Kiddy 2000 Reboard
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Kiddy 2000 Reboard

 Kindersitz
Platz 190 in der Kategorie "Kindersitze". Alter: 0-12 Jahre. Gewicht: 0-36 Kilogramm. ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Kiddy 2000 Reboard Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

pimock

Wo sollen nur meine Beine hin?

ein Testbericht von 2002-05-11 15:13:23 vom 11.05.2002
Empfehlung: nein
Hallo liebe Leser-Gemeinde! Gerade die Sicherheit unserer Kinder im Auto und Straßenverkehr ist uns sehr wichtig. Also muß man von der Geburt bis zum 12 Lebensjahr einen geeigneten Autositz für die kleinen benutzen. Wir haben uns da so einige Gedanken gemacht und bevor unser erster Sohn zur Welt kam haben wir uns nach einem Autositz umgesehen.

Unser erster Autositz war ein Maxi-Cosi. Dieser Sitz ist normalerweise für Kindern von 0 bis 9 Monaten geeignet. Doch leider war es bei unserem Sohn nicht so. Er hatte bereits mit ca. 6 Monaten Probleme mit dem Platz. Dieser Maxi-Cosi wurde einfach zu eng für ihn. Er konnte sich nicht richtig bewegen und wurde gerade im Winter richtig eingequetscht. Also mußte ein neuer Sitz her. Nun war die Frage welchen Sitz sollte man da nehmen. Es gibt ja mittlerweile so viele verschiedene Sitze, daß die Auswahl sehr schwer fällt. Sollte man nun einen nehmen der von 9 Monaten bis 5 Jahren ist oder einen der von 0 Monaten bis 12 Jahre ist. Wir haben uns dann im Bekanntenkreis umgehört und die Empfehlung von einem Elternpaar mit einem einjährigen Sohn bekommen. Sie waren von dem Autositz Kiddy 2000 Reboard sehr begeistert.

Da sie so von diesem Sitz geschwärmt hatten, haben wir für unseren Sohn einen solchen Sitz gekauft. Dieser Sitz hat vor 4 Jahren DM 249,00 gekostet. Für einen solchen Sitz eigentlich ein guter Preis. Denn es gibt nicht mit 5 Jahren wieder die Frage welchen Sitz brauchen wir denn jetzt.

Dieser Sitz ist eigentlich für Kinder von 0-12 Jahren. Ich habe mir dann gedacht, daß ich dann nur den einen Sitz kaufen muß und bis zum zwölften Lebensjahr meine Ruhe damit habe. Also eine gute Anschaffung.

Bis zum dritten Lebensjahr muß dieser Sitz entgegen der Fahrtrichtung eingebaut werden. Er wird mit Zusatzgurten, die unter dem Beifahrersitz befestigt sind, in das Auto eingebaut. Da in unserem Haushalt 2 Autos vorhanden sind, mußten wir gleich noch ein paar Gurte zusätzlich kaufen. Es ist bei diesem Sitz am besten, wenn er auf dem Beifahrersitz eingebaut wird. Natürlich nur, wenn kein Airbag vorhanden ist. Wenn der Sitz auf der Rückbank befestigt wird, müßte der Vordersitz so weit nach vorne geschoben werden, daß der Beifahrer kaum noch Platz hätte sich richtig hinzusetzen.

Der Kiddy besteht aus einem Plastiksitz mit Rückenteil. Auf diesen Plastikteilen befindet sich jeweils ein Polster. Dies ist gerade an dem Rückenteil an den entsprechenden Stellen stärker gepolstert und somit für die Wirbelsäule sehr gut. Es ist wie eine Art Protector, wie man sie bei Motorradjacken kennt. Auch der Sitz ist an den Seiten sehr gut gepolstert und das Kind hat sehr viel Platz. Das Kind wird mit Hosenträgergurten in dem Sitz befestigt. Diese können auf die Größe des Kindes eingestellt werden. In der Rückenlehne befinden sich in unterschiedlicher Höhe Schlitze und damit kann man die Gurte auf die richtige Größe einstellen. Am vorderen Teil des Sitzes befindet sich eine kleine Lasche. Mit dieser Lasche können die Gurte gelöst oder gestrafft werden. Dies ist wohl bei jedem Kindersitz gleich.

