"Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, als der Himmel der Erde noch so nah war, daß die größten Menschen ihn mit der Hand erreichen konnten ....
... ein rechtschaffenes Ehepaar. Es ist lange her, doch wenn es sie nicht gegeben hätte, würde man nicht von ihnen erzählen."
So beginnt ein wunderschöner rumänischer Märchenfilm, der in den DEFA Studios synchronisiert wurde. Er entstand nach einer Idee von Peter Ispirescu. Regie führte Elisbeta Bostan.
******** Das Schloß hinterm Regenbogen ********
**** Handlung ****
Einem Schäfer und seiner Frau wird ein Sohn geboren. Bei seiner Geburt weissagen die Feen, daß er ein tapferer und mutiger Recke werden wird, was andere Menschenkinder in einem Jahr begreifen, lernt er in einem Monat. Doch werden seine Eltern bittere Tränen um ihn weinen.
Da der Kleine nur weint, versuchen die Eltern ihn zu beruhigen: "Hör auf mein Söhnchen, die Sonne lacht Dich ja aus, ich werde Dir auch eine kleine Flöte schnitzen. Du weinst ja immer noch, ich schenke Dir ein Band aus Sonnenstrahlen." Doch der Kleine weint unaufhörlich. "Nun gut, ich schenke Dir immerwährende Jugend, Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod." Der Kleine hört auf zu weinen und schläft ein.
Viele Jahre später ist er zu einem stattlichen Jüngling herangewachsen und verlangt von seinem Vater, die Einlösung seines Versprechens. Da dieser das Versprechen natürlich nicht halten kann, macht sich unser Jüngling auf den Weg, um selbst nach dem Begehrten zu suchen.
Er durchreist die halbe Welt. Unterwegs begegnet er dem Väterchen Zeit, daß mit einem Spinnrad die Zeit antreibt. Diesem gefällt der mutige Jüngling und er verrät ihm, daß das Geheimnis der Jugend im Reich eines mächtigen Königs gehütet wird. Doch der Weg dorthin ist gefährlich.
Im Wald hört der Jüngling ein Weinen und eine Stimme bittet ihn um Hilfe. Er entdeckt ein kleines Blümchen, daß, vom Wind zerknickt, am Boden liegt. Er richtet es auf und es verwandelt sich in eine schöne Fee. Zum Dank schenkt ihm die Fee ein Horn. Sie verspricht ihm,daß sie ihm helfen wird wenn das Horn ertönt. Doch das Horn ertönt nur dreimal!
Viele Abenteuer warten auf seinem Weg auf ihn, er befreit die Königin der Vögel und trifft dabei den Sohn des Königs der Lügner, der ihn vernichten will. Endlich erreicht er eine tiefe Schlucht. Statt einer Brücke führt ein bunter Regenbogen hinüber. Er beschreitet diesen Weg und kommt an ein riesiges Schloß, umgeben von hohen Mauern. Er klopft an das Tor und ein Mann öffnet ihm.
Der König dieses Reiches ist der König, der das Geheimnis der ewigen Jugend behütet. Er stellt unserem Jüngling 3 Aufgaben. Sollte er alle Aufgaben erfüllen, wird er in das Reich eingelassen.
Die erste Aufgabe führt ihn in das Reich der Dürre, wo eine schreckliche Hexe auf ihn wartet. Hier ist alles verbrannt und es gibt kein Wasser. Es gelingt ihm, die Hexe zu überlisten und ein halb verdurstetes Pferd zu befreien, was sich nachher als fliegendes Pferd entpuppt. Hier bekommt er die goldene Ähre der Güte, die er dem König bringen muß.
Die nächste Aufgabe ist, den goldenen Apfel der Wahrheit
aus der Tiefe der Erde zu holen, den die Lügner dorthin verbannt haben, da sie die Wahrheit hassen. Im Reich der Lügner wird er gefangen genommen, doch auch hier gelingt ihm mit List die Flucht. Er findet den Apfel der Wahrheit und kehrt zum Königreich zurück. Er merkt nicht, daß er vom Sohn des Lügenkönigs verfolgt wird.
Endlich läßt ihn der König vor und empfängt ihn mit allen Ehren. Hier trifft er seine Fee wieder. Sie ist die Tochter des Königs vom Regenbogenschloß. Die beiden verlieben sich und bevor er sich auf den Weg macht, die schwerste aller Aufgaben zu bewältigen, schenkt er ihr eine Blume. "Wenn diese Blume zu weinen beginnt, habe ich nur noch kurze Zeit zu leben." Der König verspricht ihm, seine Tochter zur Frau, wenn er den golden Schlüssel eines großen alten Buches bringt in dem die Geschichte des Landes aufgezeichnet ist.
