Mitsubishi DP-11
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Mitsubishi DP-11

 Plattenspieler
Platz 110 in der Kategorie "Plattenspieler".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)

Mitsubishi DP-11 gebraucht & neu

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Plattenspieler von Mitsubishi DP-11

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Mitsubishi DP-11 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Kein Klassiker, aber guter Einstiegs-Plattenspieler

ein Testbericht von 2005-10-11 19:07:59 vom 11.10.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: besser verarbeitet als heutige Billig-Neugeräte, alltagstauglich auf jeden Fall, heute sehr günstig gebraucht zu bekommen...
Nachteile/Kritik: unpräzise Vollautomatik, viel Plastik, das Alter des Gerätes, weniger etwas für echte Vinylsammler und Freaks, kein "echter" Klassiker
Heute gibt es mal wieder einen Bericht über ein älteres HiFi-Gerät, welches lange Zeit in meinem Besitz gewesen ist. Es handelt sich um meinen ersten eigenen HiFi-Plattenspieler, den Mitsubishi DP-11. Viele Musikfreunde sind auch heute noch auf einen Plattenspieler angewiesen. Z.B. wenn eine umfangreichere Schallplattensammlung noch vorhanden ist, man Interesse an Liedern oder Alben hat, welche die CD-Industrie leider aus dem Programm genommen hat (Stichwort: Plattenbörsen, eBay, Second-Hand-Laden), oder wenn man auch heute noch zu den Vinylsammlern und Liebhaber gehört. Für mich persönlich treffen alle dieser genannten Punkte zu. Auch zum Digitalisieren von Schallplatten (Überspielung in den PC oder auf andere digitale Aufnahmemedien) eignet sich dieses Gerät gut.

Und es wird auch allgemein empfohlen, wenn noch Bedarf an einem Plattenspieler besteht, einen gebrauchten aus den 70er oder 80er Jahren zu kaufen, denn das war die Blütezeit des Plattenspielers. Neuere Geräte der damaligen Preisklassen sind wesentlich schlechter verarbeitet und erreichen auch nicht mehr die klanglichen Qualitäten ihrer "Vorgänger". Vor allem Geräte von Dual, THORENS, Technics oder Sony waren sehr gut und haben heute teilweise Kultstatus. Aber auch andere Mütter haben schöne Töchter, und auch der hier vorgestellte Mitsubishi DP-11 hat durchaus seine Daseinsberechtigung, auch wenn er nicht gerade "der" Klassiker ist.

Viele vor allem jüngere Leser denken beim Firmennamen "Mitsubishi" erst mal an Autos und wissen nicht, dass diese japanische Firma in den 80er Jahren auch mal hochwertige HiFi- und Videogeräte produziert hat. Heute ist es in diesem Bereich sehr ruhig geworden bei Mitsubishi, und ich weiß derzeit nicht einmal, ob sie im Bereich der Unterhaltungselektronik überhaupt noch auf dem Markt vertreten sind. Jedenfalls war ihre größte Zeit der HiFi- und Videogeräte in den 80er Jahren (HiFi vor allem Anfang der 80er, Video auch später noch).

Der Mitsubishi DP-11 war der Plattenspieler meiner Jugend, mein erster guter HiFi-Spieler, nachdem vorher mein veralteter und primitiver "Mister Hit" von Telefunken (ältere Leser kennen den vielleicht noch) schon viel von meinem Vinyl ruinierte. Die 80er, das war die Zeit, als ich mir noch oft Singles kaufte. Das Kaufen von Singles machte noch Freude, diese hatten eine A- und eine B-Seite - und KEINE entstellenden und störenden Remixe wie heute! Ein gutes Jahrzehnt lang benutzte ich diesen Plattenspieler, zwischen Ende 1982 und Anfang 1993. Mit Sicherheit hätte ich ihn auch noch länger behalten, aber 1993 hatte ich die Gelegenheit, einen wesentlich höherwertigen Spieler übernehmen zu können, und zwar einen ziemlich guten Dual.


