Sunsoft Chameleon Twist Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (3.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Bedienung:
gut
Suchtfaktor:
vorhanden
Wird langweilig:
nach wenigen Wochen
Geeignet für Spieler ab:
6 Jahre
Grafik:
gut
Sound:
mittelmäßig
Schwierigkeitsgrad:
Einsteiger
Haben Sie das Spiel gespielt?:
ja
Vorteile
Sieht schön bunt und niedlich aus, immerhin in 3D, variantenreiche Steuerung, teilweise witzig, Highscoreliste motiviert im Solo-Modus, auch Vierspielermodus-Kampfarena vorhanden, Mix aus Hüpfspiel und Rätseln
Niedliche Präsentation, abwechslungsreiches und innovatives Gameplay, gelungener Solo- und Mehrspielermodus, nicht nur für die Jüngeren
Nachteile/Kritik
Sieht insgesamt zu undetailliert aus, keinerlei Spezialeffekte, am Anfang gewöhnungsbedürftige Steuerung, richtig schwache Melodien und Soundeffekte, nicht besonders umfangreich, Zielgruppe nicht gerade groß, zu einfach
Unspektakuläres Design, lauer Soundtrack, magere Soundeffekte, etwas zu leicht, zu Beginn gewöhnungsbedürftige Steuerung
Kinderspaß
ein Testbericht von elisa22005-11-29 08:21:52vom 29.11.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Sieht schön bunt und niedlich aus, immerhin in 3D, variantenreiche Steuerung, teilweise witzig, Highscoreliste motiviert im Solo-Modus, auch Vierspielermodus-Kampfarena vorhanden, Mix aus Hüpfspiel und Rätseln...Nachteile/Kritik: Sieht insgesamt zu undetailliert aus, keinerlei Spezialeffekte, am Anfang gewöhnungsbedürftige Steuerung, richtig schwache Melodien und Soundeffekte, nicht besonders umfangreich, Zielgruppe nicht gerade groß, zu einfach
Hüpfspiele gibt es ja nun nicht gerade wenig für das Nintendo 64, nicht selten waren sehr bemerkenswerte Titel dabei. Zu diesen gehört „Chameleon Twist“ ganz sicher nicht, ich glaube jedenfalls, dass dieses Jump and Run nicht so wahnsinnig bekannt sein dürfte. Aber gerade aufgrund seines relativ geringen Bekanntheitsgrades und weil es alles in allem gar nicht so schlecht gelungen ist, möchte ich ein paar Zeilen darüber schreiben, eventuell ist es für den ein oder anderen von Euch ja ein echter Geheimtipp, das wäre gut möglich. Zwar macht dieses 3D-Hüpfspiel auf den ersten Blick keinen überragenden Eindruck, beschäftigt man sich aber etwas eingehender mit diesem N64-Abenteuer, so macht sich doch ein gar nicht einmal so geringer Spielspaßfaktor breit, so erging es mir jedenfalls.
Worum geht es in „Chameleon Twist“ eigentlich?
Eines wird sehr schnell deutlich: eine unterhaltsame Hintergrundgeschichte finden wir hier zweifellos nicht vor, im Grunde ist es völlig egal, worum es eigentlich geht oder besser gesagt wieso wir dieses Hüpfabenteuer eigentlich starten. Ganz eindeutig ist dieses N64-Modul für die Jüngeren von uns bestimmt, zu denen ich damals wahrscheinlich auch noch zählte, einen besonderen Tiefgang dürft Ihr bei diesem unkomplizierten Hüpfspaß jedenfalls nicht erwarten. Im Mittelpunkt des Spiels steht auf jeden Fall zunächst eine männliche Spielfigur namens Jack, welchen man sehr gut als „klein aber oho“ bezeichnen könnte. Sein Körper ist relativ mickrig geraten, dafür ist sein großer Schädel unübersehbar, was ziemlich eindeutig auf Niedlichkeit getrimmt aussieht. Außerdem stehen uns drei weitere Spielfiguren zur Verfügung, die allesamt zu seinen Freunden zählen, im Prinzip verändert sich aber nicht viel. Jack jedenfalls rennt und springt das ganze Abenteuer durch eine bonbonfarbene Landschaft, insgesamt machen wir die Bekanntschaft von sechs unterschiedlichen Welten. Wir beginnen in einem Urwaldlevel, statten dem Bomben- und Ameisenlevel einen Besuch ab, marschieren dann durch ein trockenes Wüstengebiet und werden unter anderem auch mit Geisterwesen konfrontiert. Die unterschiedlichen Level sorgen zwar für Abwechslung, besonders umfangreich ist das gesamte Spiel an sich aber eigentlich nicht ausgefallen, zumal der Schwierigkeitsgrad nicht wirklich hoch ausgefallen ist.
