Praktika bei Unternehmen mit 'M'
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Platz 6 in der Kategorie "Praktika".
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Praktika bei Unternehmen mit 'M' Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Tini84

Fünf maritime Wochen - Ja, gerne! :o)

ein Testbericht von 2006-03-01 19:50:20 vom 01.03.2006
Empfehlung: ja
Hallöchen!

Heute möchte ich euch endlich von meinem Praktikum im „Maritim Hotel Frankfurt“ berichten, das ich Ende November bis Ende Dezember absolviert habe.
Und los geht’s!
Achtung: Der Bericht ist ziiiemlich lang… :o)


***Warum das Praktikum?***

Das hängt mit meiner Ausbildung zusammen, die ich seit September mache. Diese nennt sich „Assistentin für Hotellerie, Gastronomie und Fremdenverkehrswirtschaft“. Da sie rein schulisch ist und wir nur einmal in der Woche einen Praxistag haben, sind in den zwei Ausbildungsjahren drei Praktika à fünf Wochen vorgesehen. Und das erste Praktikum hat mich wie gesagt ins Maritim Hotel verschlagen. ;o)


***Warum das Maritim Hotel?***

Ich hatte mir zunächst überlegt, in welcher Stadt ich das Praktikum machen möchte. Dabei war für mich auch ausschlaggebend, wo ich denn Verwandte oder Bekannte sitzen habe, bei denen ich während des Praktikums unterkommen könnte. In meinem ehemaligen Wohnort in Bayern lässt die Auswahl zu wünschen übrig, hier in Marburg hat mich auch kein Hotel so richtig gereizt, Oberbayern war mir dann doch zu weit weg…na ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin in Frankfurt geboren, hab da die meisten Verwandten sitzen und Frankfurt bietet ne ganze Palette an guten Hotels.
Also ab ins Internet und nach Hotels gesucht. Ich wollte in einem vier-oder fünf-Sterne-Hotel unterkommen und bin auf einer Seite fündig geworden. Da gabs ne riesen Liste und ich hab mir ein paar rausgesucht, die Homepages angeschaut und schließlich telefonisch angefragt, ob denn Interesse an einer Praktikantin besteht. ;)
Bei drei Hotels war ich schließlich erfolgreich und sollte meine Bewerbung schicken. Eins davon war das Maritim-Hotel mit fünf Sternen. Auf die Zusage hatte ich am meisten gehofft, denn am Telefon war die Dame aus der Personalabteilung schon so was von freundlich…da wollte ich hin! :o)

Naja, die erste schriftliche Absage kam prompt…blieben noch zwei übrig.
Dann folgte eine Einladung zum Vorstellungsgespräch per eMail, aber nicht vom Maritim. Die Einladung nahm ich auch wahr und es war schon sicher, dass ich in dieses vier-Sterne-Hotel gehe, da kam nach mehreren Wochen ein Brief vom Maritim. Hatte die Hoffnung ja schon aufgegeben, aber sie luden mich zum Vorstellungsgespräch ein.:o) Den Termin vereinbarten wir telefonisch und da bekam ich einen kleinen Schreck, denn der Herr aus der Personalabteilung erklärte mir, das Gespräch werde etwa eine Stunde dauern!
Dementsprechend aufgeregt war ich, als ich zum


***Vorstellungsgespräch***

ging. Hatte mir schon alles mögliche ausgemalt…dass das Gespräch zum größten Teil auf Englisch wäre oder gestestet würde wie ich in bestimmten Situationen dem Gast gegenüber reagieren würde…
Letztendlich wars recht locker und ich musste weder Englisch sprechen noch mir irgendwelche Situationen vorstellen.
Zieht man mal Wartezeit und Hotelbesichtigung ab, dann lief das Gespräch etwa 20-30 Minuten. Also alles nicht so schlimm.
Am Ende des Gesprächs erzählte ich auch, dass ich die Zusage eines anderen Hotels habe und der Personalchef erklärte, ich solle mir einfach überlegen, in welches Hotel ich wolle und das Maritim würde mich auf alle Fälle nehmen. :o)
Danach führte mich noch ein Azubi durch das Hotel, zeigte mir ein paar Zimmer, darunter auch eine Suite *hui* und den Poolbereich.

