Drei Farben: Blau
Abbildung vergrößern: Drei Farben: Blau
Drei Farben: Blau
Drei Farben: Blau
Drei Farben: Blau

Drei Farben: Blau

 (VHS) Drama
Platz 1491 in der Kategorie "Dramen". Genre: Drama / System: VHS Videofilm / Altersfreigabe (FSK): 12 / Julie verliert bei einem Autounfall ihren Mann, einen berühmten Komponisten, und ihre ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Drei Farben: Blau gebraucht & neu

Drei Farben: Blau Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • einfühlsamer Film
  • grandiose Bilder und Musik, Juliette Binoche spielt umwerfend, sehr anspruchsvoll
Nachteile/Kritik
  • surreale Atmosphäre, sehr anspruchsvoll
yerusha

Traum von Freiheit

ein Testbericht von 2005-05-23 18:31:48 vom 23.05.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: einfühlsamer Film...
Nachteile/Kritik: nix
Titel Drei Farben: Blau
Titel (OF) Trois Couleurs: Bleu
Land F/PL/Sw/UK
Länge 100 min.
Jahr 1993

---

Darsteller:
Juliette Binoche .... Julie Vignon (de Courcy)
Benoît Régent .... Olivier
Florence Pernel .... Sandrine
Charlotte Véry .... Lucille (as Charlotte Very)
Hélène Vincent .... Journalist (as Helene Vincent)
Philippe Volter .... Estate Agent
Claude Duneton .... Doctor
Hugues Quester .... Patrice
Emmanuelle Riva .... Mother

Regie: Krzysztof Kieslowski

---

Durch einen tragischen Autounfall verliert die Protagonistin Julie ihre kleine Tochter und ihren Mann, einen berühmten Komponisten. Nach einem Selbstmordversuch beschließt sie, mit ihrem alten Leben abzuschließen, und zieht nach Paris.

Hier führt sie ein einsames Leben, läßt kaum Menschen an sich heran und redet mit fast niemandem. Doch sie kann vor ihrer Vergangenheit nicht fliehen. Nicht nur die Erinnerungen holen sie wieder ein, sondern auch neue Erkenntnisse über ihr altes Leben. So muß sie erfahren, daß ihr Mann ein Verhältnis hatte und daß diese Geliebte ein Kind von ihm erwartet. Auch wird sie damit konfrontiert, daß der junge Assistent ihres Mannes, Olivier, sie liebt.

Langsam muß Julie lernen, daß sie die Vergangenheit nicht auslöschen und auch nicht vergessen kann; mehr noch: sie muß die Vergangenheit in ihr jetziges Leben mitnehmen und integrieren, um wieder offen für eine neue Beziehung zu werden.

---

Dieser erste Teil der Trilogie Blau - Weiß - Rot von Krzysztof Kieslowski, die sich mit den Idealen der französischen Revolution beschäftigt (Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit) ist dank der Hauptdarstellerin Juliette Binoche ein Glanzstück.

Von der Stimmung her ist es der düsterste der drei Filme. Eine Frau auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, vor dem Schmerz des Verlustes ihrer geliebten Familie, vor ihren Wünschen, Träumen und Sehnsüchten - wählt sie die Einsamkeit um sich davon zu befreien. Doch wirklich gelingen tut ihr das nicht.

Juliette Binoche spielt die Rolle der Julie mit sehr viel Eindringlichkeit und Intensität. Man nimmt ihr die Gefühlswelt dieser jungen Frau durchaus ab. Die anderen Rollen sind dabei eher nebensächlich und verblassen etwas.