Dazu muß unser Jüngling durch das trügerische Reich der Gewässer reiten, verfolgt vom Sohn des Lügenkönigs. Hier erreicht er einen hohen, glatten Turm ohne Türen und Fenster. Allein kann er es nicht schaffen, den Turm zu erklimmen. Also muß er seinen Verfolger bitten, ihm zu helfen. Sie erklimmen die glatten Wände und sehen in der Tiefe des Turmes einen großen Stein, auf dem ein großer goldener Schlüssel liegt. Der Jüngling klettert herunter und wird vom Lügner wieder nach oben gezogen. Der Lügner entreißt ihm den Schlüssel und stürzt ihn in die Tiefe des Turmes. Mit dem Schlüssel macht er sich auf den Weg in das Schloß hinter dem Regenbogen.
Hier wartet die Prinzessin verzweifelt auf unseren Jüngling, als plötzlich die Blume zu weinen beginnt....
Doch unser Held ist nicht tot, er verletzte sich nicht. Aber wie soll er aus dem Turm herauskommen? So ruft er laut und sein Ruf erreicht das Väterchen Zeit. "Väterchen Zeit, rette mich! Komm mir zu Hilfe!" Und die Stimme vom Väterchen Zeit erreicht unseren Helden in der Finsternis des Turmes: "Ich könnte Dir die Zeit geben, Deinen Feind einzuholen. Jedoch mußt Du dafür 3 Rätsel lösen."
(ich nenne Euch mal eins davon)
"Es ist nicht zu sehen - und doch ist es da,
es ist nicht zu fassen - und doch lebt es und wächst,
es schreitet ständig voran - und niemand kann es einholen..."
Unser Jüngling ist natürlich in der Lage, alle Rätsel zu lösen. Für jedes gelöste Rätsel öffnet sich eine Tür. Nach der letzten Tür erhält er den wirklichen goldenen Schlüssel. Der Lügner hatte den falschen! Auf seinem fliegendem Pferd macht er sich schnell auf dem Weg ins Schloß, wo seine Liebste schon vermählt werden soll. Er erreicht es noch rechtzeitig. Der Lügner ist besiegt und verwandelt sich zur Strafe in eine Krähe. Es wird Hochzeit gefeiert und der Jüngling bekommt die Jugend ohne Alter und das Leben ohne Tod.
.... doch das ist noch nicht das Ende! Bei der Erkundung des Reiches kommt unser Held an einen Wasserfall. Da er Durst hat, trinkt er davon ohne auf die warnenden Rufe seiner Prinzessin zu achten. Es ist das Wasser der Sehnsucht. Wer es trinkt wird wieder sterblich. Er altert. Seine Prinzessin taucht die Hände in das Wasser. "Mit vollem Wissen und weil ich es so will, trinke ich von dem Wasser der Sehnsucht, damit ich sterblich werde wie ein Menschenkind und an Deiner Seite die Sehnsucht und das Leid kennenlerne."
"Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, als der Himmel der Erde noch so nah war, daß die größten Menschen ihn mit der Hand erreichten...."
**** Fazit ****
Dieser Märchenfilm ist schon sehr alt. Er ist als Video nicht erhältlich. Wer ihn sich trotzdem ansehen will, kann nur zum ORB schreiben. So weit ich weiß, ist das die einzige Möglichkeit.
Ich habe lange nach diesem Film gesucht, denn es war mein Lieblingsmärchen als ich noch ganz klein war. Zu meinen Geburtstag hat meine Schwester sich das Märchen für mich vom ORB gewünscht. Die haben es dann ausgestrahlt und ich konnte es auf Video aufnehmen. Hier noch einmal einen schönen Dank dem ORB.
Der ganze Film wird von einer einzigen Melodie begleitet. Diese Melodie ist so ergreifend, daß sie zum Ohrwurm werden kann. Die Hauptdarsteller Carmen Stanescu und Emanoil Petrut spielen ihre Rollen einfach prima.