Ja, und dann lag es an mir, mich zu entscheiden.
Ich wog sorgfältig ab und entschied mich für das Maritim. Nicht nur wegen der höheren Sterne-Kategorie, sondern auch, weil ich das Vorstellungsgespräch positiver als das andere empfunden hatte. Darüber hinaus hatte mir der Personalchef erklärt, ich werde dann wie eine Auszubildende behandelt und das fand ich schon mal beruhigend. War in meinem Leben schon oft Praktikantin und weiß, was es heißt, die Arbeiten auszuführen, die sonst keiner machen will bzw. einfach ausgenutzt zu werden.


***das Maritim Hotel***

Ja, das gehört der internationalen Kette „Maritim Hotels“ an und befindet sich in der

Theodor-Heuss-Allee 3
60486 Frankfurt/Main,

in unmittelbarer Nähe zur Frankfurter Messe und zur Festhalle.
Mittlerweile gehören der Kette über 45 Häuser an, die nicht nur in Deutschland, sondern auch auf Bali, Kuba, Malta, Mauritius, Teneriffa und in Lettland angesiedelt sind.
Im Oktober 1996 wurde das „Maritim Hotel Frankfurt/Main“ eröffnet.

Das Hotel hat 543 Zimmer, davon 48 Einzelzimmer und 469 Doppelzimmer. Darüber hinaus gibt es 24 Suiten, unterteilt in acht Junior Suiten (41qm), acht Master Suiten (49qm) sowie acht Executive Suiten (80qm). Außerdem verfügt das Hotel über zwei behindertengerechte Zimmer. Insgesamt gibt es 338 Nichtraucher-Zimmer.
Wer genauere Infos über die Zimmerausstattungen haben möchte, müsste mal auf der Homepage nachschauen. :)
www.maritim.de

Das Maritim Hotel Frankfurt verfügt über drei Restaurants:
Das „Classico“ mit mediterraner Küche à la carte zu Mittags- und Abendzeiten sowie das Frühstücksrestaurant „Ambiente“ , das auch arabisches und japanisches Essen anbietet.
Für japanische Spezialitäten ist das „Sushi Sho“ zuständig.
Außerdem gibt’s die Cocktailbar „Life-Style“ und die Lobby-Bar „Rendezvous“ sowie das „Streetlife“, ein Outdoor-Restaurant.
Für sportliche Aktivitäten ist der „Maritim Sports Club“ zuständig.
Da das Maritim Hotel Frankfurt vor allem ein Geschäftshotel ist, besteht die Möglichkeit, Konferenzräume zu nutzen.
Unter dem Hotel befindet sich übrigens eine öffentliche Tiefgarage mit 460 Stellplätzen.


So, soviel zum Hotel an sich…
Jetzt geht’s weiter mit meinen


***Erfahrungen im Praktikum***

Insgesamt war ich ja fünf Wochen dort, in denen ich folgendermaßen eingesetzt werden sollte:

1.Woche: 3 Tage Housekeeping
2 Tage Service im Restaurant „Ambiente“
2.Woche: Telefonzentrale am Empfang
3.Woche: -„-
4.Woche: Front Office
5.Woche: -„-

Kurz zur Erklärung der Begriffe (dass das auch immer alles auf Englisch sein muss, gell..)
Housekeeping ist jene Abteilung, die dafür sorgt, dass euer Hotelbettchen schön ordentlich gemacht wurde (meist von Reinigungskräften einer Fremdfirma und nicht von hoteleigenem Personal; könnte euch nun noch erklären, dass man das Outsourcing nennt und aus Kostenspargründen so macht, aber ich lass es mal:o), das Bad sauber ist, ihr nicht eure eigenen Handtücher mitbringen müsst und die bei Sonderwünschen wie Bügelservice oder Extra-Kopfkissen auf der Matte steht. :o)
Das Front Office ist die Rezeption, genauer gesagt der Bereich, an dem ihr ein- und auscheckt. Die Telefonzentrale befindet sich auch an der Rezeption, zählt aber nicht zum Front Office, denn an der Telefonzentrale tut man was? Genau, telefonieren! Nix Check-in und Check-out.
Aber darauf geh ich später noch mal genauer ein.


