Platz 1 in der Kategorie "Mehr zu Bolivien". Typ: Trekkingtour / Choro-Inkatrek Wanderung auf dem Choro-Trek - eine der schönsten
Trekkingtouren der Anden ...mehr
Als klassisches Andenland ragt Boliven mit seinen Hochebenen und Steppen weit über seine Nachbarn hinaus. Aus diesem Grund wird es nicht umsonst auch „das Dach der neuen Welt“ oder das „Tibet von Südamerika“ genannt. Nicht allein die prächtigen Inkaruinen , sondern auch der bekannte „Melonenhut“ und die ansteckende Andenmusik zeugen in Boliven und Peru von einer sehr authentischen Indianerkultur.
Ungeachtet der Lage nahe des Äquators (Bolivien liegt auf dem selben Breitengrad wie z.B. Hawaii) besuchten wir in den vier Wochen vor allem das 3.000 bis 4000 Meter hohe Altiplano.
Der Choro-Trek
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Anstrengend, aber auch schwer beeindruckt waren wir auf unserer Tour von dem „Choro-Trek“. Wir organisierten dies von La Paz aus und hatten hier zwei erfahrene Bergführer mit dabei.
Nach übereinstimmender Meinung vieler Andenwanderer zählt dieser Trek zu den schönsten Trekking–Touren Boliviens. Diese normalerweise Vier-Tages-Tour von „La Cumbre“ nach Coroico“ ist nicht gerade ein gemütlicher Spaziergang, da der Pfad ständig an- und absteigt und das Gelände teilweise sehr unwegsam ist.
Der Startpunkt befindet sich in der Nähe einer Christusstatue auf einer Höhenlage von 4.700 Metern. Von hier aus geht es nochmals fast 200 Meter hoch hinauf zum Pass „Abra Chucura“ bevor sich der Weg dann zum Zielort des ersten Tages „Achura“ hinunterzieht.
Neben glitschigen Steinen gibt es immer wieder Bachläufe zu meistern. Nahezu alle Hängebrücken sind auf dem „Präinkaweg“ defekt, aber irgendwie schaffen wir es über den „Rio Huaranilla“ und „Rio Coscapana“ zu kommen.
Während dieser drei Tage erlebten wir hautnah die verschiedensten Öko-Systeme dieser Höhenbereiche und mußten dabei überwiegend bergab laufen. Während am Startpunkt bei „La Cumbre“ nur eine sehr spärliche Vegetation herrschte, kamen wir durch die Übergangszone zum Subtropischen.
Jetzt wurde die Pflanzenwelt von Stunde zu Stunde reicher und mündete am dritten Wandertag in den „subtropischen Dschungel“ in den wir nun eintauchen. Immer wieder passieren wir Wasserfälle und Flüsse und laufen zeitweise auf gepflasterten Wegen die noch aus der „Präinka-Zeit“ stammen.
Vor allem die 35 Kilometer am zweiten Tag des Trekkings haben uns ganz schön zugesetzt, so daß wir todmüde nach einem köstlichen Abendessen mitten auf dem Weg in unseren Schlafsack fallen.
Natürlich war es von vorteil, dass wir zwei Bergführer, dabei hatten. Diese hatte nicht nur die Zelte mit dabei, sondern auch das Essen und kümmerten sich um die Schlafplätze. Der Weg selbst ist aber auch ohne Bergführer zu finden, Zelte sollte man auf jedenfall mitnehmen, denn Unterkünfte zu finden erweisst sich bestimmt als schwieriges Unterfangen.
Der Einsiedler aus Japan
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Am dritten Tag führte der Weg in die Schlucht des „Rio Coscapana“ hoch. Wir kommen zum „Casa Sandillani“. Bei dem japanischen Einsiedler Tamiji Hanamura werden wir freundlich empfangen und bekommen bei ihm unsere mitgebrachten Briefmarken und Postkarten los. Selbstverständlich tragen wir uns auch in das dicke Gästebuch ein. So ist nun auch Mondfeld und Boxtal in den Bolivianischen Anden um La Paz vertreten.
Am Nachmittag erreichten wir Chairo von hier ausfuhren wir über eine staubige Piste nach Yolosa und mit einem Colectivo in das hübsch gelegene Dörfchen Coroico.
Der Ort ist von Hügeln mit Kaffee- und Bananenplantagen umgeben und bei der „oberen Schicht“
von La Paz zur Erholung an den Wochenenden und in den Ferien beliebt. Man hat ein schönes Panorama auf die umliegenden Berge und Täler und kann sich hier entsprechend gut von den Anstrengungen erholen.
Fazit:
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Wenn ich jetzt zurückdenke mit dem entsprechenden Abstand muss ich sagen, dass es für uns sehr, sehr anstrengend war. Trittsicherheit ist erforderlich, ich würde es aber wieder machen, die tollen Ausblicke entschädigen für die schweißtreibende Angelegenheit.
