Salar de Uyuni
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Platz 2 in der Kategorie "Mehr zu Bolivien". Typ: Salzsee / Der Salar de Uyuni ist mit einer Fläche von über 12 000 km2 der größte Salzsee der Welt. ...mehr
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Salar de Uyuni Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Noemi82

Urlaub mal anderes

ein Testbericht von 2007-04-11 12:59:26 vom 11.04.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: Landschaft, Preis, Leute...
Nachteile/Kritik: Erreichbarkeit, im Winter kalt
Vor ein paar Jahren bin ich kurz vor meinem Abitur für vier Wochen nach Bolivien gereist. Ich schrieb über den Aufenthalt dort meine Facharbeit für den Leistungskurs Spanisch. Der Aufsatz handelte von einigen touristischen Zielen in Bolivien, von verschiedenen Gebräuchen und Festen und beinhaltete Interviews mit Quechua-Indianern, die ich über ihr Leben befragte. Durch diese Reise lernte ich eine komplett andere Welt kennen als die unsere. Manchmal wundere ich mich über meinen eigenen Mut, dass ich damals mit 19 Jahren alleine den Atlantik überquerte und mit meinem mangelhaften Spanisch für ein paar Wochen zu einem fremden Kontinent aufbrach. Doch wie kam ich auf so ein – sagen wir mal – unkonventionelles Reiseland wie Bolivien? Ich muss dazu sagen, dass mein angeheirateter Onkel aus Bolivien ist und ich so schon als Kind Bolivianer kannte und beispielsweise mit der bolivianischen Musik aufgewachsen bin. Wahrscheinlich habe ich auch deswegen damals den Leistungskurs Spanisch gewählt.

Jetzt aber zum Thema: Ich würde gerne ein paar Sätze zu meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Bolivien schreiben, denn es wundert mich immer wieder, dass ein an natürlichen Schätzen so reichhaltiges Land immer noch von so wenig vom Tourismus „heimgesucht“ – oder besser „beehrt“? – wurde!
Zugegeben: Die mangelnde Infrastruktur macht das Reisen in diesem sehr armen Land nicht unbedingt zum Kinderspiel. Dafür wird der Backpacker aber mit wunderschönen Landschaften und wahnsinnig netten und warmherzigen Gastgebern belohnt.
Wo Anfangen? Vielleicht erstmal mit ein paar Fakten zu

Land und Leuten

Bekanntermaßen liegt Bolivien in Südamerika und ist mit Paraguay das einzige Land ohne Meerzugang (Das heißt: abgesehen vom Titicacasee, einer der höchstgelegenen Seen der Welt, muss man auf einen Badeurlaub in Bolivien wohl verzichten!). Bolivien ist etwa viermal so groß wie Deutschland. Angeblich sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, wobei man hier wohl eher von einem Art Mischglauben mit den Urreligionen sprechen müsste. Denn der Glauben an die „Pachamama“ - die Mutter Erde - ist allgegenwärtig. Sie wird oft mit Zügen der Jungfrau Maria ausgestattet, aber die Verehrung der Erde ist nicht nur in den alten Gebräuchen, sondern auch im Alltagsleben nicht zu übersehen. Beispielsweise wird beim Trinken von Chicha (bolivianisches Maisbier) stets ein Schluck als Geschenk für Mutter Erde auf den Boden gekippt.
Die offizielle Hauptstadt ist Sucre, der Sitz der Regierung befindet sich aber in La Paz (3200-4100 m über dem Meer: bekannt als höchstgelegener Regierungssitz und durch den höchstgelegenen Flughafen der Welt).

