Apple iBook G3 Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 01/2007
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Summe aller Bewertungen
- Akkulaufzeit:
- Gewicht:
- Verarbeitung:
- Software-Ausstattung:
- Festplatten-Kapazität:
- Ergonomie & Bedienung:
- Support & Service:
Erfahrungsbericht von Anuschka
klein, weiß, klasse
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem wir plötzlich eine kleine Finanzspritze bekamen, erfüllten wir uns einen langgehegten Wunsch: Wir kauften uns ein iBook. Gut, es hätte auch ein PowerBook sein dürfen, aber dafür reichte das Geld dann doch nicht. Als uns dann bei ebay ein gutes Angebot ins Auge fiel, schlugen wir zu. Es waren zwar gerade neue, um 100 MHz schnelle iBooks herausgekommen, aber die wären trotz Preissenkung von Apple immer noch wesentlich teurer geworden.
Warum ein iBook, wenn man doch schon zwei Computer im Hause stehen hat?
Ganz einfach: Die beiden vorhandenen Macs sind Desktop-Geräte und das iBook ist mobil. Nachdem mein Mann ein Jahr im Rahmen einer Fortbildung mit einem Laptop rumlief, hatte er sich an die Flexibilität eines Notebooks gewöhnt. Außerdem gibt es mir die Chance, an allzu langweiligen Arbeitstagen das iBook mitzunehmen und z.B. an unserer Website weiterzubasteln. Mal abgesehen davon, daß wir bei Reisen zu unseren Eltern dank des in Apple-Computern standardmäßig eingebauten Modems endlich nicht mehr offline sein müssen.
Warum ein Apple und kein Windoof Notebook?
Okay, bei dieser Frage schweifen manche in einen regelrechten Glaubenskrieg ab. Ich sage nur soviel: Wieso soll ich mir das Leben unnötig schwer machen? Ich kämpfe jeden Tag bei der Arbeit mit Windows-PCs und freue mich, wenn ich Produktionen mit dem Mac machen kann. Die Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit des Systems ist nun mal wesentlich komfortabler.
Ich widerspreche hier schonmal prophylaktisch allen Uralt-Vorurteilen gegen Macs: zu teuer, keine Software, zu wenig GHz usw. Die Apple-Computer mögen auf den ersten Blick ein wenig teurer sein als PCs. Dafür sind sie aber um Längen besser verarbeitet, veralten bei weitem nicht so schnell (auch ein 4 Jahre alter Mac ist heute noch aktuell) und sie bieten von Haus aus mehr Qualtitätsbausteine. Unser Apple-Händler (Service-Techniker) sagte gerade relativ frustriert: ?Die gesamten neuen Macs gehen einfach nicht mehr kaputt, also die waren ja schon immer sehr betriebssicher, aber die neuen... Da bleibt kaum noch Arbeit.\"
Zum Thema Software/ Spiele: Es gibt mittlerweile fast alle Spiele auch für den Mac, mit Einführung des iMac 1989 wurde die Apple-Plattform auch für die Portierung von Spielen wirklich interessant und seit OS X, dem neuen UNIX-basierten Betriebssystem ist das gar kein Thema mehr. Wer unbedingt will, kann sich auch Microsoft Office für den Mac kaufen. Das ist nebenbei gesagt sogar preiswerter, umfangreicher und stabiler als die PC Version. Gut, es gibt sicher diverse Billig-Software die es für den PC in hunderttausendfacher Ausführung gibt nicht, aber mal ehrlich: Wer braucht das alles wirklich?
Und die Geschwindigkeitsdiskussion ist absolut müssig. Die Motorala-Prozessoren haben eine andere Architektur als Intel bzw-AMD und sind damit bei geringerer MHz-Zahl trotzdem wesentlich leistungsfähiger. Ein 2 GHz PC hat einem 800 MHz-Mac nichts voraus. Das ist Tatsache. Auch wenn Apple zugegebenermaßen langsam mal überlegen sollte, ob man nicht doch auf IBM oder ähnliches umsteigt, denn irgendwann ist der Zug dann doch mal abgefahren. Aber das gehört hier nicht her.
Zurück zum Thema: Unsere anderen heimischen Computer sind auch von Apple, wir haben die Software, die wir brauchen und wollen auch gar keinen Windows-PC unser eigen nennen.
Was bietet uns unser Familienzuwachs rein technisch gesehen?
