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vorleser.net Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Lautgeber

Vorlesen gefällig?

ein Testbericht von 2005-03-07 09:20:21 vom 07.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Kostenlose, aber professionell erstellte Hörbücher in sehr guter Tonqualität zum Download; Chance für junge Autoren; klssische Literatur wird lebendig, Hörbuchradio...
Nachteile/Kritik: Die Auswahl ist noch nicht überragend; die Downloads gestalten sich ein wenig umständlich
Liebe Yopi-Leser,

lasst ihr euch gern mal etwas vorlesen? Falls ja, habt ihr etwas mit mir gemeinsam. Schon als Kind hörte ich mit Begeisterung Märchenkassetten oder –schallplatten. Ich empfand es immer als etwas Besonderes, es sich vor dem Plattenspieler oder dem Kassettenrecorder gemütlich zu machen und dem Märchenonkel (oder der Märchentante) gespannt an den Lippen zu hängen. Leider hatten wir selbst zu der Zeit zu Hause noch keine umfangreiche „Unterhaltungselektronik“ zur Verfügung. Mein Vater war ein einfacher Arbeiter, das Einkommen entsprechend knapp, und wenn es um Anschaffungen ging, hatten solche Dinge keine hohe Priorität. Deshalb war ich immer hoch erfreut, wenn es hieß: „Tante Irene holt dich heute für ein paar Tage zu sich.“ Onkel Dieter und Tante Irene waren seinerzeit finanziell um einiges besser gestellt, als meine Eltern. Mein Vetter Jörg hatte deshalb, was die Märchenbranche anging, in meinen Augen so ziemlich alles, was ein Kinderherz begehren konnte. Außerdem war er ein Einzelkind und hatte kaum Spielgefährten in seiner Gegend. So wurde ich oft eingeladen, ihm Gesellschaft zu leisten, und ich hüpfte jedes Mal vor Freude.

Gelesen habe ich auch schon immer sehr gern, aber im Vergleich zum Lesen eines gedruckten Textes wird einem manches doch viel klarer, werden einem manche Feinheiten doch erst richtig bewusst, wenn durch das Vorlesen, sprich die Interpretation, die menschliche Stimme hinzukommt. Ich erinnere mich da an einige Unterrichtsstunden aus meiner Schulzeit. Fach: Leistungskurs Englisch, Thema: Shakespeare im Original, Stück: Ein Sommernachtstraum. Man bedenke, dass das „alte“ Englisch Shakespeares nicht mit der Sprache moderner Autoren zu vergleichen ist und demzufolge auch bei relativ guten Englischkenntnissen etwas quer runtergeht. Bei all der Mühe, die wir damals hatten, den altenglischen Text erst einmal zu verstehen, ging uns der feine Shakespeare´sche Witz überhaupt nicht auf. Erst als wir Tonaufnahmen des Stückes dazu hörten, kamen die ersten zaghaften Lacher.

Bis in das neunzehnte Jahrhundert war das Vorlesen bzw. das Vorlesen lassen noch ein allgemein übliches Freizeitvergnügen, da bis zu der Zeit auch noch nicht sehr viele Menschen lesen konnten. Mit dem Anstieg des allgemeinen Bildungsniveaus änderte sich dies jedoch. Man wollte nicht mehr als Analphabet gelten und empfand daher das Vorlesen lassen eher als eine peinliche Angelegenheit. Erst mit der Erfindung diverser Tonspeichermedien, wie Schallplatten oder Tonbandgeräten und durch die Verbreitung von Rundfunksendern bekam das Vorlesen wieder eine andere Bedeutung. Mit dem Aufkommen leicht transportabler Abspielgeräte, wie z. B. Kassettenrecordern, erschienen auch die ersten Hörbücher, die sich heute einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Ich habe schon etliche Berichte über Hörbücher gelesen und würde mir auch sicher schon eine recht stattliche Sammlung zugelegt haben, wenn, ja wenn das liebe Geld nicht wär´. Verglichen mit den gedruckten Texten sind Hörbücher meiner Ansicht nach doch sehr teuer. So begnüge ich mich doch meist eher mit dem Druckerzeugnis. Allerdings habe ich per Zufall im Internet einen Anbieter gefunden, der es nicht ausschließlich auf den Geldbeutel der Literaturfreunde abgesehen hat.

