Noch nicht auf dem Markt bekannt, kein besonders tolles Aussehen.
Schwächen in der Verarbeitung, kleinere "Sparmaßnahmen"
Du brauchst keinen Schraubendreher mehr !!!
ein Testbericht von vollonator2003-11-23 12:40:04vom 23.11.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Schraubenlose Montage, keine scharfen Kanten, durchdachtes System, 6 x 5,25" Einbauschächte, Snap-in Technik für Laufwerke, 4 Lüftereinbaumöglichkeiten, Bedienungsanleitung im Gehäuse, Zubehörbox....Nachteile/Kritik: Noch nicht auf dem Markt bekannt, kein besonders tolles Aussehen.
Den Spruch habe ich noch heute im Kopf, wenn ich an die neue Gehäuseserie B031 denke. Ein Spruch der aber auch stimmt, dazu mehr in meinem Bericht.
Wie ich auf die neue Gehäuse Serie kam.
Im Bekanntenkreis wurde wieder der Wunsch geäußert, dass ich einen Komplett-PC zusammenstellen soll. Da der Wunsch war nach einem vernünftigen PC, kam für mich ein Billiggehäuse nicht in Frage. Bei meinem Händler fragte ich also nach einem Gehäuse, welches preisgünstig ist, eine gute Qualität hat und auch für einen Nichtfachmann bei einem späteren Einbau von Komponenten keine Probleme darstellt. Daraufhin führte er mir das B031 Gehäuse kurz vor und meine Entscheidung stand fest. Sein Spruch bei der Vorführung war "Damit kann jeder einen PC bauen, der auch in der Lage ist, eine Glühbirne zu wechseln. Du brauchst noch nicht mal einen Schraubendreher." Eine computerweiße Ausführung wechselte dann den Besitzer, für einen Freundschaftspreis von 49,90 Euro.
Erster Eindruck von dem Gehäuse.
Auf den ersten Blick sieht das Gehäuse weder besonders toll noch besonders schlecht aus. Was ich sehr vorteilhaft empfand, war die Möglichkeit, dass im oberen 5,25" Schacht ein CD-ROM Laufwerk eingebaut werden kann und trotz einer Fronttür eine CD-Bestückung, ohne Öffnung der Tür möglich ist. Da hat wirklich einmal jemand sich über die Sache Gedanken gemacht. Die Seitenteile sind einzeln abnehmbar. Die Öffnung erfolgt einfach durch zwei Schieber auf der Rückseite, welche man sehr einfach öffnen kann. Es sind eine Art Schieber (zwei Stück) die ohne großen Kraftaufwand betätigt werden. Nachdem die Seitenteile entfernt waren, schaute ich mir das Innenleben an und suchte den Beutel bzw. die Schachtel mit dem Montagezubehör. Mein erster Gedanke war, so ein Mist, jetzt fehlt wieder das Montagematerial. Scharfe Kanten konnte ich nicht entdecken und ich war sehr positiv überrascht, dass in diesem MidiTower wirklich 6 x 5,25" Schächte vorhanden sind.
Da ich den Bau des PC´s auf einem Abend vornehmen wollte, griff ich nicht gleich zum Telefon und fragte nach dem Montagezubehör. So schaute ich mich im Gehäuse einmal genauer um. Dabei entdeckte ich zuerst, dass eine Bedienungsanleitung, mit klaren und deutlichen Anweisungen in dem Gehäuse an verschiedenen Stellen angebracht ist. Genauso stellte ich fest, dass ich mich hätte sehr blamieren können. Das Montagematerial liegt in dem Gehäuse nicht mehr irgendwo rum, sondern ist sauber und ordentlich in einem Zubehörfach am Boden des Gehäuses. Das hatte ich ja noch nie gesehen, aber wirklich toll und sehr gut überlegt. Wirklich, nach einer eingehenden Studie von dem Gehäuseinnenraum, war ich sehr beeindruckt und begeistert von dem Gehäuse und begann mit dem PC-Bau.
Montage von PC-Komponenten.
