Fruchtwasseruntersuchung Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
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Bewertungsverteilung:
Vorteile
zeigt Behinderungen an(nie 100%tig)
Abklärung
Nachteile/Kritik
lange Auswertungszeit
Unsicherheiten
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Ich habs doch machen lassen!
ein Testbericht von tina652004-09-01 12:59:28vom 01.09.2004Empfehlung: ja
Vorteile: zeigt Behinderungen an(nie 100%tig)...Nachteile/Kritik: lange Auswertungszeit
Ich möchte heute etwas über die Fruchtwasseruntersuchung schreiben, und über meine eigene Erfahrung damit.
Die Fruchtwasseruntersuchung wird zwischen der 14-16 Schwangerschaftswoche durchgeführt, da die Fruchtblase wohl erst dann groß genug ist, um Risiken auszuschließen, da ansonsten die Menge des Fruchtwassers auch zu gering scheint. Mit einer sehr dünnen Hohlnadel wird ca. 10ml Fruchtwasser entnommen. Die Nadel wird durch de Bauchdecke des Unterbauches gestossen. Das geschieht ohne eine Betäubung und schmerzt nicht mehr als eine Blutabnahme. Nur eben das Gefühl ist ein anderes. Fruchtwasseruntersuchungen sind freiwillig. Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, kann man diese Untersuchung durchführen lassen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Risikoschwangerschaft heißt, wie es z. B. bei mir der Fall ist, dass das Alter eine Rolle spielt, ab einem gewissen Alter (ca. 35 Jahre) ist das Risiko größer ein behindertes Kind zu bekommen, als in jüngeren Jahren. Auch raten Ärzte den Frauen zu einer Fruchtwasseruntersuchung, wenn sie schon ein behindertes Kind geboren haben. Ich habe mit meinem Arzt ausführlich darüber gesprochen. Eine 100%tige Gewissheit, ob man ein gesundes Kind zur Welt bringt, gibt es einfach nicht. Keine Untersuchung kann das. Die Fruchtwasseruntersuchung ist mit die sicherste Methode Behinderungen, wie z. B. Mongoloismus und offener Rücken, auszuschließen. Es gibt die Möglichkeit, wenn eine dieser Schwerbehinderungen festgestellt werden, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Trotz allem ist diese Untersuchung selber nicht ohne ein gewisses Risiko. Bei einer von 200 Frauen kommt es nach der Untersuchung zu einer Fehlgeburt. Anzeichen dafür sind: Blutungen, Wehen, Fieber und der Verlust von Fruchtwasser. Also sollte man 2-3 Tage nach der Untersuchung darauf verzichten Bierkästen zu schleppen und sich auch ansonsten nicht anstrengen.
Mein Arzt erzählte mir auch über eine alternative Untersuchung, über spezielle Ultraschalluntersuchungen, das Messen der Nackenfalte beim Ungeborenen usw. Doch diese Untersuchung sind sehr kostenaufwendig und werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Ausserdem sollen sich nicht so sicher sein wie die Fruchtwasseruntersuchung.
Gut, am 06.08.04 habe ich mich dann entschlossen, die Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Ich habe für morgens dann einen Termin bekommen. Mein Mann ist mit mir zur Praxis gefahren. Mein Frauenarzt führt diese Untersuchung selbst nicht durch, sondern überwies mich an eine Praxis, die diese Untersuchung täglich durchführt, also mehr Routine darin hat. Sicher habe ich mir schon vorher darüber Gedanken gemacht, aber Angst hatte ich eigentlich nicht. Keine Angst vor der Untersuchung, eher war ich beunruhigt, dass dem Kind etwas geschehen könnte. Als wir dann im Wartezimmer saßen, wäre ich am liebsten weggerannt!. Bin ich aber nicht! In meinen Gedanken schwebten immer diese Bilder der letzten Ultraschalluntersuchung des Kindes vor, wie munter es war.
