele Muskeln, dass er noch locker eine Kanone einhändig abfeuern kann, für deren Gewicht sonst jeder zwei Arme benötigt. Womit auch die eigentliche Hauptrolle (neben Schwarzenegger und der Corvette) benannt ist.
Da eine Geschichte nur in Ansätzen auszumachen ist und das Wenige an Konversation eher als Pause fürs Kinopublikum denn zur Vertiefung der Charaktere geschrieben zu sein scheint, geht es um den guten alten Shootout, wie einst in Fred Zinnemanns Klassiker "Zwölf Uhr mittags". Man soll sich gar nicht erst Gedanken darüber machen, warum auf dem Weg nach Mexiko kein Verkehr auf den Straßen herrscht, warum die Cops mühselig Straßensperren auf dem platten Land errichten, die man zur Not einfach via Seitenstreifen umfahren kann, oder warum ein Polizeihubschrauber die Witterung des Corvettes verliert - und wo sind eigentlich die ganzen Helikopter der Nachrichtenstationen? Es geht hier nicht um Logik, sondern darum, wie mit möglichst vielen Waffen möglichst lang aufeinander einschießen kann. So lässt Knauer denn auch für den zentralen Showdown, anders als Zinnemanns Western-Klassiker, Owen nicht allein auf der Dorf-Hauptstraße gegen Cortez' Schergen antreten, lässt auch die Deputies, die eine oder andere schwer bewaffnete Oma sowie den Betreiber des örtlichen Waffenmuseums nach Herzenslust um sich schießen, so, als gelte es, den aktuellen US-Debatten um eine Verschärfung des Waffenrechts den Garaus zu machen: Wie schön ist es doch, dass zu einem ehrenwerten US-Haushalt immer noch der gut gefüllte Waffenschrank gehört, sonst hätte man doch gegen all die (mexikanischen) Bösewichte einfach keine Chance. Schwarzenegger schlägt sich wacker durch den nur bedingt witzigen, zumeist zähen "No-Brainer", und zumindest die Waffenlobby freut es. Während man sich noch bei "Gangster Squad" nach dem Massaker von Aurora über den exzessiven Waffengebrauch im Film Gedanken machte und den Kinostart vom September 2012 ins neue Jahr verlegte, macht man sich bei "The Last Stand" angesichts des Massakers an der Sandy Hook Elementary School schon keine Gedanken mehr. Ist ja alles nur ein "Schwarzenegger-Film".
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