ALLGEMEINES ZUM MITSUBISHI DP-11

Der Mitsubishi DP-11 kam im Jahr 1982 auf den Markt und wurde mindestens bis 1983, vielleicht sogar auch noch bis 1984 produziert. Es gab auch noch ein Gerät mit der Bezeichnung DP-12. Letzteren kenne ich nur von einem Produktfoto, er sieht optisch (fast?) genau so aus wie der DP-11. Ich vermute, dass der 12er ein Nachfolger des 11er ist, kann das jedoch nicht bestätigen. Ich behandele in diesem Bericht ausschließlich den DP-11, mit dem ich ja schließlich auch selbst die Erfahrungen machte.

Den hier vorgestellten DP-11 habe ich im Herbst 1982 für 298,- DM (umgerechnet knapp 150 Euro) bei meinem Fachhändler erworben. Geräte dieser Preisklasse gehörten damals zur oberen Einstiegsklasse bis unteren Mittelklasse - in diese Klasse würde ich das Gerät auch aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen einstufen.

Es handelt sich um einen Vollautomaten, welcher Schallplatten mit den Geschwindigkeiten 33 und 45 UpM abspielt. Er basiert auf einem japanischen Standard-Chassis, welches in den 80er Jahren in vielen japanischen Plattenspielern verwendet wurde, u.a. bei kleineren Sony, Sanyo und Sharp-Geräten, welche im Großen und Ganzen baugleich sind. Dieses Chassis ist evtl. sogar von Mitsubishi entwickelt worden, auf jeden Fall stammt der Motor von Mitsubishi.
Bei diesem Plattenspieler handelt es sich um einen Riemenantrieb. D.h. Plattenteller und Motorachse sind über eine Art Keilriemen miteinander verbunden. Bei den neueren Modellen (Ausnahme: DJ-Laufwerke) hat sich der Riemenantrieb inzwischen gegenüber dem Direktantrieb als fast "Standard" durchsetzen können.

Da ich das Gerät zwischenzeitlich verkauft habe, kenne ich leider nicht mehr die genauen Abmessungen und das Gewicht. Dieses schätze ich auf ca. 4 bis 7 kg. Die Breite des Plattenspielers ist nun mal so wie die eines normalen Plattenspielers oder einer sonstigen HiFi-Komponente, da tut sich nicht viel im Vergleich zu anderen HiFi-Plattenspielern im normalen Consumer-Bereich.
Erwähnenswert ist aber, dass die Tiefe des Gerätes noch etwa 4 bis 5 cm mehr beträgt als bei anderen üblichen Plattenspielergehäusen, die oft mit der Haube abschließen. Es steht noch so ein länglich wirkendes "Teil" vor, an dem die Bedienknöpfe angebracht sind. Diese Erwähnung ist wichtig, falls solch ein Plattenspieler mal in einem Schrankfach aufgestellt werden sollte.

Apropos Schrankfach: Wer wertvolle Möbel besitzt, sollte den Plattenspieler nicht auf die "nackte" Holzfläche aufstellen. Die vier Gummifüße hinterlassen leider sichtbare dunkle Spuren, wenn das Gerät längere Zeit auf einer Fläche steht. So war es damals bei mir, aber es war sowieso "nur" eine alte Jugendzimmer-Schrankwand, die irgendwann entsorgt wurde. Später habe ich je einen Bierdeckel unter die Gummifüße platziert.

Der Plattenteller hat einen Durchmesser von 30 cm, ist also genau so groß wie eine LP. Dementsprechend steht die LP nicht über und kann somit auch bei geschlossener Haube abgespielt werden.


DIE OPTIK

Das Gehäuse ist komplett aus Plastik, leider. Anfang der 80er Jahre ging es so langsam los, dass die Plattenspielergehäuse und Chassis immer öfter aus Plastik gefertigt wurden, anstatt früher aus Metall oder Holz. Lediglich der Plattenteller und der Unterboden des Geräts sind noch aus Metall gefertigt.
Die Farbe des Plattenspielers ist silbergrau, die Front mit den Bedientasten ist in einem tieferen Grau gehalten. Somit passt dieses Gerät am besten zu silberfarbenen HiFi-Anlagen, die zur damaligen Zeit durchaus noch üblich waren (und heute sind sie es auch wieder).

