Heute schreibe ich mal einen Bericht über ein E-Book. Das ist ein gerät, das ein bisschen so aussieht wie ein Palm, allerdings einiges grösser. Auf dem E-Book kann man viele Bücher draufladen und dann lesen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Bücher in digitaler Form vorliegen hat.
Platzprobleme hat man wohl kaum, auch wenn man eine echte Leseratte ist. Auf die integrierten 16 MB Speicher passen 18 000 Textseiten oder, anders ausgedrückt, etwa 40 Bücher mit jeweils 400 Seiten. Nicht schlecht, was? An den Wälzern hätte man auf einer Reise ganz gut zu schleppen. Okay, das E-Book wiegt auch 630 Gramm, aber das ist noch okay. Für die S-Bahn oder so aber wohl etwas zu schwer!
Der Akku hält ungefähr 20 Stunden lang und sein Ladestand lässt sich leicht über das Menü aufrufen. Genau so wie die Lichteinstellungen, die ein wirklich angenehmes Lesen möglich machen oder sogar garantieren. Auch bei längerem Schmökern bekommt man keine Augenschmerzen oder so. Hätte ich nicht gedacht!
Angeschlossen wird das Gerät über einen Anschluss, an den man auch das Ladekabel anbinden kann, an den Windows-PC. Die Software auf diesem erfolgt ohne Probleme und ziemlich schnell.
Woher nun mit dem Lesestoff?
Man bekommt beim Kauf des E-Books eine so genannte Rocket-ID dazu, mit der man spezielle "Bücher" in digitaler Form entschlüsseln kann. Diese "Bücher" heissen Rocket-Editions und lassen sich nach ihrem Kauf immer wieder abrufen, auf den PC downloaden und auf das E-Book übertragen. Sie lassen sich nicht auf dem PC lesen oder an andere E-Book-Besitzer weitergeben. Kopierschutz par escellence!
Es gibt bis jetzt erst einige hundert Rocket-Editions in deutscher Srache, dafür aber schon etwa 8000 auf englisch. Wer ganz gut englisch spricht, aber nicht so ganz sicher ist, ob er in der Sprache ein ganzes Buch lesen kann, dem ist geholfen! Denn das E-Book bietet ein integriertes Wörterbuch mit oft genutzten Begriffen. Und zwar solchen, die man in der Schule wohl nicht lernt.
All das lässt sich bequem mit dem guten Touch-Screen bedienen. Sieht nur scheisse aus, wenn man Fettfinger hat. Chips essen beim E-Book-Lesen ist also nicht so gut. Dafür gibt es aber innerhalb des Textes manchmal Wav-Dateien, die zur Story gehören. Ganz nett, aber nicht bahnbrechend. Da hilft es noch mehr, dass man sich selbst digitale Lesezeichen, Notizen und Unterstreichungen machen kann. Dazu gibt es zwei frei veränderbare Schriftarten, die aber so völlig okay sind.
Tja, Spass macht das alles schon. Fraglich allerdings, ob dieser Spass nur aus der Faszination Technik oder aus der tollen Umsetzung der zweifellos guten Idee stammt. Das ist natürlich stark geschmacksabhängig. Wer Bücher in der klassischen Form gerne mag, wird hier eine kuriose Alternative finden, die aber auf die Dauer wohl keinen rechten Anklang findet. Die guten alten Bücher eben...
Auch das mitgelieferte schicke Lederetui für unterwegs rechtfertigt aber zusammen mit den oben genannten Vorteilen meiner Meinung nach noch lange nicht den Preis von 330 Euro!
Wer sich dafür interessiert, wird auf www.rocket-ebook.de gut beraten und informiert. Eine Kaufempfehlung kann ich nicht aussprechen. Ob es für einen von
euch, liebe Leser, sinnvoll ist, das wisst ihr wohl selbst am besten!
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