Platz 889 in der Kategorie "PC-Gehäuse". USB-Anschluss: 2 x vorhanden / Laufwerkeinschübe 3.5'' int.: 6 / Modding-Tower, solide Verarbeitung und Ausstattung, mit innovativer Kühllösung ...mehr
Apluscase XClio CS-528 X-Mod Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Mein neues Bling-Bling Gehäuse
ein Testbericht von atrachte2005-09-25 16:48:57vom 25.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: sehr schönes Design, fast alles ist beleuchtet z.b die Front, zwei Vorinstallierte Lüfter welche ebenfalls blau bleuchtet sind, der Tower wird gut gekühlt und man kann die Temperatur mittels Temperaturanzeige überwachen, viel Platz für viel Hardware,...Nachteile/Kritik: im inneren des Gehäuses gibt es scharfe Kanten, die Lüfter können sehr laut werden, miserables Handbuch, man bekommt manchmal das Gefühl das die Gehäusefront leicht kaputt geht,
Nach vier Jahren war es endlich mal an der Zeit das ich mein altes Gehäuse gegen ein neues auswechsle. Und da ich in der nächsten Zeit sowieso aktuellere Hardware kaufen will wollte ich mir auch gleich ein Gehäuse kaufen welches gut kühlt. Es musste nicht unbedingt ein Modding Gehäuse sein aber mein neues Gehäuse sollte auch nach was vernünftigen aussehen. Nach etwas längerer Suche viel meine Wahl auf ein Gehäuse mit Namen „Aplus XClio CS-528 X-Mod Silver – Senior“ Das Gehäuse war mit 86€ zwar nicht gerade billig aber was ist Heutzutage schon noch billig? Und so bestellte ich es mir bei Caseking.de und hatte das Teil schon zwei Tage später vor der Haustür stehen.
Technische Details:
Anzahl 5¼"-Schächte: 5× extern
Anzahl 3½"-Schächte: 8× (2× extern, 6× intern)
Gehäuselüfter: 1× 80mm mit blauer LED-Ausleuchtung im Seitenteil, 1× 120mm hinten serienmäßig, 1× 120mm vorne optional erhältlich
Unterstützte Mainboards: Standard ATX, Micro ATX, Extended ATX
Anschlüsse: Oben: USB 2.0, IEEE 1394 (FireWire) hinter Abdeckung
Erweiterungsschlitze: 7× PCI/AGP
Material Gehäuse-Chassis: Stahl (1,0mm SECC)
Material Frontblende: Kunststoff
LCD Temperaturanzeige
Maße: 213×546×575 mm
Gewicht: ca. 14 kg
Die Äußerlichkeiten:
Was bei den Gehäuse als erstes ins Auge fällt ist sicherlich die Front. In der oberen hälfte der Front kann man ein X erkennen welches aus Kunststoff besteht (wie der Rest der Front auch). In dem X befindet sich ein Kreis. Wenn der PC im Betrieb ist wird dieser Kreis beleuchtet und es kommt das Aplus Logo zum Vorschein. Unter dem Logo befindet sich ein weiterer kleiner Kreis welcher bei Betrieb die Innentemperatur des Gehäuses anzeigt. Auch die untere Hälfte des Gehäuses ist beleuchtet. Zudem gibt es im unteren Gehäuse noch ein paar Luftschlitze aus denen Luft rausgeblasen wird. Die obere hälfte der Front ist übrigens eine Tür die man auch abschließen kann. Öffnet man die Tür kann man sehen das man fünf CD bzw. DVD Laufwerke und zwei Diskettenlaufwerke einbauen kann. Links neben den Einschubfach für das 3,5 Zoll Laufwerk befindet sich ganz klein die Lüftersteuerung. Diese kann man mit einen Schraubenzieher bedienen. Man kann aber nicht nur die Tür der Front öffnen sondern gleich die ganze Front. Ist die ganze