14,1 \" XGA-Display
ATI Mobility Radeon 7500 32MB Videospeicher
700 Mhz PowerPC G3
512KB L2 Cache
640 MB SDRAM (128 MB fest eingelötet, gekauft mit 256 MB und den 2. 128er Riegel gegen 512er ausgetauscht)
30GB Ultra ATA-Laufwerk
ComboDrive: DVD/CD-RW-Laufwerk (DVD lesen 8x, CD-R brennen 16x, CD-RW brennen 8x, CD lesen 24x)
10/100BASE-T Ethernet
Internes 56K Modem
AirPort-Karte (optional, bei uns aber mit vorhanden)
1x FireWire
2 USB
1x Audioausgang
1x Anschluss für externen Monitor oder Beamer
internes Mikrofon
weitere technische Daten der aktuellen iBooks gibt es bei Apple: http://store.apple.com/Apple/WebObjects/germanstore?family=iBook
Es gibt die iBooks übrigens auch mit 12,1\" Monitor bei gleicher Auflösung, aber geringeren Maßen und Gewicht (2,2 kg statt 2,7 kg)
Zur mitgelieferten Software später mehr.
Der erste Eindruck
Das Paket kommt an. Mein Mann ist nicht zu Hause, dafür aber die beiden Katzen, die mir natürlich beim Auspacken behilflich sind...
Gespannt öffne ich den Deckel und mich blendet das strahlende Weiß des iBooks. Weiß? Ja, die Consumer-Notebooks von Apple sind in schlichtem, aber wirklich schönem Weiß gehalten. Ich hole aus seiner Verpackung uns stehe vor dem ersten Problem: Wie mache ich das Ding auf? Das geht irgendwie nicht. Klar geht das nicht, ich habe mich ziemlich dumm angestellt. Das iBook hat ein ebenfalls weißes Apple Logo in der Mitte seines Deckels prangen. Dieses Logo habe ich zum Öffnen natürlich erstmal richtig rum vor mir liegen gehabt. Dann faßte ich mir an den Kopf. Klar, der angebissene Apfel leuchtet hell, wenn das iBook einschaltet ist. Beim ersten PowerBook stand das Logo dann noch auf dem Kopf, dieser Faux Pax wurde schon lange von Apple korrigiert und der Apfel strahlt nun bei geöffnetem Deckel richtig herum. Das heißt aber auch, daß er zum Öffnen auf dem Kopf stehen muß. Das war natürlich zuviel für meine Gehirnwindungen.
Aber schließlich drehte ich das gute Stück herum und siehe da: Mit einem einfachen Druck auf den Entriegelungsknopf sprang der Deckel hoch. Gleich die erste interessante Technik. Denn der Verriegelungshebel bleibt nicht wie bei vielen anderen Notebooks draußen stehen, sondern versenkt sich selbst nach dem Öffnen ins Gehäuse.
Ein kleines Minus entdecke ich, als die Sonne auf das weiße Gehäuse fällt: Es hat doch schon ein paar Schrammen. So ganz kratzunempfindlich scheint die Oberfläche leider nicht zu sein. Aber zum Glück sieht man das wirklich nur aus sehr wenigen Winkeln bei dafür ungünstigem Lichteinfall.
Ich drücke auf den Einschaltknopf oben rechts über der (natürlich auch weißen) Tastatur. Alles verläuft problemlos. Der Mac gibt seinen Einschaltton von sich und Mac OS X startet. Wunderbar. Schnell den Systemprofiler aufgerufen, ob auch alles den versprochenen Konfigurationen entspricht, Okay, auch die Airportkarte, für die drahtlose Netzwerkverbindung ist da. Ob sie allerdings funktioniert, läßt sich mangels Drahtlos-Basisstation nicht testen.
Der Monitor und die Grafik
Die maximale Auflösung des iBook Monitors beträgt 1024x768 (gilt auch für 12\"-Modelle) ist im Consumer-Bereich Standard und auch absolut ausreichend. Für einen TFT-Monitor erstaunlich blickwinkel-unabhängig. Auch von der Seite kann man alles noch hervorragend erkennen, wenn auch mit leichten Farbverfälschungen. Das hinterläßt einen wesentlich besseren Eindruck, als der Monitor vom Asus-Notebook. Da kann tatsächlich zu zweit problemlos \"You don\'t know jack\" spielen, auch wenn einer von beiden das iBook auf den Knien hat. Na gut, der Blickwinkel von dem PowerBook meines Vaters ist noch ein wenig besser.
Die Darstellung ist in ihrer Schärfe und dem Kontrast als sehr gut zu bezeichnen, auch die Farbdarstellung ist hervorragend. Ich bin mit dem Monitor rundum zufrieden.
Die Grafik der eingebauten ATI Mobility Radeon 7500 Grafikkarte mit 32MB Videospeicher wird auch im ct-Test als sehr gut bezeichnet. Ich persönlich verstehe da zu wenig von, um es wirklich zu beruteilen, da auch nicht der Spiele-Freak bin und kaum an die Grenzen einer Grafik-Karte stoßen werde.