Ich unterhielt mich eine zeitlang mit der Ärztin, die meinem Mann und mir einige Fragen stellte, und uns den Hergang der Untersuchung erklärte. Mein Mann kam mit mir ins Behandlungszimmer. Ich mußte mich nicht ausziehen, sondern nur den Bauch frei machen. Es wurde ein Ultraschall gemacht, welches wir auch einer riesigen Fläche auf der Wand sehen konnten, alles übergroß! Das war wirklich toll! Wir konnten alles genau erkennen, Augen, Mund, die Gehirnhälften des Babys, Wirbelsäule, Herz, die einzelnen Finger,
nur nicht ob es ein Mädchen oder Junge wird. Als die Ärztin dann mit der Nadel ankam, entschloss sich mein Mann dann lieber den Raum zu verlassen, grins! Die Ärztin meinte, ich solle die Augen während der Entnahme schließen, was ich dann auch gemacht habe. Viel gespürt habe ich nicht, ausser den Einstich und als die Nadel wieder herausgezogen wurde.
Ich hatte es endlich hinter mir! Die Untersuchung sei sehr gut verlaufen, sagte mir die Ärztin noch. Auch mein Frauenarzt bestätigte mir einige Tage später, dass alles in Ordnung sei, zum Glück! Es dauert ca. 14 Tage, bis das Ergebnis der Untersuchung vorliegt. Also muß ich mich noch etwas gedulden. Morgen, oder am Montag werde ich dann das Ergebnis haben. Irgendwie in meinem Inneren spüre ich, oder vermute ich, dass mein Kind nicht krank sein kann!. Mein Frauenarzt sagte mir auch schon, dass er annimmt, dass das Kind gesund ist. Ziemlich sicher sein kann ich aber erst nach dem Resultat der Fruchtwasseruntersuchung Dann weiß ich auch, ob es ein Mädchen oder Junge wird.
Was wird, wenn es nun wirklich eine Behinderung aufweisen sollte? Darüber möchte ich mir eigentlich zum jetzigen Zeitpunkt gar keine Gedanken machen. Ich bin frohen Mutes und lasse lieber alles auf mich zukommen.
Sobald ich das Ergebnis habe, egal wie es denn nun ausfallen sollte, werde ich es diesem Artikel hinzufügen.
Anmerkung: Noch am selben Tag, an dem ich diesen Bericht geschrieben habe, habe ich auch das Ergebnis der Fruchtwasseruntersuchung erhalten. Mein Baby ist völlig gesund, keine schweren Behinderungen, und es wird ein Junge. Sein Name ist, oder wird, grins, Tristan-Angus, typisch schottisch, oder keltisch, bin ja großer Englandfan!
...
antjeeule, 17.12.2004
Wie schoumln fuumlr dich, dass mit deinem Baby alles in Ordnung ist. Alles Gute! LG, Antje
Corni, 04.10.2004
..wuumlnsche ich Dir von ganzem Herzen!
redwomen, 11.10.2005
Auch hier mehr als interessantes zu lesen und aufschlußreich. Ich selbst hätte ja damals, wenn ich das Kind nicht vorzeitig verloren hätte wenn du Lust hast siehe meinen Bericht dazu auch eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen sollen. -war ja damals
Anhand der Themenwahl kann man ja eigentlich sehen, worum es geht.
Und was alles damit Zusammenhing, wird ich mal jetzt versuchen, zu erklären.
Freudestrahlend, Sohn bändigend bin ich zu meinem regulären Termin erschienen.
Und ... es wurde eine Auffälligkeit im Ultraschall festgestellt.
Alle meine anderen Fragen waren plötzlich komplett nebensächlich. Was? Wie? Was machen? Was heisst das?
Das waren nur ein paar der Fragen, die mir binnen einer Minute durch den Kopf gingen.
Eine Auffälligkeit am Nacken des gerade 13 Wochen alten Krümels.... und das soll nun abgeklärt werden?
Weil es auf diverse Schädigungen bzw. genetische Defekte hinweisen könnte?!
Und das mir?
Wie betäubt hab ich mir die Telefonnummer des Spezialisten geben lassen und die Termine vereinbart.
Bin heimgeradelt.
Den Blutentnahme-Termin hab ich mehr an mir vorbeigleiten lassen, weil das Brett, was ich vor dem Kopf hatte, wohl noch viel zu dick war.
Was mich erwartete, hab ich vorher erfragt und logischerweise recherchiert.
Angenehm waren die Gedanken allemal nicht.