Das Chassis an sich ist wie bei den erwähnten Sony, Sharp etc. aus einem Guss, also gleich. Unterschiede gibt es nur in Sachen Design, Markenname und Voll- oder Halbautomatik. Es ist also schon ein Gerät "von der Stange", was in den folgenden Jahren bis heute immer häufiger so gehandhabt wird (wahrscheinlich ökonomische Gründe).


DAS CHASSIS UND DIE BEDIENUNG

Kommen wir erst mal zum Laufwerk (Chassis). Wenn man von oben nach unten darauf schaut, sieht man ganz links oben erst mal eine runde Einbuchtung. Hier findet das so genannte Zentrierstück für Singles mit großem Mittelloch, umgangssprachlich gern als "Puck" bezeichnet, seinen sicheren Platz (wenn es nicht benötigt wird), ohne auf dem Chassis herumrutschen zu müssen.
Kommen wir nun auch schon zur rechten Seite des Chassis. In der Nähe des Tonarmlagers finden wir noch Einstellmöglichkeiten für die Auflagekraft und das Gegengewicht, das auch noch verstellt werden kann. Mit diesen Einstellmöglichkeiten kann man z.B. die Auflagekraft verändern oder den Tonarm optimal ausbalancieren. Vor allem ist das notwendig, wenn mal das Tonabnehmersystem gewechselt werden sollte. Hierbei ist zu sagen, dass das Tonarmlager eins von der einfacheren Sorte ist, japanisches Standardlaufwerk eben!
Dann gibt es - auch in der Nähe des Tonarmlagers - noch den Tonarmlift in Form eines mechanischen Hebels. Der Tonarm wird so erhöht, dass er nicht auf der Platte aufsetzt - und dementsprechend kann er wieder gesenkt werden. Das ist eine wichtige Bedienungshilfe, wenn der Tonarm manuell auf die Platte gesetzt werden soll. Man vermeidet dadurch Beschädigungen der Platte und der Nadelspitze. Die Hebung und Senkung des Tonarms erfolgt dabei langsam und gedämpft.


DIE FRONTBEDIENUNG

Dieser Plattenspieler kann auch, was damals noch eine ziemliche Neuheit war, von der Front aus bedient werden, also auch bei geschlossener Haube (vorausgesetzt es liegt eine Platte auf dem Teller). Das geschieht in Form von 5 mechanischen Drucktasten, welche natürlich auch aus Plastik sind.

An der linken Seite findet man die beiden Tasten, mit denen man die Geschwindigkeit umstellen kann: entweder 33 oder 45 Umdrehungen pro Minute. Es kann immer nur eine der beiden Tasten gedrückt sein. Dadurch wird eine mechanische Veränderung der Führung des Antriebsriemens ausgelöst wird, wodurch die Laufgeschwindigkeit entsprechend gedrosselt wird.
Für Schellackplatten ist dieses Gerät also schon nicht mehr geeignet, aber das waren die Geräte in dieser Zeit in der Regel sowieso schon seit einigen Jahren nicht mehr.

An der rechten Seite findet man drei weitere Tasten dieser Art: START, STOP und SIZE. Dieser DP-11 ist also ein Vollautomat, wie man anhand der Start-Taste unschwer erkennt. Drückt man die Start-Taste, so beginnt der Teller sich zu drehen, der Tonarm fährt automatisch zur Einlaufrille der Platte und senkt ab, so dass die Wiedergabe beginnt.
Dieser Vorgang ist beim DP-11 nicht unbedingt der geräuschloseste, im Gegenteil, ich empfand ihn als ziemlich laut (auch verglichen mit z.B. Dual-Plattenspielern, deren Automatik recht leise arbeitet).

Durch Betätigen der STOP-Taste beendet man die Plattenwiedergabe vorzeitig, der Tonarm wird automatisch in "Ruheposition" zurückgeführt. Beide Tasten funktionieren absolut mechanisch.

