Im Folgenden ein Bericht über Big Brother, welcher zwar schon etwas älter ist, aber meiner Ansicht nach noch immer Aktualität besitzt, da Big Brother der Vorläufer für Reality-Sendungen im TV war und deshalb ein gutes Beispiel für die allgemeine Beurteilung von Sendungen auf diesem Prinzip ist.
In der Fernsehsendung auf RTL2 „Big Brother“ geht es darum, wie zehn Freiwillige, die sich nicht kennen, 100 Tage in einer Wohngemeinschaft ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt verbringen. Überall in der Wohnung sind Kameras angebracht, die jeden einzelnen Vorgang filmen. Die Zuschauer wählen in regelmäßigen Zeitabständen, welcher Teilnehmer das Haus verlassen muss. Der als letztes übrigbleibende gewinnt 250.000 DM.
Nun stellt sich die Frage, ob „Big Brother“ ein Vorgänger vieler auf dem selben Prinzip beruhenden Sendungen sein wird oder eher ein Auslaufmodell; zudem ob sinnvoll oder stupide. Die meisten der folgenden Argumente sprechen sich deutlich gegen „Big Brother“ aus.
Gründe, die „Big Brother“ befürworten, gibt es eigentlich wenige, doch immerhin lernen die Teilnehmenden neue Leute kennen und haben die Chance, 250.000 DM zu gewinnen. Außerdem können bisherige Nobodys berühmt werden, dazu gibt es wohl kein besseres Beispiel als Zlatko, dessen Name durch die Fernsehsendung bekannt geworden ist. Die Teilnehmer zeigen Mut und lassen sich auf ein Abenteuer ein. Von Befürwortern wird oft das Argument vorgebracht, dass sowohl die Teilnahme an der Serie, als auch das Zuschauen freiwillig seien und in einer liberalen Gesellschaft auch so eine Sendung möglich sein müsse.
Die eben genannte Berühmtheit kann sich aber auch negativ auswirken, wie bei Manuela, die nun zum Gespött vieler geworden ist.
„Big Brother“ zeigt, dass Menschen sich für Geld die Freiheit nehmen lassen und bereit sind, 100 Tage in einem Container zu verbringen. Gleichgültig der Tatsachen, dass ihre Intimsphäre und Schamgrenze durch die Kameras, auch in der Dusche und auf der Toilette, verletzt werden, verzichten sie auf Kontakt zur Außenwelt und begeben sich in eine vollkommene Überwachungsgesellschaft, wie in dem Roman „1984“ von George Orwell. Die Teilnehmer lassen sich vom Geld förmlich blenden und überlegen überhaupt nicht, was sie da tun.
Man sieht, dass die drei Millionen Zuschauer, die „Big Brother“ jedes Mal verfolgen, an völlig banalen Vorgängen, wie z.B. am Zähneputzen Interesse finden. Das Warten auf Streitigkeiten und kleineren Sensationen, die möglicherweise passieren könnten, wird bei den Zuschauern geweckt, denn sonst würden nicht drei Millionen aller Bundesbürger dabei zusehen. Sensationsgier und Voyeurismus werden dadurch gefördert.
Lehrreich ist RTL2’s Kultsendung auch nicht, man erfährt keine neuen, wichtigen Dinge.
„Big Brother“ könnte Vorläufer für noch viel extremere Ideen sein. Beispielsweise wird auf SAT 1 bald eine Serie auf dem selben Prinzip laufen, mit der Ausnahme, dass die Teilnehmer auf einer einsamen Insel Malaysias mit giftigen Schlangen und Spinnen leben müssen. Auf diese Weise wird die Sensationsgier der Zuschauer immer weiter gesteigert und neue, möglicherweise gefährlichere und abartigere Situationen müssen erfunden werden.
Aufgrund der vielen negativen Argumente bin ich der Meinung, dass „Big Brother“ eine überaus unmoralische Fernsehsendung ist, die es nicht wert ist angesehen zu werden. Im Grunde ist es ein Armutszeugnis für die Teilnehmer und die drei Millionen Zuschauer, dass solche Serien überhaupt
im Fernsehen gesendet werden und dazu noch so einen durchschlagenden Erfolg haben.
Es scheint mir daher gar nicht so abwegig, dass unsere Bevölkerung (zumindest teilweise) langsam, aber sicher verblödet und zu einer niveaulosen Voyeurgesellschaft wird.
