Thermaltake Xaser II 5000 Plus Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Ohne X geht nix
ein Testbericht von Bomania2004-01-15 20:03:47vom 15.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Design; Stabilität; Verarbeitung; Belüftung...Nachteile/Kritik: Gewicht; Staublastig
Heute möchte ich meine Erfahrungen über das Server-Midigehäuse Xaser II 5000 Plus von Thermaltake "zu Papier" bringen. Lange Zeit besaß ich ein typisches NoName-Gehäuse, in dem es aber mit der Zeit aufgrund mehrerer Aufrüstungen (AthlonXP, GeForce4) ziemlich warm wurde. Deshalb entschied ich mich nach einigen Recherchen für den Xaser II 5000 Plus. Und der Preis von 140 EUR sollte sich später als gute Investition herausstellen.
==== 1. Technische Daten ====
Das Gehäuse verfügt über:
3 x externe 5.25" Einschübe
2 x externe 3.5" Einschübe
4 x interne 3.5" Einschübe für Festplatten
Platz für 6 Steckkarten
5 x 80mm Silentlüfter
Der Mainboardschacht hat eine Breite von 30,5 cm und eine Tiefe von 33 cm und ermöglicht damit auch den Einbau größerer Mainboards, wie z.B. Xeon oder Doppel-CPU Mainboards. Der Xaser II 5000 Plus verfügt zusätzlich über eine Lüftersteuerung für den Lüfter des CPU-Kühlers, sowie über zwei USB- und einen Firewire-Anschluss an der Front. Und mit dem Digitalthermometer hat man ständig die Temperatur des Gehäuseinneren im Blick.
==== 2. Verarbeitung ====
Die Verarbeitung des Xaser II 5000 Plus ist exzellent: alle Bleche sind gefalzt, Kanten entgratet, Ecken gerundet und durch kleine Verstrebungen wird eine zusätzliche Stabilität erreicht. Die Fronttür ist aus massivem Aluminium gefertigt und stellt durch sein cooles Design einen absoluten Blickfang dar. Auch der Rest des Gehäuses besteht nicht aus billigem "Wellblech" sondern aus robustem Metall. Das hat allerdings auch seinen Preis, denn das Gehäuse allein wiegt (mit Netzteil) bereits ca. 17,4 Kg. Die abschließbare Seitentür des Gehäuses kann per Handgriff geöffnet werden, alle Geräte und Lüfter lassen sich sehr leicht ein- und ausbauen. Man kann hier sicherlich von einem wohldurchdachten Innendesign sprechen.
==== 3. Belüftung ====
Da es sich hier um ein Server-Midigehäuse handelt, erwartet man auch eine dementsprechende effektive Belüftung. Diese wird durch die fünf mitgelieferten und bereits eingebauten Silent-Gehäuselüfter realisiert. Die orange-farbenen 80mm-Lüfter aus dem Hause Thermaltake verrichten ihre Arbeit mit angenehmen 21dB (deshalb auch der Zusatz "Silent"=leise).
Zwei Lüfter sind an der Vorderseite angebracht. Einer davon befindet sich direkt vor einem Festplattenkäfig und bläst die kalte Luft von draußen über die an diesem Platz eingebaute Festplatte - quasi eine voreingebaute Festplattenkühlung. Zwei weitere Lüfter sind an der Rückseite angebracht um die warme Abluft vom Gehäuseinneren nach draußen zu blasen. Ein weiterer Lüfter sitzt in der Seitentür, und kümmert sich um die Absaugung der warmen Abluft von Prozessor und Grafikkarte.
Alle Lüfter sind in praktischen Lüfterhalterungen verbaut, die man ganz leicht ohne Werkzeug durch einfaches Einrasten aus- und einbauen kann. Im Bereich des unteren Festplattenkäfigs hat das Gehäuse mehrere Schlitzöffnungen, die für einen ungehinderten Lufteintritt in das Gehäuse sorgen. Alles in Allem wird hier für einen guten Durchzug gesorgt - und das ist das A und O bei leistungsstarken Komponenten, bei Overclocking oder für den Dauerbetrieb.
Die vorteilhafte Belüftung hat aber auch einen Nachteil: wo Luft ist, ist auch Staub. Es gilt daher: Je mehr Luft in das Gehäuse gelangt desto schneller verstaubt das Innenleben. Das hört sich im ersten Moment tragisch an. Aber wenn man alle zwei Monate mal das Gehäuseinnere und die Lüfter mit einem Staubsauger vorsichtig
absaugt, ist das schon ausreichend.
==== 4. Fazit ====
Der Xaser II 5000 Plus ist ein tolles Gehäuse mit einem coolen Design, gut durchdachter Architektur und Funktionalitäten, einer überzeugenden Belüftung, und das zu einem prima Preis-/Leistungsverhältnis. Die 140 EUR sind hier wirklich bestens angelegt. Bei einer so tollen Verarbeitung mit sovielen Extras drückt man bei dem etwas hohen Gewicht von ca. 17,4 Kg auch gerne mal ein Auge zu.