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Nebel in Kalifornien, 14.12.2005 Auf meiner langen Reise durch das Land der Nintendo-64-Spiele bin ich nun auf ein Rennspiel gestoßen, sein Name lautet „San Francisco Rush“. Da es auf jener Konsole Nintendos bei weitem nicht dermaßen viele Raserspiele gab wie zum Beispiel für die Sony Playstation, hatte ein N64-Modul möglicherweise allein deswegen schon vergleichsweise mehr Beachtung verdient als eigentlich üblich. Insgesamt haben wir es bei diesem Modul zwar auf gar keinen Fall mit einem unterdurchschnittlichen Videospiel oder gar einem richtigen Reinfall zu tun, so wahnsinnig beeindruckend war es allerdings auch nicht, so dass man in diesem Fall tatsächlich von einem Durchschnittstitel sprechen kann. Um zu wissen, ob dieses Rennspiel wirklich (erst recht heute noch) für einen etwas ist, muss man schon sehr ins Detail gehen. Worum geht es bei San Francisco Rush? Diese Version für das Nintendo 64 hat wie so oft bei Rennspielen einen Automaten in den Spielhallen zum Vorbild, ganz heranreichen kann sie an diesen aber nicht. Wie der Name des Spiels unschwer vermuten lässt, brausen wir durch die Straßen der amerikanischen Stadt San Francisco, einem 3D-Chip verdanken wir, dass wir dabei tatsächlich das Gefühl haben, mittendrin im Getümmel zu sein, darüber hinaus wirkt das Geschwindigkeitsgefühl deutlich realistischer und daher irgendwie auch hautnah. Die 3D-Landschaften auf den insgesamt sechs Rennstrecken in und rund um San Francisco bringen sowohl Überlandfahrten mit sich als sie uns auch zur Hauptverkehrszeit in das Stadtzentrum führen, sehr schnell erkennen wir, dass wir es in diesem Fall nicht mit einer ernsthaften Rennsimulation, sondern „nur“ mit einem actionreichen Arcade-Rennspiel zu tun haben. Viele erfreuen sich daher an dem hemmungslosen Rasen inklusive zahlreicher Flugsequenzen, in denen mit dem Auto zeitweise durch die Luft gesprungen und geflogen wird, Andere stört dieser hohe Grad an Unrealismus doch gewaltig, insofern dies dann doch eindeutig Geschmackssache ist. Im Trainingsmodus solltet Ihr Euch in diesem Fall ruhig etwas länger austoben, denn die komplexen Kurse und das alles andere als realistische Fahrgefühl benötigen eine nicht gerade geringe Eingewöhnungsphase, die Steuerung des Wagens gefiel mir zumindest nicht hundertprozentig, die anwählbaren Perspektiven sind hingegen völlig ausreichend, um zumindest halbwegs den Überblick behalten zu können. Wer sich mit dem unrealistischen beziehungsweise heftig überzogenen Rennverlauf anfreunden kann, den erwarten auf den jeweiligen Kursen zahlreiche Abzweigungen und Abkürzungen, die erst einmal von Euch gefunden werden wollen, um möglichst gute Zeiten überhaupt erzielen oder auch vorher gemachte Fahrfehler und daraus resultierende Zeitverluste etwas besser kompensieren zu können. Teilweise segelt Ihr dann nach dem Passieren einer Sprungschanze oder einem besonders starken Gefälle (was ja typisch für San Francisco ist) mehrere Sekunden lang hoch über den Dächern von San Francisco, mir haben diese Passagen nicht so gut gefallen, nach kurzer Zeit fand ich dies albern, aber bitteschön, das ist ja nur meine Meinung. Bei dem Befahren solcher Abkürzungen seid Ihr manchmal über eine halbe Minute oder noch länger ganz allein unterwegs und stoßt auf die Konkurrenz erst viel später, so dass Ihr erst dann erkennen könnt, ob sich das Abkürzen denn auch wirklich gelohnt hat. Ob über einsame Wald- und Wiesenwege oder durch kleine finstere Tunnelpassagen, fahrt Ihr anständig, werdet Ihr meistens auch entsprechend belohnt. Außerdem ist es generell sehr gut, den Computerfahrzeugen auszuweichen, denn diese verhalten sich äußerst aggressiv und rempeln und drängeln