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Es wird lagsam langweilig, gibt es auch noch was anderes außer Reality Shows?
ein Testbericht von jägermeisterin2003-09-01 19:22:44vom 01.09.2003Empfehlung: ja
Ich finde es langsam ätzend, egal welcher Sender, mittlerweile werden überall Reality Shows gezeigt.
Angefangen mit Big Brother, Mütter die Familien tauschen, Leute die Häuser bauen, schwangere Frauen und was es sonst noch so gibt.
Ich muß zugeben, die erste Folge Big Brother habe ich mir angesehen, die fand ich aber dann schon total ätzend. Ich fragte mich:"Wen interessiert das denn?" - Anscheinend genug Zuschauer, sonst wär dieser Boom ja nicht entstanden.
Die Privatsphäre anderer Leute schein sehr interessant zu sein. Ich finde es allerdings sehr langweilig, denn ich habe genug mit mir selber zu tun und muß nicht wissen, was fremde Leute in ihrer Freizeit tun.
Wo führt das noch hin?
Ich schaue mittlerweile fast gar kein Fernsehn mehr, da diese "Schwachmaten - Sendungen" immer mehr Sendezeit in anspruch nehmen.
Es ist doch viel schöner, sich mit seiner eigenen Privatsphäre zu beschäftigen, als wie gebannt vor der Glotze zu sitzen und zu sehen wenn ein nächster Kandidat aus dem Big Brotherhaus fliegt, wer mit wem, was Familie X das Haus fertig hat usw
ein Testbericht von AloneInTheDark2002-12-08 17:13:12vom 08.12.2002Empfehlung: ja
Hallo liebe Yopi-Community!!!
Auf die Sendung „Die Blender“ bin ich aus purem Zufall gegen Mitternacht auf RTL gestoßen. Als ich im Video-Text den Titel "Die Blender" las, dachte ich mir "bestimmt irgendein Mittelklassefilm" und außerdem klang es irgendwie ganz schön gefährlich. Trotzdem schaltete ich nicht um, sondern ließ mich im Positiven Sinne überraschen. Zu meinem Erstaunen handelte es sich gar nicht um einen Film, sondern um eine Art Reality-Soap bzw. Doku-Soap. Ich schaute mir die Sendung an und musste feststellen, dass sie gar nicht so uninteressant war (zumindest für diese Uhrzeit).
Das Konzept der Serie
Das Prinzip der Serie ist recht simpel. Es wird einfach ein ganz normaler Mensch aus seinem Alltag "herausgerissen" und aus ihm jemand ganz anderes gemacht. Diese Prozedur dauert dann vier Wochen und anschließend muss der Blender sich einer Prüfung unterziehen, mit dem Ziel nicht als Blender entlarvt zu werden. Das ist dann sozusagen das Ziel der Sendung. Mir persönlich gefällt diese Idee. Ich könnte mir zwar nicht vorstellen an einem solchen Projekt teilzunehmen und bewundere deswegen auch den Mut derer, die sich das zugetraut haben.
Die Serie
Die Sendzeit beträgt ca. 1 Stunde und 10 Minuten. Die erste Serie, die am 16.112002 lief, habe ich leider nicht gesehen. Die zweite Serie lief am Samstag dem 23.11.2002 von 23:15 Uhr bis 0:25 Uhr. Die dritte Serie wurde dann am 30.11.2002 ausgestrahlt. Für alle die, die sich immer noch nicht richtig vorstellen können, worum es in dieser Reality-Soap geht, werde ich es einmal an einem Beispiel erläutern.