**der erste Tag**

An meinem ersten Praktikumstag, einem Montag, sollte ich mich um halb zehn an der Rezeption melden. Natürlich war ich viel zu früh und stand mir draußen noch etwa 15 Minuten die Beine in den Bauch.
Kurz nachdem ich mich am Empfang angekündigt hatte, kam auch schon einer aus dem Personalbüro, um mich abzuholen. Lustigerweise der gleiche Azubi, der mich beim Vorstellungstermin rumgeführt hatte. :)
Dann gings erstmal auf die Büro-Etage, wo ich im Personalbüro einen Spindschlüssel ausgehändigt bekam. Weiter gings zur Wäscherei-Dame, die mir meine Housekeeping-Uniform aushändigte. Die setzte sich wie folgt zusammen:
- dunkelblauer kurzer Rock
- dunkelblaue Weste
- türkisfarbenes Tüchlein mit Perle, das man irgendwie zusammenstecken musste. Hab leider kein Foto von der ganzen Montur, aber vielleicht könnt ihrs euch ja doch vorstellen :)
Natürlich war das noch nicht alles an Kleidung, wär ja sonst ein bissel frisch…
Selbst mitgebracht hatte ich hautfarbene, blickdichte Strumpfhosen, eine weiße langärmelige, einfach Bluse und dunkelblaue Schuhe. Diese Schuhe bzw. deren Kauf hat noch mal eine eigene Geschichte, von der ich euch jetzt aber verschonen werde…aber ihr wisst ja: Frauen und Schuhe… :)

So, dann ging ich mich umziehen. Einen eigenen Spind hatte ich ja.
Danach wurde ich im Housekeeping-Büro vorgestellt und nachdem ich eine Fremdpersonal-Schlüsselkarte erhalten hatte, wurde ich der Wäscherei-Frau anvertraut und musste erstmal Tischdecken in allen Größen in Regale einsortieren. Außerdem durfte ich zu waschende Wäsche von Gästen abholen bzw. gereinigte Sachen den Gästen aufs Zimmer bringen.
Hier kommt diese Schlüsselkarte ins Spiel: mit der kann man mit allen Aufzügen fahren (nicht nur mit einem bestimmten Personallift, für den man so ne Karte nicht braucht, sondern auch mit den Gästefahrstühlen und allen anderen Lifts) und sich Zutritt zu allen Zimmern verschaffen. Dies war aber nur der Fall, wenn man sich per Klopfzeichen und „Housekeepinnnnnggg“-Ruf vergewissert hatte, dass der Gast auch wirklich nicht im Zimmer ist und womöglich im Adams-Kostüm auf der Matte steht. ;o)
Nach der halbstündigen Mittagspause (zum Essen komm ich irgendwann später:) wurde ich zu einer Hausdame „abgeschoben“. Mit dieser ging ich dann Zimmer checken. Dazu ist zu sagen, dass die Hausdamen im Maritim jeweils eine feste Etage haben, die sie kontrollieren sowie eine variable. Der Hausdame, mit der ich unterwegs war, „gehörte“ die 6.Etage, der sog. Superior-Floor.
Meine Aufgaben beschränkten sich darauf, noch mal so über alles im Zimmer drüberzuwischen, was ansatzweise staubig sein könnte, Fenster zu schließen und Vorhänge zu richten, den Inhalt des Schrankes zu überprüfen (sofern es kein Bleibezimmer war, denn dann darf man da nicht reingucken..) sowie kurz mal im Bad nachzuschauen, ob’s auch sauber ist.
Der Clou an der Sache ist nun, dass die Zimmer im Prinzip schon sauber sind, wenn man reinkommt, denn die werden ja von den Cleanern der Fremdfirma geputzt. Die Hausdame muss aber kontrollieren, ob auch alles tiptop ist und füllt ggf. noch mal ein paar Dinge auf, z.B. Kleenex oder Shampoo.
Naja, so sah der erste Tag meines Praktikums aus, in den folgenden zwei änderte sich nicht viel.
Im Dienstplan war eingetragen, dass ich von 10-16 Uhr arbeiten sollte, allerdings gings am 1.Tag bis 15 Uhr, am 2. bis 17 und am 3.Tag nur bis 14 Uhr.
Auch schön. ;)