nahezu andauernd, was manchmal leider auch sehr unfair rüberkommt. Anfänger werden hier sicherlich oft verzweifeln, „San Francisco Rush“ ist daher nicht unbedingt etwas für Einsteiger in das Genre, da ändern auch die grundsätzlich vier verschiedenen Schwierigkeitsgrade nicht so wahnsinnig viel dran. Je nach Schwierigkeitsniveau steigt Ihr in ein unterschiedliches Fahrzeug ein, vom Minibus bis hin zum schnittigen Sportwagen ist quasi alles an Typen dabei, die insgesamt zur Verfügung stehenden acht Wagen sind allerdings nicht gerade viel. Während Ihr mit Eurem Auto unterwegs seid, lässt sich so manch eine Beule leider nicht vermeiden, das Aussehen Eures Wagens verändert sich dann sehr deutlich. Sollt irgendwann einmal das Maß überschritten sein, löst sich Euer Wagen praktisch in seine Bestandteile auf und explodiert schließlich, lediglich ein Feuerball bleibt dann kurzzeitig noch zu sehen. Wenige Sekunden später seid Ihr aber schon wieder mit einem neuen Modell unterwegs, ein paar Sekunden hat Euch das Ganze dann aber natürlich schon gekostet. Passieren Euch kleinere Fahrfehler und kommt Ihr stark von der Strecke ab werdet Ihr „unsichtbar“ wieder in eine korrekte Position gebracht, so dass in diesem Punkt Euch doch deutlich geholfen wird. Besonders realistisch wirkt das Ganze dadurch aber nicht. Die Gesetze der Physik scheinen hier ohnehin bei „San Francisco Rush“ nicht zu gelten, Ihr überschlagt Euch zigfach, fliegt meterweise durch die Luft, könnt im Flug sogar noch beschleunigen und bremst sichtbar anhand der Bremsspuren, ohne dass Ihr allerdings langsamer werdet. Hier steht der Fun eindeutig im Vordergrund, alles soll betont spektakulär und actionreich wirken, doch hier wurde meiner Meinung nach total übertrieben, so dass dieses Rennspektakel aus meiner Sicht als eher kindische Angelegenheit anzusehen ist. Dass ich zudem dazu gezwungen werde, jeden Winkel eines Kurses erst einmal in- und auswendig lernen zu müssen, um durch die zahlreichen Abkürzungen erst dann ganz vorne landen zu können, hat mir auch weniger gefallen. Deutlich positiver sind die geheimen (und weniger geheimen) Extras zu werten, von denen es jede Menge in „San Francisco Rush“ gibt. Auf Wunsch könnt Ihr nämlich selber an Eurem Wagen rumbasteln, bis Euch die Finger weh tun. Ihr wählt die Art des Getriebes aus, entscheidet Euch für eine spezielle Lackierung, könnt die Dichte des Nebels einstellen (je dichter, umso flüssiger die Grafik, aber umso weniger seht Ihr natürlich) und sogar die Windstärke beeinflussen. Außerdem sind sämtliche Kurse auch rückwärts befahrbar und ebenso in einer spiegelverkehrten Variante. Zusätzlich zu den schon erwähnten zahlreichen Abkürzungen existieren auch noch gut versteckte Geheimräume, in denen es goldene Schlüssel gibt. Solltet Ihr alle Schlüssel eingesammelt haben, werden weitere Boni freigeschaltet wie zum Beispiel eine neue Rennstrecke oder auch ein nagelneuer Rennwagen. Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass mir statt der rückwärts- und spiegelverkehrt verlaufenden (aber eigentlich identischen) Kurse völlig neue Kurse wesentlich lieber gewesen wären. Das mit den goldenen Schlüsseln ist immerhin eine nette Idee, bietet aber auch nicht für ewig genügend Motivation, finde ich. Immerhin gibt es vier unterschiedliche Perspektiven (außen und innen) und die Möglichkeit einen individuellen Fahrer zu speichern, um mit den freigeschalteten Dingen zum Beispiel im Zweispielermodus einen Kontrahenten zu beeindrucken oder was auch immer. Wie sieht „San Francisco Rush“ aus und wie hört es sich an? Zunächst einmal ist alles sehr bunt und durch den schon erwähnten 3D-Chip ist die Grafik (zumindest für damals) außerordentlich schnell. Allerdings muss ich