Es sieht, durch die hohen Berge von Rumänien, wirklich so aus, als ob man den Himmel mit der Hand berühren könnte. Der Film ist sowohl lustig als auch sehr ergreifend. Ich kann jedem Märchenfan diesen Film nur empfehlen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 15:33:24 mit dem Titel Der Hirsch mit dem goldenen Geweih
Regie: Alexander Rou
"Der Hirsch mit dem goldenen Geweih" ist ein furchtbar lustiger und spannender Märchenfilm in dem viel gesungen und getanzt wird. Für alle großen und kleinen "Fernsehkiecker" stelle ich ihn hier einmal vor:
Drehbuch: L. Potjomkin
Kamera: J. Djakonow, W. Okunjew
Produktion: Gorki Studios
Deutsche Fassung: DEFA Studio
>>>>> Es singt und tanzt der "Pjanizi" Chor
Tief im Märchenwald lebte einmal ein wundersamer Hirsch mit einem goldenen Geweih. Er half den Armen und Schwachen wenn sie in Not gerieten und wurde von ihnen geliebt und geschützt. Doch er hatte auch Feinde. Er war der bösen Hexe Baba Jaga ein Dorn im Auge. Wo sie nur konnte, versuchte sie, ihm Böses zu tun. Sie schickte wilde Räuber aus, um den Hirsch zu fangen.....
Die beiden kleinen Mädchen Maschenka und Daschenka verirren sich beim Pilze sammeln im Wald. Böse kleine Waldgeister, Irrlichter und Gnome führen die Kinder immer tiefer ins Reich der Hexe Baba Jaga. Diese verzaubert die Kinder in Rehe und bindet sie fest, denn sie will sie schlachten.
Die Mutter der Beiden macht sich mit dem Hund und einen Laib Brot auf den Weg, ihre Mädchen zu suchen. Sie begegnet dem Hirsch mit dem goldenen Geweih und rettet ihn vor den Räubern. Zum Dank schenkt er ihr einen Ring, den sie drehen soll, wann immer sie in Not wäre. Er gibt ihr den Rat, zur roten Sonne zu gehen, denn sie scheint überall hin und wüßte vielleicht, wo die Kinder zu finden wären. Und so begibt sich die Mutter tief in den Zauberwald. Doch hier gibt es viele Überraschungen, denn im Zauberwald können auch die Tiere sprechen. Plötzlich beginnt der Hund ein Gespräch mit seiner Herrin, ja sogar das runde Brot trällert lustig ein Liedchen vor sich her!
Weit ist der Weg zur roten Sonne und die Baba Jaga schläft nicht! Mit Zauberei und Spuk versucht sie, die junge Mutter loszuwerden. Doch diese geht tapfer weiter. Endlich gelangt sie zur Sonne, doch auch sie kann ihr nicht helfen. Niemals scheint sie in den Hexenwald hinein und deshalb hat sie die Kinder auch nicht gesehen. sie gibt ihr den Rat, zum klaren Mond zu gehen und ihn um Hilfe zu bitten.
...Nachdem die Mutter fort war, begiebt sich auch das kleine Brüderlein mit seiner Katze in den Zauberwald, um der Mutter beizustehen...
Beim klaren Mond angekommen, bittet die Mutter um Hilfe, doch auch der Mond gelangt mit seinem Licht niemals in den Hexenwald. Er schickt die verzweifelte Frau zum Wind, seinem kleinen Bruder. Während die junge Frau den Wind sucht, feiert Baba Jaga schon mit den Räubern ihren Siegeszug. Sie schickt Feuer und Sturm auf den Weg der Mutter. Doch der Ring des Hirsches kann sie vor diesen Gefahren schützen.
Endlich gelangt sie zum Wind. Er hat ihre Kinder gesehen und erzählt ihr, daß sie sich im Hexenwald befinden. Bewaffnet mit einem kleinen Säckchen Muttererde macht sie sich auf den Weg dorthin. Doch verzauberte Bäume versuchen, sie festzuhalten, Irrlichter zeigen ihr den falschen Weg und Geister und Gnome versuchen, sie zu erschrecken. Sie denkt an ihre Kinder und geht mutig weiter.
Das kleine Brüderchen ist inzwischen auch im Hexenwald angekommen. Er findet einen gefesselten Bären, den er befreit. Dafür wird ihm dieser noch gute Dienste leisten. Er gelangt zum Hühnerhaus auf drei Beinen und versucht, der Hexe mit Schmeicheleien, die Tarnkappe zu stehlen. Der Plan mißlingt, der Kleine wird in einen Ziegenbock verwandelt und soll am Abend gemeinsam mit den Schwestern von der Köchin geschlachtet werden. Aber die Köchin weigert sich und kündigt! Denn schließlich steht davon nichts im Arbeitsvertrag!