Zuerst baute ich die Floppy ein. Durch die Anweisung im Gehäuse war der Einbau ganz einfach und schnell möglich. Die Floppy wird nämlich nicht mehr mit Schrauben befestigt, sondern es werden einfach zwei Laufwerksschienen an der Floppy durch eine Art Snap-in Technik angebracht und die Floppy wird dann einfach von vorne in das Gehäuse eingeschoben. Übrigens, die Frontblende lässt sich auch sehr leicht abnehmen. CD-ROM und Festplatten werden auf die gleiche Art befestigt und sind genauso schnell eingebaut. Das Gehäuse spielte da also seine ersten Vorteile aus, doch es waren nicht die letzten Vorteile. Es ging nun an die Mainboardbefestigung. Insgeheim grinste ich schon, weil ich mir nicht vorstellen konnte, das dafür kein Schraubendreher benötigt wird. Nachdem ich die Mainboardmontageplatte aus
dem Gehäuse entnommen hatte (auch wieder zwei Schieber betätigen und nur ausklappen) verging mir dieses Grinsen. Nicht nur, dass alle Befestigungspunkte für alle Mainboardtypen bezeichnet sind, nein es sind auch spezielle Abstandsbuchsen. Diese Abstandbuchsen benötigen keine Schraube. Das Mainboard wird einfach wie bei einer Druckknopfverbindung auf die Abstandshalter aufgedrückt. Wer nun aber denkt, es ist eine Einwegbefestigung, den muss ich enttäuschen. Ein Demontagewerkzeug wird mitgeliefert und befindet sich an der Unterseite der Mainboardmontageplatte. Das Einsetzen der montierten Elemente war natürlich kein Problem.
Spätestens bei den PC-Karten (Grafikkarte, Netzwerkkarte) dachte ich aber, muss ich einen Schraubendreher verwenden. Wieder nicht, da aufgrund einer Art Schieber incl. Feststeller die Karten gehalten werden. Dazu muss man einfach nur den Schieber über den PCI-Slotblenden nach oben schieben, die Blindplatten entnehmen, PCI-Karte (oder AGP-Karte) in das Mainboard stecken und den Schieber wieder nach unten drücken. Sofort sitzen die Karten bombenfest und sind aber auch hinterher wieder sehr leicht entnehmbar.
Ich war begeistert, wie einfach und schnell ich mit dem gesamten Einbau fertig war. Da ich leider keine überlange PCI-Karte hatte, konnte ich die Kartenniederhalter im Gehäuse nicht ausprobieren. Doch ich nehme an, dass auch diese Funktion nicht nur funktioniert, sondern auch durchdacht ist.
Einbau von anderem Zubehör.
Da in dem Komplettsystem eine Festplatte mit 7200 U/min die Arbeit versehen soll, habe ich zusätzlich auch einen 8 cm Lüfter gekauft. Hier dachte ich nun, wird das Gehäuse an seiner versprochenen Schaubendreherlosigkeit scheitern. Doch ich wurde enttäuscht, auch der Lüfter lässt sich ohne Schrauben befestigen. Der Lüfter wurde von mir einfach in eine Art Käfig gelegt und dieser Käfig wurde wieder nach oben geklappt, fertig. Insgesamt sind in dem Gehäuse übrigens vier Einbaumöglichkeiten für 8 cm Lüfter vorhanden und ein 12 cm Lüfter. Ich glaube, dass die Seitenteile auch ohne Probleme nach der Montage passten, brauche ich hier wohl nicht mehr schwören.
Diebstahlschutz, bzw. Schutz gegen unbefugtes Öffnen.
Einige werden nun vielleicht denken, ein Gehäuse, welches sich so leicht öffnen lässt, ist als Desktop-PC nicht für das Büro geeignet. Doch auch da muss ich widersprechen. Ein Seitenteil lässt sich von innen mit einer Art Kunststoffzunge gegen das Öffnen sichern, die Frontplatte wird von innen mit mehren Bolzen gesichert und die letzte Seitenwand kann von außen mit einem Schloss oder einer Plombe gesichert werden. Dann ist ein unbefugtes Öffnen, nicht möglich.
Fazit.
Zur Zeit ist dieses Gehäuse auf dem Markt wohl noch nicht so bekannt. Doch ich nehme ganz stark an, es wird sich sehr schnell ändern. Ich war und bin von dem Gehäuse begeistert. Nicht nur aufgrund der sehr guten Qualität, sondern auch wegen der sehr schnellen Montagemöglichkeit. Bei der Zeitersparnis gegenüber einem normalen Gehäuse kann ich nur schätzen, aber ich glaube 15 Minuten habe ich wirklich gespart. Inzwischen habe ich bei meinem Händler gesehen, es gibt das Gehäuse nicht nur in computerweiß, sondern auch in schwarz und in einer Art Edellackierung mit brauner Farbe. Gerade wer zum ersten mal einen PC bauen möchte, den kann ich dieses Gehäuse sehr empfehlen. Und auch aufgrund der sehr großen Einbaumöglichkeit, dürfte das Gehäuse auch sehr lange für Erweiterungen langen. Die Bedienungsanleitung im Gehäuse ist klar und deutlich zu verstehen und die Zubehörbox für das Montagematerial ist so richtig die Sahnehaube auf diesem Cremestückchen. Das Aussehen ist Geschmackssache, doch den Vielpcumbauer oder dem Vielpcbauer wird man sicherlich in Zukunft öfter mit dem Gehäuse sehen. Hier schreibe ich sehr gerne für das Gehäuse, nicht nur in der Qualität spitze, sondern auch durchdacht und sehr gut umgesetzt. Dieses Gehäuse bekommt von mir wirklich die volle Punktzahl.