sagen, dass sie dafür nicht ständig flüssig bleibt, es sei denn, Ihr schraubt die Dichte des Nebels ganz nach oben. Spezialeffekte tauchen in diesem rasanten Actionraserspiel nahezu ständig auf, beim Kaltstart qualmen Eure Reifen, es steigt brauner Rauch auf, Bremsspuren sind zudem oft deutlich und auch die knallroten Bremslichter eigentlich nie zu übersehen. Des Weiteren gefiel mir die Tatsache, dass in „San Francisco Rush“ sehr oft auf wunderschönen breiten Straßen gefahren wird, so etwas mag ich. Je nachdem, ob Ihr Euch auf diesen breiten Straßen mehr rechts oder links haltet, verläuft die Strecke dann manchmal ganz anders. Die Wagen an sich sehen für meinen Geschmack zwar angenehm groß und auch knallig bunt aus, doch sind sie viel zu grob gezeichnet, mir gefiel das kantige Design jedenfalls nicht. Gerade beim Segeln durch die Luft sehen die Texturen sowohl im Hinblick auf das Auto als auch die Hintergründe irgendwie matschig und grob gezeichnet aus, generell gefielen mir die Naturlandschaften dabei deutlich besser als die Gebäude. Kann ich die Grafik insgesamt für die damaligen Verhältnisse noch leicht und locker als mindestens durchschnittlich bezeichnen, so sieht es bei der Akustik leider wesentlich schlechter aus. Viel zu spärlich und abwechslungsarm erklingen die Soundeffekte, überhaupt werden die Außengeräusche nicht so in Szene gesetzt, als dass sie für eine mitreißende Atmosphäre sorgen könnten. Auch die Melodien sind enttäuschend und sorgen schnell für Lageweile, wirken auf Dauer sogar einschläfernd oder werden mit der Zeit sogar richtig nervig. Alles in allem ist die Präsentation ganz sicher keine herausragende Stärke dieses Rennspiels für das Nintendo 64. Kann ich Euch „San Francisco Rush“ insgesamt empfehlen? Ein bisschen (vielleicht auch etwas mehr) überlegen musste ich schon, ob ich diesem Rennspiel wirklich mehr Positives als Negatives entnehmen kann, schließlich bin ich dann aber doch zu der Überzeugung gelangt, dass dem so ist. Genauso gut kann ich aber auch jeden von Euch verstehen, der diesem Rennspiel nur wenig abgewinnen kann, denn vieles an diesem doch sehr unrealistischen Spiel ist (wie dem text hoffentlich zu entnehmen ist) eindeutig Geschmackssache. Ganz sachlich und nüchtern kann aber festgehalten werden, dass die Anzahl der verfügbaren Wagen und Kurse nicht gerade üppig ist, dafür dann aber die zahlreichen Abkürzungsmöglichkeiten für längere Sicht für viel Abwechslung und spannende Rennverläufe sorgen können. Grundsätzlich sind die 3D-Sicht und überhaupt die verfügbaren Perspektiven durchaus zu gebrauchen, gerade die oft breiten Straßen haben mir gut gefallen. Wer gerne durch die Luft segelt oder sich liebend gerne überschlägt und einfach einmal mit Vollgas ohne Sinn und Verstand drauflosrast, wird hier eine Zeit lang Spaß haben, da bin ich mir sicher, Simulationsfans werden hingegen sehr schnell Abstand von diesem Funracer nehmen. Habt Ihr die (wenigen) vorhandenen Strecken einmal in– und auswendig gelernt und könnt die Computerfahrer regelmäßig in Schach halten, ist es aber auch schon vorbei mit der Motivation, da kann auch die nettgemeinte Suche nach den goldenen Schlüsseln nicht so wahnsinnig viel dran ändern. Übrig bleibt dann eigentlich nur noch der Zweispielermodus und der präsentiert sich mit einem unangenehmen Ruckeln der Grafik, es sei denn, dass Ihr den Nebel derart verdichtet, dass Ihr nur noch wenige Meter weit blicken könnt, auf Dauer ist dies jedenfalls auch nichts, glaube ich. Da sowohl die Steuerung zumindest leicht schwächelt und auch die Präsentation gerade im Soundbereich unübersehbare Schwachpunkte aufweist, ist dieses N64-Modul alles andere als ein Pflichtkauf. Als unkompliziertes und spektakuläres Arcade-Rennspiel kann es Fans solcher Spiel aber durchaus für einige Wochen begeistern, wer von Euch dieses Videospiel allerdings nicht kennen sollte, hat auch nicht gerade so unglaublich viel verpasst. Pro: Action am Fließband, hohes Tempo, viele Abkürzungen, Geheimräume, spektakuläre Szenen, schön bunt, breite Straßen... Kontra: Extrem unrealistisch, wirkt teilweise total überzogen oder sogar albern, keine große Auswahl an Fahrzeugen und Rennstrecken, möglichst ruckelfrei nur mit viel Nebel, schwache Akustik, nicht langzeitmotivierend |