Die Katze des Jungen ist inzwischen bei der Mutter angekommen und zeigt ihr den Weg zum Hexenhaus. Hier hört die Mutter das Weinen ihrer Kinder und sieht sich plötzlich der Baba Jaga gegenüber. Diese trägt eine Rüstung und ein Schwert. Die Mutter ist unbewaffnet. Sie nimmt das Säckchen mit der Erde und fleht zu ihrer Mutter Erde. Diese schenkt ihr ebenfalls eine Rüstung und ein Schwert und so beginnt ein harter Kampf...
*** Fazit ***
Dieser Videofilm ist ein absoluter Lacher für alle Märchenfreunde. Er ist urig witzig und amüsant, farbenfroh und spannend. Hier wird getanzt, gesungen, gelacht und geweint! Sprechende Tiere und eine sehr gute Gestaltung, lassen diesen Film bis zum Schluß nicht langweilig werden. Der Film hat keine Altersbeschränkung und ist angefüllt mit ca. 73 Minuten Hokuspokus und Hexerei. Er kostet 10.99 Euro bei Amazon.de. Absolut zu empfehlen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-11 00:37:20 mit dem Titel Frösche sind zum Küssen da!
Regie: Alexander Rou
Ein alter Mann hatte 3 Söhne. Zwei davon waren faul und dumm, aber der Jüngste war fleißig und liebenswert. Die Familie war arm und der alte Mann gedachte, seine Söhne zu verheiraten. So wären Frauen da, die sich in ihrer Abwesenheit um die Feldarbeit und die Tiere kümmern könnten. Da das Haus aber weitab von jeglichen Menschen stand, befahl er seinen Söhnen einen Pfeil abzuschießen. Wo der Pfeil zu Boden geht, da sollte die richtige Braut zu finden sein.
... So beginnt das Märchen von der schönen Wassilissa, bei dem Alexander Rou die Regie führte.
Die drei Brüder taten wie ihnen befohlen und jeder schoß einen Pfeil in eine andere Richtung. Der Pfeil des ältesten Bruder ging vor einem Haus nieder, in dem ein dürres und faules Mädchen wohnte. Der Pfeil des zweiten Bruders landete bei einem fetten und zänkischen Mädchen. Aber der Pfeil des Jüngsten landete in einem See, direkt neben einer Seerose, auf der ein Frosch saß.
So machten sich die drei Brüder auf den Weg, ihre Bräute abzuholen. Als der Jüngste mit dem Frosch nach Hause kam, lachten alle und verspotteten ihn. Doch nachts, wenn alles schlief, warf der Frosch seine haut ab und wurde zu einem schönen Mädchen. Ihr Name war Wassilissa und sie wurde von einer bösen Hexe (Baba Jaga) in einen Frosch verwandelt.
In der Dämmerung, wenn die Brüder noch bei der Arbeit im Wald waren und die faulen Frauen sich im Haus verkrochen, verrichtete Wassilissa die Feldarbeit und andere schwere Arbeiten. Doch sie wurde von den Frauen der beiden Brüder dabei beobachtet. Kamen die Brüder mit ihrem Vater von der Arbeit heim, erzählten die faulen Frauen, daß sie die gesamte Arbeit erledigt hätten!
Eines nachts, als Wassilissa wieder auf dem Feld war, schlichen die Frauen in ihr Zimmer und verbrannten die Froschhaut. In diesem Moment brach ein schrecklicher Sturm herein, die Brüder rannten zum Haus und entdeckten die schöne Wassilissa. Diese erzählte ihrem Iwan von dem Fluch, der auf ihr lastete. Da ihre schützende Froschhaut verbrannt war, würde die Hexe kommen und sie holen. Sie sollte den Bruder der Baba Jaga heiraten, einen dreiköpfigen Drachen.
Der Sturm wurde immer schrecklicher und als er nachließ, war Wassilissa verschwunden. Iwan machte sich auf den Weg, seine Braut zu suchen. Viele Abenteuer mußte er bestehen, bis er endlich an das Hexenhaus im dunklen Wald kam. Doch die Hexe konnte das Menschenblut riechen und war vorsichtig. Trotzdem gelang es den beiden Liebenden, sich heimlich zu sehen. Schon morgen sollte der Drache kommen und Wassilissa holen!