Liebe Grüsse und viel Spass beim TREKKING
von
Schlingel62
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-31 15:49:11 mit dem Titel Im "Salar de Uyuni", beim lezten Außenposten der Welt
Vorwort
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Reisebericht über Uyuni, das Alaska von Bolivien, im „Salar de Uyuni“
Wer durch Boliven reist, sollte unbedingt einmal eine Tour nach Uyuni, dem Alaska von Bolivien machen und dort den „Salar de Uyuni“ besuchen. Spektakulär ist dabei nicht nur die Anreise bei einer Fahrt durch mysteriöse Täler und Canyons. Eine ungewöhnliche Vegetation und Felsformationen inmitten von Ödland war bei der Busfahrt durch die trockene Landschaft des Altiplano angesagt.
Der „letzte Außenposten der Welt“
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Ty pisch sind für das Altiplano die kleinen Dörfer mit grasgedeckten Hütten. Unser Ziel war das kleine Dörfchen Uyuni. Hier findet man eines der faszinierendsten Naturphänomene Boliviens. In diesem „Alaska von Bolivien“, oder der letzte „Außenposten der Welt“, wie die Bolivianer dieses Gebiet selbst nennen, befindet sich eine kilometerlange Salzebene und ein Salzsee mit zahlreichen Inseln. Verwunderlich, wie in dieser bitterkalten, windigen und trostlosen Hochlandöde 20.000 Menschen leben können und was sie hier hält. „Uyuni“ ist ein Wort aus der Aymará-Sprache und bedeutet „Platz der Lasttiere“.
Der „Salar de Uyuni“, eine riesige Salzpfanne (Salar) ist etwa 160 km lang und 135 km breit, wobei die Salzkruste zwischen zwei und sieben Metern differiert. Damit ist der „„Salar de Uyuni“ die größte Salzfläche der Erde. Er wird von Einheimischen auch „Weißes Meer“ genannt.
So ging es für uns mit dem Jeep zu einer dreitätigen Tour durch den „Salar de Uyuni“ los. Durch die Verdunstung und starken Temperaturschwankungen verändert sich der Salar ständig und wird gefährlich, besonders nach Niederschlägen, wenn sich die festen Salzdecken in Salzsümpfe verwandeln und Fahrzeuge einzusinken drohen. Extrem ist auch das Sonnenlicht, das auf dem Salz reflektiert. Doch aufgrund der einmaligen Naturschönheit des Salars zieht es immer mehr Reisende hierher.
Eine Attraktion der ganz besonderen Art ist natürlich der Salzabbau (Jahresproduktion liegt bei 20.000 Tonnen) und das ganz aus Salzblöcken erbaute Salzhotel. Betten, Tische, Stühle, alles ist hier aus Salzblöcken gemacht. Das eindrucksvolle Panorama wird durch die 80 Kilometer von Uyuni entfernte „Isla de Pescadores“ noch verstärkt. Diese Insel ragt wie eine Oase in Form eines Fisches aus dem Salzsee heraus. Hier gibt es bis zu sechs Meter hohe Kakteen und es tummelten sich in dieser Isolation auch Vögel und eine Chinchilla-Art.
Im Salar fallen immer wieder die „Ojos“ auf, die blubbernden Salzquellen, auch „Augen des Salars“ genannt. Unterirdische Wasserläufe brechen hier durch die Salzkruste. Bei der Annäherung an diese blubbernden Schlammlöcher sollte man vorsichtig sein, da hier Einbruchgefahr besteht. Unser Jeep fuhr weiter „bis ans Ende der Welt“, wie wir „ San Juan“ bezeichneten. Hier in 3.700 Metern Höhe werden die „Nägel noch krummgeklopft“. Man fühlt sich wie in Sibirien, dennoch wird für die Touristen, der offenbar wichtigsten Einnahmequelle im „Kulturhaus“ ein Folkloreabend arrangiert und das mit Eintrittskarte und doppelter Kontrolle.
Für uns geht es dann stetig in höhere Gebiete, bis fast an die chilenische Grenze. Vorbei an Vulkanen, mehreren kleinen Lagunen mit Flamingos kommen wir mit dem Jeep über eine kaum zugängliche Piste über 5.200 Metern Höhe. Eindrucksvolle Gesteinsformationen inmitten einer wüstenartigen Landschaft. Unser Ziel war die „Laguna Colorado“ auf 4.775 Metern Höhe, 350 Kilometer südwestlich von Uyuni.
Die Laguna Colorada, die „rote Lagune“ ist ein Naturschauspiel im Andenhochland. So scheint das Wasser des etwa 60 Quadratkilometer großen Sees aufgrund seines pflanzlichen und tierischen Planktons rot gefärbt. Doch es gibt auch grüne Algen und weiße Borax-Inseln. Hier brüten auch die sehr seltenen Andenflamingos.
Fazit
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Alles zusammen mit der Stille und der Einsamkeit und der dünnen Luft in dieser Höhe ein geradezu unwirkliches Bild und ein ganz besonderes Bolivien – Erlebnis. Nachts wird es hier sehr kalt, so Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Minus sind hier keine Seltenheit. Unser Fahrer brachte uns am nächsten Tag wieder sicher über die Bergwelt des Salar zurück nach Uyuni, so daß wir nach einer Nachtfahrt, früh am Morgen in La Paz, der größten und wichtigsten Stadt Boliviens auf etwa 4.000 Metern ankommen.
Hoffentich bekommt ihr keine Höhenkrankheit ansonsten viel Spass
in und um Uyuni wünscht Euch