Haben Sie schon immer mal Lust auf Naturerleben gehabt und sich noch nie getraut ??
Ich hätte da einen Tipp: „Naturpark Glaskogen“ , der westlich von Dalarna liegt – eine Gegend die beides bietet, viel wenig berührte Natur und eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt, sowie eine gut strukturierte und doch zurückhaltend wirkende Infrastruktur, die auch dem ungeübten „Wildniswanderer“ das Gefühl gibt, nicht ganz auf sich gestellt zu sein falls mal „etwas schief geht“.
Wem das zu „lasch“ ist, wer also größere Herausforderungen sucht, dem empfehle ich die Regionen am Femund oder das Saltfjell (Norwegen) oder aber eines der anderen von mir beschriebenen Gebiete in Finnland (Kolovesi oder Pyhätunturi).
Doch zurück zum „Glaskogen“
Lage:
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Dieser wünderschöne Naturpark, der im Landesteil Vörmland liegt erstreckt sich - etwa auf halber Strecke zwischen Karlsstad und der norwegischen Grenze - rund um die beiden Seen Store Gla und den kleineren, nordwestlich davon gelegenen Övre Gla.
Ich habe dieses Gebiet schon mehrfach, auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten, bereist.
Für meine letzte Anreise im vergangenen Oktober wählte ich die Route über die Öresundbrücke ( für Wohnmobile wegen der großen Höhe recht günstig, auch hat man keinerlei Wartezeiten) , entlang der E 6 bis Halmstad und weiter über den Riksveg 26 (Inlandsvägen)vorbei an Jönköping und Skövde nach Mariestad. Von dort entlang des Vänern nach Kristinehamn und Karlstad. Nun führte mich mein Weg nach Arvika – vielleicht etwas umständlich, aber eine sehr schöne Strecke, vor allem wenn man kleine Nebenstrecken wählt. So nähert man sich aus nördlicher Richtung dem Naturpark Glaskogen.
Möglichkeiten des Parks:
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Er bietet auf seiner riesigen Fläche (28 000 ha)Natur von ihrer feinsten, der unverbrauchten Seite. Ein ideales Urlaubsziel für alle, die Freude an der Natur haben, für Wanderer - einzeln oder in Gruppen - auch Jugendgruppen, Camper, Angler, Radfahrer und nicht zuletzt Kanusportbegeisterte, zu denen ich mich zähle. Auch für einen Ausflug oder Urlaub mit der Familie ist dieses Gebiet bestens geeignet.
Der Naturpark bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Kanu-, Rad-, und Fußwanderung. Es gibt ein gut markiertes Wanderwegenetz und gut ausgebaute Kraftfahrwege; für den Kanufahrer gibt es außerdem ein weit verzweigtes Netz von Kanurouten - eine Beschreibung kann man bei Kanuverleihern erhalten - oder man erkundet das Gebiet auf eigene Faust (aber bitte mit einer guten Gewässerkarte).
All das findet in einer wenig berührten Natur statt, zu der man zwangsläufig in kürzester Zeit eine intensive Beziehung bekommt - oder bekommen kann, wenn man sich darauf einläßt, im anderen Fall ist man hier sicherlich fehl am Platze.
Eine artenreichen Pflanzen - und Tierwelt macht diese Naturbegegnung zu einem wahrhaft gigantischen Erlebnis. Eine Begegnung mit dem König der Wildnis - dem Elch - ist gut möglich, da sein Vorkommen im Värmland sehr zahlreich ist, fast schon zu zahlreich, was die vielen Abschüsse im Herbst deutlich machen.
Übernachtungsmöglichkeiten:
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Für Übernachtungsmöglichkeiten ist gesorgt, wenn man keine allzu großen Ansprüche stellt.