Das Unternehmen
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Vorleser.net ist eine Internetplattform, die von der phonetics group GbR, Funkenburgstr. 17in Leipzig betrieben wird. Gesellschafter sind der vierunddreißigjährige Johannes M. Ackner und der dreiunddreißigjährige David Fischbach. Ackner arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Journalist und Sprecher für verschiedene Medien, darunter auch Hörfunk und Fernsehen wie z. B. Radio PSR, MDR 1, Radio Sachsen-Anhalt und MDR-Fernsehen und war u. a. auch als Schauspieler tätig. Er unterrichtet an der Hochschule Mittweida Online-Publizistik und Medienlehre Hörfunk und spricht seit Jahren für die Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig Hörbücher ein. Daneben ist er als ausgebildeter Trainer für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), die Medien- und Journalistenakademie München und die Akademie für Neue Medien in Kulmbach tätig. Fischbach studierte am Amherst College in den USA Sprachen und Literatur. Seit 1994 lebt er in Deutschland und arbeitet als freischaffender Autor und Übersetzer. Auch er sammelte umfangreiche Erfahrungen als Vorleser und arbeitete, wie Ackner, ebenfalls als Schauspieler sowie auch als Regisseur. Er trat in Veranstaltungen wie Buchvorstellungen, szenischen Lesungen und auf der Leipziger Buchmesse auf.

Gegenstand des noch sehr jungen Unternehmens ist die kostenlose Bereitstellung von Hörbüchern als mp3-Dateien zum Download. Die Hörbücher werden im eigenen Tonstudio in Leipzig in verschiedenen Sprachen produziert. Bei der Geschäftsgründung war, wie so oft, Vater Zufall im Spiel. Ackner hatte für die kleine Tochter einer Freundin eine Märchenkassette aufgenommen, die auch im Umfeld der Kleinen mit Begeisterung aufgenommen und vielfach kopiert wurde. Daraufhin entschloss sich Ackner, eine einfache Internetseite einzurichten und das Märchen hier zum Download bereitzustellen. Durch eine Newsletterwerbung der Zeitschrift PC Welt wurde die Seite schlagartig einem breiten Publikum bekannt und die Zahl der Downloads nahm derart zu, dass sich Ackner bald Partner suchen musste, um das hohe Transfervolumen zu bewältigen. Heute arbeitet das Unternehmen mit Partnern wie freenet.de, PC Welt, Shareware Spezial und literaturcafe.de zusammen. Nach eigenen Angaben der Betreiber sind seit Dezember 2003 bereits über 1,8 Millionen mp3-Dateien kostenlos verteilt worden. Inzwischen wurden in den Niederlanden und in Frankreich Tochterunternehmen gegründet.

Neben der Verteilung kostenloser Hörbücher betreibt das Unternehmen weitere Projekte. Zum einen wird jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit eingeräumt, ihre eigene Lyrik und Prosa vorzutragen und sich auf diesem Wege Ihrem Publikum bekannt zu machen. Ein zweites Projekt widmet sich dem Sammeln von Sprachen. Unter www.voiceworld.info werden Sprachen der Welt mit Audiobeispielen angeboten. Das englischsprachige Angebot befindet sich laut den Betreibern noch im Aufbau. Zur Zeit beläuft sich dieses Angebot erst auf drei Sprachen, und zwar Deutsch, Niederländisch und Französisch. Darüber hinaus haben es sich Ackner und Fischbach zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von Hörbüchern im Schulunterricht zu fördern. Lehrer und Lehrerinnen liefern die hierfür notwendigen Informationen und werden ermuntert, die kostenlosen Hörbücher auch im Unterricht einzusetzen. Daneben bietet das Unternehmen Dienstleistungen wie Radio-Comedy, kreative Rundfunkwerbung und Contentbrokerage.

