Pharisäer
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Platz 10 in der Kategorie "Cocktails". Alkohol: mit Alkohol / Beginnt mit: M-P / ...mehr
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Pharisäer Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
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Bewertungsverteilung:
FLESCH

Jetzt wird uns heiss denn dies ist ein Kaffee mit?

ein Testbericht von 2003-03-09 20:59:36 vom 09.03.2003
Empfehlung: ja
Hallo Ihr lieben Leser bei Yopi.

Ich denke mal, der Winter ist zwar fast vorbei, aber es gibt ja nun doch hin und wieder mal ein paar sehr kühle Abende, wo man sicherlich froh ist, wenn ein Getränk uns von innen heraus wärmt.

Kaffee so denke ich, trinken sehr viele von euch und darum stelle ich euch ein Getränk vor, dass es in sich hat.

Nur für Erwachsene zu trinken und nicht für Kids gedacht.

**Die Zubereitung ist denklich einfach und gelingt meist jedem.**

Ihr braucht eine grössere Tasse und in diese füllt Ihr mit folgenden Zutaten:

Einem Teelöffel Zucker
Einem Teelöffel Kakao
Ein Likörgläschen Rum

Nun verührt Ihr das Ganze gut und giesst es mit Kaffee (schwarz) zu 3/4 auf.
Jetzt fehlt nur noch die Sahne und die sprüht Ihr einfach oben drauf, sodass eine schöne Sahnehaube entsteht.

**Der Geschmack**

Ein Kaffee auf diese Art schmeckt irgendwie kräftig und brennt ein wenig im Hals, dies liegt am Rum.
Durch mehr Zucker wird er süsser.
Die Sahne die umbedingt verwendet werden sollte, rundet das ganze ab.

**Die Wirkung**

Ich denke mal, so meine Erfahrung, dass 2 Tassen genug sind, denn sonst ist es ja nichts besonderes mehr.
Betrunken möchte man davon ja nun nicht werden.

**Mein Tipp**

Echter Jamaiker Rum hat natürlich 40 % Alkoholanteil und schmeckt eher stark, deshalb lieber etwas weniger in den Kaffee giessen.
Am besten nimmt man einfachen braunen Rum, weil hier der Alkoholanteil nicht so hoch ist.

**Mein Fazit**

Hin und wieder muss es etwas besonderes sein und es ist preiswert und köstlich.

Nun sage ich danke für das Lesen dieses Berichtes, eure Michaela.
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egonman

Rausch des Winters und nicht nur da !

ein Testbericht von 2002-04-22 11:33:06 vom 22.04.2002
Empfehlung: ja
„Pharisäer“


Wie „Pharisäer , Punsch“ und andere hochprozentige Getränke Leib und Seele erwärmen .
Wenn das Glas beschlägt , stellt sich die Gemüdlichkeit ein !


Wenn die Bäume bei jedem Windhach frostig knacken , die Seen blanke Eisflächen sind -
dann schauen wir gerne aus dem Fenster . Weil der Gegensatz so anheimelnd ist - zwischen der Kälte vor der Tür und der Wärme im Zimmer . Eine Stimmung , für den nur das Deutsche einen Begriff hat : „Gemüdlichkeit“ . Ein Winter-Wort . Denn richtig gemütlich wird es nur , wenn’s knackig kalt ist . Draußen . Und - seien wir ehrlich - wir ordentlich einen im Tee haben : einen Rum , Cognac oder Whisky . Oder wir auf den Tee gleich ganz verzichten , uns stattdessen mit „Grog , Punsch oder Glühwein“ wärmen . Der Hang zum hochprozentig Heißen hat Tradition und eint das Land . Ob an der Küste , im Gebirge : im Winter wird überall gleich getrunken - möglichst heiß und möglichst süß und mit den immer gleichen Folgen : Je wärmer und zuckriger der Alkohol ist , desto schlimmer der Kater .

An versuchen , dieses Treiben zu bannen , hat es in der Geschichte nicht gemangelt . Da war zum Beispiel der freudlose calvinistische Pastor Bleyer . Er hatte im 19. Jahrhundert eine Gemeinde bei Husum übernommen : brave Leute , aber zum Leidwesen des Pfarrers auch standfeste Trinker . Ihnen dies abzugewühnen , betrachtete Bleyer als Lebens-Aufgabe . Scheinbar mit Erfolg : Wann immer er bei einer Feier auftauchte , tranken die Menschen ausschließlich Kaffee . So war es auch bei der Taufe einer Tochter von Peter Georg Johannsen . Dabei kam Bauer Johannsen die rettende Idee : Er ging in die Küche und wies seine Magd an , in jede Tasse einen tüchtigen Schluck Rum zu gießen und eine dicke Sahnehaube darauf zu setzen , damit der Pfarrer den Alkohol nicht riechen könne . Der Trick funktionierte vorzüglich , die Gesellschaft wurde immer heiterer - bis der misstrauische Priester aus der falschen Tasse trank . Entsetzt sprang er auf und rief entrüstet : „Ihr Pharisäer“ ! Der Mann war pikiert , das friesische National-Getränk erfunden - welches
Im 20. Jahrhundert , sogar vom Flensburger Amtsgericht peinlich genau justiziabel definiert wurde : Ein Kneipier hatte einen Gast verklagt , weil der sich weigerte , seinen „Pharisäer nach Orginal-Rezept“ zu bezahlen : Mit nur 2 cl Rum schmecke das Getränk zu sehr nach Kaffee . Der Richter bat zum Ortstermin . Abwechselnd trank er Mischungen mit 2 cl und 4 cl und kam , natürlich „Im Namen des Volkes“ , zu dem Schluss : Ein „Pharisäer“ muss „herzhaft“ schmecken und „Leib und Seele erwärmen“ . Und dazu , meinte der Jurist verbindlich , reichen 2 cl keinesfalls .