Auch mein absolutes Lieblingsspiel Myst läßt sich hervorragend spielen, also setze ich mich auf\'s Sofa und genieße. Na gut, zum Genießen gehört auch
Der Sound
Der ist mit den beiden kleinen eingebauten Lautsprechern natürlich nicht so umwerfend. Aber immerhin Stereo. Da gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Man versteht worum es geht, auch wenn es immer ein wenig wie aus der Dose klingt.
Festplatte, Geräusch- und Wärmeentwicklung
Die Toshiba-Festplatte mit ihren 30 GB besticht durch schnelle Zugriffszeiten und minimale Lärmentwicklung. Nur ganz selten merkt man mal, daß sie auch arbeitet. Manchmal bekommt man schon den Eindruck, sie hätte sich in Luft aufgelöst. Hört man in letzter Zeit häufiger mal von Verbrennungen bei Notebookbenutzern, so trifft das für Apples iBook mit Sicherheit nicht zu. Auch wenn man kaum Lüftergeräusch vernimmt, werden die Beine zwar warm, aber das in einem durchaus angenehmen Maße.
Wenn ich da mal mit dem Asus-Notebook vergleiche, muß ich eigentlich feststellen, daß da von Vergleich keine Rede sein kann. Da liegen Welten zwischen. Der Asus PC macht einen nahezu ohrenbetäubenden Lärm und so mal eben ein Weilchen auch dem Schoß haben ist auch nicht drin. Da vermutet man dann als erstes, daß einem demnächst die Hose anbrennt. Wie gesagt: Beim iBook ist davon keine Spur zu merken. Da freu ich mich jetzt im Winter höchstens über angenehme Wärme. Alleine das ist ein Grund sich einen Apple anzuschaffen.
Der Akku
Die Laufleistung wird von Apple mit 6 Stunden angegeben. Das ist ja meist so der berühmte Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Aber in diesem Fall gar nicht mal sooo falsch. Auch wenn die 6 Stunden wohl nur im überwiegenden Nicht-Arbeiten eingehalten werden, 5 Stunden schafft der Akku bei normalen Arbeiten schon. Spielen frißt natürlich mehr Akkuleistung und verringert auch die Laufzeit. Trotzdem schlägt der Akku die der meisten PC-Notebooks locker. Ein weiterer Kaufanlaß für einen mobilen Apple-Computer.
CD-DVD-Laufwerk
Das sogenannte Toshiba Combo-Laufwerk SD-R2212 kann CDs und DVDs lesen, sowie CDs und CD-RWs brennen. Ein gutes Paket, auch wenn ein Superdrive zum DVD brennen natürlich noch besser wäre. Aber das gibt es bisher nur in Apples größtem PowerBook. Doch ein CD-RW-Brenner in einem Einsteigernotebook ist auch bei weitem noch nicht Standard. Ein leichter Druck auf die Auswurftaste oben rechts auf der Tastatur öffnet das Laufwerk auf der rechten Seite des iBooks. Für ein Mobil-Laufwerk wirkt die CD-Lade erstaunlich stabil. Hat man einen CD/ DVD eingelegt, hört man durchaus, wie die CD eingelesen wird. Aber das war es dann auch. Nur ganz selten vernimmt man im Betrieb mal wieder ein merkliches Geräusch von dem Laufwerk. Wunderbar.
Auch die Zugriffszeiten sind nicht spürbar. Was will man mehr?
Die Tastatur und das Trackpad
Das weiße Stück rief bei meinem Kollegen, der Notebook-Tastaturen mehr als skeptisch gegenübersteht, wahre Begeisterungsstürme hervor. Wow! Guter Anschlag, klappert nicht, reagiert hervorragend. Auch die Umstellung von einer normalen Tastatur ist nicht allzu groß und erstaunlich selten habe ich mich bisher vertippt.
Jedesmal wenn ich das Trackpad benutze muß ich daran denken, daß mein Mann damals das Trackpad seines Asus wirklich sehr lobte. Mein Kommentar war nur: \"Warte mal ab, bis Du das vom PowerBook unter den Fingern hast.\" Okay, nun hat er das vom iBook und schweigt still über seine positive Asus-Beurteilung. Kein Vergleich. Ziemlich präzise gelangen auch ungeübte Leute wie ich dahin, wo sie hinwollen. Das Klicken funktioniert einfach und ohne Probleme, die Ergonomie ist wirklich gut. Auch wenn ich lieber eine Maus anstöpsel: auch mit dem Trackpad komme ich sehr gut zurecht.