Die Hexe hatte Wassilissa verboten, in die Nähe eines Brunnens zu gehen. Iwan stieg in den tiefen Brunnen hinab, um zu sehen, was es mit ihm auf sich hatte. Unten angekommen entdeckte er eine große Tür, durch die er mühelos eindrang. Doch dahinter verbarg sich ein riesiges Spinnennetz, in dem Iwan sich verfing. Eine Riesenspinne kletterte über ihn. Sie bedrohte ihn, ihn zu töten, wenn er nicht drei Rätsel lösen könne.
Doch Iwan war ja einer von den ganz Schlauen und konnte alle Rätsel lösen! Dafür schenkte ihm die Spinne ein Pferd, eine Rüstung und ein Schwert. Nur damit könne er den Drachen besiegen! Als Iwan wieder frei war hörte er schon den Drachen kommen. Mutig stellte er sich ihm in den Weg. Doch er hatte nicht mit Baba Jaga gerechnet. Diese kam ihrem Bruder zu Hilfe. Es entbrannte ein Kampf um Leben und Tod zwischen der Hexe und Wassilissa und Iwan und dem Drachen...
*** Mitwirkende an diesem Videofilm ***
Drehbuch: G. Wladytschina
Kamera: J. Gortschilin
Produktion: Gorki Studios
Deutsche Fassung: DEFA Studio
*** Fazit ***
Der Videofilm "Die schöne Wassilissa" ist ein uraltes Märchen. Er ist bei GL Video noch erhältlich, ist allerdings in schwarz/weiß. Wer trotzdem Märchen liebt, der sollte sich diesen Film unbedingt einmal ansehen. Er ist sehr spannend und aufregend, wenn die moderne Technik uns heute auch schon besseres liefern kann. Er kostet 10.22 Euro und läuft ca. 74 Minuten. Bestellen könnt Ihr ihn in fast allen Buchhandlungen. Der Film ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet und wie in allen Märchen, siegt auch hier wieder das Gute über das Böse.
Eure Babajaga7
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-16 00:09:48 mit dem Titel Hokus-Pokus-Fidebus
Regisseur: Alexander Rou
Der Videofilm "Feuer, Wasser und Posaunen" erzählt die Geschichte eines Liebespaares. Sie besitzen eine sprechende Ziege, sind verliebt und wollen heiraten....
Doch eines Tages sieht der unsterbliche Katschej in seinem Zauberspiegel das Gesicht der schönen Aljona und entführt sie in sein Schloß, um sie zu seiner Frau zu machen. Seine Braut, die Tochter der Hexe Baba Jaga, ist davon natürlich nicht sehr begeistert. Als das unsterbliche Gerippchen sie verstößt, erklären ihm Baba Jaga und ihre Tochter den Krieg.
Doch Aljona will den Unsterblichen nicht heiraten, denn sie denkt nur an Wassja. Als der unsterbliche Katschej Aljona in einen Turm sperrt und sie in eine Maus verwandelt, gelingt es ihr, ihre Ziege Weißchen freizulassen. Weißchen soll Wassja finden und ihm den Weg ins Schloß zeigen.
Inzwischen hat sich Wassja auf die Suche nach seiner Braut gemacht. Er ist fest entschlossen, dem Gerippe die Stirn zu bieten. Aber unser Gerippchen schläft nicht, er will Wassja mit Feuer, Wasser und Posaunen vernichten. Das fällt ihm nicht schwer, denn er kann zaubern. Für Wassja wird der Weg in das geheimnisvolle Schloß weit und birgt viele Gefahren:
*** Das Feuer ***
Wassja rettet unterwegs eine häßliche, dumme Prinzessin aus ihrem brennenden Schloß. Zum Dank bietet ihm der König die Hand derselben. Aber Wassja weigert sich, die ewig popelnde Prinzessin zu heiraten und wird in einen Sack gesteckt. Von einer hohen Klippe wird er ins Meer geworfen, als Opfer für den Wassergeist.
*** Das Wasser ***
Wassja ertrinkt und als er die Augen öffnet, findet er sich im Schloß des Wassergeistes wieder. Viele ertrunkene Mädchen müssen hier dem Wassergeist Gesellschaft leisten, denn ihn plagt die "schreckliche Langeweile". Die Mädchen wurden dem Wassergeist geopfert, denn aus Langeweile hatte er den Menschen gedroht, ihre Städte zu überschwemmen. Wassja bringt dem Wassergeist das Lesen bei und kann so die Langeweile vertreiben. Der Wassergeist schenkt ihm und allen Mädchen zum Dank die Freiheit.