Ganz andere Sorgen plagten Mitte des 17. Jahrhunderts den britischen Admiral Vernon . Der grämte sich , dass seine Matrosen jeden kühlen Luftzug zum vorwand nahmen , sich bis unter die Pudel-Mütze voll laufen zu lassen . Darum verfügte er , dass Rum auf seinen Schiffen mit Wasser zu verdünnen sei . Die Seeleute gehorchten . Widerwillig . Bis ein pfiffiger Maat auf die Idee kam , das Wasser zu erwärmen und Zucker hineinzurühren . So leiß sich auch mit weniger Alkohol eine befriedigende Wirkung erzielen . Die angenehm warme Mischung setzte sich durch , und die Matrosen benannten sie nach ihrem Vorgesetzten - der trug wegen seines Über-Rocks aus grobem Stoff den „Spitznamen Old Grog“ . Bis heute begegnen Seefahrer und Küsten-Bewohner - und lange schon nicht mehr nur sie - mit diesem Getränk kalten Schauern und eisigen Böen . Mit zweifelhaftem Erfolg allerdings : Alkohol , der dank Wärme und Zucker besonders schnell ins Blut gelangt , erweitert die Gefäße , sorgt dafür , dass auch feinste Kapillaren , bei Kälte normalerweise unterversorgt , gut durchblutet sind . Dadurch wird dem Zecher ziemlich schnell warm . Allerdings nur kurzfristig . Auf Dauer führt die vermehrte Durchblutung dazu , dass der Körper rasch auskühlt . Und das kann gefährlich werden . Schon so mancher ist durch’s vermeindlich wärmende Getränk erfroren . Oder hat sich damit anderweitig die Gesundheit ruiniert .

In entlegenen Gegenden Russlands etwa kampieren zum Beispiel Pipeline-Arbeiter auch im Winter bisweilen in Feld und Flur , begegnen Frust und Frost mit hochprozentigem Wodka . Der hat die Eigenheit , auch dann noch flüssig zu sein , wenn es minus 20 Grad oder kälter ist . Zwischendurch eine - wie sich gleich zeigt - lebenspraktische Erinnerung an den Chemie-Unterricht : Reines Ethanol gefriert erst bei minus 114,4 Grad - und siedet schon bei 78,32 . Deshalb sollte man „Punsch , Grog oder Glühwein“ auch keinesfalls kochen . Jedenfalls nicht , wenn man dessen berauschende Wirkung schätzt .
Zurück nach Russland : Immer wieder kommt es dort vor , dass unerfahrene Outdoor-Trinker die chemischen Eigenschaften des Alkohols nicht bedenken : Gierig setzen sie die Flasche an , ohne sie vorher am Lager-Feuer zu wärmen . Dann gießen sie sich statt „flüssiger Sonne“ Tiefgekühltes hinter die Binde - mit verheerenden Folgen für Speise-Röhre und Magen . Vielleicht haben , eben solches zu vermeiden , die Österreicher einst den „Jaher-Tee“ erfunden . Mit Kräuter-Schnaps oder Stroh-Rum zubereitet , ist der kaum milder als russischer Wodka . Aber viel wärmer .Allderdings soll ihn ein Jäger eher zufällig entdeckt haben : Während einer klirrend kalten Nacht habe sich , so die Legende , der „Waidmann“ einen Tee zubereiten wollen , im Schummer-Licht des Lager-Feuers jedoch die Feld-Flaschen verwechselt . Statt Wasser habe er darum warmen Stroh-Rum über seine Kräuter-Mischung gegossen - und Gefallen gefunden am starken Gebräu .

Nicht nur in der winterlichen Wirklichkeit - auch in der Literatur wird heiß getrunken auf „Weingeist“ komm raus . Mittlerweile befassen sich sogar wissenschaftliche Arbeiten mit „künstlichen Paradiesen“ und dem „Rausch in der Literatur“ : Ob Heine („Gleichfalls eine bessere Wärme / Wärmt dem Menschen die Gedärme , / Wenn er Glühwein rinkt und Punsch.....“) oder Jean Paul („Hab ich mir nur erst mit einigen Güssen Punsch den Kopf warm gemacht , so will ich dir deinen schon waschen......“) - die Protagonisten „glühweinen“ sich durch Gedichte , Romane und Novellen , als gäbe es weder Pullover noch Heizung . Goethe , Löns und Wilhelm Raabe servieren den Lesern ebenso „Punsch und Glühwein“ wie Hofmannsthal oder Fontane . Dessen Helden überstehen kaum einen Wintertag , ohne den einen und meist auch den anderen warmen Wein zu trinken .


Wie der „Pharisäer , Punsch“ oder die anderen hochprozentigen warmen Getränke schmecken sehr sehr gut , aber man sollte um gotteswillen an die Wirkung denken , die ist fürchterlich , wenn man zuviel des guten zu sich nimmt . Desshalb sollte man die warmen Sachen genießen und nicht in sich hineinkippen . Wünsche allen eine gute Zeit ob jetzt nun mit den warmen Getränken oder aber auch ohne diese !
...
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Kommentare
schweig
schweig, 22.04.2002
Bericht gut, doch irgendwie nicht zu den Fruumlhlingstemperaturen passend - oder?
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1-2 von 2  Cocktails
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Produktbeschreibung Pharisäer

 
Allgemeine Informationen Pharisäer
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Alkohol: mit Alkohol 
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