Die Geschwindigkeit
Natürlich werden mich die Windows-User für meine 700 MHz erst einmal auslachen. Sehen sie das iBook dann aber im Betrieb sind sie platt. 700 MHz? Kann ja gar nicht sein, das sind bestimmt 1,5 GHz, sagte ein Kollege (Windows-Fan) kürzlich zu mir. Nein, das liegt an der Prozessor-Architektur, die Motorola Chips arbeiten eben anders. Mit seinem 512 KB L2 Cache und 100 MHz Systembus des G3 Prozessors schafft das kleine Weiße es, auch die größten Skeptiker zu beeindrucken. Auch das neue Mac OS 10.2.2 läuft einwandfrei und zügig, was selbst ich nicht geglaubt hätte. Auch die mittlerweile nicht mehr ganz jungen G3-Prozessoren sind also keineswegs veraltet.
mitgelieferte Software
Für den Mac gibt es nichts? Von wegen. Der kommt schon mit einer umfassenden Ausstattung daher:
Mac OS X 10.2.x
Das neue UNIX-basierte Apple-Betriebssystem, einfach ein Erlebnis :-)
vorinstalliert ist außerdem das alte OS 9.2, welches für die sog. Classic-Umgebung benötigt wird, da noch nicht jeder alle Programme für OS X hat.
AppleWorks 6
Wer braucht Microsoft Office? Das läßt sich alles in AppleWorks importieren. Ein vollwertiges Office Paket.
Internet? Mit iChat, Adressbuch, Sherlock, QuickTime, DVD Player, Mac OS X Mail (mit hervorragender, lernfähiger Spamfunktion) und Microsoft Internet Explorer kein Problem, auch die Einrichtung ist mehr als kinderleicht.
iTunes
Hier mal ein Apple-Zitat: \"Die weltweit beste Jukebox mit Funktionen wie automatische iPod Synchronisierung, 10-Band-Equalizer und Brennen von MP3-CDs\". Aber auch Audio-CDs lassen sich mit dem integrierten Brenner problemlos von den iTunes mp3-Dateien brennen.
iMovie
Zum Erstellen digitaler Filme, natürlich so einfach wie alles von Apple.
iPhoto
Importieren, sichern, ordnen, verwalten digitaler Fotos und natürlich auch andere Bilder. Schließt man eine entsprechende Kamera (neueren Herstellungsdatums) an, erkennt iPhoto diese automatisch und importiert auf Wunsch die Fotos.
iCal
Kalender, hier stehen einem auch mehrere zur Verfügung.
Sonstiges
Mit dem iBook erhält man außerdem: TextEdit (damit tippe ich hier gerade meinen Bericht) Mac OS X Chess, Otto Matic, Deimos Rising, FAXstf, PixelNhance und Acrobat Reader.
Mit dieser Sammlung kann man doch schon ordentlich arbeiten. Das einzige, was bisher fehlt ist ein vernünfitges Bildbearbeitungsprogramm. Und ein Programm zur Audiobearbeitung, aber das wird sicher demnächst kommen, da Apple emagic aufgekauft hat. iLogic ist sicher schon in Arbeit.
Fazit
Ich bereue den Kauf des iBooks nicht. Keine Sekunde. Das Einsteiger-Notebook von Apple ist im Handel ab 1180 Euro erhältlich. Gut, es gibt mit Sicherheit PC-Consumer-Notebooks die billiger sind. Die bieten dann aber nicht die Qualität und Leistung.
Das iBook ist absolut zuverlässig, sieht einfach klasse aus, macht wenig Lärm und liefert dabei Spitzenleistung. Die Akku-Laufzeit übersteht auch langweilige Arbeitstage. Der Stecker vom Ladegerät hat übrigens einen kleinen leuchtenden Ring, dessen Farbe von rot zu grün wechselt, wenn der Akku vollständig geladen ist.
Auch wenn weder meine Mutter noch mein Schwiegervater dem Kauf von Computern sonderlich viel Verständnis entgegenbringen, zeigten sie Weihnachten eine gewisse Begeisterung für unser iBook. Meine Mutter bekam dank iPhoto eine Diashow unserer Katzen zu sehen, mit der sogar sie umgehen konnte, die gerade mal weiß, wo der Einschaltknopf eines Macs sitzt (einen PC würde sie gar nicht anbekommen, das hat ihr noch niemand gezeigt). Mein Schwiegervater zeigte deutliche Anzeichen von Neid, als wir uns bequem bei ihm auf\'s Sofa setzten, mal eben das Modem anstöpselten und ihm das Internet zeigten. Hat er doch seit 1,5 Jahren einen Aldi-PC oben stehen, aber bis heute kein Modem... Außerdem: Einfach so im Wohnzimmer, unglaublich!