*** Die Posaunen ***
Endlich wieder auf der Erde, lauert auch hier schon die nächste Gefahr. In einer großen Stadt wird Wassja von Posaunen begrüßt. Es sind die Posaunen des Vergessens . Wassja wird hier umschmeichelt, er wird eitel und vergißt alles, auch seine Aljona, die im dunklen Turm auf ihn wartet. Wieder soll Wassja eine Prinzessin heiraten, doch diesmal willigt er ein, denn er kann sich an nichts mehr errinnern.
Aber da ist ja noch Weißchen, die sprechende Ziege! Wird sie Wassja finden? Kann sie sein Gedächtnis zurückholen und wird Wassja den dunklen Turm finden und das Gerippe besiegen? Kann vielleicht die Baba Jaga helfen, den Katschej zu bezwingen? Schließlich ist sie ja jetzt seine Todfeindin!
Alles möchte ich Euch auch nicht verraten, nur soviel: Es lohnt sich wirklich, diesen Film zu sehen!
*** Mitwirkende: ***
Produktion: Gorki Studios
Deutsche Fassung: DEFA Studio
Drehbuch: M. Wolpin, N. Erdmann
Regie: Alexander Rou
Kamera: D. Surenski, W. Okunew
*** Fazit: ***
Ein wunderschöner bunter und lustiger Märchenfilm, in dem viel gesungen und getanzt wird! Es gibt hier die merkwürdigsten Gestalten, Hexen, Geister, sprechende Tiere und viel Hokus-Pokus. Die Handlung ist mit mit viel Witz und Spannung ausgeschmückt. Besonders liebenswert ist, wie in allen russischen Märchen die alte, trottlige Hexe Baba Jaga. Das Video ist für 10.99 Euro bei Amazon.de zu bestellen und hat eine Spieldauer von ca. 70 Minuten.
Eure Babajaga7
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-17 00:28:47 mit dem Titel Das Märchen vom Zaren Saltan
Regie: Alexander Ptuschko
Eines Tages saßen drei arme Mädchen in ihrer Hütte am Spinnrad und sangen. Sie wußten nicht, daß der Zar Saltan sich in ihre Nähe verirrt hatte und an der Tür lauschte ...
So beginnt eines der zauberhaftesten Märchen, daß ich kenne. Es wurde als Video von der GL Edition der Seele herausgegeben. Die Regie führte Alexander Ptuschko, die Produktion MOSFILM (1966) und die Deutsche Fassung stammt aus dem DEFA Studio. Das Märchen entstammt einer Sammlung von Alexander Puschkin.
.... "Wenn ich Zarin wäre", sagte die Älteste, "dann würde ich Euch ein Mahl bereiten, wie es die Welt noch nicht gesehen hat!" Da antwortete die Zweite: "Wenn ich Zarin wäre, würde ich den ganzen Tag lang feinstes Linnen weben!" Dann sprach die Jüngste: "Wenn mich der Zar nehmen würde, dann würde ich ihm einen Sohn schenken, einen wahren Heldensohn!"
Zar Saltan, der alles gehört hatte trat in die Hütte und nahm die drei Mädchen mit auf sein Schloß. Die Älteste machte er zur Köchin, die Zweite zur Weberin und die Jüngste wurde seine Zarin. Die beiden Schwestern waren neidisch auf die junge Zarin und planten gemeinsam mit den Ratgebern Böses.
Bald darauf mußte der Zar in den Krieg ziehen. In dieser Zeit gebar ihm die junge Zarin einen Sohn. Es war ein wahrer Heldensohn und er wuchs nicht in Jahren sondern in Stunden. Die Zarin schickte einen Boten auf das Schlachtfeld, um ihrem Gemahl die freudige Botschaft zu überbringen. Doch die beiden Schwestern tauschten heimlich die Botschaft aus.
So erfuhr der Zar auf dem Schlachtfeld, daß seine Frau ein Untier geboren hatte. Weil er sie aber so liebte, schickte er einen Brief zurück, mit der Bitte, sich gut um die junge Mutter zu kümmern, bis er zurück wäre. Doch auch dieser Brief wurde von den Schwestern ausgetauscht.
Ein anderer Brief erreichte das Schloß. In ihm stand, man solle die junge Zarin gemeinsam mit ihrer Brut in ein Faß stecken und von einer Klippe ins Meer werfen. Schweren Herzens befolgten die Getreuen des Zaren diesen Befehl. Die junge Zarin stieg mit ihrem kleinen Sohn in das Faß und wurde ins Meer gestoßen.
