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Nathan gibt nicht auf (1998) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Von der Erfüllung eines Traumes
ein Testbericht von Myhnegon2004-08-31 19:12:26vom 31.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: lustig, tragisch, Mut machend...Nachteile/Kritik: halt eine TV-Produktion
Heute möchte ich Euch einen Film vorstellen, der kürzlich auf Super RTL lief...
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Die Story
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Nachdem der junge Nathan beim Kühe zusammentreiben mit seinem Pferd Earl gestürzt ist, weil er einen zu steilen Hang hinabreiten wollte, muss er sein Pferd aufgrund gebrochener Beine erschießen. Dennoch träumt er weiter davon, ein ebenso großer Rodeostar zu werden wie sein Dad Jim es war. Dieser hat derweil das Problem, dass er seine Darlehensraten nicht mehr zahlen kann und erst recht keinen weiteren Kredit bekommt, den er jedoch dringend benötigen würde. Stattdessen wird ihm ein Angebot für seine Farm gemacht, dass er aber nicht annehmen will, weil er seine Arbeit und sein Land liebt.
Zu allem Überfluss baut Jim kurz darauf einen Autounfall, bei dem Nathan so schwer verletzt wird, dass er seine Beine nie wieder benutzen kann, woraufhin seine Mutter Kyle zumindest anfängt darüber nachzudenken, ob sie nicht doch etwas Land verkaufen sollen. Viel mehr ist sie jedoch ebenso wie der Rest der Familie damit beschäftigt, sich auf die neue Situation einzustellen, zumal Nathan glaubt, dass er nun zu nichts mehr nutze ist, während die finanzielle Situation der Familie immer schlechter wird...
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Weitere Infos
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Der 1998 in den USA von Time Warner produzierte TV-Film ist etwa 89 Minuten lang und vermutlich ohne Altersbeschränkung freigegeben. Der Originaltitel lautet „Everything that rises“. Soweit ich das feststellen konnte, ist er weder auf Video noch auf DVD erhältlich.
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Meine Meinung
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Anfänglich hat man den Eindruck, dass Jim zu hart zu seinem Sohn ist, was nur durch die ständigen Späße zwischen Jim und Red überspielt wird, doch bald wird klar, dass er sich nur Sorgen um ihn macht und ihm überdies ein paar wichtige Lektionen beibringen will. Dabei fällt mir ein, dass ich Nathans ersten Unfall, nachdem er sein Pferd Earl erschießen muss, ziemlich überraschend fand, da man irgendwie davon ausgeht, dass alles gut geht und er seinem Vater beweisen kann, was in ihm steckt, wodurch die Wendung umso tragischer ist. Noch tragischer ist allerdings der Unfall, der Nathan zum Krüppel macht, was schon der zweite harte Schlag dieses Films ist und einen ausgesprochen traurig stimmt, zumal man die Gefühle der betroffenen Personen ohne Probleme nachvollziehen kann.
Sehr gut aufgezeigt wird neben den Problemen, die eine Behinderung mit sich bringt und über die man sonst nicht wirklich nachdenkt, auch die starke Bindung zwischen Nathan und seiner Mutter. Darüber hinaus wird gezeigt, dass man mit der Hilfe von Freunden und Familie lernen kann, mit einer derart veränderten Situation umzugehen. Dabei wird aber nicht vergessen, auf die Gefühle der einzelnen Personen einzugehen, die man wie gesagt sehr gut nachvollziehen kann und welche von Trauer, Wut und Mutlosigkeit über Hoffnung bis hin zu Akzeptanz und neu geschöpfter Kraft eine riesige Palette abdecken. Daran sieht man sehr schnell, dass jeder anders mit einem solchen Schicksalsschlag umgeht, wobei es kein falsch oder richtig gibt, so lange man sich nicht zurückzieht und seine Umwelt ausschließt.
Die Nebengeschichte mit den Geldproblemen und dem anstehenden Zwangslandverkauf ist nicht besonders originell und ich kann sagen,
dass ich gut hätte darauf verzichten können, aber andererseits ist sie nicht so ausgeprägt wie man befürchten könnte. Überdies hat die Liebe zu seiner Arbeit und seinem Land etwas besonderes, das mich durchaus anspricht. Überhaupt finde ich Cowboys und ihren Hang zur Natur absolut faszinierend und diese beiden Dinge werden in diesem Film im Überfluss behandelt. Leider ändert das nichts daran, dass man deutlich merkt, dass es sich um eine TV-Produktion handelt, was zwar nicht zwangsläufig etwas schlechtes ist, aber was meist doch mit Qualitätseinbußen einhergeht, die in diesem Falle aber glücklicherweise nicht so ausgeprägt sind. Einige Kulissen, wie das Krankenhaus, wirken allerdings wie aus einer billigen Serie geklaut.