In Lennungshammer gibt es einen großen Campingplatz ( einfacher Standart, mit direktem Zugang zum See, Stellplatz für ein Wohnmobil 120 sek = ca. 12 €/pro Tag), im
Park verteilt - und auf den erhältlichen Karten eingezeichnet - viele Notunterkünfte, Rasthütten und kleinere Campingplätze, deren Benutzung mit der Naturparkkarte (ca 7 € pro Woche und Person, kann bei den unten genannten Adressen erworben werden) kostenlos ist. Diese genannten kleinen Unterkunftsmöglichkeiten verfügen meist über einen ordentlichen Brennholzvorrat, über Feuerplätze und Trinkwasserstellen. Außerdem findet man viele - wie das für Schweden üblich ist - gut ausgebaute Badestellen und Rastplätze.
Gruppen können einige größere Zeltplätze, die verstreut im Park liegen, schon für wenig Geld mieten. Meist sind diese sogar mit Waschmöglichkeiten ausgestattet.
Zu dieser herbstlichen Jahreszeit, in der ich mich in diesem Jahr dort befand, gibt es nur wenig Menschen und eigentlich keine Probleme ein Plätzchen für das Wohnmobil zu finden - auch ohne Gebühren, da die Infrastruktur des Parks bereits "auf Eis" gelegt ist.
Versorgung:
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In den wenigen "größeren" Ortschaften Glava Glasbruk und Lennungshammer gibt es kleine Läden, bei denen man sich mit dem notwendigen Proviant oder Ersatzteilen für die Anglerausrüstung versorgen kann. Wer allerdings Lebensmittel für mehrere Tage oder in großem Stil kaufen möchte sollte mindestens bis Glava, besser noch bis Arvika fahren, da es im Park sehr teuer ist und es nur eine sehr begrenzte Auswahl gibt.
Außerdem findet man hier Kanuverleihe, ein Sauna und öffentliche Duschen (nur Lennungshammer) und öffentliche Fernsprecher.
Im Glaskogen Naturpark kann man ohne weiteres auch mehrere Wochen verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt oder man wirklich alles im Park gesehen hat.
Eine solche Herbstexkursion, wie ich sie in diesem Jahr unternommen habe, kann ich aber nur Leuten empfehlen, die gut allein in der Natur zurecht kommen (der Park ist fast menschleer), die nicht auf hohe Temperaturen angewiesen sind und die wirkliche Ruhe und Abgeschiedenheit in einer bezaubernden herbstlichen Natur suchen und lieben.Wer sich darauf einläßt wird belohnt mit bezaubernd leuchtenden herbstlichen Farben, mit dem gespenstigen Spiel von Licht und Nebel, Mit einer Ruhe, die nur von der "Musik" der Natur unterbrochen wird.
Im Sommer ist dieser Park ( siehe oben) durchaus ein Refugium, in dem sich auch nicht so „eingefleischte Naturmenschen“ gut zurechtfinden und wohlfühlen können - nicht so ganz allein, aber doch für sich.
Update:
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Nach längerer Zeit war ich in diesem Jahr wieder einmal zur Sommerszeit vor Ort. Oh, oh, da hat sich aber einiges geändert. Was im vergangenen Herbst noch so beschaulich und ruhig aussah ist inzwischen in der Hochsaison schon fast zu einer kleinen "Rummelplatz" geworden. Zahlreiche Jugendgruppen und kleine Reiseveranstalter waren da, um sich vor allem am Kanusport zu erfreuen.Wer Spaß an solchem Erleben hat ist sicherlich im Sommer hier gut aufgehoben. Zwar gibt es auf den Seen immer noch anheimelnde und romantische Buchten, doch wer die Stille sucht, sollte schon auf die Vor- oder Nachsaison ausweichen.
bolmsoe, 30.04.2004
Oh, Dalarna, wie schoumln. Daran habe ich wundervolle Urlaubserinnerungen. Das ist nach Smland meine Lieblingsgegend in Schweden. Gruszlig, Bolmsoe
manu63, 04.01.2007
sh
Rena50, 01.05.2002
Sehr schoumlner Bericht! Hoffentlich komme ich dort auch einmal hin. Gruszlig Rena