Front geöffnet so wird man sehen das man, ähnlich wie bei den Chieftec Gehäusen, die Laufwerke durch das Schienen Verfahren einbauen kann. Was mir aufgefallen ist wenn man die ganze Front öffnet ist das man das Gefühl hat das man etwas kaputt machen könnte wenn man die Front zu weit öffnet. Guckt man sich nun das Seitenteil an so wird man wieder ein X zu Gesicht bekommen. Das X besteht übrigens aus einem Lochgitter durch welches man auch durchschauen kann. Im inneren des Gitters ist noch ein Gehäuselüfter vormontiert. Durch das Lochgitter kann bei Betriebnahme des PCs auch Luft in das Gehäuse hinein kommen was natürlich die Hardware im inneren ein bisschen kühlt. Auch an der Rückseite befindet sich ein Lüfter. Dieser ist aber kein 80mm Lüfter (wie im Seitenteil) sondern ein richtig fetter 120mm Lüfter welcher die warme Luft aus dem Gehäuse befördert. Sieht man nun das
Gehäuse von oben an so wird man eine kleine Klappe entdecken. Schiebt man diese zurück so sieht man zwei USB und einen Firewireanschluß. Ein sehr nettes Gimmick befindet sich noch unter dem Gehäuse. Dort sind nämlich vier beleuchtete Standfüße die man bei Bedarf rausziehen kann. Auch wenn das Gehäuse eigentlich ein Modding Gehäuse ist finde ich das es nicht zu übertrieben oder prollig ausschaut. Denn was übertriebenes wollte ich auf keinen Fall. Besonders schön finde ich das die beiden vormontieren Lüfter blau beleuchtet sind. Auch die Front ist blau beleuchtet. Vom Äußeren habe ich an den Gehäuse also nichts auszusetzen außer das wenn man die ganze Front öffnet es sich etwas klapprig anfühlt.
Das Innere:
Wer glaubt das man einen Schraubenzieher braucht um das Gehäuse zu öffnen der irrt. An der Rückseite sieht man das die Seitenteile (das gemoddete wie auch das normale) mit jeweils zwei Thumbscrews befestig sind. Diese Thumbscrews kann man ganz einfach mit den Fingern rausdrehen. Ist das Seitenteil nun geöffnet so sieht man das im inneren des Gehäuses extrem viel Platz ist. In den Festplattenkäfig wird man eine Toolbox finden in welcher sämtliches Zubehör, welches man für das Gehäuse braucht, drinne ist. Die Toolbox kann man selbstverständlich rausschrauben. Hinter den Festplattenkäfig kann man noch einen zusätzlichen 120mm Lüfter einbauen welcher die Festplatten dann schön kühlt. Über den Festplattenkäfig befinden sich die Käfige für CD und Diskettenlaufwerk An der Rückseite des Gehäuses sieht man nun die Erweiterungsschlitze für die PCI Karten usw. Auffallend ist hier das es sehr viele scharfe Kanten gibt. Allerdings wird man mit Aufklebern, die sich im Gehäuse inneren befinden, darauf Aufmerksam gemacht das die Gefahr besteht sich an den scharfen Kanten zu verletzen. Im Böden des Gehäuses findet man zwei quadratische Öffnungen durch welche Kabel gelegt wurden. Diese Kabel sind für die beleuchteten Standfüße da. Auch von innen macht das Gehäuse einen ganz guten optischen Eindruck. Besonders der viele Platz macht freude auf das einbauen neuer Hardware. Das einzige was mich ein bisschen stört sind die scharfen Kanten. Ich denke das man hier ein bisschen sauberer hätte arbeiten können.