Erstaunlicherweise merkt man kaum, dass Dennis Quaid in diesem Film sein Regiedebüt gibt, da sich kaum Fehler feststellen lassen, was ich eine beachtliche Leistung finde. Doch nicht nur als Regisseur hat Dennis Quaid hier ganze Arbeit geleistet, sondern auch als ebenso harter wie gefühlvoller Vater macht er eine recht gute Figur, auch wenn diese Rolle ihm zugegebenermaßen nicht gerade auf den Leib geschrieben ist. Besser gefiel mir übrigens die Leistung von Ryan Merriman, da er beiden Seiten seiner nicht ganz einfachen Rolle nahezu spielend gerecht wird. Am meisten hat mich allerdings überrascht, dass Meat Loaf in diesem Film mitspielt, den ich bis dato nur als Sänger kannte, doch selbst er hat eine überzeugende Darstellung einer lustigen Labertasche abgegeben. Weniger überzeugend fand ich Mare Winningham, was aber auch daran liegen mag, dass sie mir nicht übermäßig sympathisch ist, aber im Großen und Ganzen war sie nicht schlecht. Demnach würde ich jedenfalls fast sagen, dass ich Harve Presnell in der Rolle des gutmütigen, alten Garth am sympathischsten fand, wenn man mal von dem Hund Spot absieht.
Natürlich wäre die hervorragende Besetzung kaum etwas wert ohne die äußerst gelungene Kameraführung und die ebenso gelungene Synchronisation. Erstere hat nämlich neben den wunderbaren Landschaftsbildern, die ebenso wild wie Freiheit ausstrahlend sind, auch die Gefühle der handelnden Personen wunderbar eingefangen, während letztere höchstens ein oder zwei kleine Mängel aufweist, die aber kaum der Rede wert sind. Darüber hinaus ist die stets passend gewählte Musik einfach wunderbar dazu angetan, die Gefühle zu unterstreichen, die durch diesen ebenso tragischen wie Stärke vermittelnden Film nicht nur angesprochen sondern mit denen regelrecht gespielt wird. Neben oder besser gesagt durch die wahrlich traurigen Ereignis, die im Mittelpunkt dieses Filmes stehen, wird nämlich nicht nur Trauer ausgelöst, sondern auch gezeigt, dass man trotz noch so widriger Umstände alles erreichen kann, was man sich wünscht, wenn man zum einen die Unterstützung treuer Freunde hat und zum anderen dafür kämpft.
Ziemlich überrascht hat mich übrigens, dass dieser überwiegend wirklich gut gemachte Film mit den teilweise ja auch nicht ganz unbekannten Stars weder auf Video noch auf DVD erhältlich ist, aber das kann sich ja möglicherweise noch ändern. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, dass es ein solcher Topfilm ist, dass ich ihn mir unbedingt zulegen muss, aber für einen netten Fersehabend ist er auf jeden Fall genau das Richtige.
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Fazit
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Da die Besetzung überwiegend in Ordnung und die Story ausgesprochen berührend ist, bekommt der Film schon mal ein klares Empfehlenswert, aber da es sich unübersehbar um eine TV-Produktion mit nicht allzu tiefgründiger Story handelt, „nur“ vier Sterne.
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Produktbeschreibung Nathan gibt nicht auf (1998) (DVD)
Technische Daten und ProdukteigenschaftenNachdem der junge Nathan beim Kühe zusammentreiben mit seinem Pferd Earl gestürzt ist, weil er einen zu steilen Hang hinabreiten wollte, muss er sein Pferd aufgrund gebrochener Beine erschießen. Dennoch träumt er weiter davon, ein ebenso großer Rodeostar zu werden wie sein Dad Jim es war. Dieser hat derweil das Problem, dass er seine Darlehensraten nicht mehr zahlen kann und erst recht keinen weiteren Kredit bekommt, den er jedoch dringend benötigen würde. Stattdessen wird ihm ein Angebot für seine Farm gemacht, dass er aber nicht annehmen will, weil er seine Arbeit und sein Land liebt. Zu allem Überfluss baut Jim kurz darauf einen Autounfall, bei dem Nathan so schwer verletzt wird, dass er seine Beine nie wieder benutzen kann, woraufhin seine Mutter Kyle zumindest anfängt darüber nachzudenken, ob sie nicht doch etwas Land verkaufen sollen. Viel mehr ist sie jedoch ebenso wie der Rest der Familie damit beschäftigt, sich auf die neue Situation einzustellen, zumal Nathan glaubt, dass er nun zu nichts mehr nutze ist, während die finanzielle Situation der Familie immer schlechter wird...
Allgemeine Informationen Nathan gibt nicht auf (1998)
gelistet seit: 16.08.2004Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung:
Film / Kino-Daten
Genre: Drama
Filme von A-Z: N
Nathan gibt nicht auf (1998) (DVD) Drama im Vergleich