Jetzt soll es mal wieder um ein Spiel gehen, was man sehr gut auf einer Party oder einer Feier oder auch einfach mal so im Freundeskreis spielen kann, daß jede Menge Spaß bringt und eigentlich gar nichts kostet.
Zwar kann man wohl auch eine Version für 25,- bis 30,- Euro im Spielwarengeschäft seines Vertrauens erstehen, aber ehrlich gesagt, selber machen ist überhaupt kein Problem und man hat schon mal 30,- Euro für die Partygetränke oder zum schmabulieren, ist doch auch was.
Stellt Euch vor, Ihr hättet einen Unfall gehabt und wisst gar nicht mehr wer Ihr seid, aber alle anderen wissen es, sind aber natürlich so gemein und sagen es Euch nicht, sondern Ihr müsst durch Fragen herausbekommen wer Ihr seid. Genau um dieses geht es in dem Spiel "Amnesia" und man könnte es zwar theoretisch ab zwei Personen spielen, aber je mehr, umso mehr bockt es.
Kommen wir zu den Materialien die benötigt wären. Da wären zunächst so viele Stirnbänder wie teilnehmende Personen, können natürlich auch Schals oder ähnliches sein, alles, was sich irgendwie im die Birne wickeln und dort festmachen lässt, von Tackern ist aber Abstand zu nehmen. Dann braucht man noch Zettel, am besten aus Karton, die man mit Namen beschriften kann oder schon beschriftet hat, einen Würfel und eine Eieruhr, mit der man eine Minute abmessen kann, eine Armbanduhr mit Sekundenzeiger oder -anzeige tut es natürlich auch.
Nun muß zunächst einmal jeder Teilnehmer einen Namen verpasst bekommen. Dazu kann man verschiedene Möglichkeiten wählen. Nachdem man sich am besten im Kreis hingesetzt hat, sucht immer der rechte oder linke Partner einen Namen aus bereits geschriebenen aus, oder denkt sich einen aus und schreibt einen drauf. Die Namen sollten natürlich schon allgemein bekannt sein, also Sportler, Politiker, Schauspieler oder auch Trickfiguren und Ähnliches, nur Nachbar Müller oder die Kassiererin Meier aus dem Supermarkt eignen sich aus verständlichen Gründen eher weniger. Sind die Karten vorgeschrieben kann natürlich auch jeder eine ziehen. Egal wie, wichtig bei dem ganzen Verfahren ist, daß derjenige, der die Karte bekommt sie nicht lesen kann. Diese wird dann mit Hilfe des Stirnbandes, Schals, etc. am Kopf befestigt, so daß alle anderen sie lesen können. Es ist natürlich auch darauf zu achten, daß niemand genau gegenüber eines Spiegels sitzt, denn sonst wäre das ganze irgendwie sinnlos, Hierbei sind auch Glastüren von Schränken und Vitrinen oder Hochglanzposter auf Metallfolie zu meiden, geht sonst irgendwie der Spaß verloren.
Nachdem nun jeder seinen Namen verpasst bekommen hat, muß man noch feststellen, wer anfängt, am besten durch Würfeln, weil man ihn eh dabei hat, also entweder die höchste oder die niedrigste Zahl fängt an, man kann natürlich auch nach anderen Kriterien gehen oder einfach einen ausgucken. Es geht dann immer im Uhrzeigersinn weiter.
Wer gerade dran ist, m´ß würfeln. Eigentlich bräuchte man nur einen Würfel mit zwei Seiten, aber wer hat sowas schon, also muß man die Zahlen gruppieren, so daß entweder 1-3 und 4-6 oder gerade und ungerade für die beiden Ereignisse stehen, die es gibt. Kommt das eine, darf der Probant eine Minute lang
Fragen stellen, um herauszufinden wer er ist, bei dem anderen solange bis dreimal mit "NEIN" geantwortet, denn alle Fragen müssen mit "JA" bzw. "NEIN" beantwortbar sein, alle anderen Fragen sind unzulässig. Nach Ablauf der Minute oder nach dem dritten "NEIN" ist der nächste an der Reihe, bis alle erraten haben, wer sie sind.