Übrigens, die Behauptung SCHRAUBENLOS stimmt wirklich, wenn man das Gehäuse mit einem Netzteil kauft. Sollte das Netzteil nicht eingebaut sein, müssen doch noch vier Schrauben befestigt werden. Doch wer ist schon so kleinlich und sagt nun, nee, nee.
Einige technische Infos:
6 x 5,25 Zoll Einbauschächte,
5 x 3,5 Zoll Einbauschächte (2 x extern, 3 x intern)
ATX , Micro ATX, Flex ATX.
Power-LED in blau.
PS. In einem Forum habe ich gelesen, dass die neue Thermaltake Skull Serie (Neuheit auf dem Markt) mit dem Body von Avance gebaut sein soll.
PPS. Dieser Bericht wurde von mir schon einmal veröffentlicht. Mit Erlaubnis von Yopi wird dieser Bericht allerdings nun in dem richtigen Bereich veröffentlicht.
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ein Testbericht von YetiChris2004-08-08 21:52:13vom 08.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Günstiger Preis, durchdachte Ideen, leichter Einbau...Nachteile/Kritik: Schwächen in der Verarbeitung, kleinere "Sparmaßnahmen"
Schon lange ärgerte mich die Tatsache, dass das Gehäuse, das ich ursprünglich erworben hatte, ein paar gravierende Schwächen hatte. Gut, als ich seinerzeit bei einem Fachhändler dieses Komplettsystem erworben habe, war dieses Midi-Gehäuse perfekt - ausreichend Einschübe für Laufwerke, das Mainboard auf einem ausziehbaren Schlitten montiert, und nicht zuletzt eine abschließbare Fronttür. (Eltern von kleinen Forschern werden mir zustimmen, dass es ein unschätzbarer Schutz für wichtige Daten ist, wenn der Reset-Taster für Kinder NICHT zugänglich ist).
Aber im Zuge stetiger Aufrüstungen (Mehr und schnellerer Speicher, CPU, neue Grafikkarte) Stellte sich bald ein krasser Nachteil des Gehäuses dar. Aufgrund der Bauart bekommt man zum einen nur wenig Kühlluft in das Gehäuse hinein, und zum anderen Warmluft nur schwer wieder hinaus. Dazu kommt auch, das der Luftstrom im Gehäuse nicht perfekt ist. Ergo: Mein Computer wird wärmer, als er unbedingt sein muss. Mit ein paar kleinen Kniffen (unter anderem ersetzte ich sämtliche Flachbandkabel durch Runde) konnte ich die Kühlleistung meines Systems zwar verbessern, aber so richtig zufrieden war ich nicht.
Bald hatte ich die Faxen dicke und schaute mich nach einem neuen Gehäuse um. Dabei stellte ich folgende Anforderungen: Das Gehäsue sollte:
- Ausreichende Möglichkeiten zum Einbau von Laufwerken bieten
- Eine gute Gehäuselüftung ermöglichen
- Eine einfache, problemlose Montage von Erweiterungskarten etc. Erlauben
- Eine Abschließbare Front bieten
Natürlich fiel mein Augenmerk nach kurzer Recherche auf die Gehäuse von Firmen wie Thermaltake, Casetek oder den Klassiker Chieftec. Allerdings – so interessant diese Gehäuse auch sind, mit einem Blick auf das Preisschild vergeht jedem einfachen Computeruser mit schmalem Geldbeutel sofort die Lust am Umrüsten. Und da ich auch keinerlei Ambitionen im Hinblick auf das modden meines Computers habe (Er steht unter dem Tisch, was brauche ich da bunte Lämpchen und Farbige Lüfter), konnte ich auf die angebotenen Zusatzfeatures wie eingebaute Fenster gerne verzichten.
Durch Zufall (und auf der Suche nach einem anderen Computerbauteil) wurde ich aber ausgerechnet bei einem der vielen Casemodding-Shops im Internet. Dort las ich ein Review über den Midi-Tower B031 der Taiwanesischen Firma „Avance“. Ich war begeistert! Dieses Gehäuse bot alles, was ich wollte, und zwar für knapp ein Drittel des Preises meines bisherigen Favoriten dem Thermaltake Xaser III „Skull“, welches 149 € kosten sollte. Das Avance B031 gab es für 49,95€!!!