Immerhin haben wir es nicht mehr mit einem traditionellen Jump and Run in 2D zu tun, sondern mit einem in einer 360-Grad-Spielumgebung, was bedeutet, dass wir die Level wunderschön um uns herum rotieren lassen können, was selbstverständlich für eine wesentlich dichtere Spielatmosphäre sorgt. Dies war ja auch Sinn der Sache und zumindest im Jahr 1997 noch relativ neu. Dadurch können wir nunmehr auch wesentlich genauer die in „Chameleon Twist“ enthaltenen witzigen Animationen betrachten, Jack zum Beispiel macht regen Gebrauch von seiner Zunge, welche sich als sehr lang und äußerst strapazierfähig erweist. Mit dieser schnappt er sich’s eine Gegner und spuckt sie dann wieder aus, meist in der Hoffnung, damit andere Gegner zusätzlich unschädlich machen zu können. Außerdem würde er gegen die doch erheblich schwieriger zu besiegenden Zwischen- und Endgegner ohne sie ziemlich alt aussehen und auch manch ein auftauchendes Rätsel würde sich ansonsten kaum lösen lassen. Schließlich benutzt er seine Zunge als sehr nützliches Instrument zum Klettern, er krallt sich an Holzpflöcken fest, um dann mit Schwung Abgründe
überwinden zu können oder aber zeigt sich als sehr begabter Hochspringer, um größere Hindernisse wie zum Beispiel hohe Mauern zu meistern. Das mag sich vielleicht zunächst kompliziert anhören, ist es aber nicht, außerdem gibt es auch noch einen extra Übungsraum, in welchem Ihr die zahlreichen Manöver erst einmal in aller Ruhe trainieren könnt. Lasst Euch am Anfang nicht von der zunächst kompliziert erscheinenden Steuerung abschrecken, nach einer gewissen Eingewöhnungsphase habt Ihr Euch schnell an diese gewöhnt. Die zu lösenden Rätsel sind übrigens auch kaum der Rede wert, aber das war ja im Grunde im Hinblick auf die sehr junge Zielgruppe auch nicht anders zu erwarten gewesen.
Probleme mit der Steuerung und auch der Kamera gibt es in diesem 3D-Jump-and-Run aller Voraussicht nach für niemanden von Euch, die Rätsel sind auch relativ leicht und locker zu lösen und die Hüpfpassagen eigentlich nie besonders fordernd beziehungsweise anspruchsvoll. Fortgeschrittene Spieler oder gar Profis werden sich wahrscheinlich unterfordert fühlen, es sei denn, sie haben einfach einmal Lust, ein etwas anderes Hüpfspiel auszuprobieren, was eigentlich eher für Anfänger gedacht ist. Jede der sechs Welten besteht jedenfalls aus mehreren Räumen, in denen Ihr mehrere Aufgaben zu lösen habt, bevor es für Euch weitergehen kann. Die Mischung aus Hüpf-, Rätselspiel und Actionabenteuer ist dem Entwicklerteam von Sunsoft meiner Meinung nach eigentlich ganz gut gelungen, so richtig auffallende spielerische Längen gibt es eigentlich nicht, große Langeweile kam bei mir jedenfalls nicht auf. Zwischendurch sammelt Ihr so ganz nebenbei Kronen und Herzen auf, damit Ihr stark genug seid, um am Ende eines Spielabschnitts im Kampf mit dem Endgegner bestehen zu können.