Am vierten Tag gings zum Service ins Restaurant. Da das das Frühstücksrestaurant ist, musste ich dementsprechend früh da sein, nämlich um 7 Uhr. Der Wecker klingelte da noch um 5.15 Uhr; im Verlauf des Praktikums und den Frühschichten verzögerte sich das Wecken schrittweise bis auf 5.35 Uhr. :o)
Nachdem ich mein neues Kostüm abgeholt hatte (neue Weste und Fliege statt Tuch), wurde ich in den Kaffeeservice eingeteilt. Das bedeutet, dass ich mit einer Kaffeekanne bewaffnet von Tisch zu Tisch ging und jedem Gast Kaffee anbot. Wollte er welchen, so nahm ich Untertasse mit Tasse drauf und schüttete den Kaffee ein.
Wollte er keinen, so bot ich Tee an. Wollte er auch den nicht und auch keinen Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso, Kaba oder heiße Milch (bot ich übrigens nicht alles an, auf die Idee musste der Gast schon selbst kommen:), dann drehte ich die Tasse um und stellte sie auf die Untertasse. Das signalisierte mir und den Kollegen: Nicht ansprechen! ;) Naja, also es wurde eben verhindert, dass der Gast 3999 Mal gefragt wurde, ob er denn was trinken möchte.

In diesen Tagen machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit Japanern und deren Englisch…die eine Sache ist ja, Englisch zu sprechen, die andere, es zu verstehen! Und das gestaltete sich teilweise schon etwas schwierig.

Nach Ende des Frühstücks gings dann für mich ans Besteck und Gläser polieren. Danach faltete ich Servietten und konnte dann heimgehen. Am ersten Tag wars 14.30 Uhr, am zweiten 16.15 Uhr. So ist das im Service. ;o)

Das war also die erste Woche. Und die zweite folgt sogleich. :)



**Telefonzentrale**

Der Schwerpunkt meines Praktikums lag auf Rezeption. Damit ich nicht gleich direkt auf die Gäste losgelassen wurde, setzte man mich zunächst an der Telefonzentrale ein. Hauptaufgabe hier: Telefonate annehmen, weiterleiten und selbst führen.
Außerdem musste ich Faxe verschicken, eMails nachgucken, Faxe ins richtige Abteilungsfach einsortieren und noch viele Aufgaben erledigen, die an einer Rezeption so anfallen, von denen man aber als Gast nix weiß. Das meiste waren Vorbereitungen, die Check-in und Check-out betrafen. Das alles zu erklären würde zu weit führen.
Ich war außerdem auch ab und zu Ansprechperson für Fragen der Gäste was Frankfurt betraf, also örtliche Gegebenheiten, U-Bahn-Stationen usw. Dafür dass ich in Frankfurt geboren bin, kannte ich mich recht wenig aus. ;) Aber mit der Zeit besserte sich meine Ortskenntnis.

Ach ja, mein Outfit änderte sich insofern, dass ich statt einer Weste ein dunkelblaues Jackett und dazu ein blau-gelbes Tüchlein bekam. Dann sah man ein bisschen aus wie eine Stewardess, aber macht ja nix. :) Auf einem der beigefügten Fotos könnt ihr das ja sehen.

