Köthen, Wohnheim 6 Am Hubertus Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Studierst du noch oder wohnst du schon?!
ein Testbericht von UcArY2004-11-12 18:50:44vom 12.11.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Mietpreis, interner Chat, Studentenclub, Lage...Nachteile/Kritik: nur 2 Waschmaschinen
1. Einleitung bzw. erster Eindruck
2. Der Einzug
3. Die WG / Zimmer
4. Das Leben in der WG
5. Die Miete
6. Die Lage
7. Sonstiges zum WH
8. Studentenclub
9. Ansprechpartner
10. Mein Fazit
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1. Einleitung bzw. erster Eindruck
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Zu Beginn meines Studiums im Oktober 2002 war es für mich an der Zeit eine Wohnung zu suchen. Da ich gern in einem Studentenwohnheim wohnen wollte, suchte ich mir gleich einige in Köthen und schaute sie mir an. Da ich von insgesamt sechs Wohnheimen (WH) fünf gesehen hatte (diese Studentenwohnheime waren bis dato noch nicht saniert) und alle nicht so ganz meiner Vorstellung entsprachen, hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben. Doch plötzlich, nach 5 Minuten Fußweg vom Campus, stand ich vor WH 6 (Am Hubertus). Von außen schon mal ansprechend. Als mir dann die Vermieterin auch noch das Zimmer bzw. die WG zeigte, war ich mir sicher: HIER will ich wohnen. Somit war meine Entscheidung gefallen. Ausschlaggebende Gründe findet ihr im folgenden Bericht.
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2. Der Einzug
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Nachdem ich mich nun entschieden hatte, war es Zeit mein neues Zimmer einzurichten. Zunächst einmal habe ich mir Auslegware reingelegt, da ich nicht unbedingt jeden Tag den Linoleumboden ansehen wollte. Außerdem fand ich es einfach gemütlicher. Dass dies von Vorteil war, merkte ich das erste Mal als ich größeren Besuch empfang und die einzelnen Leute sich ruhig auch mal auf dem Fußboden niederlassen konnten. Da Möbel bereits vorhanden waren, musste ich letztendlich nur noch die Möbel nach meinen Wünschen im Raum verteilen *g*. Dann noch Sachen des täglichen Lebens mitnehmen (Geschirr, PC, Klamotten und was man sonst noch so braucht) und dann war es geschafft, MEIN Zimmer war nun voll eingerichtet!!!
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3. Die WG/Zimmer
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Im WH 6 handelt es sich um 3er WG’s. Die WG besteht also aus 3 Zimmern, einer Küche, einem Flur und einem Bad, wobei letztere gemeinschaftlich genutzt werden. Allerdings könnte man in einem Zimmer (das mit Balkon) auch zwei Leute unterbringen, da dies eigentlich als Doppelzimmer vermietet wird.
a) Zimmer:
Wie ich anfangs schon erwähnt hatte, sind sämtliche Zimmer im WH schon möbliert. Je nach Zimmergröße, sind unterschiedlich viele Möbel bereits vorhanden. Daher beziehe ich alle Aussagen und Angaben ausschließlich auf meine Zimmergröße (Zimmer 1: siehe Gliederungspunkt 5. Die Miete).
Bei mir sah die Innenausstattung wie folgt aus:
+ 1 Schreibtisch
+ 1 Drehstuhl
+ 1 Arbeitscontainer mit 4 Schubfächer (hier verstau ich zum Beispiel meine Hefter und Ordner)
+ 1 runder Besprechungstisch mit 2 Stühlen
+ 1 Halbschrank
+ 1 Kleider- bzw. Wäscheschrank
+ 1 Bett mit Rollkasten
+ 1 Wandbord mit Beleuchtung und 1 Wandbord ohne Beleuchtung
Für alle die mit dem Begriff „Wandbord“ nichts anfangen können: Es handelt sich hierbei um eine Art Regal.