Mit der SIZE-Taste schaltet man die Plattengröße um, zwischen 17 und 30 cm Durchmesser. Somit "weiß" das Gerät, wo die Nadel aufsetzen muss. Dadurch dass die Plattengröße nicht mit der Geschwindigkeit gekoppelt ist (so wie bei vielen anderen Geräten aus dieser Zeit), kann man auch z.B. 45 UpM und 30 cm wählen, so dass auch Maxi-Singles (ein für die damalige Zeit gerade neu aufkommendes Format) vollautomatisch gestartet werden können. Bei abweichenden Durchmessern (z.B. 25 cm) muss man den Plattenspieler manuell bedienen (Tonarmlift verwenden!).
Der Tonarmlift kann nicht von der Front aus bedient werden, hierzu muss man doch die Haube hochklappen.

Meine Erfahrungen mit der Vollautomatik:

Manche finden eine solche Vollautomatik gut, ich ja normalerweise auch, aber was nützt einem die Vollautomatik, wenn diese fehlerhaft ist? Leider setzte der Tonarm bei meinem Gerät nicht sanft auf, sondern die Nadel wurde ziemlich "unsanft" auf die Einlaufrille gesenkt. Speziell bei Singles, welche nur einen sehr schmalen Platz bis zu den ersten Musiktakten haben, setzte die Nadel mehrmals neben der Platte auf dem Tellergummi auf, was natürlich sehr schädlich für die Nadel ist, bzw. die Nadel schwenkte wieder von der Platte nach rechts in Richtung Tellergummi. Bei LPs war das seltener der Fall, da hier der noch freie Platz bis zum Anfang der Aufnahme in der Regel breiter ist als bei den kleinen Singles - und falls die Nadel hier "daneben" aufsetzt, hängt sie in der Luft anstatt auf dem Plattenteller. So habe ich meine Singles grundsätzlich nur noch manuell gestartet.
Diese doch sehr unpräzise und unzuverlässige Vollautomatik führt schon mal zum Punktabzug. Ich habe mich auch schon mal in einschlägigen HiFi-Foren wegen dieser Problematik erkundigt und bekam die Auskunft, dass das wohl eine "Kinderkrankheit" bei diesem japanischen Standardchassis gewesen ist.


TONARM UND TONABNEHMER

Beim Tonarm handelt es sich um einen typischen geraden dunkelgrauen bis schwarzen Rohrtonarm, so wie man ihn bei vielen damaligen Modellen der unteren Klassen fand, halt nichts Besonderes, und ebenfalls größtenteils aus Kunststoff.
Tonabnehmer und Nadel gehörten auch zu den billigeren (irgendein Standardteil, es ist aber ein Magnetsystem). Einmal musste ich die Nadel erneuern, und zwar nach 5 Jahren, genau in der Mitte der gesamten Nutzungsdauer. Obwohl ich in den ersten Jahren noch seltener Platten hörte: Ich war noch sehr jung, hatte nicht immer das Taschengeld für Platten, und damals konnte man seine Hits noch größtenteils aus dem Radio aufnehmen. Am meisten habe ich das Gerät in der zweiten Nutzungshälfte (Ende 80er) benutzt, da ich damals mit dem Aufbau meiner Plattensammlung begann. Ich schätze mal, dass die Nadelspitze so schnell schon hin war, weil sie einige Male mit der Plattentellermatte Bekanntschaft machte. Ich bekam für 39,- DM (1987) eine neue Nadel (Pfeiffer).
Normalerweise kann so eine Nadel um die 800 - 1500 LP-Seiten "schaffen" laut Anleitung, danach sollte sie ausgetauscht werden, auch wenn sie noch ordentlich klingt. Eine rechtzeitige Erneuerung schont die Platten.
Da sich am Tonabnehmerkopf die genormten zwei Schrauben für Halbzoll-Systeme befinden, dürfte dieser Plattenspieler auch für höherwertige Tonabnehmersysteme geeignet sein. Ich habe das aber nicht ausprobiert, ich blieb bei der werksmäßigen Standardausstattung.