In der ersten Show ging es um die 22 jährige Studentin Daria. Sie wollte innerhalb von vier Wochen zu einer professionellen Sängerin werden. Vorher hatte sie jedoch keine große Ahnung vom Singen und Tanzen. Sie zog während der vier Wochen in eine neue Wohnung, die ihr extra dazu bereitgestellt wurde. Da Daria ziemlich langweilig und normal aussah wurde sie als erstes erst mal richtig umgestylt, sodass sie wie ein typischer Popstar aussah. Dann hat die Gesangsausbildung im Eiltempo begonnen. Am Anfang klang ihre Stimme durchschnittlich und zum Ende hat es sich schon relativ gut angehört, obwohl der Song, den sie gesungen hat, mir persönlich überhaupt nicht gefallen hat, da er so „ballermannmäßig“ klang. Gleichzeitig startete auch noch eine Tanzausbildung. Die fiel Daria meiner Meinung nach eigentlich fast am schwersten. Zu Beginn sah alles wirklich sehr steif aus und auch am Ende hatte sie noch erhebliche Schwierigkeiten, obwohl es im Verglich zu ihren ersten Schritten natürlich schon eine erhebliche Verbesserung war. Anschließend kam der Tag der Wahrheit: Daria musste sich vor einem kritischen Publikum präsentieren. Sie war ziemlich nervös davor, trat aber trotzdem auf und hat es tatsächlich geschafft das Publikum zu blenden. Das glaubte es wirklich mit einer echten Sängerin zu tun zu haben und applaudierte kräftig. Danach war alles beendet und Daria ging wieder in ihr normales Leben zurück. Soweit ich mich erinnern kann, wollte sie aber nicht unbedingt als Sängern weiter tätig sein.
Anmerken möchte ich noch, dass bisher erst drei Serien ausgestrahlt wurden und wie ich erfahren habe, werden demnächst auch erst mal keine weiteren davon laufen. Auf genauere Informationen, wie die Produzenten, möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, weil es für mich für eine Meinungsdarstellung nicht erforderlich ist.
Mein Fazit
Mir hat die Sendung so einigermaßen gut gefallen. Ich gebe zu, dass sie ein bisschen kitschig ist und sehr anspruchsvoll ist sie auch nicht. Aber wem die Idee der Serie gefällt, dem wird die Sendung, trotz mangelhafter Umsetzung sicherlich trotzdem zusagen.
Damit die Sendung ein breiteres Publikumsspektrum anspricht, müsste man jedoch die Sendezeit etwas nach unten verlagern (zum Beispiel 21.15 Uhr), da den meisten 23:15 Uhr bestimmt etwas zu spät ist.
Wie ich oben bereits schon einmal erwähnt habe, gefällt mir das Konzept dieser Doku-Soap wirklich recht gut. Jedoch sollte vielleicht noch einiges an der Art und Weise, wie das Konzept rübergebracht wird, geändert werden. Es wurde zum Beispiel kaum etwas kommentiert, sondern entweder Interviews geführt oder einfach nur die jeweilige Situation mit den Gesprächen gefilmt. Dadurch wurde es zum Teil etwas langweilig. Mir würde eine Art Reality-Dokumentation besser gefallen, bei der es einen Sprecher gibt, der vieles dokumentiert und erklärt..
Die Produzenten sollten auch darauf achten, dass die Serie nicht zu sehr auf das „Big Brother Niveau“ oder auf das Niveau der Beauty Klinik abrutscht.
Da ich die Sendung allerdings nicht so schlecht fand und wenn ich bedenke was sonst so auf RTL gesendet wird, könnten ruhig noch eine paar Folgen produziert werden. Wenn man nämlich weiß, dass eine Sendung nur dreimal ausgestrahlt wird, interessiert man sich gar nicht erst dafür und kann sich auch nicht richtig für das Konzept begeistern.
Ich hoffe, dass ich einigen mit meiner Meinung helfen konnte und wenn noch mal eine Folge ausgestrahlt wird zum Reinschauen angeregt habe.
...
ein Testbericht von paelzersebbi2002-11-05 01:30:13vom 05.11.2002Empfehlung: nein
Also, das Ding ist vielleicht nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber damals musste ich einfach meinen Frust ablassen! Und warum nicht auch hier reinstellen?! Bitte seid mit euern Kommentaren zur Kategorie gnädig, denn ich hab nix anderes gefunden, ausser Big Brother und da hab ich schon nen anderen Bericht geschrieben!
Es ist da! Ihr könnt ihm nicht entrinnen! Es wird sich endlos wiederholen, weder sie noch ihn verschonen! Man ist dieser Katastrophe wirklich tagein tagaus ausgesetzt. Wie weit ist das heutige Fernseh-Niveau gesunken? Und das Schlimmste: Es gibt auch noch
Leute, die sich so etwas angucken. Und das auch noch regelmäßig.
He, wenn ihr was wirklich Gutes verinnerlichen wollt, dann lest diese Zeitung!
Aber jetzt mal im Ernst: Was ist auch nur in geringster Weise interessant an diesem ganzen Schund?