Kontaktmöglichkeiten zum Unternehmen bestehen telefonisch unter 0341-2273889 oder per E-Mail unter kontakt@phoneticsgroup.com.

Das aktuelle Angebot
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Kostenlose Hörbücher im mp3-Format zum Download
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Bei den Autoren handelt es sich überwiegend um deutsche Klassiker und einige ausländische Autoren, die im Original, also in der jeweiligen Muttersprache, vorgetragen werden. Moderne Autoren sind in der Regel nicht vertreten, da nur Texte veröffentlicht werden können, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen. Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn der Autor schon vor mehr als siebzig Jahren verstorben ist. Das soll jedoch nicht heißen, dass jeder mit den heruntergeladenen Dateien machen kann, was er will. Ein Blick in die AGB sollte also auch hier nicht versäumt werden.
Jeder Autor wird anhand einer Kurzbiografie vorgestellt. Die Texte hierzu werden von der Internetseite des Partners „Projekt Gutenberg“ zur Verfügung gestellt. Das Angebot ist zur Zeit noch nicht gewaltig, soll aber laufend erweitert werden. Darauf darf man gespannt sein.

Ein Teil der Hörbuchtexte sind Gedichte, wie z. B. von Christian Morgenstern oder Rainer Maria Rilke, und Briefe, wie z. B. Goethe an Frau von Stein oder Napoléon Bonaparte an seine Frau Joséphine. Daneben finden sich Erzählungen, Novellen, Romane und Kurzgeschichten von Franz Kafka über Arthur Schnitzler und Theodor Storm bis zu Edgar Allan Poe sowie eine Auswahl von Märchen der Brüder Grimm, Hans Christian Andersen, Wilhelm Hauff und E. T. A. Hoffmann. Die Grimmschen Märchen werden übrigens von Ackner vorgetragen, und unter www.maerchencover.de gibt es dazu für alle, die sich die Dateien auf eine CD brennen wollen, passende CD-Cover.

Als besonderes Schmankerl gibt es zur Zeit ein „Halloween-Special“. Dieses setzt sich aus Gruselgeschichten verschiedener Autoren, darunter Edgar Allan Poe, Franz Kafka, Gustav Meyrink und andere, zusammen. Das Paket hat eine Gesamtspieldauer von dreieinhalb Stunden und kann komplett oder in Einzelmodulen heruntergeladen werden.

Vom 01. November 2004 bis zum 26. November 2004 läuft eine Fortsetzungsreihe des Romans „Irrungen, Wirrungen“ von Theodor Fontane. Während dieser Zeit wird täglich ein neues Kapitel des Romans zum Download bereitgestellt. Sprecher ist der Schauspieler Claus Boysen, der durch seine Tätigkeit am Staatstheater Oldenburg und am Schauspielhaus Essen, bestimmt aber durch seine Rollen in Film und Fernsehen dem einen oder anderen bekannt sein dürfte.

Hörbuch-CD
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Alle, die Probleme mit dem Download oder eine nicht so schnelle Internetverbindung haben, können sich ein Hörbuchprogramm von bis zu vierzehn Stunden Spieldauer selbst zusammenstellen und über Vorleser-Shop.net zu einem recht moderaten Preis als CD zusenden lassen. Eine mp3-CD kostet EUR 5,99, eine Audio-CD für den CD-Player EUR 3,99 zuzüglich jeweils EUR 2,-- Porto und Versandkosten. Die Gesamtzahl der bestellten CDs spielt dabei keine Rolle. Produktion, Auslieferung und Rechnungsstellung erfolgt über den Jordan CD-Verlag.

Newsletter
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Abonnenten des Newsletters werden regelmäßig über Neuerscheinungen auf Vorleser.net informiert, also sobald ein neues Hörbuch zum kostenlosen Download angeboten wird.