An der Telefonzentrale wurde ich gut eingewiesen. Meine Kollegin war sehr nett und geduldig.
Naja, am Montag war noch alles neu, Dienstag und Mittwoch kam immer mehr dazu, donnerstags wurde ich spontan in den Frühstücksservice abgezogen, weil jemand krank geworden war, und freitags gings weiter an der Telefonzentrale. Da machte mir eine andere Mitarbeiterin dann ein bisschen Dampf, aber das war auch gut so. :o)

Wie gesagt musste ich ja auch Faxe verschicken. Auch für Gäste. Da gabs zwei spezielle Kandidaten, ein älterer Herr aus weißichnichtwo (kann Spanien, aber genauso gut Russland gewesen sein) und einer um die 50 aus Australien. Der Ältere war sein Chef. Und die beiden wollten ständig Verträge in Form von Faxen verschicken bzw. welche gefaxt bekommen. Wenn die einem dann die falsche Nummer gegeben haben, war ich natürlich Schuld. Oder wenn ne eMail für die kam und der Anhang nur eine Datei und nicht die gewünschten drei enthielt, dann war natürlich ich zu blöd. Nun ja, immer freundlich bleiben, ne…
Irgendwann meinte der Australier ma was von wegen, ich hätte ne große Tafel Schokolade verdient…auf die warte ich heute noch.;)
Die Herrschaften blieben zu allem Überfluss auch noch ca. drei Wochen und ihr könnt euch ja vorstellen, wie ich mich immer gefreut hab, die an meinem Telefonzentralen-Tresen zu sehen.

In der dritten Woche am Empfang war ich im Spätdienst eingeteilt. Eigentlich hätte ich da schon ein bisschen am Front Office mitmachen sollen, aber es war recht stressig und von daher nicht möglich, mich in Ruhe einzuarbeiten. So war ich eine weitere Woche an der Telefonzentrale, aber da es ja ne andere Schicht war, kam wieder neues hinzu.

Die letzte Praktikumswoche war ich dann aber wirklich am Front Office und konnte den Kollegen ein bisschen beim Check-in und Check-out über die Schulter schauen bzw. es auch mal selbst versuchen. War auf jeden Fall spannend. ;o) Auf was man da alles achten muss..
Richtig fit wurde ich in dem Bereich nicht, aber das ist auch nicht schlimm. Hab ja noch zwei Praktika. ;o)
Bis zwei Tage vor Weihnachten war noch viel los im Maritim und wir hatten jede Menge zu tun. Ab dann bis Silvester (und wohl auch ein bisschen darüber hinaus, aber da war ich ja dann nicht mehr dort) waren wenige Gäste da und es manchmal dementsprechend langweilig. In der Zeit haben wir viel Staub gewischt und so. ;)
In der Zeit hätte ich mir dann fast die Herrschaften hergewünscht, die mich in stressigen Zeiten immer so schön mit Faxen etc. beschäftigt hatten.

Dann wollte ich noch was zu Sprachkenntnissen sagen: Ich musste v.a. am Empfang viel Englisch reden. Ich dachte eigentlich, ich bin ganz gut darin, aber im Hotel kommen dann noch mal ganz andere Wörter hinzu, für die man sich sonst vielleicht nicht so interessiert hat, z.B. Bügeleisen. :o)
Mit Französisch musste ich am letzten Tag mal aushelfen, wobei die Sache ganz schön kompliziert war und es auch noch um Geld ging…
Eine sehr gute und sinnvolle Sache finde ich, dass alle Mitarbeiter nun Namensschildchen mit Aufdruck der Fahnen von den Ländern kriegen, deren Sprachen sie sprechen. So müssen sich die Franzosen künftig nicht mehr so mit Englisch abmurksen, wenn vor ihnen ein Mitarbeiter mit der frz. Fahne aufm Schild steht. ;)
Seit Anfang des Jahres müssen die Mitarbeiter außerdem nicht mehr ihr "Ja, gerne"- Schildchen an Jackett und Weste tragen. Da kamen schon manchmal Kommentare; die deutschen Gäste nahmen einen ein bisschen auf die Schippe und die ausländischen Gäste wollten wissen, was das bedeutet ("Is it your name?") :o)
Ob die Schildchen nun durch neue ersetzt wurden weiß ich aber nicht.