Wobei ich ehrlich gesagt ‚Big Brother’ für das fast noch Normalste halte. Die Leute sind zwar auch alle etwas gestört, aber wenigstens zeigen sie manchmal in Ausnahmesituationen, dass in ihrem Schädel noch etwas anderes als Wasser und Leere ist.
Bei diesem ‚Girlscamp’ sind die Erfinder nur auf Zicken-Streit und Augen-Auskratzen aus. Und auf nackte Haut können die auch lange warten.
Dann gab’s da so etwas anderes: ‚To Club’! Hä? Einen Club herrichten! Wow! Hört sich verführerisch an. Als ich mal wieder durchschaltete, sah ich da nur so n paar abgefreakte Typen, die gerade den Auftrag bekamen, die Klos sauberzumachen. Mmh, das können wohl nur die Organisationstalente. Also das will ich auch mal machen, wenn ich mal mein Abi hab...
Oder ‚Expedition Robinson’: Warum essen die da immer irgendwelche eigenartigen Tiere! Wenn ich mir so was geben muss, dann geh ich halt in n piekfeines Restaurant und bestell mir Froschschenkel oder Schildkrötensuppe. Muss man da zuerst auf ne verlassene Insel fahren!?
Oder ‚Der Bus’: He, der Name sagt schon alles. Der ist nämlich genauso einfallsreich wie die ganze Sendung.
Und gibt’s doch da noch ‚House of Love’: Senden sie doch sogar spät abends. Die glauben doch wohl selbst nicht, dass da was passiert. Ich glaube nicht, dass die Leute, die da reingehen so sexsüchtig sind, dass sie es nicht auch mal fünf Tage ohne aushalten. Und hinterher kann man sich ja wiedersehen. Auch die geplanten Flirts werden wohl nicht so scharf wie gewünscht ausfallen. Tja, Pech!
Die Leute machen mittlerweile anscheinend echt alles für Geld! Demnächst gibt’s dann ne Sendung, die ‚Abenteuer Antarktis- Wer überlebt am längsten’ heißt. 24 Stunden Live- Übertragung.
Na ja, aber es gibt ja Meinungsfreiheit und wem danach ist, der soll halt wertvolle Minuten seines vielleicht kurzen Lebens an diese Serien verprassen. So lange ich mit mir im Reinen bin, kann jeder tun und lassen, was er will.
Bis dahin....
Kleine Ergänzung:
Auf www.BigBrother.de ist zu lesen, dass noch im Jahr 2002 die 4.Staffel von BB produziert und ausgestrahlt werden soll! Oh Gott bitte nicht!
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ein Testbericht von Redbull212002-10-06 20:03:12vom 06.10.2002Empfehlung: ja
Nach einem zweijährigen Boom kann man sagen, dass die Zeit von Reality TV vorbei ist. In diversesten Serien konnten wir unsere Mitmenschen beobachten und uns über ihre Eigenarten lustig machen bzw. sie wegen ihrer coolen Art bewundern.
Im österreichischen Fernsehen war die einzige Reality Serie "Taxi Orange". Es ging bei der Serie darum, dass 10 gecastete Leute in einem Haus wohnen, und sich durch Taxifahrten ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen. Die Taxler wurden in ihrem Haus und in ihren Taxis von Kameras gefilmt.
Das Haus, in dem die Taxler wohnten, lag bei mir
immer am Schulweg, und jedesmal wenn ich vorbeigegangen bin, haben 12 und 13 jährige Mädls das Haus belagert und haben versucht, einen Blick von ihren Stars zu erhaschen. Anfangs war es lustig doch auf die Dauer war es ziemlich nervig, dass immerwieder so ein Menschenauflauf dort war.
Ich muss zugeben, dass ich mir auch des öfteren die Serie angesehen habe. Im Gegensatz zu Big Brother sind die "Insassen" nicht dumm herumgesessen, sondern haben auch auf ihren Taxifahrten so manches erlebt.
Mir hat die Serie gut gefallen, doch ich bin froh, dass die Serie vorbei ist. Denn auf die Dauer ist eine Reality Show ziemlich fad.
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ein Testbericht von ZockerTim2002-09-07 18:11:31vom 07.09.2002Empfehlung: ja
Autopsie kommt jeden Samstag und Sonntag um 22:15 Uhr.