Dieser Film ist nicht unbedingt leichte Kost, hat auch nichts von den hollywoodtypischen Unterhaltungsfilmen, was ich mal sehr angenehm finde. Ich empfehle ihn trotzdem jedem, man muß auch nicht die komplette Trilogie schauen, da die Filme nicht aufeinander aufbauen und thematisch voneinander unabhängig sind.
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
catmother

Das Leben ist nichts ohne die Liebe

ein Testbericht von 2005-08-03 11:02:23 vom 03.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: grandiose Bilder und Musik, Juliette Binoche spielt umwerfend, sehr anspruchsvoll...
Nachteile/Kritik: surreale Atmosphäre, sehr anspruchsvoll
Heute gibt es mal wieder einen Filmtip von mir für Fans des anspruchsvollen Kinos: die nächsten drei Tage läuft im Fernsehen die Wiederholung der Trilogie um die polnischen Nationalfarben. Schon immer habe ich gute Kritiken über diese Trilogie von Krysztof Kieslowski gehört, doch noch nie bin ich dazu gekommen, sie mir mal anzuschauen. Als letztens eine nächtliche Ausstrahlung aller drei Teile auf dem ZDF erfolgte, konnte ich das endlich mal nachzuholen.
Nun bekommt ihr also eine Empfehlung.


** Die Geschichte **
Bei einem Autounfall kommen Julies (Juliette Binoche) Mann und ihre Tochter Anna ums Leben. Noch im Krankenhaus versucht sie sich das Leben zu nehmen, schafft es aber nicht, die Tabletten herunterzuschlucken.
Die Beerdigung erlebt sie nur über ein tragbares Fernsehgerät, denn die wurde im Fernsehen übertragen, weil ihr Mann ein berühmter Komponist war, wie der Zuschauer erst jetzt erfährt.

Und erstmal erinnert auch alles an ihn. Patrice schrieb zuletzt an einer Symphonie zur Vereinigung Europas und es existieren nur noch unfertige Partituren. Eine Reporterin behauptet sogar, Julie hätte die Musik ihres Mannes geschrieben.

Eines Tages kommt sie doch wieder nach Hause in ein stattliches Gut irgendwo auf dem Lande. Sie kann immer noch keine Tränen um ihre Angehörigen vergießen, die Köchin dafür umso mehr.

Angesichts der vielen Erinnerungen faßt Julie einen Entschluß: sie verkauft alle Besitztümer, vernichtet das angefangene Werk ihres Mannes, stellt die Altersversorgung der Hausangestellten sicher und geht nur mit dem Geld auf ihrem persönlichen Konto weg.
Doch vorher hat sie noch mit aller Macht versucht, ihren Mann aus dem Gedächtnis zu verdrängen, indem sie mit ihrem heimlichen Verehrer Olivier schläft, obwohl sie ihn eigentlich nicht liebt.

In Paris, so glaubt sie, sei sie frei und sicher vor den schmerzlichen Erinnerungen und könnte ein neues Leben beginnen. Jegliche Art von Aufarbeitung weist sie ab; selbst das Angebot des Jungen, der damals zuerst an dem zerstörten Auto war, nimmt sie nicht an.
Doch eines Tages wird sie ausgerechnet von der Nutte Lucille, die in ihrem Haus wohnt, daran erinnert, daß kein Mensch in einem luftleeren Raum leben kann.


** Darsteller **
Die einzige bekannte Darstellerin des Dramas ist Juliette Binoche (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Chocolat).
Nach ihrer Rolle der Tereza 1987 in der eher erotischen Verfilmung des Romans "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" wurde sie eine Zeitlang in die Erotiksparte gesteckt. Erst mit ihrer Figur der Krankenschwester in dem preisgekrönten Melodram "Der englische Patient" gelingt ihr die internationale Beachtung, als sie dafür als beste Nebendarstellerin einen Oscar und auf den Filmfestspielen in Berlin den Bären bekommt.

Die anderen Darsteller (Florence Pernel als Sandrine, Benoit Regent als Olivier, Charlotte Very als Lucille) sind mir völlig unbekannt, deshalb spare ich mir es, über sie zu schreiben. Hier sind auch kaum detailliertere Informationen über die Schauspieler zu finden.


** Filmkritik **
„Blau“ ist der erste Teil einer Trilogie, die den Titel „Drei Farben“ trägt. Die Farben entsprechen denen der französischen Nationalflagge und in den drei Teilen geht es symbolisch gesehen um die großen Mottos der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Die Handlung des Films ist allerdings nicht ganz leicht zu verstehen, denn sie ist ziemlich surrealistisch inszeniert. Die besteht größtenteils aus für uns auf den ersten Blick irrationalen Taten, aber sie sind zumindest im Zuge einer Vergangenheitsbewältigung durchaus nachvollziehbar; verständlich die Flucht in die Einsamkeit und Anonymität, denn ohne Geld, ohne Bekannte oder Freunde, ohne Liebe gibt es keine Bindung, damit nichts mehr da ist, was sie wieder verlieren kann.