Cool durch den Tag:
Sehr geeignet ist das Gehäuse für diejenigen die ihre Hardware gerne ein bisschen Übertakten. Durch das Übertakten entsteht natürlich mehr Wärme im Gehäuse die auch wieder rausmuss. Wenn man das Gehäuse Neu bestellt hat wird man bereits zwei vormontierte Lüfter vorfinden welche beide blau beleuchtet sind. Einen weiteren 120mm Lüfter kann man unter den Festplattenkäfig anbringen. Dieser muss aber separat gekauft werden. Der Hersteller gibt übrigens an das man noch einen weiteren Lüfter installieren kann. Wo dieser aber montiert werden soll habe ich noch nicht rausgefunden. Aber das ist erst mal auch egal. Gesteuert werden die Lüfter über die kleine „Lüftersteuerung“ neben den Diskettenlaufwerksschacht. Zwar klappt dies eigentlich ganz gut aber ich empfehle doch eher eine externe Lüftersteuerung. Diese kostet zwar mindestens noch mal 30€ aber dafür kann man jeden Lüfter einzeln regeln und somit auch die Lautstärke bestimmen. Sehr schön finde ich auch die kleine Temperaturanzeige. Diese misst bei mir aber nicht in Celsius sondern in Fahrenheit. Auch die Lösung mit den Lochgitter hat mir sehr gut gefallen da es auch noch sehr Schick aussieht. Für Overclocker ist das Gehäuse sicherlich eine Investition wert da die Hardware nicht so schnell heiß wird. Aber auch wer nicht direkt ein Overclocker ist, den könnte das Gehäuse mit den Kühllösungen gefallen. Den das wichtigste ist ja das die Hardware auch immer schön gekühlt wird.
Die Installation der Hardware ins neue Gehäuse:
Zwar liegt dem Gehäuse ein Handbuch bei (mit den Sprachen Englisch, Deutsch und Französisch) aber wirklich zu gebrauchen ist es nicht. Wer sich also nicht so gut mit Computern auskennt der sollte den Einbau der Hardware einen Menschen überlassen der was davon versteht. Manche Sachen wie die Laufwerke einzubauen schafft zwar jeder aber grade wenn es um das festschrauben des Mainboards geht habe ich schon mitbekommen das wenn man die Schrauben zu fest zieht und das Mainboard dann Schrott ist. Also Vorsicht. Der Einbau der Hardware ist in dieses Gehäuse eigentlich relativ einfach. Erst mal komme ich zu den Laufwerken die man über das sogenannte Schienen System einbaut. Dem Gehäuse liegen mehrere Schienen bei. Man befestigt einfach zwei Schienen an ein CD Laufwerk (geht ganz einfach). Nun kann man die Front öffnen und das Laufwerk ganz einfach in den Laufwerksschacht einschieben bis es klack macht. Das war’s schon. Genau so funktioniert es auch mit den Festplatten. Sehr leicht hat man es auch mit den Einbau von Grafikkarten oder anderen PCI bzw. AGP Karten. Man setzt die Karte einfach auf den richtigen Kartenslot im Mainboard. Bei den meisten Gehäusen muss man nun die Karte mit Schrauben fixieren. Beim XClio kann man die Karte einfach mit den E/A Clip festmachen. Ich glaube die gleiche Lösung benutzt Chieftec auch seit einiger Zeit in ihren Gehäusen. Wer will kann die Karten aber auch noch festschrauben. Ich finde die Lösung mit den E/A Clip aber ein bisschen besser da es schneller geht, man kein Werkzeug mehr braucht und auch ein bisschen einfacher ist.