**das Personal**

Also, ich muss schon sagen, die Mitarbeiter waren echt so gut wie alle voll nett. Nicht nur die, mit denen ich in den drei Abteilungen zu tun hatte, sondern auch die, die man mal so in der Kantine angetroffen hat. Aus den Büros und so.
Da ich ja am Empfang am längsten war, kann ich auch am meisten über die Kollegen dort erzählen und die waren eigentlich alle sehr geduldig, nett und lustig.
Auch die Schichtleiter waren spitze. Egal wie viel Stress war, die meisten von ihnen blieben gelassen und freundlich. Auch wenn ich mit irgendeiner Frage kam oder etwas nicht alleine bearbeiten konnte, dann haben sie mir immer weitergeholfen.



**das Essen**

Täglich hatte ich eine halbe Stunde Mittagspause und konnte in der Kantine so wie alle Mitarbeiter kostenlos essen. Im Großen und Ganzen hats relativ gut geschmeckt. Die Gäste kriegen natürlich besseres Essen vorgesetzt, aber man ist satt geworden und es gab auch genügend Auswahl. Oft war Fisch dabei, was ich sehr gut fand, ansonsten immer Gemüse, natürlich eine Sättigungsbeilage (Kartoffeln, Nudeln, Reis,..), ein Fleischgericht und Salate. Nachtisch gabs auch, aber an dem hab ich mich nur zwei- oder dreimal versucht. :)



***Fazit***

Ich hab mich sehr gut aufgehoben und gut betreut gefühlt. Alle waren nett und hilfsbereit, haben sich auch dafür interessiert, was ich „im normalen Leben“ so mache und hatten Geduld.
Die Aufgaben, die ich zu erledigen hatten, gehörten genauso zum Alltag der Azubis bzw. fest Angestellten und waren keine Praktikanten-Aufgaben, die sonst keiner erledigen wollte.
Ich hab einen guten Einblick in das Hotel an sich und in die drei Bereiche Housekeeping, Frühstücksservice und Rezeption bekommen, wobei ich das meiste natürlich am Empfang gelernt habe. Mit dem gängigen Hotel-Computerprogramm "Fidelio" kann ich nun auch umgehen, was mir die Arbeit bei den restlichen zwei Praktika sicherlich erleichtern wird, sofern ich wieder an der Rezeption arbeiten kann.

Mein nächstes Praktikum werde ich wahrscheinlich in einer anderen Hotelkette machen, aber ist ja schon mal gut zu wissen, wie’s im Maritim so läuft. :)
Es kommt natürlich auch darauf an, ob man nur eine Woche oder über einen Monat dort Praktikant/in sein möchte. Bei fünf Wochen hat es sich eher gelohnt, mich einzuarbeiten und selbstständig arbeiten zu lassen.

Ein Minuspunkt könnte sein, dass man keine Vergütung bekommt, aber ich hatte das auch nicht erwartet und für fünf Wochen muss das auch nicht sein. Bei Praktikanten, die mehrere Monate dort sind, sieht das wahrscheinlich auch schon wieder anders aus.

Kann ein Praktikum im Maritim Frankfurt auf jeden Fall empfehlen. Man sollte nur Interesse mitbringen und eine relativ schnelle Auffassungsgabe besitzen. Englisch sollte man unbedingt können, Französisch ist auch von Vorteil.

Werde das Praktikum jedenfalls in guter Erinnerung behalten und hoffe, dass ich bei den anderen Hotels auch so ein Glück habe. ;o)

In diesem Sinne,
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Tini
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Kommentare
ara83
ara83, 01.03.2006
Interessant
luna1011
luna1011, 02.04.2006
Ein sehr scöner interessanter Bericht! Gruß Luna1011
AndreaBln
AndreaBln, 04.05.2007
...sh...LG Andrea PS:Freue mich über Gegenlesungen
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