Ein Hauch Raumschiff Enterprise weht uns um die Nase. Nicht selten nahm Captain Picard einen eigenartigen flachen, kleinen Monitor zur Hand, um sich nach getaner Arbeit durch die Lektüre eines klassichen Shakespeare-Drama zu entspannen. Ganz ohne Blättern, ohne Druckerschwärze, einfach in elektronischer Form.
Dieser für den Sci-Fi-Helden ganz selbstverständlichen Luxus können auch wir uns seit einiger Zeit gönnen - denn die wie ein PDA oder Pocket PC handlichen Lesegeräte, die sogenannten E-Book Reader, sind unlängst in die Realität umgesetzt worden und auf dem Vormarsch. Schon 1999 kam das erste Modell auf den Markt, scheiterte aber. Seit 2006 steigt die Nachfrage stetig, und damit auch das Angebot.
Vorbei scheinen die Zeiten, in denen wir E-Books am Computer- oder Laptopbildschirm lesen mussten. Die klassischen E-Book-Formate PDF, HTML oder auch das speziell entwickelte Format FB2 können von nun an mithilfe des E-Book-Readers überall gelesen werden - im Park, im Flugzeug oder ganz klassisch heimlich unter
der Bettdecke. Nicht nur der ein oder andere Schmöker für den Urlaub findet auf dem elektronischen Helferlein platz, viele Tageszeitungen bieten unlängst einen Aboservice in eReader-Formaten an.
Größe und Gewicht des Lesegeräts unterscheiden sich kaum von einem herkömmlichen Taschenbuch und Modelle mit Ledereinband versuchen auch die traditionsbewussten Leser für sich zu gewinnen.
Die meisten Systeme arbeiten mit der sogenannten E-Ink-Technologie. Das Display verhält sich ganz ähnlich wie echtes Papier - die Darstellung der Schrift ähnelt Tinte auf Papier und Licht wird wie bei normalem Papier reflektiert. Der Vorteil ist, dass keine weitere Spannung erforderlich ist, sobald das Bild einmal aufgebaut wurde. Nur zum "Umblättern" wird der Akku beansprucht, weshalb die Akkulaufzeit nicht in Stunden, sondern in Seitenumschlägen angegeben wird. Allerdings bedeutet das auch, dass Sie beim Lesen unter der Bettdecke immernoch einen Taschenlampe mitnehmen müssen, denn das Display leuchtet nicht von allein.