Aber was eigentlich auf mich zukam ... wich von aller Theorie ab.
Ultraschall, alles gut und schön. Aber ich wollte doch wissen, was mit dem kleinen Wesen los ist, was da eigentlich sein Leben verteidigt.
Schluckauf während einer Schlaf-Phase hat das Krümelchen gezeigt, sonst nichts.
Und dannn kam die Frage nach der Fruchtwasseruntersuchung.
Da ich es nicht viel besser erklären könnte, lass ich den Text so stehen:
(Quelle: www.netdoktor.de)
Was ist eine Fruchtwasseruntersuchung?
Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ist eine Methode der Untersuchung des ungeborenen Kindes (Pränataldiagnostik).
Mit der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) können schon in den frühen Schwangerschaftswochen bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen des Fötus diagnostiziert werden.
Wozu dient eine Fruchtwasseruntersuchung?
Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ist schon ab der 14. bis 15. Schwangerschaftswoche angebracht bei:
Schwangeren, die älter als 35 Jahre sind: Mit steigendem Lebensalter der Mutter ist das Risiko für Veränderungen im Erbgut, also bei den Chromosomen erhöht. Chromosomen sind die Träger der Erbinformation. Sie befinden sich im Zellkern aller Zellen des Menschen. Bei jeder Zellteilung verdoppeln sich die Chromosomen und werden auf die neuen Zellen aufgeteilt. Bei diesem Vorgang kann es zu Fehlern kommen. Entweder können zu wenig Chromosomen oder zu viel Chromosomen in den Zellen vorkommen. Auch Fehlverteilungen einzelner Chromosomenabschnitte sind möglich. Treten solche Störungen auf, kann der Embryo schwere Schäden in Form von geistiger oder körperlicher Behinderung davon erhalten. Eine der bekanntesten Behinderungen ist das Down-Syndrom (Trisomie 21), bei dem die Betroffenen durch schwere geistige und körperliche Behinderung gekennzeichnet sind.
Vorliegen eines genetischen Defekts bei den Eltern oder anderen Verwandten
Bereits erfolgter Geburt eines Kindes mit einer Erbkrankheit oder schweren angeborenen Stoffwechselerkrankungen
Hinweisen auf kindliche Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen: Diese kann der Arzt bei einer Ultraschall-Untersuchung festgestellt haben.
Hinweisen auf ein erhöhtes Risiko für Down-Syndrom: Solche Hinweise erhält der Arzt durch eine entsprechende Blutuntersuchung, den Triple-Test. Hierbei untersucht das Labor ein kindliches Eiweiß (Alpha-Fetoprotein), die mütterlichen Hormone Östriol und HCG (human chorionic gonadotropine) und korreliert dieses Ergebnis mit dem Alter der Schwangeren. Der Test gibt Auskunft darüber, ob das individuelle Risiko einer Frau für kindliche Chromosomenstörungen höher ist als es aufgrund ihres Alters zu erwarten wäre.
Außerdem kann die Menge des Alpha-Fetoproteins Hinweise auf Mehrlinge oder verschiedene Erkrankungen des Fötus geben. Ein
Anstieg des Alpha-Fetoproteins ist bei folgenden embryonalen Entwicklungsstörungen zu beobachten:
Neuralrohrdefekte: Das sind Spaltbildungen der Wirbelsäule (z.B. Spina bifida).
Bauchwanddefekte: Das sind Spaltbildungen in der Bauchdecke des Kindes (z.B. Omphalozele).
Zu niedrige Alpha-Fetoprotein-Werte findet man beispielsweise beim Down-Syndrom.
In der späteren Phase der Schwangerschaft (etwa ab der 30. Schwangerschaftswoche) wird eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) zur Diagnose folgender Störungen durchgeführt:
Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind
Bestimmung der kindlichen Lungenreife bei drohender Frühgeburt
Was ist hinsichtlich einer Fruchtwasseruntersuchung zu beachten?
Vor allem die Plazenta-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie), aber auch die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) bieten keine 100-prozentige Sicherheit, da die Ergebnisse beider Untersuchungen nicht immer eindeutig sind.
Wie wird eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt?
Eine örtliche Betäubung oder Schmerzmittel sind bei der Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) in der Regel nicht nötig, da der Schmerz bei der Fruchtwasser-Entnahme ungefähr dem einer Blutabnahme entspricht.