Das Sitzteil und Rückenteil ist mit einer Schraube verbunden. Eine weitere Schraube stellt die Halterung der Rückenlehne ein. Sie werden Handgriffschrauben genannt. So lange der Sitz noch als Reboard verwendet wird, muß diese Schraube entfernt werden. So kann der Sitz in eine Liegeposition befestigt werden. Für die Wirbelsäule des kleinen ist dies besser, als immer nur zu sitzen. Gerade bei den Babys sollte darauf geachtet werden, daß sie noch nicht sitzen. Unter dem Sitz befindet sich noch zusätzlich ein Keil mit dem der Sitz weiter nach hinten verstellt werden kann, wenn das Kind mit den Beinen keinen Platz mehr hat.

An der Rückenlehne befinden sich zwei Gurtverschlüsse. In diese Verschlüssen werden dann die Zusatzgurte eingerastet. Diese Gurte sind am Rückenscharnier des Beifahrersitzes befestigt. Sie werden überkreuzt unter dem Beifahrersitz nach vorne in den Fußraum gelegt und dann mit dem Sitz verbinden. So geben sie dem Sitz einen richtigen Halt. Nachdem sie an dem Autositz befestigt wurden, werden sie richtig stramm gezogen. Nun darf der Sitz nicht mehr viel hin und her wackeln. Der normale 3-Punkt-Gurt des Autos wird um das Sitzkissen des Autositzes gelegt. Damit auch dort der Sitz nicht verrutschen kann.

Von der Geburt bis 9 Monate (bis 10 kg) wird der Sitz auf dem Beifahrersitz montiert. Aber nur wenn kein Airbag vorhanden ist. Dazu werden die Handgriffschrauben entfernt und der Sitz so gegen das Handschuhfach gelegt, daß er flach anliegt. Dann wird er mit den Zusatzgurten befestigt.

Von 9 Monaten bis 3 Jahren muß er schon auf dem Rücksitz befestigt werden. Dazu werden die Handgriffschrauben wieder eingesetzt und die Rückenlehne ist somit gerade. Die Zusatzgurte werden nach hinten gelegt und mit dem Sitz befestigt. Wenn das Kind mit den Beinen nicht mehr genug Platz hat, dann wird der Keil in die vorderste Position geschoben und somit sollte dann eigentlich bis zum dritten Lebensjahr genug Beinfreiheit vorhanden sein. Doch dies stellt sich als sehr schwierig heraus. Da der Sitz als Reboard verwendet wird befinden sich die Beine ja an der Rückenlehne der Rücksitzbank und da kann man sich vorstellen, daß es dort ziemlich eng werden kann.

Ab einem Alter von drei Jahren bis sieben Jahren (15-25 kg) wird der Sitz in Fahrtrichtung angebracht. Nun werden die Zusatzgurte nicht mehr benötigt. Der Sitz wird in die aufrechte Position gebracht. Die beiden Handgriffschrauben werden links und rechts eingedreht und somit kann der Sitz nicht mehr nach hinten klappen. Die Hosenträgergurte werden nun entfernt. Sie werden auf der Rücksitze durchgeschnitten und aus den Führungen entfernt. So kann das Kind nun mit dem ganz normalen 3-Punkt-Gurt des Autositzes angeschnallt werden. An der Seite des Sitzes befinden sich sogenannten Gurtführungen. In diese wird dann der Autogurt eingeklemmt und sichert so den Halt des Kindes. Außerdem kann der Gurt dann nicht am Hals scheuern. So wurde aus einem Babysitz eine Sitzerhöhung. Leider finde ich es nicht so toll, daß die Gurte durchgeschnitten werden müssen, denn so kann der Sitz für keine weiteren kleinen Kinder benutzt werden. Auch ein Verkaufen ist nicht mehr ganz so leicht.

Im Alter von sieben bis zwölf Jahren benötigen die Kinder dann nur noch eine Sitzerhöhung. Dazu wird der Sitz dann ganz auseinander gebaut. Die Rückelehne wird abgebaut und so hat das Kind dann eine normale Sitzerhöhung.

Nun ist der Sitz komplett auseinandergebaut und meiner Meinung nach nicht mehr gut für andere Kinder zu verwenden. Schon alleine dadurch, daß ab einem Alter von drei Jahren die Hosenträgergurte des Sitzes durchgeschnitten werden müssen läßt es der Sitz nicht mehr zu, daß er noch einmal von einem kleineren Kind benutzt wird. Also schon mal Geldmacherei vom Hersteller. So muß man notgedrungen einen neuen Sitz kaufen, wenn man noch ein Kind hat.