Was besonders auffällt, sind vor allem die ungewöhnlich gedrehten Perspektiven der Szenen, die von Anfang an verblüffen. Da gibt es seltsame Nahaufnahmen der Augen, des Gesichtes der Hauptdarstellerin, so daß alle Emotionen, Gedanken und Stimmung, jede Mimik überdeutlich und ästhetisch projiziert. Dazu ist aber auch das ätherische Gesicht der Binoche hervorragend geeignet. In ihr kommt einfach jede Regung bestechend zum Ausdruck.

Grandios und überwältigend auch die Verbindung von Musik und Farbe. Wie schon der Titel sagt, kommt hier vor allem die Farbe blau für Stimmung und Atmosphäre zum Ausdruck.
Viele Szenen sind von ergreifender und dramatischer Orchestermusik und Chören aus jener ominösen Partitur untermalt, die mich als Musikfan wirklich beeindruckt hat.

Kieslowskis Film wurde 1993 mit dem Goldenen Löwen von Venedig ausgezeichnet.


** Meine Meinung **
Der Film ist nicht leicht zu durchschauen. Zum einen überwiegen surreal anmutende Kameraeinstellungen, künstlerische Andeutungen, Symbolismus und Farbenspiele. Insofern ist er auf jeden Fall eine Kunstwerk und ein Fest für die Augen. Aber ich hab mich immer gefragt, bei jeder Szene, ob die irgendeine tiefere Bedeutung hat – und manchmal war das der Fall, aber oft auch nicht. Zumindest in meinen Augen. Der Film ist sehr anspruchsvoll und deshalb mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack.
Mir hat er aber sehr gefallen und ich finde, man sollte ihn schon mal gesehen haben. Das gehört schon zur kulturellen Bildung.


** Daten **
F/PL/CH 1993
Genre: Psychodrama
Originaltitel: Trois coleurs - bleu
Regie: Krysztof Kieslowski
Kamera: Slawomir Idziak
Musik: Zbigniew Preisner
Warschauer Sinfonie, dirigiert von Wojciech Michniewski, Philharmonischer Chor Schlesiens
FSK 12
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-2 von 2  Dramen
Top Webtipps
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR

Produktbeschreibung Drei Farben: Blau (VHS)

Technische Daten und Produkteigenschaften
Julie verliert bei einem Autounfall ihren Mann, einen berühmten Komponisten, und ihre kleine Tochter. Um damit fertigzuwerden, bricht sie alle Brücken hinter sich ab und beginnt ein anonymes Leben in der Großstadt. Doch ihre Vergangenheit holt sie ein: Julie erfährt vom Doppelleben ihres Mannes und von der Liebe seines Assistenten zu ihr. Erst als sie lernt, die Vergangenheit in ihre Gegenwart zu integrieren, ist sie wirklich frei und kann sich wieder auf die Liebe einlassen.
Allgemeine Informationen Drei Farben: Blau
EAN: 4010324500625
gelistet seit: 12.10.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Film / Kino-Daten
Darsteller: Juliette Binoche , Benoît Régent , Florence Pernel 
Genre: Drama 
Kategorie: Spielfilm 
Land / Jahr: Frankreich 1993 
Originaltitel: Trois couleurs: bleu 
Altersfreigabe (FSK): 12 
Regie: Krzysztof Kieslowski 
Video / DVD-Daten
Anbieter (Label): Concorde 
Auslieferung: 02.01.1997 
EAN-Code: 4010324500625 
Sprache: Deutsch 
System: VHS Videofilm 
Ton-System: HiFi Stereo 
Vertrieb: EuroVideo 
Drei Farben: Blau (VHS) Drama im Vergleich
Dramen
Testsieger & Top 10
Weitere interessante Produkte
Home > Filme & DVDs > Spielfilme > Dramen > Drei Farben: Blau > Überblick