Allerdings war mir auch dieser Preis (immerhin kamen ja auch noch Versandkosten dazu) etwas hoch. Mit etwas Geduld fand ich bei Ebay schließlich (fast) das, was ich suchte: Ein Avance B031 in Weiß für 28,50€ plus Versand – endlich auch für mich erschwinglich!
Natürlich bezahlte ich sofort, und vier Tage später stand es, geliefert von UPS, vor mir: Mein neues PC-Gehäuse.
Nachdem meine Tochter im Bett war (Alles was verboten ist, ist sooo interessant, und meistens auch schnell kaputt, besonders, wenn es empfindlich und teuer ist ;-) ), begann ich, das Innenleben meines alten Gehäuses aus und in meinen Neuerwerb einzubauen. Nachdem ich also nach und nach Laufwerke, Kabel, Netzteil, Erweiterungskarten und schließlich das Mainboard vorsichtig entfernt und mit einem weichen Pinsel vorsichtig entstaubt hatte, ging es an den Einbau.
Zunächst muss man dazu natürlich die Seitenverkleidungen
des Gehäuses entfernen. Beim B031 kann man schon hier auf Werkzeug verzichten, verschlossen werden die beiden Seitenabdeckungen mit jeweils 2 kleinen Plastikriegeln, die aber leider ziemlich schwergängig sind. Inzwischen bin ich schon dazu übergegangen, die Verkleidungen mit Thumbscrews, also Rändelschrauben, zu sichern (Entsprechende Bohrungen und Gewinde sind vorhanden) und die Riegel offen zu lassen, damit sie nicht in geschlossener Position mal abbrechen und mir den Zugang zu meiner Hardware verwehren.
Nachdem ich also uneingeschränkten Zugang zu meinem neuen Gehäuse hatte,, ging es an den Einbau der Komponenten. Als erstes kam das Netzteil an die Reihe. Hierzu wird doch tatsächlich ein Schraubenzieher benötigt.
Al nächstes folgt das Herzstück jedes Computers: Das Mainboard inklusive Prozessor, Lüfter und Speicher, die ich der Einfachheit halber auf dem Mainnboard belassen hatte. Zur Montage löst man die Grundplatte (welche verschiedene Bohrungen zur besseren Luftzirkualtion aufweist) auf der rechten Seite des Gehäuses, und entnimmt sie vollständig. Das bedeutet natürlich viel Platz zum Arbeiten. Je nach Formfaktor des Mainboards (ATX, Mini ATX, Micro ATX etc.) Befinden sich in bestimmten Abständen und Anordnungen kleine Gewindelöcher. In diese (in meinem falle die Löcher des Formats ATX) werden nun kleine Metallstifte eingeschraubt, deren Kopf ähnliuchkeiten mit einem Druckknopf bei Kleindungsstücken hat. Und richtig. Diese Druckknöpfe greifen genau in die Bohrungen für die Befestigungsschrauben am Mainboard, man „knöpft“ es regelrecht auf der Grundplatte fest, die man danach natürlich wieder im Gehäuse einhängt und mit den Riegeln fixiert. Sollte man nun einmal das Mainboard auswechseln müssen, dann löst man diese Knopfverbindung übrigens mit einem Speziellen Werkzeug, das dem Gehäuse beliegt und an der Rückseite der Grundplatte festgeclipst ist. Es sieht aus wie eine Mischung aus Pfannenwender und Gabel. Damit hebelt man das Mainboard schonend wieder ab.
Als nächstes kommen die Laufwerke an die Reihe. Diese werden, ähnlich wie bei den Großen Brüdern von Casetek und Thermaltake, mit Schienen im Gehäuse arretiert, die man vorher an den Laufwerken befestigt hat. Am Boden des Gehäuses findet man eine Aufnahme, die für je 2 5 ¼“-Laufwerke (Wie DVD Laufwerke oder Brenner), 2 3 ½“- Festplatten und ein 3 ½“- Diskettenlaufwerk die benötigten Schienen bereithält. Das mag für den Normalgebrauch ausreichend sein, da ich aber insgesamt 3 5 ¼“- Geräte besitze, und zwei 3 ½“-Laufwerke (Diskette und ZIP) besitze, hätte ich durchaus mehr Schienen benötigt. Die Geräte, für die ich keine Schienen mehr zur verfügung hatte, musste ich herkömmlich mit Schrauben befestigen. Generell kann man sagen, das wenn das Gehäuse Platz für 6 große Laufwerke, 2 kleine Laufwerke und 3 Festplatten bietet, dann sollten auch die entsprechende Anzahl der Schienen zu Verfügung gestellt werden. Auch die Tatsache, das die Front nur abnehmbar ist, nicht abklappbar wie bei den großen Vorbildern, ist ein kleines Manko, da ja die Kabel von Funktions-LEDs, Reset-Taste, Systemlautsprecher und Einschaltknopf immer im Weg sind. Zu erwähnen sei auch noch, dass wenn man seinen Brenner oder DVD-Laufwerk in den Obersten Schacht montiert, man durch eine Offnung in der Frontabdeckung dieses Laufwerk auch ohne das Öffnen der Frontklappe öffnen kann.