Die Spieldauer kann man natürlich nciht voraussagen, mal geht es ganz schnell, mal wieder dauert es ewig, aber wie dem auch sei, es bringt immer jede Menge Spaß, wenn man es nicht überstrapaziert, man muß es ja nicht auf jeder Party, Feier oder Treffen spielen, aber ab und zu das bockt total, wenn sich zum Beispiel Miss Piggy eigentlich für George Bush jr. hält oder Mutter Theresa für Arnold Schwarzenegger, denn stellt man die falschen Fragen, was man natürlich immer erst hinterher weiß, ist man auch bei wahrheitsgemäßer Beantwortung schnell auf der falschen Fährte oder dem falschen Dampfer.
Wichtig ist auch in diesem Zusammenhang, daß die Fragen wirklich wahrheitsgemäß beantwortet werden und ist man sich nicht einig, "JA" oder "NEIN" die richtige Antwort ist, sollte man sie lieber streichen, sonst ist es einfach gemein, denn mit den falschen Antworten könnte man sich natürlich den Wolf raten, ohne auf die richtige Lösung zu kommen, bringt den anderen wohl auch Spaß, aber das Opfer schenkt Euch dann bestimmt nichts mehr zu Weihnachten.
Eignet sich natürlich auch für Familienfeiern mit Kindern, solange die nicht zu klein sind, denn sie sollten schon wissen, wer die Personen sind, so ab 10 oder 12 sollte es gehen, oder man macht zu diesem Zweck, einen Stapel Karten nur mit Trickfiguren oder so.
Das ist nämlich das Schöne an dem Spiel, daß man es beliebig variieren kann, so kann man statt bekannter Personen auch Tiere oder Bauwerke nehmen oder was Euch gerade so einfällt.
Ein Spiel, das man einfach selbst herstellen kann und das deshalb nichts kostet, jede Menge Spaß und Fun bringt und sich auch noch variieren lässt, was will man mehr, ich kann es jedenfalls nur empfehlen.
Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so schreibt es doch in einem Kommentar, damit ich es bei einem eventuellen Update berücksichtigen kann, aber natürlich ist wie immer auch jeder andere Eurer hoffentlich wieder zahlreichen Kommentare herzlich willkommen.
Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.
Heute möchte ich über ein Spiel schreiben, dass man gut als Partyspiel verwenden kann. Ich hatte das Spiel mal bei Freunden entdeckt. Da die Anschaffungskosten doch recht hoch waren und bei rund 50 DM lagen, hatte ich anfangs doch kein großes Interesse am Kauf dieses Spiels. Da das Zubehör des Spiels recht simple ist, kann man dies auch alles selber anfertigen und kaufen. Dies habe ich gemacht und es hat mich nur 10DM gekostet. Das Spiel von dem ich hier nun schon angefangen habe zu reden, hat den Namen Amnesia.
In der Spielebox, die man heute wohl für rund 30Euro kaufen dürfte, sind sechs Stirnbänder, Karten, ein Würfel und eine Sanduhr dabei. Wie gesagt, war mir der Preis damals zu hoch und ich habe mir das Spiel selbst nachgebaut. Einen Würfel dürfte es in jedem Haushalt geben. Falls nicht, gibt es sie einzeln zu kaufen und sie kosten höchstens einen Euro. Meist sind sie aber preiswerter. Eine Sanduhr gibt es zwar heute nicht mehr im jeden Haushalt, aber ein Haushaltsgeschäft dürfte sie doch noch haben. Ansonsten nimmt man einfach eine normale Stoppuhr. Die Karten sind selbst leicht zu entwerfen. Man nimmt sich einfach weißes Papier, Karteikarten oder ähnliches. Darauf schreibt man Namen von Märchenfiguren, Prominenten oder Zeichentrickfiguren. Einfach Namen, die man kennen sollte. Dazu habe ich dann fünf Schals und Sicherheitsnadeln genommen. Die Karten können dann an den Schal befestigt werden und der wird der Person um den Kopf gebunden. Es hat den gleichen Effekt wie Stirnbänder, ist aber in meinen Augen günstiger. Wer nicht so viele Schals hat, kann ja seine Freunde bitten welche mitzubringen.