Interessant ist dann noch, dass es sowohl einen Einzel- als auch Mehrspielermodus gibt, was ja grundsätzlich sehr positiv ist. Zugeben muss ich allerdings auch, dass die Kampfarena, in denen Ihr Euch im Mehrspielermodus austoben könnt, nicht wirklich auf lange Sicht hin motivierend ist, auch wenn Ihr immerhin zu viert gleichzeitig dort aktiv sein dürft. Ihr versucht dort, Eure menschlichen Kontrahenten durch gezielte Würfe und Schubsereien ins Seitenaus oder besser gesagt in den Abgrund zu stoßen, doch nach wenigen Stunden dürfte hier eigentlich die Luft raus sein. Für etwas mehr Motivation sorgt hingegen die Highscoreliste im Solospielermodus, welche pro Level die fünf besten Zeiten festhält, welche Ihr für die jeweiligen Level benötigt habt. So ist es ausnahmsweise einmal umgekehrt, nämlich dass der Einzelspielermodus Euch etwas länger bei der Stange halten dürfte als der Mehrspielerspaß, so ist es mir zumindest in Erinnerung geblieben. Nach wenigen Wochen glaube ich aber, dass auch in diesem Punkt dann die Luft raus sein dürfte, bis dahin werdet Ihr aber ganz nett unterhalten. Das Spieltempo kann dafür aber nicht gerade als „rasend schnell“ bezeichnet werden, das will ich nicht unerwähnt lassen, ganz klar ist, dass es schon wesentlich rasantere Hüpfspiele gegeben hat.
Wie sieht „Chameleon Twist“ denn aus und wie hört es sich an?
Ganz eindeutig kann hier nicht von einem Meisterwerk gesprochen werden, denn die Präsentation genügt wirklich nur mit viel Mühe und Not durchschnittlichen Ansprüchen. Kann ich die Optik noch mit ruhigem Gewissen als solide bezeichnen, so wird das im Hinblick auf die verwendeten akustischen Mitteln schon furchtbar eng. Die Grafik ist schön bunt, gar keine Frage und vieles sieht wirklich sehr niedlich aus, doch grafische Details werdet Ihr hier nicht ausmachen können. Weder besondere Gags, noch detaillierte Hintergründe und auch bemerkenswerte Spezialeffekte sind bei „Chameleon Twist“ vorhanden, das Ganze sieht zwar irgendwie niedlich aber insgesamt doch sehr unspektakulär aus. Auch die Spielfiguren an sich sind mir viel zu klein ausgefallen, das fand ich nicht so toll, trotzdem ist der „Knuddelfaktor“ hier sicher nicht zu unterschätzen. Von der Begleitmusik und auch den Soundeffekten bin ich allerdings enttäuscht, hier können beziehungsweise konnten andere N64-Titel deutlich Bemerkenswerteres vorweisen, das Ganze klingt hier doch sehr emotionslos und überhaupt wenig mitreißend. Es macht also überhaupt nichts, wenn Ihr den Ton völlig abschaltet und stattdessen etwas Anderes hört, das Spielgeschehen von „Chameleon Twist“ wird dadurch ganz sicher nicht negativ beeinflusst, ganz im Gegenteil, auf Dauer langweilen die spärlichen Soundeffekte und das Hintergrundgedudel doch ganz schön. Was die Präsentation angeht, so haben sich die Hersteller dieses Spiels nicht gerade verausgabt, dies muss man so klipp und klar einfach sagen.
Kann ich Euch „Chameleon Twist“ insgesamt noch empfehlen?
Ja, das kann ich grundsätzlich schon, wobei die Betonung in diesem Fall auf „noch“ liegen sollte. Erst einmal ist die Zielgruppe nicht sonderlich groß, denn Spieler mit fortgeschrittenen Fähigkeiten im Hüpfspiel-Genre werden sich schnell unterfordert fühlen, daran können auch die enthaltenen Rätsel nicht viel ändern. Außerdem wird der ein oder andere von Euch die gesamte Aufmachung beziehungsweise das Design der Level nicht unbedingt niedlich, sondern möglicherweise kitschig oder kindisch finden, dies ist zumindest gut möglich und irgendwo auch vertretbar, finde ich. Die Steuerung wirkt zunächst kompliziert, mit etwas Geduld und Ausdauer werdet Ihr diese aber auch verinnerlichen können und Euch dann über die vielseitigen Möglichkeiten Eurer Spielfigur freuen können. Schön ist, dass ein Mehrspielermodus enthalten ist, vom Hocker reißen wird Euch die gebotene Kampfarena aber nicht, da ändert auch die Tatsache nichts daran, dass Ihr sogar zu viert gleichzeitig antreten könnt. Erstaunlicherweise motiviert die Highscoreliste im Einzelspielermodus noch am Meisten, aber auch dies gilt sicher nur für (sehr) wenige Wochen. Insgesamt kann „Chameleon Twist“ phasenweise richtig gut unterhalten, einen herausragenden Titel für das Nintendo 64, welcher auch noch nach Jahren zum erneuten Durch- oder zumindest Anspielen reizt, ist er aber nicht.
