winwin.de Testbericht

No-product-image
ab 23,70
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2004
5 Sterne
(0)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(2)
Summe aller Bewertungen
  • Navigation:  sehr gut

Erfahrungsbericht von jabberwocky666

Ein garantierter Gewinn für den Anbieter

Pro:

Besser als gar keine Teilnahme...

Kontra:

...aber mit geringen Chancen und hohen Kosten

Empfehlung:

Nein

1.) Einleitung
2.) winwin.de
-Anbieter
-Homepage
-Kosten
-Chancen
3.) Fazit
4.) Tipps und Tricks zu Gewinnspielen



1.) Einleitung:

Es gibt im Internet zwei Serviceleistungen, die sich auf den ersten Blick plausibel anhören, relativ wenig kosten und für die überall geworben wird:

Probenbeschaffer wie Probenking.de, Probenjagd.de oder Probenfieber.de. Die Anbieter werben damit, dass sie ihre Kunden überall eintragen, wo es kostenlose Warenproben zu ergattern gibt. Die Folge sollte eine Päckchenflut sein, doch die bleibt leider aus. In der Regel wird es nicht mehr bringen als die obligatorischen Probepäckchen von Head & Shoulders sowie zahlreiche Gutscheine für irgendwelche obskuren Webseiten in Höhe von 5.- oder 10.- Euro. Das Geld dafür kann man sich getrost sparen.

Gewinnspielagenten wie Gewinn24.de, Planetwin.de oder winwin.de. Das Zugpferd der Anbieter ist hier die Eintragung in unzählige, lukrative Gewinnspiele, die es überall im Internet zu finden gibt. Klingt gut, ist es jedoch nicht, wie Ihr unter „Chancen“ nachlesen könnt.


2.) winwin.de

- Anbieter: winwin arbeitet eng mit dem Fernsehsender Pro 7 zusammen. Dort kann man täglich einige Werbespots des Anbieters sehen, in denen einen suggeriert wird, dass man durch diesen „Club“ an allen interessanten Gewinnspielen mit Megapreisen teilnimmt, nur Daumen drücken müsse man noch selber. Von dieser Kooperation abgesehen verbirgt sich hinter winwin jedoch die Deutsche Preisausschreiben Service GmbH mit Sitz in Hamburg, eine Firma, zu der es im Internet wenig zu finden gibt.

- Homepage: Die Homepage ist, wie bei den meisten Anbietern dieses Genres, sehr spartanisch gehalten. Die meisten vorhandenen Links führen direkt zur Anmeldung. Lediglich zwei Punkte sind einer näheren Betrachtung wert: 1.) Die Garantie. Winwin gibt hier großartig bekannt: „Sollten Sie während der Laufzeit Ihrer Spiele-Teilnahme partout nichts gewinnen, erhalten Sie Ihren gesamten Teilnahmebetrag zurück.“ (Quelle www.winwin.de). Klingt gut, ist es aber nicht. Was winwin verschweigt, ist der Umstand, dass auch ein Valentines-Gutschein über 5.- Euro schon zu den Gewinnen gehört – ein Gewinn, den ich jede Woche irgendwo mache... 2.) Die Informationen. Dieser Link verdient eine nähere Betrachtung, um später keine unangenehmen Überraschungen zu erleiden. Da erfährt man dann zum Beispiel, dass man den Vertrag mit einer Frist von einem Monat auf Vertragsende kündigen muss, da er sich sonst automatisch verlängert. Oder auch, dass man sich am Monatsende bei winwin einloggen muss, wenn man erfahren will, an welchen Gewinnspielen man teilgenommen hat – bei den meisten anderen Anbietern erhält man da eine komfortable Mail.

- Kosten: Es gibt bei winwin drei verschiedene Spielpakete, die zwar die gleichen Leistungen jedoch in unterschiedlicher Menge beinhalten. Die Leistung besteht immer in der Eintragung bei Gewinnspielen im Internet, der Teilnahme an Postkarten-Gewinnspielen (wegen der Portokosten nicht so stark frequentiert = höhere Gewinnchance) sowie der so genannten „Millionen-Ziehung“ - hierbei handelt es sich um die automatische Teilnahme bei www.lotty.de (einer Seite, bei der man umsonst Lotto spielen kann).

- Paket 1: Super-Kombi: Laufzeit beträgt 24 Monate. In dieser Zeit wird man bei 2.400 Gewinnspielen eingetragen, nimmt an 600 Postkarten-Gewinnspielen teil und hat 192 Mal die Chance auf den Millionengewinn. Kostenpunkt: €/Monat 5,70, also auf die Gesamtlaufzeit € 136,80 (oder € 0,0456 pro Gewinnspiel).