Der Fußboden war mit Linoleum ausgelegt und die Wände waren, wie im Mietvertrag vereinbart, weiß gestrichen gewesen. Was ich auch sehr begrüßt habe, war mein Balkon. Somit konnte ich mich auch mal im Sommer raussetzen und die Sonne genießen.
Da für mich ein Internetanschluss (im Hochschulnetz) ein absolutes Muss war, war ich froh auch einen solchen Anschluss in meinem Zimmer vorzufinden. Weitere Anschlüsse fand ich in Form eines TV Anschlusses, ein Radio Anschluss und ein 100 Mbit Netzwerkanschluss.
Weiterhin findet auch
mein Fahrrad noch Platz, ohne dass mein Zimmer dadurch sonderlich kleiner wirkt.
b) Küche
Auch ein sehr wichtiger Grund, bevor ich mich entschied eine WG zu bewohnen, war meiner Meinung nach die Möglichkeit zum Kochen in einer Küche und der damit verbundenen Sauberkeit. Auch hier war ich voll zufrieden, nachdem ich in anderen Wohnheimen gesehen hatte wie verdreckt doch manche aussahen und überall der Müll rum lag. Die „Standart“-Kücheneinrichtung im WH 6 sieht dabei folgendermaßen aus:
Da meinem Mitbewohnern und mir dies nicht ganz ausreichte, organisierten wir dann noch eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine, einen Toaster, einen Gefrierschrank und selbstverständlich einen Abfalleimer. Was die Größe der Küche betrifft, würde ich sagen dass maximal 2 Leute in der Küche Platz finden (auch wenn ich teilweise schon mit mehr Leuten in der Küche stand), um noch ein vernünftiges Zusammenkochen zu gewährleisten.
c) Flur
Der Flur ist mit einer Wechselsprechstelle ausgestattet, damit man sich auf diesem Wege auch vergewissern kann welche Person nun gerade zu einem will. Hierbei lässt sich die Tür des Eingangs mit einem Knopfdruck öffnen bzw. das Licht im Treppenhaus einschalten. Des Weiteren ist ein kleiner Stauraum vorhanden, um zum Beispiel Schuhe oder wie ich es gemacht habe Putzmittel und Staubsauger unterzubringen. Dieser Stauraum kann natürlich auch individuell genutzt werden.
Der Fußboden ist wie die Küche ebenfalls mit Linoleum ausgelegt und somit leicht zu reinigen.
d) Bad
Ebenfalls sehr sauber war das Bad vorzufinden. Zur Innenausstattung gehört hier:
+ 1 WC
+ 1 Duschkabine mit Schiebetür
+ 1 Waschtisch mit Spiegel (Waschbecken)
+ 1 Bürstengarnitur und Wandhaken
Das Bad ist mit weißen Fließen gefliest und farblich allgemein in weiß gehalten. Natürlich gibt es auch eine Steckdose für Föhn, elektrischen Rasierapparat u.Ä.
Wer möglicherweise in der obersten Etage wohnen sollte, darf sogar in den Genuss einer Badewanne kommen. Das es nur dort eine Wanne gibt, hat sicherlich bautechnische Gründe.
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4. Das Leben in der WG
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Ich muss sagen obwohl es anfangs schon einige kleinere Probleme gab, hab ich mich nach relativ kurzer Zeit doch schnell eingelebt. Natürlich muss das Leben in einer WG etwas organisiert werden, damit kein Chaos entsteht. So kam es anfangs schon einmal des Öfteren vor, dass meine Mitbewohnerin gerade im Bad war als ich auf Toilette musste. Oder dass plötzlich die Küche besetzt war, obwohl man selbst gerade was kochen wollte um den Hunger zu stillen *g*. Allerdings gewöhnt man sich relativ schnell daran und stellt seinen Lebensrhythmus entsprechend um.
Selbst solche kleineren Aufgaben wie der Toilettenpapierkauf, der Kauf von Putzmittel usw. sollte geklärt bzw. gerecht verteilt werden. Eine weitere Vereinfachung, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, war die Ausarbeitung eines Putzplans.