Einziger Nachteil sind Kratzer auf dem Gehäuse, aber ich fürchte die bekommt jedes Notebook bei intensivem Gebrauch. Nur auf dem Weiß fallen sie zum Glück nicht allzu sehr auf.
Ich kann das iBook jedem empfehlen. Mehr gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen.
Warum ein iBook, wenn man doch schon zwei Computer im Hause stehen hat?
Ganz einfach: Die beiden vorhandenen Macs sind Desktop-Geräte und das iBook ist mobil. Nachdem mein Mann ein Jahr im Rahmen einer Fortbildung mit einem Laptop rumlief, hatte er sich an die Flexibilität eines Notebooks gewöhnt. Außerdem gibt es mir die Chance, an allzu langweiligen Arbeitstagen das iBook mitzunehmen und z.B. an unserer Website weiterzubasteln. Mal abgesehen davon, daß wir bei Reisen zu unseren Eltern dank des in Apple-Computern standardmäßig eingebauten Modems endlich nicht mehr offline sein müssen.
Warum ein Apple und kein Windoof Notebook?
Okay, bei dieser Frage schweifen manche in einen regelrechten Glaubenskrieg ab. Ich sage nur soviel: Wieso soll ich mir das Leben unnötig schwer machen? Ich kämpfe jeden Tag bei der Arbeit mit Windows-PCs und freue mich, wenn ich Produktionen mit dem Mac machen kann. Die Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit des Systems ist nun mal wesentlich komfortabler.
Ich widerspreche hier schonmal prophylaktisch allen Uralt-Vorurteilen gegen Macs: zu teuer, keine Software, zu wenig GHz usw. Die Apple-Computer mögen auf den ersten Blick ein wenig teurer sein als PCs. Dafür sind sie aber um Längen besser verarbeitet, veralten bei weitem nicht so schnell (auch ein 4 Jahre alter Mac ist heute noch aktuell) und sie bieten von Haus aus mehr Qualtitätsbausteine. Unser Apple-Händler (Service-Techniker) sagte gerade relativ frustriert: ?Die gesamten neuen Macs gehen einfach nicht mehr kaputt, also die waren ja schon immer sehr betriebssicher, aber die neuen... Da bleibt kaum noch Arbeit.\"
Zum Thema Software/ Spiele: Es gibt mittlerweile fast alle Spiele auch für den Mac, mit Einführung des iMac 1989 wurde die Apple-Plattform auch für die Portierung von Spielen wirklich interessant und seit OS X, dem neuen UNIX-basierten Betriebssystem ist das gar kein Thema mehr. Wer unbedingt will, kann sich auch Microsoft Office für den Mac kaufen. Das ist nebenbei gesagt sogar preiswerter, umfangreicher und stabiler als die PC Version. Gut, es gibt sicher diverse Billig-Software die es für den PC in hunderttausendfacher Ausführung gibt nicht, aber mal ehrlich: Wer braucht das alles wirklich?
Und die Geschwindigkeitsdiskussion ist absolut müssig. Die Motorala-Prozessoren haben eine andere Architektur als Intel bzw-AMD und sind damit bei geringerer MHz-Zahl trotzdem wesentlich leistungsfähiger. Ein 2 GHz PC hat einem 800 MHz-Mac nichts voraus. Das ist Tatsache. Auch wenn Apple zugegebenermaßen langsam mal überlegen sollte, ob man nicht doch auf IBM oder ähnliches umsteigt, denn irgendwann ist der Zug dann doch mal abgefahren. Aber das gehört hier nicht her.
Zurück zum Thema: Unsere anderen heimischen Computer sind auch von Apple, wir haben die Software, die wir brauchen und wollen auch gar keinen Windows-PC unser eigen nennen.
Was bietet uns unser Familienzuwachs rein technisch gesehen?
14,1 \" XGA-Display
ATI Mobility Radeon 7500 32MB Videospeicher
700 Mhz PowerPC G3
512KB L2 Cache
640 MB SDRAM (128 MB fest eingelötet, gekauft mit 256 MB und den 2. 128er Riegel gegen 512er ausgetauscht)
30GB Ultra ATA-Laufwerk
ComboDrive: DVD/CD-RW-Laufwerk (DVD lesen 8x, CD-R brennen 16x, CD-RW brennen 8x, CD lesen 24x)
10/100BASE-T Ethernet
Internes 56K Modem
AirPort-Karte (optional, bei uns aber mit vorhanden)
1x FireWire
2 USB
1x Audioausgang
1x Anschluss für externen Monitor oder Beamer
internes Mikrofon
weitere technische Daten der aktuellen iBooks gibt es bei Apple: http://store.apple.com/Apple/WebObjects/germanstore?family=iBook
Es gibt die iBooks übrigens auch mit 12,1\" Monitor bei gleicher Auflösung, aber geringeren Maßen und Gewicht (2,2 kg statt 2,7 kg)
Zur mitgelieferten Software später mehr.
Der erste Eindruck
Das Paket kommt an. Mein Mann ist nicht zu Hause, dafür aber die beiden Katzen, die mir natürlich beim Auspacken behilflich sind...
Gespannt öffne ich den Deckel und mich blendet das strahlende Weiß des iBooks. Weiß? Ja, die Consumer-Notebooks von Apple sind in schlichtem, aber wirklich schönem Weiß gehalten. Ich hole aus seiner Verpackung uns stehe vor dem ersten Problem: Wie mache ich das Ding auf? Das geht irgendwie nicht. Klar geht das nicht, ich habe mich ziemlich dumm angestellt. Das iBook hat ein ebenfalls weißes Apple Logo in der Mitte seines Deckels prangen. Dieses Logo habe ich zum Öffnen natürlich erstmal richtig rum vor mir liegen gehabt. Dann faßte ich mir an den Kopf. Klar, der angebissene Apfel leuchtet hell, wenn das iBook einschaltet ist. Beim ersten PowerBook stand das Logo dann noch auf dem Kopf, dieser Faux Pax wurde schon lange von Apple korrigiert und der Apfel strahlt nun bei geöffnetem Deckel richtig herum. Das heißt aber auch, daß er zum Öffnen auf dem Kopf stehen muß. Das war natürlich zuviel für meine Gehirnwindungen.
Aber schließlich drehte ich das gute Stück herum und siehe da: Mit einem einfachen Druck auf den Entriegelungsknopf sprang der Deckel hoch. Gleich die erste interessante Technik. Denn der Verriegelungshebel bleibt nicht wie bei vielen anderen Notebooks draußen stehen, sondern versenkt sich selbst nach dem Öffnen ins Gehäuse.
Ein kleines Minus entdecke ich, als die Sonne auf das weiße Gehäuse fällt: Es hat doch schon ein paar Schrammen. So ganz kratzunempfindlich scheint die Oberfläche leider nicht zu sein. Aber zum Glück sieht man das wirklich nur aus sehr wenigen Winkeln bei dafür ungünstigem Lichteinfall.
Ich drücke auf den Einschaltknopf oben rechts über der (natürlich auch weißen) Tastatur. Alles verläuft problemlos. Der Mac gibt seinen Einschaltton von sich und Mac OS X startet. Wunderbar. Schnell den Systemprofiler aufgerufen, ob auch alles den versprochenen Konfigurationen entspricht, Okay, auch die Airportkarte, für die drahtlose Netzwerkverbindung ist da. Ob sie allerdings funktioniert, läßt sich mangels Drahtlos-Basisstation nicht testen.
Der Monitor und die Grafik
Die maximale Auflösung des iBook Monitors beträgt 1024x768 (gilt auch für 12\"-Modelle) ist im Consumer-Bereich Standard und auch absolut ausreichend. Für einen TFT-Monitor erstaunlich blickwinkel-unabhängig. Auch von der Seite kann man alles noch hervorragend erkennen, wenn auch mit leichten Farbverfälschungen. Das hinterläßt einen wesentlich besseren Eindruck, als der Monitor vom Asus-Notebook. Da kann tatsächlich zu zweit problemlos \"You don\'t know jack\" spielen, auch wenn einer von beiden das iBook auf den Knien hat. Na gut, der Blickwinkel von dem PowerBook meines Vaters ist noch ein wenig besser.
Die Darstellung ist in ihrer Schärfe und dem Kontrast als sehr gut zu bezeichnen, auch die Farbdarstellung ist hervorragend. Ich bin mit dem Monitor rundum zufrieden.
Die Grafik der eingebauten ATI Mobility Radeon 7500 Grafikkarte mit 32MB Videospeicher wird auch im ct-Test als sehr gut bezeichnet. Ich persönlich verstehe da zu wenig von, um es wirklich zu beruteilen, da auch nicht der Spiele-Freak bin und kaum an die Grenzen einer Grafik-Karte stoßen werde.
Auch mein absolutes Lieblingsspiel Myst läßt sich hervorragend spielen, also setze ich mich auf\'s Sofa und genieße. Na gut, zum Genießen gehört auch
Der Sound
Der ist mit den beiden kleinen eingebauten Lautsprechern natürlich nicht so umwerfend. Aber immerhin Stereo. Da gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Man versteht worum es geht, auch wenn es immer ein wenig wie aus der Dose klingt.
Festplatte, Geräusch- und Wärmeentwicklung
Die Toshiba-Festplatte mit ihren 30 GB besticht durch schnelle Zugriffszeiten und minimale Lärmentwicklung. Nur ganz selten merkt man mal, daß sie auch arbeitet. Manchmal bekommt man schon den Eindruck, sie hätte sich in Luft aufgelöst. Hört man in letzter Zeit häufiger mal von Verbrennungen bei Notebookbenutzern, so trifft das für Apples iBook mit Sicherheit nicht zu. Auch wenn man kaum Lüftergeräusch vernimmt, werden die Beine zwar warm, aber das in einem durchaus angenehmen Maße.
Wenn ich da mal mit dem Asus-Notebook vergleiche, muß ich eigentlich feststellen, daß da von Vergleich keine Rede sein kann. Da liegen Welten zwischen. Der Asus PC macht einen nahezu ohrenbetäubenden Lärm und so mal eben ein Weilchen auch dem Schoß haben ist auch nicht drin. Da vermutet man dann als erstes, daß einem demnächst die Hose anbrennt. Wie gesagt: Beim iBook ist davon keine Spur zu merken. Da freu ich mich jetzt im Winter höchstens über angenehme Wärme. Alleine das ist ein Grund sich einen Apple anzuschaffen.
Der Akku
Die Laufleistung wird von Apple mit 6 Stunden angegeben. Das ist ja meist so der berühmte Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Aber in diesem Fall gar nicht mal sooo falsch. Auch wenn die 6 Stunden wohl nur im überwiegenden Nicht-Arbeiten eingehalten werden, 5 Stunden schafft der Akku bei normalen Arbeiten schon. Spielen frißt natürlich mehr Akkuleistung und verringert auch die Laufzeit. Trotzdem schlägt der Akku die der meisten PC-Notebooks locker. Ein weiterer Kaufanlaß für einen mobilen Apple-Computer.
CD-DVD-Laufwerk
Das sogenannte Toshiba Combo-Laufwerk SD-R2212 kann CDs und DVDs lesen, sowie CDs und CD-RWs brennen. Ein gutes Paket, auch wenn ein Superdrive zum DVD brennen natürlich noch besser wäre. Aber das gibt es bisher nur in Apples größtem PowerBook. Doch ein CD-RW-Brenner in einem Einsteigernotebook ist auch bei weitem noch nicht Standard. Ein leichter Druck auf die Auswurftaste oben rechts auf der Tastatur öffnet das Laufwerk auf der rechten Seite des iBooks. Für ein Mobil-Laufwerk wirkt die CD-Lade erstaunlich stabil. Hat man einen CD/ DVD eingelegt, hört man durchaus, wie die CD eingelesen wird. Aber das war es dann auch. Nur ganz selten vernimmt man im Betrieb mal wieder ein merkliches Geräusch von dem Laufwerk. Wunderbar.
Auch die Zugriffszeiten sind nicht spürbar. Was will man mehr?
Die Tastatur und das Trackpad
Das weiße Stück rief bei meinem Kollegen, der Notebook-Tastaturen mehr als skeptisch gegenübersteht, wahre Begeisterungsstürme hervor. Wow! Guter Anschlag, klappert nicht, reagiert hervorragend. Auch die Umstellung von einer normalen Tastatur ist nicht allzu groß und erstaunlich selten habe ich mich bisher vertippt.
Jedesmal wenn ich das Trackpad benutze muß ich daran denken, daß mein Mann damals das Trackpad seines Asus wirklich sehr lobte. Mein Kommentar war nur: \"Warte mal ab, bis Du das vom PowerBook unter den Fingern hast.\" Okay, nun hat er das vom iBook und schweigt still über seine positive Asus-Beurteilung. Kein Vergleich. Ziemlich präzise gelangen auch ungeübte Leute wie ich dahin, wo sie hinwollen. Das Klicken funktioniert einfach und ohne Probleme, die Ergonomie ist wirklich gut. Auch wenn ich lieber eine Maus anstöpsel: auch mit dem Trackpad komme ich sehr gut zurecht.
Die Geschwindigkeit
Natürlich werden mich die Windows-User für meine 700 MHz erst einmal auslachen. Sehen sie das iBook dann aber im Betrieb sind sie platt. 700 MHz? Kann ja gar nicht sein, das sind bestimmt 1,5 GHz, sagte ein Kollege (Windows-Fan) kürzlich zu mir. Nein, das liegt an der Prozessor-Architektur, die Motorola Chips arbeiten eben anders. Mit seinem 512 KB L2 Cache und 100 MHz Systembus des G3 Prozessors schafft das kleine Weiße es, auch die größten Skeptiker zu beeindrucken. Auch das neue Mac OS 10.2.2 läuft einwandfrei und zügig, was selbst ich nicht geglaubt hätte. Auch die mittlerweile nicht mehr ganz jungen G3-Prozessoren sind also keineswegs veraltet.
mitgelieferte Software
Für den Mac gibt es nichts? Von wegen. Der kommt schon mit einer umfassenden Ausstattung daher:
Mac OS X 10.2.x
Das neue UNIX-basierte Apple-Betriebssystem, einfach ein Erlebnis :-)
vorinstalliert ist außerdem das alte OS 9.2, welches für die sog. Classic-Umgebung benötigt wird, da noch nicht jeder alle Programme für OS X hat.
AppleWorks 6
Wer braucht Microsoft Office? Das läßt sich alles in AppleWorks importieren. Ein vollwertiges Office Paket.
Internet? Mit iChat, Adressbuch, Sherlock, QuickTime, DVD Player, Mac OS X Mail (mit hervorragender, lernfähiger Spamfunktion) und Microsoft Internet Explorer kein Problem, auch die Einrichtung ist mehr als kinderleicht.
iTunes
Hier mal ein Apple-Zitat: \"Die weltweit beste Jukebox mit Funktionen wie automatische iPod Synchronisierung, 10-Band-Equalizer und Brennen von MP3-CDs\". Aber auch Audio-CDs lassen sich mit dem integrierten Brenner problemlos von den iTunes mp3-Dateien brennen.
iMovie
Zum Erstellen digitaler Filme, natürlich so einfach wie alles von Apple.
iPhoto
Importieren, sichern, ordnen, verwalten digitaler Fotos und natürlich auch andere Bilder. Schließt man eine entsprechende Kamera (neueren Herstellungsdatums) an, erkennt iPhoto diese automatisch und importiert auf Wunsch die Fotos.
iCal
Kalender, hier stehen einem auch mehrere zur Verfügung.
Sonstiges
Mit dem iBook erhält man außerdem: TextEdit (damit tippe ich hier gerade meinen Bericht) Mac OS X Chess, Otto Matic, Deimos Rising, FAXstf, PixelNhance und Acrobat Reader.
Mit dieser Sammlung kann man doch schon ordentlich arbeiten. Das einzige, was bisher fehlt ist ein vernünfitges Bildbearbeitungsprogramm. Und ein Programm zur Audiobearbeitung, aber das wird sicher demnächst kommen, da Apple emagic aufgekauft hat. iLogic ist sicher schon in Arbeit.
Fazit
Ich bereue den Kauf des iBooks nicht. Keine Sekunde. Das Einsteiger-Notebook von Apple ist im Handel ab 1180 Euro erhältlich. Gut, es gibt mit Sicherheit PC-Consumer-Notebooks die billiger sind. Die bieten dann aber nicht die Qualität und Leistung.
Das iBook ist absolut zuverlässig, sieht einfach klasse aus, macht wenig Lärm und liefert dabei Spitzenleistung. Die Akku-Laufzeit übersteht auch langweilige Arbeitstage. Der Stecker vom Ladegerät hat übrigens einen kleinen leuchtenden Ring, dessen Farbe von rot zu grün wechselt, wenn der Akku vollständig geladen ist.
Auch wenn weder meine Mutter noch mein Schwiegervater dem Kauf von Computern sonderlich viel Verständnis entgegenbringen, zeigten sie Weihnachten eine gewisse Begeisterung für unser iBook. Meine Mutter bekam dank iPhoto eine Diashow unserer Katzen zu sehen, mit der sogar sie umgehen konnte, die gerade mal weiß, wo der Einschaltknopf eines Macs sitzt (einen PC würde sie gar nicht anbekommen, das hat ihr noch niemand gezeigt). Mein Schwiegervater zeigte deutliche Anzeichen von Neid, als wir uns bequem bei ihm auf\'s Sofa setzten, mal eben das Modem anstöpselten und ihm das Internet zeigten. Hat er doch seit 1,5 Jahren einen Aldi-PC oben stehen, aber bis heute kein Modem... Außerdem: Einfach so im Wohnzimmer, unglaublich!
Einziger Nachteil sind Kratzer auf dem Gehäuse, aber ich fürchte die bekommt jedes Notebook bei intensivem Gebrauch. Nur auf dem Weiß fallen sie zum Glück nicht allzu sehr auf.
Ich kann das iBook jedem empfehlen. Mehr gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen.
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