Meine persönliche Erfahrung mit dem Gehäuse:
Ich benutze das Gehäuse nun fast einen Monat lang und kann wirklich nicht klagen. Kürzlich war ich erst auf einer zweitägigen Lan Party wo mein neues Gehäuse natürlich nicht fehlen durfte. Obwohl der Computer fast zwei Tage lang ununterbrochen an war und ich ausschließlich 3D Spiele gezockt habe ist der Rechner nicht wirklich sehr heiß geworden. Bei meinen alten Gehäuse war das ganz anders. Mit 14 KG ist das Gehäuse zwar nicht unbedingt üblich um es auf eine Lan mitzunehmen aber wenn man die richtigen Transportmöglichkeiten hat ist das schon in Ordnung. Die Kühlleistung ist auch einer der Gründe warum ich mir überhaupt ein neues Gehäuse gekauft habe. Auch das überwachen der Gehäusetemperatur ist, dank der eingebauten Temperaturanzeige, ein Kinderspiel. Das einbauen der Hardware war bei den Gehäuse kein Problem. Besonders nützlich finde ich das Schienensystem zum einbauen der Laufwerke. Besonders gut gefällt mir natürlich das dieser Tower sehr viel Platz für weitere Hardware bietet. Trotz des großen Stauraumes kommt das Design nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil. Besonders schön finde ich die ganzen Beleuchtungen, welche aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein werden. Da bei diesen Gehäuse aber sehr viel Licht zum Einsatz kommt braucht man ein leistungsstarkes Netzteil. Ich persönlich benutze ein Netzteil mit 550 Watt. Aber ich denke mit 350 Watt ist man auch gut dabei. Wer aber noch zusätzlich Hardware hat die viel Strom verbraucht (zum Beispiel die neueren Grafikkartengeneration) sollte meines ehrachtens lieber auf ein 400 Watt Netzteil setzen.
Kritik:
Was mich an den Gehäuse eigentlich am meisten gestört hat war das echt beschi**ene Handbuch. Am besten hätte man es weggelassen den dann währe dem Benutzer dieser Mist erspart. Anders kann man es leider nicht ausdrücken. Am Gehäuse selbst gibt es nicht so viele Sachen die mich stören. Die Lüfter sind im Vollbetrieb zwar etwas laut aber dank der, sehr kleinen, Lüftersteuerung kann man die Drehzahlen auch locker runter drehen lassen. Ich rate aber trotzdem zu einer richtigen Lüftersteuerung da man die Lüfter so genauer steuern kann. Ich werde mir in der nächsten Zeit auch eine Lüftersteuerung anschaffen. Sonst wäre da eigentlich nur noch die Sache mit der Front wenn man sie öffnet. Denn man hat wirklich manchmal Angst das man die ganze Front runterreißt was natürlich nicht sehr gut währ. Aber ansonsten kann ich nicht klagen. Auch etwa Schade ist das im inneren des Gehäuses einige sehr scharfe Kanten sind. Man sollte also darauf achten das man sich an diesen Kanten nicht verletzt.
Fazit:
Ich bin mit meinen neuen Gehäuse voll und ganz zufrieden. Ich hatte bereits hohe Erwartungen da die Produktbilder von den Gehäuse sehr gut aussahen. Und das war auch einer der Faktoren warum ich mir das Gehäuse überhaupt zugelegt habe. Aber als ich das Gehäuse ausgepackt habe wurden meine Erwartungen noch mal ein bisschen übertroffen. Den das Design ist einfach nur klasse und dabei (obwohl es ein Modding Gehäuse ist) nicht übertrieben. Besonders gut gefällt mir das dass Gehäuse so vielseitig beleuchtet wird. So ist das Gehäuse auf jeden Fall ein richtig schöner Blickfang. Auch für Menschen die viele Laufwerke und Festplatten haben schafft das Gehäuse mit seinen großen Stauraum Abhilfe. Und dabei wird alles noch sehr gut gekühlt dank der vorinstallierten Lüfter. Das Gehäuse ist in erster Linie für Modder und Overclocker gedacht. Aber auch normale User die mal was schönes unter den Schreibtisch haben stehen wollen sollten sich dieses Gehäuse mal anschauen. Wem das Gehäuse aber zu teuer ist der sollte vielleicht lieber zu der etwas günstigeren Midi Version greifen. Dieser bietet zwar nicht soviel Platz hat ansonsten aber die gleiche Ausstattung wie der große. Ich bin aber glücklich das ich zu den großen gegriffen habe. Denn ein Fehlkauf war dieses Gehäuse auf gar keinen Fall.