Meine Erfahrungen

Leider konnte ich in vier Wochen Aufenthalt in Bolivien viel zu wenig sehen, um den Lesern die Reiseplanung zu ersetzen. Ich selbst habe beispielsweise La Paz und den Titicacasee nicht sehen können. Ein Highlight meines Urlaubs möchte ich aber gerne als Ausflugsziel nahe legen: Eine Reise zum Salar de Uyuni im Südwesten Boliviens, nahe der Grenze zu Chile.
Der Salar de Uyuni ist mit 12.000 km² einer der größten Salzseen der Welt. Er liegt auf einer Höhe von 3.653 m und gilt als landschaftlicher Höhepunkt des Altiplano (eine riesige Hochebene in den Anden). Für mich war die Fahrt mit dem Jeep über die dicke Salzschicht des Sees eines der aufregendsten Erlebnisse in meinem Leben. Fasst könnte man meinen, man fahre über einen steinhart gefrorenen See, doch was da unter den Füßen knirscht sind keine Eiskristalle, sondern grobe Salzkristalle. Mitten auf dieser großen weißen Fläche befindet sich eine kleine Insel, die „Isla Pescado“. Sie ist von mehreren Meter hohen Kakteen bewachsen, die mit der schneeweißen Ebene im Hintergrund ein wirklich skurriles Bild ergeben.
Da der Salar de Uyuni als eines der touristischen Hauptziele in Bolivien zählt, wird einem hier die Reiseplanung relativ leicht gemacht: Von Uyuni aus werden mehrtägige Touren mit Jeeps angeboten, die über den Salar zu hochgelegenen Seen, zu Geysiren und in unwirkliche, wüstenhafte Berglandschaften führen.
Ich habe damals neben dem Salar de Uyuni auch die Laguna Colorada und die Laguna Verde besucht. Das sind zwei farblich wahnsinnig beeindruckende Seen im Altiplano. Die Laguna Colorada leuchtet je nach Sonneneinstrahlung wegen der farbigen Algen am Grund in den verschiedensten Rottönen. Im Hintergrund sieht man die Vulkane der Anden, die mit dem klaren blauen Himmel das Bild vervollkommnen. Hier leben die südamerikanischen Flamingos, die sich von den wenigen begeistert fotografierenden Touristen nicht stören lassen. Nicht weit von dort liegt die Laguna Verde, die – der Name sagt es ja schon – mit ihrem wunderschön knalligen Grün absolut sehenswert ist.
Tipps
Bolivien ist ein sehr günstiges Reiseland. Ich glaube, wir haben für die (allerdings meistens sehr schäbigen) Unterkünfte kaum drei Euro gezahlt. Allerdings kann der Flug ein ziemliches Loch im Geldbeutel hinterlassen. Es bietet sich auf jeden Fall an, mehrer Monate vor der Reise die Flugpreise zu vergleichen und auch schon mehrere Monate vorher zu buchen.
Ich bin damals im August in Bolivien gewesen. Zu dieser Zeit ist in Bolivien Winter. Gerade in höheren Lagen (wie im Altiplano, beim Salar de Uyuni) bedeutet das: bitterkalte Temperaturen! Es ist unbedingt wichtig, sehr warme Kleidung mitzunehmen. Die oft sehr einfachen Unterkünfte haben keine Heizungen und auf etwa 4000 Meter kann der Wind einem wirklich eiskalt um die Ohren pfeifen. In niedrigeren Lagen, zum Beispiel um Cochabamba (die drittgrößte Stadt Boliviens) herum, sind die Temperaturen sehr viel milder und natürlich kann es (vor allem im tropisch-heißen Tiefland, das aus trockenen Savannen des Gran Chaco und den tropischen Regenwaldgebiete Amazoniens besteht) auch richtig heiß werden.
Englisch ist in Bolivien nicht unbedingt Standard. Es empfiehlt sich ein Grundwissen in Spanisch, um problemlos reisen zu können.

Fazit
Bolivien ist wirklich ein wunderschönes Land, die Bolivianer sind ein wahnsinnig aufgeschlossenes und warmherziges Volk. Ein authentischeres und günstigeres Reiseziel gibt es wohl in ganz Südamerika nicht mehr.
Unbedingt empfehlenswert!
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Kommentare
campimo
campimo, 12.04.2007
.::. ... SH LG ... .::.
Leela
Leela, 11.04.2007
sh :o
willibald-1
willibald-1, 11.04.2007
Mein Mann war schon ein paar mal in Bolivien und würde gerne mit mir zusammen dorthin fahren. Aber ich kann mich nicht so richtig aufraffen: er kann Spanisch, ich nicht...
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Informationen zu Salar de Uyuni

Technische Daten und Produkteigenschaften
Der Salar de Uyuni ist mit einer Fläche von über 12 000 km2 der größte Salzsee der Welt.
Allgemeine Informationen Salar de Uyuni
gelistet seit: 03.03.2005
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Allgemeine Informationen
Typ: Salzsee 
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