- Paket 2: Power-Kombi: Laufzeit 12 Monate. Wieder wird man bei 2.400 Gewinnspielen eingetragen, nimmt jedoch nur an 300 Postkarten-Gewinnspielen sowie 96 Millionenziehungen teil. Die Kosten betragen €/Monat 8,78, also auf die Gesamtlaufzeit € 105,36 (oder € 0,039 pro Gewinnspiel).

- Paket 3: Maxi Kombi: Laufzeit wieder 24 Monate, dabei Teilnahme an 4.800 Gewinnspielen, 600 Postkarten-Gewinnspielen sowie 192 Millionenziehungen. Dieser Spaß kostet €/Monat 7,51, insgesamt also € 180,24 (oder € 0,033 pro Gewinnspiel).

Bezahlt werden kann monatlich oder jährlich, per Lastschrifteinzug oder Rechnung.

- Chancen: Kommen wir nun zum interessanten Punkt, nämlich den tatsächlichen Chancen. Als vor ca. drei Jahren die ersten Anbieter dieser Art auf den Markt kamen, hatte man tatsächlich gute Chancen auf einen Gewinn. Als ich mich damals bei Gewinn24.de anmeldete, hatte ich schon nach ein paar Wochen eine Reise nach Peking gewonnen und einige nette kleinere Gewinne folgten. Allerdings ließ diese Gewinnflut stetig nach und versiegte im letzten Jahr völlig. Der Grund dafür ist klar: Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Gewinnspielagenten, bei denen Unmengen von Usern angemeldet sind – manche davon auch mehrfach. Diese Agenten stürzen sich nun auf alle erreichbaren Gewinnspiele und stellen ihren Kundenstamm dort ein. Das hat manchmal ganz gravierende Folgen. So erhielt ich beispielsweise im vergangenen Jahr die Mail eines Unternehmens, das über ein Gewinnspiel eine Funkmaus sowie 2 Mousepads verlost hatte. Die Firma schrieb recht verdattert, dass sie bei so relativ geringwertigen Preisen niemals mit über 85.000 teilnehmenden Menschen gerechnet hätte...

Mittlerweile haben sich die Anbieter von Gewinnspielen auch schon auf die Agenten eingestellt. Da die preisvergebenden Unternehmen natürlich auch eine Werbewirkung erzielen wollen, stehen sie der Massenteilnahme der Gewinnspielagenten sehr skeptisch gegenüber. Die Folge davon sind Anmeldebeschränkungen (die IP wird gespeichert und es wird nur eine Anmeldung pro IP zugelassen) sowie die obligatorische Eingabe eines variablen Codes, was den Programmen der Agenten Schwierigkeiten bereitet. Die für Gewinnspielagenten tatsächlich nutzbare Zahl an Gewinnspielen wird also immer geringer, was die Zahl der Teilnehmer an diesen Spielen in utopische Höhen treibt und somit die Gewinnchancen in den Keller verschwinden lässt.


3.) Fazit: Die Chance auf Gewinne durch Beteiligung bei Gewinnspielagenten ist relativ gering. Bei winwin dürfte sie besonders gering sein, da durch die massive Fernsehwerbung viele Zuschauer zu einer Teilnahme animiert werden. Außerdem sind die Preise von winwin geradezu utopisch hoch angesiedelt – bei www.gewinn24.de gibt es z.B. 24 Monate mit insgesamt 4.800 Gewinnspielen für € 44,00. Ob einem die 600 zusätzlichen Postkarten-Gewinnspiele von winwin eine Differenz von fast € 140.- wert sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Prinzipiell kann ich jedoch nur von allen Gewinnspielagenten abraten, wenngleich man nicht vergessen darf: Nur wer mitspielt, kann auch gewinnen. Ob einem die äußerst vage Gewinnchance jedoch weit über 100.- Euro wert sein sollte, mag ich zu bezweifeln. Da empfehle ich dann doch eher 6-10 Jahreslose der Aktion Mensch.


4.) Damit es bei Euch jedoch trotzdem mit dem Gewinnen und bei mir mit dem „besonders hilfreich“ klappt, gibt es nun noch ein paar Tipps zur erfolgreichen Teilnahme an Gewinnspielen:

- Wer an Gewinnspielen teilnimmt, muss mit einer Unmenge an Werbemails rechnen. Man sollte sich also vorab eine Mailadresse mit einer Kapazität von mindestens 10 MB zulegen (gibt es z.B. kostenlos bei Lycos.de), die man nur für Gewinnspiele verwendet.

- Oft muss man zusätzlich zur Adresse auch die Telefonnummer eintragen (um angeblich im Falle eines Gewinnes benachrichtigt werden zu können). Die Folge sind Werbeanrufe der SKL, NKL, von Burda und Probenking. Daher empfiehlt es sich, entweder eine zweite Nummer anzugeben, die einen anderen Klingelton hat (ISDN macht\'s möglich) oder die eigene Nummer nicht vollständig (also z.B. ohne die letzte Zahl) anzugeben – ein seriöser Gewinnspielanbieter wird einen auch über Mail oder Post vom Hauptgewinn benachrichtigen.