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ein Testbericht von Yasmeen2004-11-05 11:00:25vom 05.11.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Niedliche Präsentation, abwechslungsreiches und innovatives Gameplay, gelungener Solo- und Mehrspielermodus, nicht nur für die Jüngeren
...Nachteile/Kritik: Unspektakuläres Design, lauer Soundtrack, magere Soundeffekte, etwas zu leicht, zu Beginn gewöhnungsbedürftige Steuerung
Nun möchte ich Euch über ein Jump and Run berichten, welches für das Nintendo 64 erschien und sogar vielen Videospielern wahrscheinlich unbekannt sein dürfte, sein Name ist „Chameleon Twist“. So ganz genau wusste ich zunächst auch nicht mehr, worum es in diesem Jump and Run eigentlich ging bzw. wie es aussah, also habe ich vor wenigen Tagen dieses Hüpfspiel noch einmal kurz angespielt und dann fiel mir auf einmal alles wieder ein. Dieses Jump and Run ist wohl eher ein Spiel, welches sich in unserer Videospielsammlung verlaufen haben muss, denn es ist ganz eindeutig für die sehr jungen Videospieler konzipiert worden. Ich weiß nicht, welcher meiner beiden Brüder damals für den Kauf verantwortlich war, ich war es jedenfalls nicht. Umso lustiger, dass ich mit diesem Hüpfabenteuer schließlich die meiste Zeit verbrachte, denn so uninteressant oder viel zu kindisch fand ich das Spiel dann gar nicht einmal. Das lag wohl in erster Linie daran, dass es sich weniger um ein reinrassiges Hüpfspiel, als vielmehr um eine richtiges Funspiel handelt. Und solche Spiele gehören eben zu meinen Lieblingsspielen.
Insgesamt dürft Ihr Euch in diesem Jump and Run in sechs verschiedenen Welten austoben, die unterschiedlicher kaum sein könnten, denn Ihr werdet dieses Abenteuer in einer niedlichen 3D-Perspektive unter anderem im Dschungel, in einer Wüste, im Land der Ameisen und auch in einer Geisterwelt bestreiten. Im Gegensatz zu früheren Videospielen fiel mir als erstes die kunterbunte Grafik auf und nicht zuletzt die Möglichkeit, das Spielfeld um 360 Grad drehen zu können. Dadurch ergibt sich ein für damalige Zeiten ungewöhnlich freier Spielraum, das Nintendo 64 machte es möglich. Unser kleiner Held erinnerte mich irgendwie direkt an „Bomberman“ und auch einige andere Ähnlichkeiten mit jenem berühmten Funspiel sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Unsere knuddlige Hauptfigur ist klein und niedlich und hat jedenfalls einen klar überdimensionierten Kopf, eben wie wir es auch von „Bomberman 64“ her kennen. Doch damit ist es fast schon genug mit den Ähnlichkeiten bzw. mit der Verwandtschaft mit Bomberman. Denn Chameleon Twist ist in meinen Augen kein langweiliger Abklatsch oder ein x-beliebiger Bomberman-Clone, denn dagegen spricht ganz klar die innovative Steuerung.
Diese hat mir nämlich auf Anhieb sehr gut gefallen, speziell die Fortbewegungsmöglichkeit mit der Zunge. Diese wird nämlich auf eine sehr praktische Art und Weise umfunktioniert, sozusagen als Katapult dazu benutzt, um höhere Plattformen erreichen zu können. Die sehr strapazierfähige Zunge stellt das charakteristischste Merkmal von Jack (oder einem seiner drei Freunde) dar, geübt wie Ihr nach einer gewissen Zeit dann seid, schnappt Ihr Euch außerdem damit die Feinde und spuckt sie dann nachher wieder aus. Dabei werden diese Wesen dann oft als Geschosse benutzt, um größere Feinde bezwingen oder in die Flucht schlagen zu können. So vielseitig die Zunge auch als Waffe und Fortbewegungsmöglichkeit ist, so sehr müsst Ihr zu Beginn des Spiels ihren Einsatz üben. Doch dazu steht Euch ja der Trainingsmodus zur Verfügung, in welchem Ihr sämtliche Manöver ausgiebig üben könnt. Fühlt Ihr Euch dann stark genug, kann es losgehen.