Die Sendung handelt von mysteriösen Mordfällen meist aus Amerika und wie sie gelöst werden. Man bekommt Einblick in die Polizeiarbeit und wie Mörder und Verbrecher denken. Die Fälle sind alle 100 % echt. Meist werden die Berichte auch an orginal Tatorten nachgedreht. Ausserdem bekommt man orginal Aufnahmen vom Tatort zu sehen. Die Sendung ist sehr spannend und nicht für Leute mit zarten Gemüt. In einer Sendung werden ca. 5 Fälle gezeigt. Es wird der genaue Weg gezeigt, wie die Polizei die Mordfälle
aufklärt. Natürlich gibt es auch viele Interviews mit Polizisten, Wissenschaftlern etc. Man kann erkennen, dass die USA eigentlich sehr gefährlich ist, auch bei Tageslicht und an belebten Orten. Die Sendung dauert ca. 60 Minuten und es wirklich keine Langeweile auf.
Manchmal handelt diese Sendung auch von deutschen Mordfällen. Dann kann man auch einmal sehen, dass es in Deutschland sehr kriminell zugeht. Die Experten in diesen Sendungen sind sehr kompetent. Alle Mordfälle werden in dieser Serie geklärt. Deshalb ist es auch eine Werbung für die Polizei in Amerika und Deutschland. Trotzdem fühlt man sich nach dieser Sendung nicht mehr so sicher, wenn man weiss, dass es soviele Mörder immer noch frei herumlaufen.
Ich finde diese Sendung sehr empfehlenswert, auch wenn es noch andere Informations-Sendungen um die gleiche Zeit gibt.
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Autopsie - Hier können nicht nur Hobby-Ermittler noch was lernen
ein Testbericht von Tobinger2002-09-02 00:17:00vom 02.09.2002Empfehlung: ja
Ich muss sagen, dass mich RTL2 mit dieser Sendung absolut in seinen Bann gezogen hat. Gerade bei diesem Sender hätte ich mit so einer spannenden Serie wie Autopsie - Misteriöse Todesfälle - nicht gerechnet.
*** Um was geht's ***
Bei Autopsie werden tatsächlich eingetretene Todesfälle "aufgeklärt". Das heisst, dass interessante Todesfälle vom ersten Hinweis (z.B. einem Anruf oder dem Fund einer Leiche) über Ermittlungen (Vernehmungen (Darstellung von Widersprüchen), gerichtsmedizinischen Untersuchungen...) bis zur Ermittlung der Todesursache und ggfls. der Ermittlung des Täters nacherzählt werden.
Dies geschieht jedoch nicht als Spielfilm. Man könnte es eher
als Dokumentation sehen.
Die Szenen werden hierbei teilweise nachgespielt, jedoch handelt es sich bei den meisten Einblendungen um Interviews bzw. Aussagen von tatsächlich in diesem Fall eingesetzen Personen wie z.B. vor Ort anwesenden Polizisten, Gerichtsmedizinern, Staatsanwälten...
Erklärungen zu den Aussagen werden teilweise mit Originalfotos belegt.
Pro Sendung gibt es ca. 5-7 Fälle, über die berichtet wird.
*** Die Aufmachung ***
Ich denke, dass das Intro bereits einen Einblick darauf gibt, was man in der Sendung erwarten kann. Es werden einige Bilder von Todesfällen gezeigt und daneben werden andauern Begriffe der Kriminalität in weisser Schrift auf schwarzem Hintergrund eingeblendet. Diese sind in dieser Form zu sehen, wie sie auch im Duden stehen (also mit einer kurzen Erklärung und Trennungszeichen).
Auch ist die Tonwahl sehr gut gelungen. Es gibt fast keine Musik zur Sendung sondern lediglich zwei bis drei immer wiederkehrende Soundteile, wie z.B. den regelmässigen Ton, der auch im Krankenhaus den Herzschlag verdeutlichen soll.
Ansonsten werden die Personen bei ihren jeweiligen Tätigkeiten dargestellt, wenn sie nicht gerade eine Erklärung zu ihrer Ermittlung abgeben.
*** Die Fälle ***
Bei den Fällen handelt es sich zu 95 Prozent um Mordfälle. Es wurden jedoch auch schon Selbstmorde behandelt, von denen man zunächst zweifelsfrei ausging, dass es sich um einen Mord handelt.