Nachdem ich die Laufwerke eingebaut hatte, ging es an das Verkabeln. Hier gibt es keine großen Probleme, sieht man mal von der Tatsche ab, dass das Avance B031 nur wenige Möglichkeiten bietet, zu lange Kabel zu verstauen oder mit Kabelbindern zu fixieren.
Als letztes ging es an den Einbau der Erweiterungskarten. Auch hier kann man wieder sehen, dass das Gehäuse einige gut durchdachte Ideen birgt. Quer zur Öffnung des Gehäuses befindet sich eine Klappe, auf der neben einer Aufnahme für einen 80mm Lüfter auch eine Reihe von kleinen Klammern bietet, mit denen man lange Karten noch einmal befestigen kann. Die Slotbleche werden wieder schraubenlos mit kleinen Kunststoffriegeln am Gehäuse arretiert.
Alles fertig? Noch nicht! Jetzt schnell noch für die Kühlung gesorgt, die mir so lange Kopfzerbrechen gemacht hat. Verzichtet man auf die unteren 3 5 ¼“- Einschübe, so kann man auf der Vorderseite einen 120mm Lüfter montieren (Allerdings mit Schrauben, oder alternativ mit Gummiknöpfen, die man zusätzlich erwerben muss), der kühle Luft in den Innenraum des Gehäuses drückt. Auf der Rückseite befinden sich 2 Kunststoff-Klemmvorrichtungen (ohne Werkzeuge verwendbar) für 2 80mm Lüfter, die die Warmluft aus dem Gehäuse aus dem Gehäuse drücken. Zusätzlich gibt es noch einen Festplattenkühler auf der Linken Seite des Gehäuses, der die Luft durch vorhandene Fräsungen in der Seitenwand ansaugt, sowie den schon angesprochenen Kartenlüfter an der querklappe, der ebenfalls durch Fräsungen auf der Seitenwand versorgt wird.
Mit vier 80mm und einem 120mm-Lüfter kann man sicherlich auch Hochleistungssysteme adäquat mit Luft kühlen.
Nachdem ich alle Einbaumaßnahmen beendet hatte, startete ich mein System wie gewohnt. Da alles funktionierte, hatte ich wohl keinerlei fehler gemacht, seit nunmehr 4 Monaten verrichtet mein Computer klaglos seinen Dienst im neuen Gehäuse, der Kauf hat sich gelohnt!
Zum Anschluss kann man sagen, dass das Gehäuse ein Spitzenprodukt mit kleinen Schönheitsfehlern ist. Perfekt ist die Idee der weitgehend schraubenlosen Montage, die Üppige Aussattung, das sehr gute Platzangebot in einem Midi-Gehäuse und die recht gute Verarbeitung. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen: Viel Kunststoffriegel sind schwergängig, manche Kanten nicht sauber entgratet, was beim Arbeiten durchaus zu schmerzhaften Schnittverletzungen führen könnte. Auch die Abschließbare Frontklappe ist ziemlich wackeig montiert und von der Qualität noch verbesserungswürdig.
Negativ sind Kleinigkeiten, wie die schon angesprochenenfehlenden Schienen für die Laufwerksmontage und die nicht abklappbare Front. Auch die fehlende Bedienugsanleitung (lediglich durch englischsprchige Aufkleber werden manche Monatgevorgänge erklärt, allerdings sind die Darstellungen manchmal nicht eindeutig) ist ein Manko. Als das kann aber auch auf nötige "Sparmaßnahmen" zurückgeführt werden.
Ich bin mit meinem Kauf sehr zufrieden, auch wenn die typisch weiße Gehäusefarbe nicht besonders aufregend ist. Das gehäuse gibt es noch in Schwarz und aufwändiger „Titanium“ – Metalliclackierung. Wenn ihr ein gute, preisgünstiges Gehäuse sucht, seid ihr durchaus gut bedient!
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