Bei der Amniozentese ermittelt der Arzt mit einer Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) die genaue Lage des Kindes in der Gebärmutter und damit eine geeignete Einstichstelle zur Fruchtwasser-Entnahme. Durch die sonographische Messung bestimmter Körperteile (z.B. Kopf, Bauch, Oberschenkelknochen) kann er auch feststellen, ob die Größe des ungeborenen Kindes tatsächlich dem errechneten Schwangerschaftsalter entspricht.
An der ausgewählten Stelle führt er unter permanenter Ultraschallkontrolle eine dünne Nadel in die Bauchdecke und weiter in die Fruchtblase ein. Aus der Fruchtblase saugt der Arzt dann etwa 20 Milliliter Flüssigkeit ab.
Die Fruchtwasserprobe wird anschließend in einem Labor untersucht. Dort werden die Zellen, die sich in der Probe befinden, weiter gezüchtet und vermehrt. Diese Zellen sind abgestoßene Zellen der Haut, des Magen-Darm-Trakts und der Nieren des Kindes. Das Ergebnis der Untersuchung liegt nach ungefähr ein bis drei Wochen vor.
Nach dem Eingriff sollte sich die Patientin einen Tag lang schonen.
Welche Komplikationen können bei einer Fruchtwasseruntersuchung auftreten?
Bei der Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) kommt es nur selten zu Komplikationen. Dazu zählen:
Das Risiko einer Fehlgeburt: Es liegt bei etwa 0,5 bis 1 Prozent und hängt auch von der Erfahrung des Arztes ab.
Fruchtwasserabgang, schwache Blutungen in der Gebärmutter, Verletzung der Gebärmutter oder eine Infektion
Eine Verletzung des Kindes durch die Einstichnadel: Dieses Risiko kann der Arzt erheblich vermindern, wenn er während des gesamten Eingriffs die Position des Kindes mit Hilfe des Ultraschalls bestimmt.
Kontraktionen der Gebärmutter: Diese Reaktion ist relativ häufig, lässt aber in der Regel rasch wieder nach.
Welche alternativen Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?
Die Plazenta-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie) und die Nabelschnurpunktion (Chordozentese) sind ebenfalls Verfahren zur Untersuchung des ungeborenen Kindes.
Mit der Ultraschall-Untersuchung (Sonographie), einer Routine-Untersuchung während der Schwangerschaft, kann der Arzt zuweilen Fehlbildungen einzelner Organe erkennen. Die Sonographie ist einfach und schnell durchführbar, schmerzlos und kostengünstig. Außerdem erhält der Arzt das Ergebnis sofort. Allerdings lässt eine Sonographie keine Rückschlüsse auf die Erbanlagen des ungeborenen Kindes zu, weshalb sie eine Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) bzw. Plazenta-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie) auch nicht ersetzen kann.
Die textliche Gestaltung dieser Ausführung liegt nunmal nicht ganz in meiner Hand.
Verstehen kann ich das meiste von dem Geschriebenen und bin gerne bereit eventuelle Fragen auch zu beantworten - soweit mir das möglich ist.
Jemandem diese Untersuchung freiwillig anraten würde ich sicherlich nicht.
Auf begründeten Veracht hin... ja!
Angenehm? Nein, angenehm sind lange Kanülen, die ohne Betäubung durch die Bauchdecke gepieckt werden auch bloss nicht.
Bis zu der Amniozentese & Chorionzottenbiopsie war unsere Laune hier allerdings weit unter dem Gefrierpunkt. Denn mit nur Vermutungen zu leben, mi einem evtl. vielleicht zu leben ist halt schwieriger, als endlich was in Angriff zu nehmen.
Strapazen gehören dann wohl dazu.
So kamen auch Veränderungen im Tagesablauf zustande.
Ich hütete mich auch 1 Woche nach dem Eingriff noch davor, mehr als unseren Sohn durch die Gegend zu schleppen.
Endgültige Ergebnisse haben wir noch ncht. Das ganz endgültige kommt wohl sowieseo erst mit der Geburt.
Aber nach den Auswertungen können wir uns auf einen (zumindest genetisch) gesunden Sohn freuen.