Meiner Meinung nach hat es fast nur Vorteile wenn man in einer WG wohnt (mal abgesehen von vielleicht zu lautem Besuch). Wenn man mal was braucht (Gewürze, Pfannen. Auflaufformen, ...), wohnt ein Ansprechpartner direkt neben mir. Auch beim Lernen (man ist ja schließlich Student ;)) ist es von Vorteil zu wissen, dass direkt neben mir jemand wohnt der einem helfen würde. Auch kleinere Partys sind in der WG möglich. Auch dies hab ich mehrmals schon ausgetestet und war ein Spaß für alle Beteiligten.
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5. Die Miete
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Damit Ihr wisst wie viel ihr im Monat löhnen müsst, möchte ich euch mal die einzelnen Mietflächen und ihre monatlichen Mieten näher bringen. Ich möchte an diese Stelle bemerken dass es sich nicht ausschließlich um die Zimmergröße handelt, sondern Küche, Flur und Bad darin enthalten sind!
Zimmer 1: ca. 22-23 qm² groß mit Balkon --------- Miete warm: zwischen 170€ und 180€
Zimmer 2: ca. 17-18 qm² ohne Balkon --------- Miete warm: zwischen 160€ und 170€
Zimmer 3: ca. 15-16 qm² ohne Balkon --------- Miete warm: zwischen 130€ und 140€
Ich finde das sind recht angenehme Preise, zumal man bedenken sollte dass Strom und Wasser bereits im Mietpreis enthalten sind. Somit hat man keine weiteren Nebenkosten, was gerade als Student wichtig sein dürfte (man spart ja wo man kann *g*).
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6. Die Lage
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WH 6 ist nicht weit von der Hochschule Anhalt und vom Campus entfernt. Vom Zentrum aus gesehen, liegt es nach 10 minütigem Fußweg nahe eines großen Teiches, welcher unter dem Namen Hubertusteich bekannt ist. Daran angrenzend findet man die Fasanerie, eine Art Stadtpark, in welchem man auch ein Tierheim findet. Direkt hinter dem WH sind Abstellflächen für Autos vorhanden. Diese 2004 neu gebauten Parkplätze bieten Platz für ca. 80 Autos. Im Monat muss man dafür 5€ zahlen, hat dann aber auch immer einen Parkplatz sicher.
Weiterhin befinden sich hinter den Parkplätzen die zur Hochschule Anhalt gehörenden Betriebshallen. Diese werden vorwiegend als Praktikums- und Forschungshallen genutzt. Gegenüber diesen Hallen findet man einige Büros der Professoren sowie das biotechnologisches Zentrum. Anschließend findet man noch einen Sportplatz (Fußballplatz), eine größere Wiese und einen Allwetterplatz (mit Basketballkörben, Handballtoren). Hier gibt es auch die Möglichkeit Tennis zu spielen. Ich selber habe allerdings erst einmal Leute darauf spielen sehen. Diese ganzen Plätze sind alle keine 2 Minuten vom WH entfernt, sind also schnell mal zu erlaufen.
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7. Sonstiges zum WH
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Das Studentenwohnheim WH 6 besteht aus 5 Stockwerken (ohne Fahrstuhl!) und bietet Platz für knapp 200 Studenten. Dabei spielt es keine Rolle welcher Nationalität der Student angehört. Nach meiner Einschätzung sind fast 40 % der Studenten im WH Austauschstudenten aus China.