Die Mordfälle sind generell solche, die man nicht eben schnell klären kann, weil sich der Täter eben mal neben die Leiche gesetzt hat oder irgenwann bei der Polizei einmarschiert und sagt "Hier bin ich!". Vielmehr werden Fälle dargestellt, bei denen erst nach monatelangen Ermittlungen ein Täter gefunden werden konnte.
Oft sind es auch Mordserien, die sich bereits über Jahre hinweggezogen.
Leider gab es bis jetzt nur ein oder zwei Sendungen, die solche Fälle aus Deutschland dokumentiert hat. Die restlichen Sendungen beziehen sich alle auf Amerika.
Trotzdem kommen in fast jedem Bericht deutsche Gerichtsmediziner vor, die das Vorgehen ihrer amerikanischen Kollegen ebenfalls kommentieren.
*** Ab wann die Sendung schauen? ***
Ich denke, dass man diese Sendung aufgrund der Bilder Kindern nicht zeigen sollte. Die Sendezeit wurde meiner Meinung nach sehr gut gewählt, da Jugendliche (ab 15-16 Jahre) bereits einen Einblick in sehr interessante Berufe (nein, kein Profi-Killer!!!) erhalten können, die sie vielleicht in ihrem weiteren Leben zu ihrem Beruf machen wollen.
*** Fazit ***
Diese immer Montags ab 22.05 Uhr laufende Sendung (es gibt sonntags Wiederholung) ist für jeden Polizisten, Staatsanwalt, Gerichtsmediziner und auch jeden anderen, der nur ein bißchen Interesse an kriminalistischen Ermittlungen hat zu empfehlen. Hier werden nur wirklich passierte Geschehnisse auf eine spannende und unterhaltsame Art dokumentiert.
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ein Testbericht von kerlimaus992002-08-02 15:25:20vom 02.08.2002Empfehlung: nein
die Nasenkorrektur zum Abitur und das Fettabsaugen zur Silbernen Hochzeit.
Es ist schon erstaunlich welche Blüten der Schönheitswahn und die Vergötterung des Jugendkultes der heutigen Gesellschaft treibt.
So möchte man zumindest denken, wenn man sich eine der einschlägigen Talk-Show ansieht, wenn sie sich mal wieder mit diesem Thema beschäftigt, und das ist meistens bei mindestens einer einmal pro Woche der Fall, denn dieses Thema ist mindestens genauso beliebt wie Beziehungsdramen oder Vaterschaftstest.
Aberwitzig sind vor allem die Argumente, die von denjenigen gebracht werden, die mit ihrem Körper angeblich nicht zufrieden sind, obwohl mal
sich das bei näherer Betrachtung gar nicht vorstellen kann.
Während die meisten Frauen, die von Natur aus mit einer größeren Oberweite ausgestattet sind, mehr oder weniger darunter leiden, weil sie sich beim Schlafen nicht vernünftig hinlegen können oder immer stärker werdende Rückenschmerzen haben, kann es offensichtlich immer mehr, immer jüngereren Frauen und Mädchen nicht groß genug sein, d. h. es reicht nicht die Vergrößerung von Körbchengreößen A oder B nach B oder C, nein es müssen immer gleich die Monsterti... im Format D oder größer sein, obwohl ich zum Beispiel die Frau mit dem angeblich größten Busen der Welt Lolo Ferrari ästhetisch alles andere als gelungen fang, naja, Geschmackssache.
Oder die Leute, die etwas zuviel auf den Rippen haben, weil sie zum Beispiel gute "Futterverwerter" sind stehen ehr zu ihrer Figur, während zierliche Persönchen, die bei der Auferstehung des Fleisches eh schon liegen bleiben können, sich für fett halten und unbedingt noch abnehmen wollen, wahrscheinlich bis sie magersüchtig sind.
Ist schon verrückt unsere Welt. Aber wer meint, das wäre nicht mehr zu toppen, der hat noch nie die Beauty Klinik auf RTL 2 gesehen, eine Dauerwerbesendung für Schönheitsoperationen.
Diese Sendung lief Anfang dieses Jahres mit insgesamt acht Folgen im Februar und März auf RTL II und ist leider seit dem 01. August 2002 wieder im Programm vertreten.