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Chaos an der Golden Gate Bridge, 10.10.2004 Das Genre der Rennspiele war damals bei uns zu Hause das Genre, von dem am meisten Titel in unserer Sammlung vertreten waren. Dies betrifft alle drei Spielkonsolen, die ich vor einigen Jahren durch meine beiden Brüder kennenlernen durfte, nämlich die Sony Playstation, das Nintendo 64 und den Sega Saturn. Dabei gab es für das Nintendo 64 am wenigsten Rennspiele, das gilt sowohl für die sogenannten Arcade-Racer (in denen der Spielspass ohne Rücksicht auf realistische Fahrweisen im Vordergrund stand) und auch für Rennsimulationen (die im Gegensatz dazu, möglichst realistisch erscheinen wollten). Ganz gleich welche Art von Rennspiel für das Nintendo 64 erschienen ist, jedes davon wäre demnach eine Erwähnung wert, so sehr nagte die Nintendo-Spielgemeinschaft in dieser Hinsicht „am Hungertuch“. „San Francisco Rush“ für das N64 sah ich jedenfalls zum ersten Mal im Jahr 1999, ob ich davon begeistert war oder nicht, erfahrt Ihr nun in meinem ganz persönlichen Review. Dass es sich bei San Francisco Rush um ein sehr actionreiches Raserspiel handelt, merkt Ihr schon nach wenigen Minuten, zumindest zu Beginn wurde ich schnell in den Bann der 3D-Perspektive gezogen und spätestens nach der dritten heftigen Karambolage merkte ich, dass wir es hier auf gar keinen Fall mit einer Rennsimulation zu tun haben, denn es wird überwiegend gerast, meterhoch gesprungen und direkt wieder (selbst nach „kleineren Unfällen“) weitergerast. Insgesamt werden Euch sechs verschiedene Rennstrecken präsentiert, welche ihren Reiz speziell dadurch haben, dass es auf jedem Kurs zahlreiche versteckte Abzweigungen und auch sonst mehrere Alternativen gibt, so dass Ihr schließlich herausfinden müsst, welche Route Euch am Besten liegt beziehungsweise welcher Weg Euch bis zum Ziel am Kürzesten erscheint. Was mir auf Anhieb sehr gut gefiel waren die extrem breiten Fahrspuren, so dass ich keine Angst haben musste, oft auch nur durch die leichteste Berührung am Streckenrand oder mit einem Konkurrenten mich zu drehen oder ganz von der Strecke zu fliegen. Durch die vielen Abzweigungen (zum Beispiel verschlungene Waldwege und düstere Tunnel) ist es auch so, dass Ihr manchmal in eine völlig andere Richtung als die übrigen Fahrer fahrt und zunächst auch gar nicht wisst, ob Ihr damit die richtige Auswahl getroffen habt. Oft erst viel später stoßt Ihr wieder auf den Fahrerpulk beziehungsweise merkt Ihr, ob Ihr 100 Meter vor oder leider doch hinter dem Hauptfeld gelandet seid. Das ist natürlich ein großes Spannungselement in San Francisco Rush und sorgt dafür, dass Ihr ständig auf der Suche nach dem „besten Weg“ seid, durch den Ihr dann auch eventuell den ein oder anderen Fahrfehler wieder kompensieren könnt. Bevor Ihr aber an den Start geht und Euch entscheidet, ob Ihr diesmal lieber die „normale“ Route oder doch eher einer riskanteren Streckenführung folgen wollt, steht Ihr wie so üblich erst einmal vor einer ganz anderen Entscheidung, nämlich der Auswahl Eures Flitzers. Insgesamt stehen Euch acht verschiedene Fahrzeuge vom frisierten Minibus über eine Corvette bis hin zum Sportwagen zur