Im Keller des WH besteht die Möglichkeit sein Fahrrad im Fahrradkeller unterzubringen. Da es jedoch in anderen nicht weit von hier entfernten WH zu Diebstählen gekommen ist, habe ich mein Fahrrad aus Sicherheitsgründen mit auf mein Zimmer genommen. Dies ist laut Mietvertrag auch möglich und wird bei teureren Fahrrädern sogar empfohlen. Weiterhin findet man im Keller einen Raum für Waschmöglichkeiten. Hier stehen 2 Waschmaschinen und ein Wäschetrockner bereit. Der Preis für die Nutzung der Waschmaschine pro Wäsche liegt bei 2€. Was sich das Studentenwerk dabei gedacht hat nur 2 Waschmaschinen in ein WH zu stellen das knapp 200 Studenten fasst, weiß ich nicht. Meiner Meinung bedeutend zu wenig. Nützlich ist allerdings dass die Vermieterin ein Büro im WH-Keller hat und somit zu bestimmten Sprechzeiten erreichbar ist. Dies ist ein ziemlicher Vorteil, gerade wenn es zu eventuell anfallenden Reparaturarbeiten in der WG kommen sollte, hat man einen schnellen Ansprechpartner direkt im Haus. Im Keller befindet sich auch der einzige Studentenclub in einem WH, auf den ich allerdings im Anschluss noch kurz eingehen werde.
Neu sind die direkt vor dem WH angebrachten Briefkästen, wodurch jetzt jeder Student seinen eigenen hat (mit Name bzw. Zimmernummer beschriftet). Bei Zusendung von größerer Fracht (z.B. Pakete) wird einem per Brief mitgeteilt, dass sich diese in der Poststelle der Hochschule befindet und jederzeit abgeholt werden kann.
Für diejenigen die wie ich nicht ohne Internet auskommen, besteht die Möglichkeit einen Internetvertrag mit der Hochschule abzuschließen. Um in den Genuss des superschnellen Hochschulnetzes zu kommen, sollte man 7,65€ monatlich bereithalten. Damit kann man im Monat bis 2 GB downloaden und 2 GB uploaden (Downloadlimit!!). Über eine interne Hochschulinternetseite kann man den Internetverkehr jederzeit abfragen, wodurch eine ständige Kontrolle des Internetverkehrs gewährleistet wird.
WH 6 Am Hubertus ist bisher das Einzige, welches einen WH-internen Chat hat. Das bedeutet dass die Kommunikation unter den Studenten sehr gefördert wird, wodurch auch neue Studenten sofort integriert werden. Im Chat selber sind alle Semester vertreten. D.h. dass die „Neulinge“ sich auch bei Fragen an die älteren Semester wenden können. Da der Chat auch unabhängig vom Hochschulnetz aktiv ist, kann er auch bei ausgefallenem Netz betrieben werden. Dieser Vorteil wird erst dann spürbar, wenn es wirklich soweit ist, und man sich eventuell noch einige Dinge im Chat vor einer Klausur erklären lassen möchte. Es ist weiterhin möglich Daten unabhängig vom Hochschulnetz zu transferieren ohne dass das Downloadlimit darunter leidet. Auch ein weiterer Vorteil wie ich finde.
Der Studentenclub hat den Namen VT Club, wobei VT hier für Verfahrenstechnik steht. Hier werden verschiedenste Partys abgehalten. Das Angebot reicht hier von diversen 99 Cent Partys bis hin zu bestimmten Abenden unter einem bestimmten Motto. Diese Themenabende stellen sich zum Bsp. in folgender Form dar: Oktoberfest, Ossi-Party, Caipi-Night, Partys zur Formel 1, Fußballmeisterschaften (WM, EM, Champions League usw.). Im Sommer wird natürlich auch gegrillt und bei einem kühlen Bier lässt es sich dann doch schon recht gut studieren ;)
Für alle die mehr wissen wollen, verweise ich auf
http://www.vt-club.de/html/home/impressum.htm
Köthen läuft über das Studentenwerk Halle. Um diesbezüglich mehr zu erfahren, empfehle ich euch folgende Adresse der Wohnheimplatzverwaltung in Köthen:
Spre chzeiten:
Dienstag: 13 bis 17 Uhr
Donnerstag: 12:30 bis 15 Uhr
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10. Mein Fazit
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Ich mach es mal kurz und knapp: Das Studentenwohnheim 6 Am Hubertus in Köthen hat alles was ich mir als Student erwartet hatte. Eine kleine gemütliche WG mit einem eigenen Zimmer, Internetanschluss und einen kurzen Weg zum Campus. Dazu kommen ein günstiger Mietpreis und eine tolle Lage.