Erstes Hörbuchradio im Internet
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Über BuchFunk.de können mit mp3-Streaming oder als Podcasting-RSS-Feed bestimmte Hörbücher „empfangen“ werden. Ich nehme an, dass der Begriff „Streaming“ den meisten von uns im Zusammenhang mit der Wiedergabe von Mediendateien zumindest entfernt bekannt ist. Aber was ist „Podcasting“ und was versteht man unter „RSS-Feeds“? Ich gebe zu, dass ich mir darunter zunächst überhaupt nichts vorstellen konnte. Zur Erklärung des Begriffes zitiere ich daher zunächst einmal die Beschreibung der Betreiber von der Internetseite:

>>Podcasting etabliert sich als neue Funktion für RSS-Feeds, bei der neben Schlagzeilen auch Medieninhalte integriert werden können - hauptsächlich MP3s.
Wenn man mit dem Podcast-Client iPodder RSS-Feeds abonniert, durchsucht das Programm den Feed nach Tags, in denen auf die Mediendatei verlinkt wird. Die Datei oder Dateien werden dann automatisch im Hintergrund geladen.
Die Dateien können z.B. unterwegs mit einem iPod abgespielt werden, daher auch der Name: Podcasting ist eine Kombination aus iPod und Broadcasting.
Ein iPod ist natürlich nicht erforderlich, die Dateien können mit jedem anderen mp3-Player abgspielt werden.
Podcasts werden zum Beispiel von Bloggern benutzt; aber es gibt auch Internetradiostationen wie BuchFunk.de, die dieses System einführen.<<

JA, NEE, IS KLAR!!!

Ich muss nun wiederum gestehen, dass ich auch nach dem Lesen dieser Erklärung nicht wesentlich klüger war, als vorher. Da aber die oben erwähnte Fortsetzungsreihe des Romans von Theodor Fontane als Podcast-Programm angeboten wird, wollte ich die ganze Sache doch einmal durchspielen.

Damit das Ganze funktioniert benötigt man also einen Podcast-Client, den „iPodder“, und einen entsprechenden Media-Player, hier z. B. das Programm „iTunes“. Links zum kostenlosen Download der Software sind übrigens ebenfalls angegeben. Die Podcast-Dateien können allerdings auch mit anderen Playern, z. B. dem Windows Mediaplayer wiedergegeben werden. Sie liegen nach der Installation von iPodder für diese Player im Verzeichnis "...ProgrammeipodderDownload" innerhalb des entsprechenden Ordners, z. B. „BuchFunk.de – Hörbuchradio“ bereit. Der Player „iTunes“ ist allerdings eine sehr komfortable Alternative zum Windows Mediaplayer. Ein Download dieses Programms lohnt sich also auf jeden Fall und ist in Verbindung mit dem „iPodder“ auch empfehlenswert. Nähere Einzelheiten zu den Features und der Funktionsweise werde ich aber an dieser Stelle nicht anbringen. Das würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Ich schlage vor, dass jeder Interessierte es einmal selbst testet.

Der Podcast-Client oder auch Podcast Receiver „iPodder“ muss nun zunächst mit den sogenannten „RSS-Feeds“ gefüttert werden. Wie und wo finde ich diese Feeds? RSS-Feeds werden auf Internetseiten mit kleinen Piktogrammen gekennzeichnet (s. a. Fotos unten). Mit einem Klick der rechten Maustaste wird die Verknüpfung kopiert und in ein entsprechendes Feld des iPodders (Add Feed) eingefügt. Hier erscheint nun die URL des Feeds, z. B. http://www.buchfunk.de/buchfunk.xml. Mit einem Klick auf „Add Feed“ nimmt iPodder den Feed in seine Statusliste auf. Nun kann man die entsprechende Statuszeile markieren und iPodder nach neuen Podcasts suchen lassen. Wenn iPodder solche gefunden hat, wird automatisch der Player „iTunes“ geöffnet, und man sieht den neuen Channel bzw. die neuen Dateien werden angezeigt und können abgespielt werden. So einfach ist das, und mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben. Probiert es einfach mal aus!
Übrigens entspricht die Funktionsweise des Podcast nicht etwa der eines Radiosenders, wo Hörspiele dargeboten werden, die man sozusagen nur „Live“ erleben kann. Die Podcast-Dateien können beliebig oft wiedergegeben werden.