Doch das Faß ging nicht unter, langsam schaukelte es über das Meer, bis es nach einigen Tagen an den Strand einer Wunderinsel trieb. Der Prinz Gwidul, der schon zum Jüngling herangewachsen war, konnte das Faß öffnen und stieg mit seiner Mutter an Land. Er schnitzte sich einen Bogen und Pfeil und ging, um die Insel zu untersuchen.
Am Strand entdeckte er einen schönen Schwan, der von einem riesigen Geier attackiert wurde. Der Schwan hatte keine Chance, schon stürzte sich der Geier auf ihn, als ihn plötzlich der Pfeil von Gwidul traf. Der Schwan hob den Kopf und verwandelte sich in eine wunderschöne Prinzessin. In ihren Haaren glänzte die Scheibe des Mondes und auf der Stirn trug sie einen goldenen Stern.
Sie versprach Gwidul, ihm immer in der Not beizustehen und ihn zu beschützen. Gwidul erzählte seiner Mutter nichts davon, sie legten sich am Strand nieder um etwas auszuruhen. Als sie erwachten sahen sie plötzlich eine goldene Stadt. Sie war in der Nacht, durch den Zauber des weißen Schwanes, erschienen. Als sie die Stadt betraten, stellten sie fest, daß alle Menschen und Tiere hier schliefen. Es gelang ihnen, die Bewohner zu erlösen und Gwidul wurde von ihnen zu ihrem Fürsten ernannt.
Es war eine wahre Zauberinsel, auf der sie hier gelandet waren. Hier gab es ein Eichhörnchen, das goldene Nüsse knackte und dabei sang und tanzte. Alle Menschen waren reich. Hütten und Elend kannten sie nicht. Beschützt wurde die Stadt von der weißen Schwanenprinzessin und ihren Brüdern. Das waren 33 riesige Recken in golden Rüstungen, die immer zur Mittagszeit aus dem Meer stiegen und die Stadtmauern umschritten.
Inzwischen war auch Zar Saltan aus dem Krieg heimgekehrt und erfuhr, was mit seiner jungen Frau und seinem Sohn geschehen war. Es brach ihm fast das Herz aber er konnte die Verschwörer nicht enlarven. Er mußte glauben, daß seine Zarin und sein kleiner Sohn ertrunken waren. Ständig machte er sich Vorwürfe und suchte nach den Schuldigen. Ohne Ergebnis!
Fürst Gwidul und seine junge Mutter lebten auf der Zauberinsel. Doch auch die Zarin konnte ihren Gemahl nicht vergessen und verging fast vor Trauer. Täglich schaute sie mit dem Fernrohr aufs Meer und hoffte auf Schiffe aus der Heimat. Und es kamen Schiffe, und eines Tages waren auch Reisende aus der Heimat dabei. Gwidul führte sie durch die Stadt und zeigte ihnen die Wunder. Er gab ihnen kostbare Geschenke für den Zaren Saltan mit und trug ihnen auf, ihn schön vom Fürsten Gwidul zu grüßen. Zu erkennen gab er sich aber nicht, denn er wollte es dem Vater nicht so leicht machen.
Aus Sehnsucht nach seinem Vater, bat er die Schwanenprinzessin um Hilfe. Diese verwandelte ihn in eine Biene. So konnte er über das Meer fliegen und unbemerkt in das Schloß seines Vaters eindringen....
*** Fazit ***
Tja, das Ende müßt Ihr Euch selbst ansehen. Ich kann Euch nur soviel verraten: Das Gute siegt immer über das Böse, doch bis zum Sieg hat der junge Fürst noch eine Menge Abenteuer zu bestehen. Dieser Märchenfilm ist voller Zauberei und weißer Magie. Es ist ein romantisches, verträumtes Märchen, voller Spannung und Abenteuer. Der Videofilm ist in fast allen Buchhandlungen erhältlich, kostet ca. 10.90 Euro und hat eine Spieldauer von ca. 80 Minuten. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingsmärchen und kann mit Sicherheit Groß und Klein begeistern. Also, wer Lust auf ein wunderschönes Zaubermärchen hat - ab in die Videothek oder in die Buchhandlung! Vielen Dank fürs Lesen!
Ich hatte eben einfach so mal Lust einen neuen Bericht zu schreiben und als Thema habe ich mir meinen Lieblings Regisseur ausgesucht.
Sein Name ist Alan Smithee und ist in sämtlichen Sparten der Filmunterhaltung tätig. Er schrieb die Scripte von ein paar Simpson Folgen, er „dirigierte“ Filme „Die Vögel 2“, „Hellraiser IV“ und Unmengen mehr. Insgesamt hat er es bis heute schon auf über 60 Filme gebracht, an denen er nicht nur als Regisseur arbeitete sondern auch mal das Buch dazu schrieb.