Einer der Gründe, warum ich grad etwas schweigsamer erscheine......
Trotzdem wünsche ich Euch alles Liebe,
Sabo
Und wie bewertet man das? Gut ist es, das es gemacht wurde. Aber freiwillig würd ich wohl nicht drauf zurückgreifen.
...
ein Testbericht von Jakini2002-04-01 20:58:22vom 01.04.2002Empfehlung: ja
So, nun in der richtigen Kategorie, der andere Bericht ist korrigiert, hatte mich verklickt, aber in diesem Falle auch einen Bericht über Schwangerschaftsdiabetis schreiben können.
Geschrieben habe ich diesen Bericht vor einem Jahr für das alte yopi. Somit binich nun nicht mehr schwanger, doch dies ändert nichts an meinen Erfahrungen, somit setze ich meine vierte Schwangerschaft nicht extra in die Vergangenheit.
Ich muß gestehen, dies wird der erste Bericht von mir, über etwas, womit ich keinen persönlichen Erfahrungen gemacht habe. Dennoch möchte ich gerne schreiben, warum ich mich bisher gegen eine Fruchtwasser
Untersuchung entschieden habe.
Mein erstes Kind, eine Tochter habe ich im Sommer 1995 bekommen. Damals wohnte ich noch in Winsen-Luhe, mein dort behandender Arzt erzählte mir nur sehr kurz von dieser Untersuchung, riet mir aber davon ab, weil das Risiko einer Fehlgeburt viel größer wäre, als die Gefahr, daß mein Kind behindert sein könnte. Somit machte ich mir keine weiteren Gedanken über diese Untersuchung und hakte diese für mich ab. Die Gefahr, ein Kind mit Down Syndrom zu bekommen, steigt mit dem Alter, zum Geburtstermin meiner ersten Tochter war ich 25 Jahre, was man in der heutigen Zeit durchaus als jung bezeichnen kann.
Bei meinem zweiten Kind dann sprach mein Arzt mit mir über die Fruchtwasseruntersuchung, ebenfalls über den sog. Trippletest.
Bei dem Trippeltest handelt es sich um eine Blutabnahme, mit der man eine Vorentscheidung treffen könnte, ob eine Fruchtwasseruntersuchung notwendig ist. Doch leider stimmt die Zusagen bei diesen Test lt. der Aussage meines Arztes nur zu 50 %. Bei einer Bekannten habe ich miterlebt, daß man ihr nach diesem Test sagt, es besteht die Möglichkeit, daß ihr Baby behinder wäre. Sie ging somit einen Monat durch die Hölle, da es noch dauerte, bis sie dann die Fruchtwasseruntersuchung machen konnte und das Ergebnis in den Händen hilt. Das Baby war, bzw. ist kerngesund. Aus Grund dieser Erfahrung entschied ich mich dann in der zweiten Schwangerschaft, wo ich 27 Jahre alt war, auch wieder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung, was mein Arzt dann auch akzeptierte. Außerdem wollte ich mein Kind so bekommen, wie es ist, egal ob behindert oder gesund, es ist mein Fleisch und Blut und ich würde ich es auf jeden Fall lieben.
Außerdem gibt es inzwischen die Möglichkeit, zwischen der 10. und 14. Woche die Nackenfalte des Kindes beim Ultraschall zu messen, wenn diese eine Dicke von 3 mm nicht überschreitet, dann ist es schon ein guter Hinweis, daß kein Down Syndrom vorliegt. Auf diesen Ultraschall habe ich gut verlassen, und er traf bei meinen drei ersten Kindern auf jeden Fall zu.