Verfügung, wobei die Auswahl eines entsprechenden Autos einschneidende Auswirkungen im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad hat. Eurer Kreativität werden am Anfang erstaunlich wenig Grenzen gesetzt, denn zu den vier Grundmodellen könnt Ihr vier weitere von Euch kreierte Fahrzeuge anwählen, neben der Art des Getriebes (manuell oder automatisch) dürft Ihr Euch dann noch eine Lackierung aussuchen. Die Anzahl der Strecken wird dann noch zusätzlich dadurch erhöht, dass Ihr alle „normalen“ Strecken noch einmal spiegelverkehrt fahren könnt, wobei nicht nur die zahlreichen Abkürzungen für Abwechslung sorgen, sondern auch noch zusätzliche Geheimräume. Entdeckt Ihr diese, erhaltet Ihr goldene Schlüssel, wodurch Ihr weitere Fahrzeuge freigeschaltet habt. Seid Ihr dann endlich gestartet, sorgt Ihr mehr oder weniger unfreiwillig dafür, dass Euer Auto deutlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Was für schwere Folgen das hat, erkennt Ihr sehr schnell an den Verformungen an der Karosserie, was Euch natürlich nicht davon abhält, genauso weiterzurasen wie bisher, zumindest so lange, bis Euch das Fahrzeug auseinanderbricht. Solltet Ihr einmal nicht nur auf gefährliche Art und Weise einen Baum oder die Leitplanke touchiert haben, sondern es einfach zu weit getrieben haben, vollbringt Ihr gewaltige Stunts, in denen Ihr meterhoch in die Luft geschleudert werdet, sehr unsanft auf dem Boden landet und manchmal sogar in Flammen aufgeht. Doch wie ich ja schon erwähnte, ist Realismus nicht unbedingt Trumpf in diesem Spiel und so fahrt Ihr wenige Sekunden später fröhlich pfeifend weiter. Diese verlorenen Sekunden sind dann eigentlich auch schon die härteste Strafe, andere „leichtere“ Fahrfehler wirken sich nicht so dramatisch aus, oft verliert Ihr dann nur sehr wenig Zeit. Simulationsfans wenden sich spätestens jetzt mit Grausen ab, denn San Francisco Rush ist in meinen Augen noch viel unrealistischer als die anderen Arcade-Konkurrenztitel (wie zum Beispiel Ridge Racer), kompromisslose Hochgeschwindigkeitsraser wird dies hingegen sicher sehr freuen. Was die Grafik angeht, so stand ich dieser schon damals mit eher gemischten Gefühlen gegenüber. Dass es manchmal etwas zu neblig aussieht, machte mir eigentlich nicht so viel, außerdem war ich das vom Nintendo 64 schon gewöhnt. Was mir außerordentlich gut gefiel war die sehr schnelle und flüssige Grafik, die selten trotz des enorm hohen und actionreichen Spieltempos in die Knie ging. Doch ganz ohne Grafikfehler kommt San Francisco Rush nicht davon, gerade im Zweispielermodus kann es ab und zu schon merklich ruckeln, das war natürlich nicht so schön. Und außerdem wirkten die Fahrzeuge und Gebäude doch etwas zu kantig auf mich, da gab es schon damals viel bessere Umsetzungen auf Spielkonsolen. Gerade in der Stadt fiel mir dies etwas unangenehm auf, „weiter draußen“ sieht das Ganze dann schon erheblich besser aus. Darunter leiden auch etwas die spektakulären Stunts, denn so richtig begeistern konnten mich die andauernden Dreher und Überschläge in grafischer Hinsicht nicht, vieles wirkt doch eben unrealistisch, die Auto von der Grafik her irgendwie künstlich in die Szenerie eingesetzt. Gerade bei den „Flugsequenzen“, die ja oft mehrere Sekunden andauern, hätte ich mir eine etwas detailreichere Umsetzung gewünscht. Nichtsdestotrotz befindet sich die gesamte Präsentation noch im durchschnittlichen Bereich. Dies liegt vor allem an einzelnen grafischen Details, die dann doch für Stimmung sorgen können, zumindest vorübergehend, so zum Beispiel das Leuchten Eurer Bremslichter, dunkler Rauch beim Durchdrehen der Reifen und die schon erwähnten Verbeulungen Eurer Karosserie im Laufe eines Rennens. Hingegen eine richtig