- An interessanten Gewinnspielen nehme ich auch unter mehreren Namen teil – einfach den Vornamen nicht ausschreiben, einen Buchstaben des Nachnamens weglassen oder Freund/Freundin, Ehegemahl oder Eltern etc. eintragen. Natürlich sollte jeder dieser Charaktere über sein eigenes E-Mail-Konto verfügen.

- In den Internetoptionen Eures Browsers solltet Ihr die Option „Formulare vervollständigen“ aktivieren. Dann merkt sich Euer Browser, welche Eingaben in Formularen Ihr schon mal getätigt habt, was Euch beim Tippen von Namen, Adresse und Mail-Adresse viel Zeit erspart.

- Gewinnspiele, für die im TV oder über Pop-Ups geworben wird, sind meistens wegen der vielen Teilnehmer uninteressant.

- Je schwieriger das Gewinnspiel, desto geringer die Zahl der Teilnehmer. Die erste Hürde sind hierbei manuell einzugebende Codes, da daran die Gewinnspielagenten scheitern – bei diesen Spielen hat man also nur reale Mitbewerber um die Preise. Die nächste Hürde sind Gewinnspiele in Verbindung mit einem Quiz (ein guter Tipp: www.gubor.de), da diese selbst von intelligenten Menschen meist nicht im ersten Anlauf gelöst werden. Richtig schwierig wird es dann bei Geschicklichkeitsspielen (z.B. „Sandwichattack“ auf www.golden-toast.de), in denen man einen Parcour in bestimmter Zeit bewältigen oder eine bestimmte Punktzahl zur Teilnahme erreichen muss.

- Abzuraten ist von Spielen, in denen die Preise nur an die besten 3 Spieler vergeben werden oder aber eine Verlosung unter den Top 10 stattfindet – man benötigt zu viel Zeit, um das Spiel so gut zu beherrschen, dass man in die Ränge kommt.

- Wo finde ich die besten Gewinnspiele? Es gibt im Internet zahlreiche Seiten, die laufende Gewinnspiele auflisten, die unter Umständen geforderte Lösung nennen und direkt zum Gewinnspiel verlinken. Besonders komfortabel finde ich hierbei http://www.super-illu.de/gewinnspiele, da die Seite immer auf dem aktuellen Stand ist, sehr umfangreich und dabei doch übersichtlich ist und ich dort Gewinnspiele bis zum Abwinken finde. Ebenso empfohlen sei der tägliche Newsletter von www.supergewinne.de, der einem immer 20 – 30 neue Gewinnspiele bringt, an denen man dann auch direkt teilnehmen kann.

- Zeitaufwand? Ja, der Zeitaufwand ist immens! Zu Zeiten der Adventskalender habe ich täglich bis zu 5 Stunden an ca. 200 Kalendern teilgenommen und nichts dabei gewonnen. Zur Zeit bin ich täglich ca. 2-3 Stunden mit Gewinnspielen aller Art beschäftigt.

- Lohnt es sich? Wenn man die aufgewendete Zeit mit einem entsprechenden Stundenlohn gleichsetzen würde, wäre es ein schlechtes Geschäft. Für mich ist daraus jedoch ein Hobby geworden – ein Hobby, dass nichts kostet und gelegentlich einen netten Gewinn bringt. Um Euch den Mund ein wenig wässrig zu machen, folgt hier eine Auflistung meiner Gewinne der letzten 3 Monate: Nivea Produktpaket (ca. 50.- Euro), Golden Toast Überraschungspaket (ca. 15.- Euro), Golden Toast Armbanduhr, Harry Potter (der aktuelle), Freixenet-Genuss-Paket (6 Flaschen Freixenet, 6 Sektgläser, 1 Tablett), Schuhputzkiste (ca. 100.- Euro), Arizona-Digitaluhr, das Buch „Iacobus“, ein Lindt-Paket (ca. 25.- Euro), Regenschirm, Whopper-Gutschein, Hörbuch, Gubor-Paket (50.- Euro), 2 Flüge Stuttgart – Neapel – Stuttgart, Verkehrs-Rechtschutzversicherung, Mikrowelle + 100 Packungen Milchreis, Wetterstation, Eric Clapton Video... Für ca. 250 Stunden Aufwand gar nicht so schlecht. Doch auch hier gilt, wie überall im Leben: Ohne Fleiss kein Preis!


Carpe Noctem, zum Teilnehmen an Gewinnspielen,

Euer Jabber

2 Bewertungen, 1 Kommentar

  • morla

    18.10.2005, 01:42 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich