Liga Kinderkekse Testbericht

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ab 5,85
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Erfahrungsbericht von Knupsi

Widerlich süße Krümelei

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Liga-Kekse - einige von Euch werden sie wohl kennen, sei es aus der eigenen Kindheit, da es sie anscheinend schon ewig gibt, oder von den eigenen Kindern.

Meine ach so großzügige Schwiegermutter brachte unserem kleinen Schatz nachträglich zu Ostern ein Paket Ligakekse mit. Mein Mann hat sie wohl als kleines Kind sehr gerne gegessen und da wollte sie diese Kekse ihrem Enkel (und seiner Mama) wohl auch schmackhaft machen. Aber mein Mann hat auch heute noch teilweise sehr seltsame Eßgewohnheiten... ;-)

Aber fangen wir mal an:

Die Verpackung:

175g Kekse befinden sich in einem rechteckigen Pappkarton. Auf der Vorderseite des Kartons steht groß LIGA Kindernahrung, darunter sieht man 3 dieser Kekse, Obst und ein Schälchen mit einem Brei sowie ein paar Getreidebüschel (mir fällt leider gerade der richtige Ausdruck nicht ein). Dadurch wird die vielseitige Verwendbarkeit der Kekse visualisiert (dafür war das Wort jetzt um so schöner ;-). Die Kekse wiederrum sind jeweils zu zweit in eine Folie eingeschweist, damit sie auch ja frisch bleiben. (Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, der Hersteller wüßte, daß die Dinger lange liegen bleiben... ).In einem Karton befinden sich 6 Frische-Packs à 2 Kekse.

Die Kekse selber:

... sind ca. 6x6cm groß und in der Mitte quasi zum Überbrechen gedacht, jedenfalls verläuft dort eine Art Linie und in beiden Hälften steht LIGA. Übergebrochen sind die Kekshälften von der Größe her ideal für kleine Hände. Sie sind mindestens einen halben cm dick und von der Farbe her goldbraun. Sie sehen also recht appetitlich aus.

Der Geschmack:

Ich esse wirklich sehr gerne Süßkram, Schokolade ohne Ende, Kaffee mit viel Zucker... aber diese Kekse hier sind einfach wiederlich süß. Sie schmecken ähnlich wie Kuchenteig vor dem Backen. Normalerweise sind sie leicht knusprig, das Exemplar, das ich gerade probiert habe, kam allerdings aus einer vor längerer Zeit angebrochenen Zweierpackung, ist also dementsprechend pappig.

Was passiert beim Essen?

Natürlich habe ich die Packung damals direkt geöffnet und meinem Engelchen einen halben Keks gegeben. Geschmacklich hatte er wohl nichts dagegen einzuwenden, jedenfalls mümmelte er zufrieden vor sich hin, während er sich am Tisch und an der Couch entlanghangelte (damals konnte er noch nicht frei laufen). Allerdings ist mein kleiner Schatz in Sachen Essen überhaupt nicht wählerisch, der mag wirklich alles, egal ob sauer, süß, salzig, da ist er total problemlos. Ich hatte allerdings etwas einzuwenden, und zwar die extreme Krümelei der Kekse. Wären es nur trockene Krümel, wäre es ja egal. Aber in Verbindung mit Feuchtigkeit, also z.B. Babyspeichel verwandeln sich die Krümel in eine Art Mörtel, der wunderbar am Sofa und am Teppich haftet. Und natürlich auch an den Klamotten, eben an allem, was sich so in Reichweite der verschmierten Fingerchen befindet. Es ist nicht so, daß mein Sohn nicht vernünftig essen könnte, bei seinen Dinkelstangen (wen es interessiert: siehe meinen Bericht von vor ein paar Wochen) krümelt er zwar auch, aber die sind halt nicht so klebrig. Aber bei dem süßen Geschmack ist es ja auch kein Wunder, daß das Zeug so klebrig wird, da muß ja massig Zucker drin sein. Und somit kommen wir auch schon zu den...

Zutaten:

Schaut man in diese Angabe, so wundert einen nichts mehr: OK, an erster Stelle steht dann doch immerhin Weizenmehl, aber dicht gefolgt von Glucosesirup (Auszug aus Wissen.de: Glucose ist leicht wasserlöslich und hat etwa die Hälfte der Süßkraft des Rohrzuckers. Als Süßstoff wird sie viel in der Nahrungsmittelindustrie verwendet): aha, leicht wasserlöslich, da haben wir doch schon den Grund für die Klebrigkeit. Als nächstes folgt Zucker, dann kommt pflanzliches Öl und dann auch schon wieder Invertzuckersirup (auch hier ein kleiner Auszug aus wissen.de: das bei der Spaltung von optisch rechtsdrehendem Zucker (Saccharose) durch Säuren oder Enzyme entstehende, optisch linksdrehende Gemisch seiner Komponenten Glucose und Fructose. Invertzucker kommt als farbloser, sehr süßer Sirup in den Handel und findet bei der Herstellung von Kunsthonig, Bonbons und Likören Verwendung). Und bei der Hersteller von extrem süßen Babykeksen. Da bekanntlich in alles, wo Zucker drin ist, auch etwas Salz rein muß, kommt als nächstes Speisesalz, anschließend Vanillearoma und als Emulgator Licithine. Dann steht da noch Vitamin B1, Niacin, Vitamin B6.

Tja, wen wundert es da noch, daß die Kekse so wiederlich süß schmecken und so klebrig sind??? Aufgrund ihrer enormen Krümelfähigkeit schaffen sie es, nur etwa zur Hälfte im Babymagen zu landen. Dem Rest gelingt die Flucht über die Couch.

Zubereitungsmöglichkeiten:

Außer der puren Variante kann man die Kekse auch zu Brei verarbeiten (mit 150ml Vollmilch aufkochen), mit Obstsaft und -muß zu einem Obstbrei verarbeiten oder mit püriertem Gemüse vermengen (das stelle ich mir besonders ekelig vor).

Das habe ich aber alles nicht ausprobiert, da ich finde, daß kleine Mäuse nicht schon so früh mit diesem Süßkram vollgestopft werden müssen. Auf den Trichter kommen sie noch früh genug. Es gibt auch leckere Vollkornkekse oder Dinkelstangen oder von mir aus auch Zwieback (obwohl da der Zucker auch an zweiter Stelle steht, aber der schmeckt wenigstens).

Ich denke, die Kekse werden bei uns nicht weiter zum Einsatz kommen, ich weiß auch nicht, warum ich die restlichen nicht längst entsorgt habe.

Weiß der Teufel, warum die sich schon seit so langer Zeit im Markt behaupten können...

zu unten: was bitte ist bei Keksen die Handhabung? Ich habe mal geht so angeklickt, wenn man davon ausgeht, daß Handhabung bedeutet, wie gut man sie essen kann.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • buffy84

    10.06.2006, 12:56 Uhr von buffy84
    Bewertung: sehr hilfreich

    besser hätte man es nicht beschreiben können! *g*