Prinzipiell halte ich ja den Gedanken einer solchen Sendereihe für gar nicht so schlecht, wenn es denn wirklich so ist, daß diese Art von Spaß-Operationen einen so großen Raum in unserer Gesellschaft einnehmen, was ich aber nicht glaube oder zumindest hoffe, daß es nicht so ist. Real ist diese Sendung wahrscheinlich genauso wenig, wie die Gerichtssendungen von Barbara Salesch und Co. und die "Hauptdarsteller" haben wahrscheinlich nur die Gelegenheit ergriffen, die Operation für lau zu bekommen und sind sicherlich nicht der typische Durchschnitt.
Natürlich ist der behandelnde Arzt ein richtiger, nämlich Dr. med. Thoman Jansen von der Klinik Pöselsdorf in Hamburg, denn hier einen Nichtfachmann einzubauen würde erstens natürlich sofort auffallen und zweitens jeden Realitätsanspruch sofort ad absurdum führen, genau wie wenn bei den Gerichtsshows kein beurlaubter oder ehemaliger Richter auf dem Richterstuhl säße.
Diesem Arzt kann man auch keinen Vorwurf aus Medizinischer Sicht machen, soweit ist das beurteilen kann, denn er urteilt sachlich auch im Bereich dessen was überhaupt möglich ist, aber vielleicht ist es auch nur Marketing.
Wenn zum Beispiel eine junge Frau sich ihren Busen sehr vergrößern lassen will, was vielleicht medizinisch etwas bedenklich ist, wäre es meiner Ansicht nach vernünftig sie nachhaltig darauf hinzuweisen und vielleicht darauf hinzuwirken, daß sie es ganz läßt, aber daran kann man natürlich nichts verdienen, also erstmal eine kleinere Vergrößerung, bringt im Grunde das kleine Geld, birgt weniger das Risiko von Komplikationen, auch für den Arzt, und wenn sich das Gewebe erstmal gedehnt hat, kann man nach einiger Zeit ja den ursprünglich gewünschten Zustand in einer zweiten Operation herstellen und nochmal verdienen.
Gezeigt wurde in der Sendung immer der komplette Ablauf, also von Vorgesprächen bis zur eigentlichen Operation und der Zeit direkt danach, insofern ist es schon korrekt dargestellt, aber die Sendung geht für meinen Geschmack viel zu wenig auf die Risiken und Spätfolgen solcher Operationen ein und das wäre unbedingt angebracht gewesen, wenn man schon in diesem Bereich eine Sendung mit Informations- und Realitätsanspruch macht. Das dies aber viel zu kurz kommt, kann ich auch nur eine durchschnittliche Note geben und kann.
Sicherlich wäre es aber insgesamt angebrachter, so etwas im Rahmen einer seriösen Dokumentation zu machen und nicht im Rahmen einer der Unterhaltung dienenden Sendung, denn dafür ist das Thema viel zu ernst.
Natürlich beschäftigt man sich auch generell mit dem Thema, wenn man sich so etwas anschaut und so bleibt Euch jetzt auch meine allgemeine Meinung zu solchen Schönheitsoperationen nicht erspart.
Also ich persönlich würde so eine Operation nie machen lassen, zwar sehe ich nicht häßlich aus, aber das eine oder andere könnte man vielleicht verbessern, aber wozu. Ich denke es ist viel besser Selbstbewußtsein zu entwickeln und sich so zu nehmen, wie man ist, mit allen kleinen Mängeln und Macken, die nicht nur der Körper, sondern sicher auch der Charakter hat, den man nicht so einfach unters Messer legen kann. Unfall- oder Verletzungsfolgen sind natürlich ein anderes Thema, das würde ich auch machen, um zum Beispiel Narben wieder verschwinden zu lassen oder ähnliches.
Aber letztlich ist es natürlich die Sache von jedem selbst wie er für sich da entscheindet, und ich bin sicher der letzte der ein Recht jemandem da rein zu reden, aber jeder sollte es sich sehr gut vorher überlegen, denn so etwas ist ja auch nicht mal eben wieder rückgängig zu machen, wie die falsch gewählte Haarfarbe.
Wer aber wirklich unter Mängeln seines Körpers leidet und schon psychische Krankheitsbilder deswegen ausbildet, für den kann eine solche Operation sicher auch ein Weg aus der Krise sein, aber diese Fälle sind sicher in der Minderheit.
Abschließend würde ich zu der Sendung sagen, nicht verkehrt ein solches Thema anzupacken, aber dann bitte in seriöserer Form und nocht so.