Gespielt werden kann aber zwei Personen, aber der Spielspaß kommt erst ab mehr Personen. Ich habe fünf Personen als Maximum gewählt. Das kann man natürlich variieren. Man muss einfach nur mehr Schals und Nadeln haben.
Kommen wir nun zu dem Spiel selbst. Die Gruppe sollte sich im Kreis hinsetzen, so dass sich alle sehen können. Danach sollte ausgesucht werden, wer welche Person ist. Wir haben es so entschieden, dass immer die rechts neben einer Person sitzende Person den Namen aussucht. So kann jeder einen aussuchen und es gibt kein allzugroßes gerangel, welcher Name doch besser sei. Das Schild wird nun von der Person am Schal befestigt und sobald alle einen Namen haben kann das Spiel losgehen.
Da wir leider nicht den Spezialwürfel haben, haben wir die Regeln etwas geändert. Zu erst einmal wird entschieden wer anfangen darf. Dabei kann man endweder die jüngste oder die älteste Spielerin wählen, wer die höchste oder niedrigste Zahl gewürfelt hat oder der Gastgeber sucht aus. Danach geht’s im Uhrzeigersinn weiter. Die Person, die gerade am “Zuge” ist, bekommt den Würfel. Ist gewürfelt kommt es zur Fragestunde. Wurden eine gerade Zahl gewürfelt, muss die Sanduhr hergeholt werden. Nun hat der Spieler eine Minute Zeit so viele Fragen zu stellen wie er schafft. Dabei müssen es Fragen sein, die die anderen mit Ja oder Nein beantworten können. Ist dies nicht möglich, muss die Frage anders gestellt werden oder es muss eine andere
her. Ist die Minute um, kommt der nächste Spieler zum Zuge.
Hat der Spieler aber eine ungerade Zahl gewürfelt, kommt es zu einer anderen Fragestunde. Hierbei müssen die Fragen wieder so gestellt werden, dass sie mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Für einige ist es postiver, sofern sie die richtigen Fragen stellen, für die anderen eher ein Nachteil. In dieser Runde kann der Spieler so viele Fragen stellen wie er will. Gewechselt wird erst, wenn drei Mal seine Fragen mit Nein beantwortet worden sind. Wer also gute Fragen stellt, kann sehr lange welche Stellen und wer gleich am Anfang falsche stellt, hat zwar Glück und kann das Gebiet etwas eingrenzen, ist aber schnell durch mit der Fragestunde. Da man vorher nie weiß, welche Fragerunde auf einen zu kommt, ist es wirklich lustig.
Ziel dieses Spiels ist es, herauszufinden welcher Name auf dem eigenen Schild steht. Das Spiel geht so lange weiter, bis es alle erraten haben. Dabei kann eine Runde zwischen zehn Minuten oder sogar einer Stunde dauern. Es kommt darauf an, wie schwer die Namen sind und wie viele Personen am Spiel beteiligt sind. Einen Verlierer gibt es nicht, denn früher oder später errät jeder wer er ist und dadurch ist jeder ein Gewinner.
Natürlich kann man die Regeln des Spiels sehr gut ändern. Dann gilt nur noch einmal Nein bis zum Wechsel oder auch nur ein Ja. Kurz man kann viele Spielvarianten herausfinden und spielen, so dass es nicht allzu schnell langweilig wird. Damit es auf einer Party auch lustiger ist, kann man es auch damit verbinden, dass wenn man es in der Runde nicht schafft, einen Schnaps oder Likör oder so trinken muss.
Das eigentliche Spiel ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet und dürfte nach einigen Monaten langweilig werden, wenn man es zu oft spielt. Da man es aber nach herzenslust erweitern kann und in dieser Hinsicht keinerlei Grenzen gesetzt sind, wird es eigentlich nie langeilig. Kaufen würde ich das Spiel auf Grund des Preises nicht, aber sich selbst das Spiel basteln lohnt sich, da es stundenlangen Spielspaß garantiert. In der Hinsicht kann ich es nur empfehlen und vier Sterne geben. Abzug gibt’s auf Grund des Preises. Ich bin jedenfalls mit dem Spielspaß sehr zu frieden und bereue nicht, dass ich es nachgemacht habe.
Danke fürs Lesen und Bewerten. BUSSI, CQ
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