Trotzdem war mein Sohn behindert, er starb im Alter von vier Monaten an einem Herzinfarkt, ausgelöst von einer Bronchitis in Verbindung mit einer Aortenstenose, die zu dem Williams-Beurem-Syndrom gehört. Mein Sohn hatte also somit eine Behinderung, worüber wir aber erst während meiner dritten Schwangerschaft Klarheit bekommen haben. Nach der Obduktion hieß es nur, er hatte einen Herzinfarkt, das Snydrom hätte man nicht nachweisen können, dessen Verdacht der behandelnde Kinderkardiologe wenige Tage vor seinem Tod ausgesprochen hatte. Als ich dann diese Diagnose in Händen hilt war ich großer Sorge um mein Ungeborenes Kind und ich stellte mir intensiv die Frage, dieses Mal vielleicht doch eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Nicht um im Faller eine Wiederholung abzutreiben, sondern um Vorbeugen zu können und diesem Kind eine Chance auf ein Leben mit seiner Behinderung zu geben. Natürlich standen dann die Erfahrungen einer Bekannten dagegeben, die ihre gesunde Tochter auf Grunde einer Fruchtwasseruntrsuchung, die sie wegen ihres Alters hat machen lassen müssen, dagegen. Ich wollte mein Kind nicht verlieren, ich wollte ihm aber helfen.
Also unterhilt ich mich mit meinem Arzt genauer über dieses Thema und er erzählte mir Namenslos von anderen Patientinnen, die ebenfalls gesunde Babys durch die Untersuchung verloren haben, wie auch von Untersuchungen, nach denen ein Kind gesund sein sollte, aber trotzdem krank auf die Welt kam. Es kann nicht jede Krankheit mit dieser Fruchtwasseruntersuchung erkannt werden, das Syndrom meines Sohnes z.B. hätte man auch mit der Untersuchung nicht vor der Geburt erkennen können, nur nach der Geburt anhand einer Blutabnahme von lebenden Blut. Und so gibt es noch viele weitere Krankheiten, die auch im Fruchtwasser nicht zu erkennen waren. Somit entschied ich mich auch bei meinem dritten Kind gegen die Untersuchung.
Letzte Woche sah mein Arzt mich an und meinte, daß er mich nun wieder Fragen müsste, ob ich eine solche Untersuchung wünsche, oder nicht. Mein "Nein" akzeptierte er ohne weitere Unterredung und darüber bin ich sehr froh.
Über den Verlauf kann ich nicht sehr viel sagen, nur daß vorsichtig mit eine dünnen Nadel aus der Fruchtblase etwas Fruchtwasser entnommen wird, welches dann untersucht wird. Auf das Ergebnis muß man ca. eine Woche warten, was viele Eltern, sehr nervös macht. So war es zumindest bei eine Nachbarin und zwei weiteren Bekannten von mir, die diese Untersuchung haben machen lassen. Nach der Entnahme können die Mütter meistens wieder heim gehen, müssen sich aber schonen, weil das kleine Loch in der Fruchtblase zuwachsen muß, sonst wird vom Körper die Geburt eingeleitet. Leider geht dies nicht immer gut, wie wir auch im Bekanntenkreis mitbekommen haben, und was auch nicht selten ist.
Zu einer solchen Untersuchung wird überwiegend Müttern über 30 geraten, bei Müttern über 35 bestehen viele Ärzte auf die Fruchtwasseruntersuchung, da hier das Risiko ein Kind mit Down Syndrom zu bekommen sehr groß ist. Doch auch diese Mütter können nicht zu der Untersuchung gezwungen werden.
Wer so eine Untersuchung an sich machen lassen möchte, der sollte sich im Klaren sein, auch sie ist keine Garantie für ein gesundes Kind, nicht jede Krankheit kann mit dieser Unterschung erkannt werden! Auch verbirgt sich jedes Mall eine Gefahr für das Kind dahinter, wenn sich das Loch in der Fruchtblase nicht wieder schließt, somit kann eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Diese Entscheidung muß aber jede werdende Mutter für sich selber treffen, ich habe für mich vier Mal beschlossen, auf die Untersuchung zu verzichten.
...
Dini2000, 15.04.2002
Ich wuumlszligte nicht, ob ich es machen wuumlrde. Einerseits erfaumlhrt man wichtiges, andererseits kann es das Kind verletzen.. Schwere Entscheidung sowas.
seehuhn, 01.04.2002
Ein sehr interessanter Bericht.
Sunshine2002, 24.04.2002
Das muszlig jeder selber wissen, ich habe sie machen aufgrund der nackenfalte uumlber 3 mm ich war erst 23 - das ergebniss war down syndrom, und zwar so stark das mein baby nicht lange lebensfaumlhig gewesen waumlre - ich lieszlig es abtreiben -