große Enttäuschung war der Soundtrack für mich, in diesem Punkt hatte ich viel mehr erwartet beziehungsweise mir erhofft. Sowohl die Hintergrundmelodien als auch die Soundeffekte machen einen schwachen Eindruck, dabei hätte man angesichts der gewaltigen Action gerade hier viel Wert darauf legen müssen. Ziemlich lau plätschern die monotonen Klänge so vor sich hin und auch die Soundeffekte bei der Beschleunigung, dem Bremsen, dem Driften und natürlich speziell bei den waghalsigen Stunts konnten mich nie so richtig begeistern. Dafür sind dann „immerhin noch“ die Kameraperspektiven und die Steuerung Eures Wagens halbwegs gelungen, ansonsten wäre das Spiel aber wahrscheinlich zu einem richtigen Flop geworden. Trotz der 3D-Perspektive habt Ihr eigentlich das Wichtigste im Griff, behaltet meistens den Überblick und seid sowieso im Grunde fast nur damit beschäftigt, den jeweiligen Kurs mitsamt seinen ganzen Verzweigungen auswendig zu lernen. Unfaire Stellen gibt es eigentlich kaum, wobei die höheren Schwierigkeitsgrade (je nach Wahl Eures Autos und Rennstrecke) auf jeden Fall nur von mindestens fortgeschrittenen Fahrern erfolgreich absolviert werden können, Fahranfänger dürften jedenfalls deutliche Probleme haben, mithalten zu können. Dies liegt in erster Linie daran, dass die CPU-Fahrer überhaupt keine Rücksicht auf Euch nehmen und sich als echte Straßen-Rowdies“ entpuppen und keine Gelegenheit verpassen möchten, Euch zu einem gewaltigen „Abflug“ von der Rennpiste verhelfen zu können. Da könnt Ihr vorher so viel im Trainings-Modus geübt haben wie Ihr wollt, ohne ein paar Schrammen kommt Ihr eigentlich nie davon. Interessant und eigentlich unüblich ist es allerdings, dass Ihr die heißbegehrten goldenen Schlüssel teilweise auch schon in diesem Practice-Modus entdecken könnt, dies sorgt natürlich schon frühzeitig für Motivation. Damit San Francisco Rush jedenfalls nicht gleich frustrierend wird, solltet Ihr auf jeden Fall die Automatik-Schaltung anwählen und die Heckansicht wählen, ansonsten wird das Ganze zu Beginn doch gleich viel zu schwer. San Francisco ist in meinen Augen ein leicht unterdurchschnittliches Spiel, wohlgemerkt nicht nur aus der heutigen Sicht (das wäre ja auch unfair), sondern auch schon damals. Die Grafik ist trotz der extremen Action etwas zu unspektakulär und ruckelt manchmal deutlich. Könnt Ihr darüber möglicherweise noch hinwegsehen, gibt Euch der Soundtrack dann leider höchstwahrscheinlich „den Rest“, dieser gefiel mir dann noch deutlich weniger. Dass wenigstens Kamera und Steuerung ganz ordentlich gelungen sind, ist dann ja fast schon Pflicht, um nicht als Super-Flop gelten zu müssen. Habt Ihr Euch tapfer durchgebissen, so sorgen allerdings die vielen verschiedenen Abzweigungen auf den Rennstrecken für mehrere Stunden Spielspass. Diejenigen von Euch, die aber nicht so wahnsinnig viel Wert auf Realismus legen, sondern einfach nur Action haben und sich mit den CPU-Fahrern hart bekämpfen wollen, kommen zumindest für ein paar Stunden voll auf ihre Kosten, dies muss ich dem Spiel dann doch zugestehen. Wer nicht besonders viel Geld ausgeben möchte, mehr als 5 bis 10€ müsst Ihr ganz sicher inzwischen im Internet nicht mehr ausgeben, und gerne einfach einmal wild Drauflosrasen möchte, der ist hier zumindest nicht ganz falsch. Trotzdem reicht es nicht mehr ganz zu einer Kaufempfehlung, denn nur eingefleischte Rennspiel-Süchtige oder echte Sammler sollten hier zugreifen. Pro: Viele Abzweigungen, versteckte Bonusräume, rasante Action ohne Atempause... Kontra: Mäßige Grafik, schwacher Soundtrack, wenig Langzeitmotivation |