DER KLANG

Klanglich ist das Gerät meiner Meinung nach gut bis zufrieden stellend. Die ganzen Jahre hatte ich daran eigentlich nie etwas auszusetzen. Mir war aber bewusst, dass manche anderen Plattenspieler noch besser klingen können. Deshalb möchte ich hier mal über Hörvergleiche mit mir anderen bekannten Plattenspielern berichten. Jedoch habe ich ansonsten nur Erfahrung mit dem Hersteller Dual.
Bewusst und intensiv gehört habe ich die Dual-Modelle 1209/16 (es war auf jeden Fall eins der beiden Modelle, die sich nicht großartig unterscheiden), 1218, 650 RC und einen aus der 100er-Serie von Mitte der 80er, der ebenfalls auf einem Standardchassis basiert, welches mehrere Hersteller verwendeten.
Die beiden 1200er-Modelle stammen aus den frühen 70er Jahren und haben Reibradantrieb. Der 650 (übrigens mein momentan verwendeter Plattenspieler) stammt aus den späten 70ern und ist direktgetrieben. Alle drei Dual-Geräte gehörten zur damaligen Zeit zur angehenden Spitzenklasse.
Im Vergleich zum Mitsubishi haben die Duals alle einen wesentlich druckvolleren und wärmeren Klang, und es sind auch noch mehr Details bei der Wiedergabe zu hören. Von der Verarbeitung sind diese Duals auch alle wesentlich besser (sind aber auch älter).
Der vierte, modernere Dual dagegen war sehr bassbetont und in den Höhen verzerrt, allerdings war der verwendete Verstärker auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber von der Anfassqualität her UND auch vom Klang her hatte in diesem letzten Vergleich der Mitsubishi die Nase vorn. Vielleicht helfen diese Vergleiche, den Mitsubishi irgendwo einordnen zu können.
Dennoch würde ich den Mitsubishi von den klanglichen Eigenschaften her empfehlen. Wenn's auch kein High End ist, so klingt er dennoch wesentlich besser als die heutigen kleinen "Plastikspieler" aus dem Kaufhaus.
Ein gelegentliches Rumpeln oder Schleifen sowie ziemlich starke (akustische) Reaktionen auf Trittschall oder Berühren des Gehäuses während des Betriebs konnte ich aber schon feststellen. Zumindest die "großen" Duals verhalten sich hier im Vergleich wesentlich ruhiger.


ANSCHLÜSSE

Ich möchte noch erwähnen, dass der Plattenspieler schon standardmäßig Cinch-Stecker hatte. Viele alte Plattenspieler haben nämlich noch die 5-poligen DIN-Stecker, somit müsste man einen speziellen Adapter kaufen, um das Gerät auch an modernen Verstärkern betreiben zu können.
Das Cinch-Kabel ist leider fest mit dem Gerät verbunden, was nicht so gut ist, wenn das Kabel mal defekt sein sollte. Ebenfalls ist das Netzkabel fest mit dem Gerät verbunden.
Außerdem muss der Verstärker einen speziellen Phono-Eingang haben. An AUX, CD oder TAPE kann man diesen Plattenspieler ohne einen speziellen Vorverstärker nicht anschließen. Also auch nicht an die Soundkarte!


DIE BEDIENUNGSANLEITUNG

... falls sie bei einem Gebrauchten überhaupt noch dabei ist. Sie ist mehrsprachig, relativ leicht zu verstehen und in Form einer Broschüre im Querformat, kleiner als DIN A 4. Ich kann nichts aussetzen an der Anleitung, was Besonders ist sie wiederum aber auch nicht.


DIE ALTERNATIVEN / PREISKLASSE

In den 80er Jahren gab es (wie schon erwähnt) sehr viele ähnlich aufgebaute Plattenspieler in ähnlichen Preisklassen, vor allem auch von zahlreichen anderen meist japanischen Herstellern. Ich kenne zwar die anderen Geräte kaum von den Eigenschaften her, aber all zu viel wird sich da wohl nicht tun (vor allem nicht, wenn sie das gleiche Chassis besitzen). Wie gesagt, es ist kein High End Gerät, aber auch kein billiger Schrott (obwohl schon aus viel Plastik bestehend).