Am 17. Januar 2000 starb Alan Smithee, alleingelassen auf Befehl der MGM Studios.
Ich wurde auf Alan aufmerksam, als ich, so wie ihr jetzt, einen Bericht über ihn las. Ich glaube es war in der Cinema. Daraufhin stellte ich ein paar „Nachforschungen“ an und fand eine Liste der Filme und sogar eine Kurzbiografie.
Aus dieser Kurzbiografie kann man entnehmen, dass er im Jahr seiner Geburt 1967 schon den Film „Death of a Gunfighter“ drehte. Man sieht wir hatten es hier mit einem wahren Wunderkind zu tun, welches leider hauptsächlich schlechte Filme machte.
So, nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, ihr wundert euch wahrscheinlich schon genug ;-)
Alan Smithee ist ein Pseudonym, welches Regisseure und auch Buchschreiber benutzen dürfen wenn ihnen der Film während der Dreharbeiten aus den Händen genommen wurde und sie sich nicht mehr damit identifizieren lassen wollen.
Dazu muss man ein wenig erklären. In Amerika gibt es eine Vereinigung von Regisseuren, welche gewisse Regeln aufgestellt haben. Zu diesen Regeln gehört unter anderem, dass der Regisseur für den Film verantwortlich ist, also die Lorbeeren einsteckt oder die Prügel bezieht, wenn der Film schlecht war. Nun gibt es aber vor allem in der Horrorfilmbranche viele Produzenten, die dem Regisseur nicht unbedingt so freie Hand lassen, wie der es gern hätte und wenn dabei nun ein Film herauskommt, welcher simpel gesagt Schrott ist, dann müsste der missbrauchte Regisseur seinen Kopf dafür hinhalten und dessen Ruf wäre für immer verloren.
Für genau diesen Fall wurde Alan Smithee „gezeugt“. Er springt ein, wenn Autoren das Script verdreht wurde und bezieht Prügel wenn eine Serie von MacGyver nicht so ganz toll lief.
Am 17.01.2000 wurde er für tot erklärt, da nach mittlerweile 33 Jahren das Pseudonym zu sehr als Pseudonym erkennbar wurde. Die Zeitungsfritzen wussten alle, was sie zu erwarten hatten, wenn wieder mal ein neuer Film von Alan heraus kam und schrieben entsprechende Kritiken und das fanden die Produzenten und die Filmstudios natürlich nicht so toll.
Aber auch nach seinem offiziellen Tod kommen ab und zu noch neue Filme von ihm, heraus, also achtet mal darauf.
Hier schreibe ich mal eine kleine Auflistung seiner Meisterwerke als Regisseur auf, wenn ihr mehr über ihn wissen wollt, dann sucht auf www.imdb.com mal nach Alan Smithee, viel Spaß und haltet die Augen offen...
Coroner, The (1999)
Disciples, The (1999) (TV) (really Kirk Wong)
Alan Smithee Film: Burn Hollywood Burn, An (1997) (really Arthur Hiller)
Hellraiser: Bloodline (1996) (really Kevin Yagher)
... aka Hellraiser IV (1996)
Senior Trip (1995) (segment "Forrest Humps")
... aka National Lampoon's Senior Trip (1995)
O.J. Simpson Story, The
(1995) (TV) (really Jerrold Freedman)
Birds II: Land's End, The (1994) (TV) (really Rick Rosenthal)
Call of the Wild (1993) (TV) (really Michael Uno)
Bay City Story (1992) (TV)
... aka Deadline (1992) (TV) (USA: video title)
Fatal Charm (1992) (TV) (really Fritz Kiersch)
Bloodsucking Pharaohs in Pittsburgh (1991) (really Dean Tschetter)
... aka Picking Up the Pieces (1991)
Owl, The (1991) (TV)
Solar Crisis (1990) (really Richard C. Sarafian)
... aka Kuraishisu niju-goju nen (1990) (Japan)
City in Fear (1980) (TV) (really Jud Taylor)
Death of a Gunfighter (1969) (really Don Siegel & Robert Totten)
Fade-In (1968) (TV) (really Jud Taylor)
... aka Iron Cowboy (1968) (TV)
Ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen und fühlt euch nun ein wenig besser informiert ;-)
Vielen Dank fürs Lesen, bis zum nächsten Mal, euer Bastian.
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