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San Francisco Rush......ein doch tolles Spiel!, 13.03.2003 Hi leutz... ich hab es zum ersten mal in der Videothek gesehen....und hab mich schon nach den ersten 5 minuten spielen verliebt. Danach hab ich es mir mehrmals ausgeliehen und jetzt hab ich es mir letzte woche gekauft (obwohl ich kein N64 habe...muss bei nem freund zocken). Aber ich musste es einfach haben. Nun zum Spiel selbst. Man hat als Spielmodi nicht recht viel Auswahl...aber was soll es beim Rennspiel schon mehr geben ;-) 1. Ein Rennen: Hier kann man ein einzelnes Rennen auf der Strecke seiner Wahl machen. 2. Rennserie: Hier kann man sich nur das Auto aussuchen (einmalig) und fährt komplett jedes Rennen. Am ende gibt es eine...eigentlich zwei neue sachen (ein auto und eine neue strecke) 3. Training: Fahren sie ohne Zeitlimit (eigentlich hat man 999 sekunden Zeit :-) aber egal)auf der strecke ihrer wahl 4. Bestzeiten: ....... :-) 5. Setup: Optionen (und hier kann man viele Cheats eingeben Zu den Strecken...es gibt gerade mal 6 (plus zusatzstrecke die man freischalten muss 7). Jede der Strecken kann man 1. Normal 2. Rückwärts 3. Seitenverkehrt 4. Rückwärts + Seitenverkehrt fahren (nicht wirklich innovativ aber trotzdem witzig). Die Strecken führen (bis auf die 6te) alle mitten durch die Stadt. Merkmale sind die sehr vielen Abkürzungen :-). Zu den Autos...es gibt acht. Neben diesen acht gibt es noch 3 bonus-autos (Taxi, Hot Rod und F1 Wagen). Taxi und Hotrod lassen sich durch einsammel der 8 schlüssel pro strecke freischalten. Für den F1 muss man die Rennserie als 1ter beenden. Die Autos sind in 5 Klassen unterteilt (wobei die 5te special sind. für die anderen 4 gibt es jeweils 2 autos): 1. Beginner (Van, BMW imitat) gutes Handling und viel grip. 2. Advanced (Firebird und Viper) etwas rutschiger aber schneller 3. Expert (Käfer, keine ahnung was es sein soll :-) noch rutschiger, noch schneller 4. EXTREME (2 eher futuristische Rennwagen) sehr rutschig aber auch super schnell! Pros: -Im Multiplayer jede menge fun (besonders durch das "Fangen"-Spiel) -Geile Unfälle (mit glück kann man sich fast ewig überschlagen) Contras: -Grafig veraltet (war aber auch eins der ersten spiele für N64) -Sound nich grad der beste -Autos sind extrem Explosionsfreudig ;-) Alles in allem finde ich ist Sf Rush ein geiles Spiel um alte Zeiten wiederaufleben zu lassen. |
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Ein nicht so tolles Spiel, 22.07.2002 San Francisco Rush ist ein Rennspiel das wirklich Geschmacksache ist. Die Steuerung ist RICHTIG miss. Wenn man richtig schnell fährt und man dann in die Kurven geht schlagen die Räder kaum ein, und somit haut man immer irgendwo gegen die Bande und explodiert. Das Explodieren ist auch so eine Sachen. Sofort wenn ich gegen Häuser oder Mauern fahre explodiert der Waagen. Ist ja vielleicht realistisch, aber auf die Dauer nerv das ziemlich. Deswegen ist der Spielspass auch so niedrig. Auch wenn man langsamer fährt überholen einen die anderen Autos und man kann nicht mehr gewinnen. Die Strecken gehen durch Städte. Man weis niemals wirklich wo die Strecke losgeht oder zuende ist. Es gibt da so viele Strassen das man da kaum durchsteigt. Und dann läuft auch noch die Check Point Zeit ab. Tja,... da kann man sich ja vorstellen das man nur schwer ins Ziel kommt. Zur Grafik: Die Rennwagen sind schlecht dargestellt. Sie sind viel zu eckig und sehen durch die Farben nicht gut aus. Auch die Auswahl der Autos ist schlecht. Zum Sound kann ich kaum was schreiben, weil ich ihn eigentlich nie richtig wahr genommen habe. Man hört so gut wie kaum was |
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Allgemeine Informationen San Francisco Rush
gelistet seit: 25.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
| Allgemeine Informationen Typ: Rennspiele |