Zum Lieferumfang des Sitzes gehört noch ein Video. Auf diesem Video befinden sich ganz genau die Einbauanweisungen und wie man den Sitz umbaut. Dies finde ich eigentlich ganz gut, denn bei manchen Sitzen weiß man nicht wie sie richtig eingebaut werden müssen. Damit die Sicherheit der Kinder auch gewährleistet wird, ist es wichtig, daß der Sitz auch richtig eingebaut wird. Dies wird mit dem Video auf jeden Fall sichergestellt.

Nun komme ich aber zu meinen Erfahrungen mit diesem Sitz. Mein Sohn war eigentlich von Geburt an schon ziemlich groß und schwer. Dadurch paßte er, wie schon oben geschrieben , nicht sehr lange in seinen Maxi-Cosi. Also haben wir den Kiddy gekauft. Am Anfang waren wir auch sehr zufrieden damit. Der kleine hatte sehr viel Platz und wurde nicht eingeengt. So konnten wir auch längere Strecken zurücklegen. Doch leider mußte ich schon nach kurzer Zeit feststellen, daß es wohl doch keine gute Anschaffung war.

Schon mit einem Jahr hatte Marcel sehr große Probleme mit seinen Beinen. Ich habe dann den Keil ganz nach vorne geschoben und somit sollte er eigentlich wieder mehr Beinfreiheit haben. Doch leider war es auch nicht sehr lange so. Schon nach kurzer Zeit hatte er die Beine wieder angewinkelt und der Platz wurde immer enger. Er hatte keine Möglichkeit mehr seine Beine richtig auszustrecken. Da dieser Sitz aber bis zum dritten Lebensjahr entgegen der Fahrtrichtung montiert werden muß, wußte ich nicht mehr weiter.

Ich habe dann versucht diesen Sitz in Fahrtrichtung zu montieren. Doch dies stellte sich als großes Problem dar. Da er dann nicht mehr mit den Hosenträgergurten angeschnallt werden konnte war er eindeutig noch zu klein dafür. Normalerweise hätten dann die Hosenträgergurte rausgenommen werden müssen und ich hätte ihn mit dem normalen Autogurt angeschnalle müssen. Dies ging aber im Alter von ca. 1 ½ überhaupt nicht. So blieb uns nichts anderes übrig als den Sitz wieder als Reboard zu verwenden.

Doch dies war auch keine Lösung. Der kleine wußte nicht mehr wohin mit seinen Beinen und auch bei längeren Fahrten fing er sehr schnell an zu meckern. Also blieb uns nichts anderes übrig als nach einen neuen Sitz Ausschau zu halten. Wir haben uns dann für einen Römer King entschieden. Diesen Sitz kann man in Schlafposition stellen und auch mit der Beinfreiheit war es nun kein Problem mehr. Aber dies ist dann wieder ein anderes Thema.

Abschließend kann ich eigentlich nur sagen, daß ich keinem diesen Sitz empfehlen kann. Für die kleinen ist es sicherlich ein super Sitz. Sie haben sehr viel Platz und auch mit den Beinen klappt es am Anfang sehr gut. Doch leider finde ich es nicht gut, daß er bis zum dritten Lebensjahr als Reboard benutzt werden muß. Die Kinder wissen nicht mehr wie sie sitzen sollen und eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ein weiterer Mangel ist auch noch, daß der Sitz eigentlich beim Umbau zerstört werden muß. So kann er nie wieder für kleinere Kinder benutzt werden oder verkauft werden.

Also meiner Meinung nach ist es ein Sitz den man auf gar keinen Fall empfehlen kann. Ich habe ihm deshalb auch nur zwei Sterne gegeben. Diesen zwei Sterne hat er nur bekommen, weil die Kinder am Anfang noch gut Sitzen können und auch das Reboard System in diesem Alter noch sehr gut ist. Sie liegen in dem Sitz und können die Wirbelsäule entlasten. Auch von der Polsterung ist er super. Deshalb gab es diese Sterne. Ansonsten kann ich leider keine weiteren Sterne vergeben, denn für uns war es eine Fehlanschaffung und dies möchte ich so manchen anderen Eltern ersparen.

Nun wünsche ich allen Kinder mit ihren Eltern eine sichere Autofahrt in einem guten und bequemen Autositz. Vielleicht hat ja der eine oder andere einen solchen Sitz und dann würde ich mich freuen, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

Eure pimock
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Produktbeschreibung Kiddy 2000 Reboard

Technische Daten und Produkteigenschaften
Alter: 0-12 Jahre.
Gewicht: 0-36 Kilogramm.
Allgemeine Informationen Kiddy 2000 Reboard
gelistet seit: 26.08.2003
Hersteller: Hersteller: KiddyKiddy, www.kiddy.de
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