Erfreulicherweise ist Chameleon Twist im Grunde
ein Mix aus Jump and Run, Funspiel und Actionadventure, wobei Euch die gestellten Rätsel ganz sicher nicht auf eine zu harte Probe stellen dürften. Schließlich darf ja nicht vergessen werden, dass gerade die Jüngeren als Zielgruppe mit diesem Spiel angesprochen werden sollten. Das macht aber auch gar nichts, mir hat es trotzdem Spaß gemacht. Während des Spiels werdet Ihr in den Welten immer wieder einmal zwischendurch vor kleinere Rätsel gestellt, es existieren jeweils mehrere Räume, in welchen erst die Aufgaben komplett gelöst werden müssen, um den jeweiligen Ausgang des Levels erreichen zu können. Auf Eurer kleinen Reise sammelt Ihr dabei die wichtigen Herzen und Kronen ein, um dann möglichst gut gerüstet in den Kampf gegen den entsprechenden Level-Endboss zu gehen. Langweilig wird Euch dabei eigentlich nicht, denn nicht nur die Landschaften unterscheiden sich merklich voneinander, sondern auch die Art der gestellten Aufgaben. Mal balanciert Ihr auf sich drehenden Fässern, ein anderes Mal müsst Ihr mit Bomben entsprechende Kettenreaktionen auslösen und dann wiederum gibt es stets eine weitere Herausforderung: denn selbst, wenn Ihr sämtliche sechs Level geschafft haben solltet, ist die Zeit interessant, in welcher Ihr den jeweiligen Abschnitt meistern konntet. Wenn Ihr nämlich dazu Lust haben solltet, könnt Ihr versuchen, in jedem Level auch nach Abschluss des eigentlichen Spieles eine neue Bestzeit zu erzielen, um Euch dann stolz eintragen zu können. Dies ist doch ein ganz nettes Feature und sorgt doch dafür, dass dieses Spiel eventuell auch nach längerer Zeit noch einmal herausgekramt wird.
Außerdem ist es sehr schön, dass es nicht nur einen Solospielermodus gibt, denn Ihr könnt auch mit bis zu vier menschlichen Spielern gleichzeitig eine Kampfarena betreten, in der Ihr versucht, als Letzter auf dem Feld zu bleiben und somit ständig bemüht seid, mit allen möglichen Tricks, die Konkurrenz in den Abgrund zu stürzen. Auch das ist nicht nur niedlich präsentiert, sondern macht sogar wirklich Spaß. Dies ist unter anderem einer der Punkte (wenn nicht vielleicht sogar der wichtigste), dass ich Chameleon Twist auch etwas älteren Videospielern empfehlen kann. Wer ein bisschen etwas für niedlich präsentierte Spiele übrig hat, die zudem nicht besonders hektisch ablaufen und ab und zu auch ganz gerne mit anderen Spielern gleichzeitig spielen möchten, ja für den könnte dieses Spiel wirklich auch heute noch interessant sein, nicht zuletzt aufgrund des mittlerweile ganz sicher doch ziemlich niedrigen Preises. Habt Ihr Euch erst einmal an die anfangs eventuell noch etwas verwirrende Steuerung gewöhnt, steht einem ungebremsten Solo- und auch Mehrspielerspaß eigentlich nichts mehr im Wege.
Grafisch wird Euch eigentlich nur Durchschnittliches geboten, doch schlecht ist die Grafik ganz sicher nicht. Im Gegenteil, mir haben die knalligen bunten Farben sehr gut gefallen, zumal Ihr eigentlich nie Grafikfehler ausmachen könnt. Natürlich wirkt nach heutigen Maßstäben das Ganze doch einen Tick zu unspektakulär, denn auf aufsehenerregende Spezialeffekte müsst Ihr im Grunde das ganze Spiel über verzichten, trotzdem empfand ich die Spielatmosphäre nicht zuletzt durch die niedliche Grafik als sehr angenehm. Der Soundtrack ist da allerdings etwas mau, nur mit sehr viel Wohlwollen möchte ich diesen noch so gerade eben noch als durchschnittlich bezeichnen. Hätte es hier einen mitreißenden Soundtrack mit spaßigen Soundeffekten gegeben, ich hätte Chameleon Twist wahrscheinlich auch aus der heutigen Sicht noch ein „gut“ gegeben. So bleibt es aber alles in allem bei Durchschnitt. Empfehlen kann ich Euch dieses Abenteuer, welches zumindest in meinen Augen aus einem interessanten und niedlich dargestellten Genre-Mix besteht, aber auf jeden Fall noch.
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