Man bekommt auf dem Gebrauchtmarkt schon für einen sehr kleinen Geldbeutel relativ viel Plattenspieler bei diesem Modell. Ein 80er-Jahre-Gerät in dieser Güte bekommt man bei eBay schon häufig für nur ca. 15 bis 25 Euro. Das ist doch um ein Vielfaches günstiger als ein nagelneuer Plastikbomber, der nicht annähernd solche klanglichen Ergebnisse erreicht.
Ich habe meinen vor 4 Jahren für umgerechnet rund 25 Euro verkaufen können. 8 Jahre lang hatte ich ihn "eingemottet", aber den Probelauf kurz vor dem Verkauf bestand er problemlos. Trotzdem muss ich darauf hinweisen, dass der Kauf eines gebrauchten Plattenspielers immer ein gewisses Risiko mit sich bringt, aufgrund der vielen mechanischen Teile, die verschleißanfällig sind, lange Standzeiten (z.B. Dachboden) bekommen auch nicht jedem Plattenspieler, und natürlich ist die Qualität des Tonabnehmers bzw. des Diamanten ein wichtiges Kriterium.


FAZIT UND EIGENE MEINUNG

Meiner Meinung nach ein noch relativ guter, alltagstauglicher Plattenspieler für kleinere Ansprüche, auch noch für die kommenden Jahre, wenn man von einigen Schwächen jetzt mal absieht (die Vollautomatik würde ich nicht unbedingt verwenden, aber darauf kann man ggf. ja auch verzichten). Klanglich und von der Verarbeitung her natürlich noch weit von High End entfernt, aber andererseits wiederum wesentlich besser als die viel teureren neu erhältlichen Plattenspieler der Einstiegsklasse.

Kurz gesagt sehr empfehlenswert für all diejenigen, die noch ein paar Platten zu Hause haben und diese nur hin und wieder mal hören wollen - aber auch zum Übertragen von Schallplattenaufnahmen auf digitale Medien ist das Gerät mehr als ausreichend.

Heutigen Vinyl-Sammlern und Liebhabern würde ich dagegen eher ein höherwertiges Gerät empfehlen. Ich bin ja auch froh, damals auf ein besseres Gerät (Dual) umgestiegen zu sein - und ich persönlich würde mir so einen Mitsubishi-Spieler (oder ein vergleichbares Modell) auch nicht noch einmal kaufen. Aber wie gesagt: alltagstauglich ist dieser Spieler auf jeden Fall. Und da viele sich sicher keine Album-Neuerscheinungen mehr als LP kaufen werden und höchstens ein solides Gerät zum gelegentlichen Anhören von ein paar alten Schätzchen benötigen, spreche ich diese Käuferschicht mit diesem Bericht verstärkt an und gebe dem Gerät ein knappes "empfehlenswert" sowie drei Sterne.

Auch von mir für Ciao und myMeinung veröffentlicht (komplette Neuversion 10/2005)
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Verarbeitung:Verarbeitung von Mitsubishi DP-11  Plattenspieler: 3,0 mittelmäßig
Ausstattung:Ausstattung von Mitsubishi DP-11  Plattenspieler: 3,0 mittelmäßig
Design:Design von Mitsubishi DP-11  Plattenspieler: 3,0 mittelmäßig
Klangqualität:Klangqualität von Mitsubishi DP-11  Plattenspieler: 4,0 gut
Bedienkomfort:Bedienkomfort von Mitsubishi DP-11  Plattenspieler: 3,0 mittelmäßig
1-1 von 1  Plattenspieler
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Produktbeschreibung Mitsubishi DP-11

 
Allgemeine Informationen Mitsubishi DP-11
gelistet seit: 24.09.2003
Hersteller: Hersteller: MitsubishiMitsubishi, www.mitsubishi-motors.de
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