Hallo liebe Leserinnen und Leser !
Heute möchte ich euch wieder über etwas aus dem Computerbereich berichten, heute geht’s um die letzte Arbeitsspeicheraufrüstung, die ich vor ca. drei Monaten bei meinem Zweit-PC vorgenommen habe. Manch einer wird wohl sagen, das man einen Pentium III mit 128 MB nicht mehr aufrüsten sollte, aber da bin ich anderer Meinung. Das ist sozusagen mein Testrechner, mit dem ich nach Herzenslust experimentieren kann und wenn man etwas in die Hose geht, wird das Image zurückgespielt und er ist wieder so gut wie neu. Aber für die heutige Software ( bestes Beispiel ist WIN XP ) sind 128 MB nicht mehr zeitgemäß. Laut Handbuch kann ich maximal 128 MB Module um Aufrüsten verwenden, also habe ich mich mal umgesehen und bin ( neben zahlreichen NoName-Modulen auf die Module von Kingston gestossen.
Aber machen wir erst mal einen kurzen Ausflug in die Technik :
Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung Arbeitsspeicher ? Arbeitsspeicher ist der Bereich im PC, in dem Programme ausgeführt werden und allgemein Daten abgelegt werden können. Im Unterschied zur Festplatte sind diese Daten aber weg nach dem Ausschalten des PCs. Dafür ist dieser Arbeitsspeicher aber wesentlich schneller als die Festplatte. Arbeitsspeicher gibt es mittlerweile in so vielen verschiedenen Arten, das ich mich hier nur mal auf die Art beschränke, die mein PC benötigt. Es handelt sich hierbei um 168-polige SDRAM-Module mit einer Taktung von 133 MHZ. SDRAM steht für Synchronous Dynamic Random Access Memory. Die Module synchronisieren sich selbstständig mit dem Speicherbus des PCs und können so die Daten recht schnell verarbeiten. 168-polig ist der Sockel auf der Hauptplatine, in welchen die Module eingebaut werden. Und 133 MHZ ist der Takt, der am Speicherbus anliegt. Hier kann man sagen, je schneller, desto schneller werden die Daten zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher hin- und hergeschoben. Man kann sagen, das diese Technik schon etwas veraltet ist, aber das ist mein PC ja auch ;o)
Puh, das war jetzt mal ne ganze Menge Technik, kommen wir nun mal zur Praxis.
Gekauft habe ich die Module in einem Elektronikdiscounter und bezahlt habe ich je Modul 74,95 €. Macht bei drei benötigten Modulen 224,85 €. Geliefert wurden die Module in einem großen, ausgepolsterten Pappkarton und die einzelnen Module sind sorgfältig in einer Hartplastikhülle verpackt. Hier ist noch mal die genaue Typbezeichnung des Moduls aufgedruckt und ein kleiner Beileger informiert über den Einbau sowie die Garantiebestimmungen ( lebenslange Garantie !! ).
Na denn, los geht’s mit dem Einbau. Zuerst mal den PC vom Stromnetz trennen und dann aufschrauben. Auf der Hauptplatine sucht man dann nach zwei oder vier Sockeln ( in meinem Fall vier Sockel, die höchstwahrscheinlich schwarz gefärbt sind und an den Seiten kleine Halteriegel besitzen. Die Module besitzen zwei Einkerbungen : Ungefähr bei 50 % und bei 75 % der Länge des Speicherriegels. Sie lassen sich auch nur in einer bestimmten Richtung in den PC einbauen. Dann setzt man die Module an und drückt sie mit sanftem Druck bis die Halteriegel von selbst einschnappen. Wenn es irgendwie haken sollte, dann unbedingt wieder herausnehmen, niemals
mit Gewalt reindrücken. Als alle drei Module eingebaut waren, habe ich noch den einwandfreien Sitz kontrolliert und dann den PC wieder zugeschraubt.
Nach dem Start des PCs kommt es erst mal zu einer Fehlermeldung. Der PC teilt mir freundlich mit, das sich „The amount of system memory has changed. Press F1 to run setup“. Klar, die Menge des Arbeitsspeichers hat sich verändert und so geht man ins Bios des PCs und speichert erst mal die neuen Einstellungen ab. Dann startet der PC problemlos und ohne Meldung.
Nachdem XP dann hochgefahren ist, fällt mir direkt die Geschwindigkeit auf, mit der sich die Fenster öffnen und die Programme starten. Kein lästiges Kratzen mehr auf der Festplatte, wenn XP wieder mal Programmteile auslagern muss. Zusammenfassend lässt sich also sagen, die Aufrüstaktion hat sich trotz des relativ hohen Preises gelohnt. Mein Zweit-PC ist wesentlich schneller und arbeitet auch leiser.
Was ist nun zu beachten, wenn ihr euren PC aufrüsten wollt ?
Zuerst im Handbuch nachschauen, wie viel Speicher schon drinsteckt.
Dann den genauen Typ des benötigten Speichers feststellen.
Auf der Hauptplatine prüfen, ob noch ein oder mehrere Sockel für den Speicher frei sind.
Dann geht’s an den Preisvergleich.
Ich kann diese Kingston-Module nur empfehlen. Bedingt durch die strengen Qualitätskontrollen bei Kingston erhält man hier nur Markenware, die 100 % in Ordnung ist.
Außerdem sind Kingston-Module nur wenig teurer als Noname-Module. Hier hat man auch die Gewissheit, das die Speichermodule auch wirklich optimal passen und auf den PC-Typ abgestimmt sind.