Sprecher und Sprecherinnen
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Ich muss zugeben, dass mir die Namen der meisten Sprecher und Sprecherinnen überhaupt nichts sagten. Erst nachdem ich die Stimmen gehört hatte, klingelte es hier und da in meinem Gedächtnis. Alle haben jedenfalls einschlägige Erfahrungen durch ihre Tätigkeiten als Schauspieler, als Sprecher für verschiedene Rundfunk- und Fernsehsender und/oder durch vergleichbare Tätigkeiten gesammelt. Mit einigen Sätzen wird über Beruf und Werdegang jedes Sprechers und jeder Sprecherin berichtet. Darüber hinaus haben fast alle eine eigene Homepage, auf denen über die Personen und deren Tätigkeiten weitere Informationen abgerufen werden können. Übrigens werden noch weitere professionelle Sprecher bzw. Sprecherinnen gesucht!

Ob einem die Vortragsweise eines Sprechers oder einer Sprecherin im einzelnen nun zusagt oder nicht, halte ich für reine Geschmacksache. Das muss daher jeder für sich selbst herausfinden. Mir persönlich gefallen z. B. die Lesungen von Johannes M. Ackner, Rainer Maria Ehrhardt und Michael Korneffel, um nur einige zu nennen, recht gut. Besonders aber gefallen mir Stimme und Vortragsweise von Wolfgang Gerber. Er hat für mich die typische Vorleser-Stimme und moderiert die Texte in genau der richtigen Art und Weise, etwa so wie der Erzählonkel von den Märchenkassetten aus meiner Kindheit. Ähnlich geht es mir mit Claus Boysen. Aber das hängt, wie gesagt, vom persönlichen Empfinden des Zuhörers ab.

Kritik und persönliches Fazit
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Das Unternehmen und sein Angebot habe ich nun ausführlich beschrieben, und zu den Sprechern und Sprecherinnen ist auch schon das Wichtigste erwähnt worden. Allzu viel bleibt nun nicht mehr zu sagen. Einige Punkte will ich hier allerdings noch ansprechen.

Die Tonqualität der mp3-Dateien ist meiner Meinung nach ausgezeichnet. Punkt!

Die Downloads sind in der Regel ein wenig umständlich, da etliche Dateien, vor allem größere Pakete, nicht auf der Seite von Vorleser.net bereitstehen, sondern über frreenet.de heruntergeladen werden, sprich mehrere Klicks sind erforderlich, bevor der Download endlich beginnen kann. Das empfinde ich aber nicht als besonders tragisch. Die großen Pakete sind übrigens zum Teil mit Win-Zip komprimiert. Dieses Programm sollte also auf eurem PC installiert sein.

Dateien, die auf Vorleser.net selbst bereitgestellt werden, können nicht mit dem üblichen Klick der linken Maustaste heruntergeladen werden. Bei einem Linksklick öffnet sich direkt der Standard-Mediaplayer und spielt die Datei ab. Das finde ich aber auch nicht weiter schlimm. Auf diese Weise kann man schon mal eine Hörprobe nehmen, bevor man sich die Datei endgültig auf den Rechner lädt. Heruntergeladen werden diese Dateien mit einem Klick der rechten Maustaste und der Funktion „Ziel speichern unter“. Es wäre möglich, dass einige Download-Manager bei dieser Downloadvariante nicht funktionieren und abgebrochene Downloads komplett wiederholt werden müssen. Ich arbeite mit „Get Right“ und habe keine Probleme, weiß aber nicht, wie andere Programme darauf reagieren. Nachteilig ist, dass man nicht erkennen kann, welche Dateien über freenet.de und welche über Vorleser.net direkt bereitgestellt werden. Da helfen nur Versuch und Irrtum.

Weitere Kritikpunkte finde ich nicht, zumindest keine negativen, will ich auch gar nicht finden bzw. suchen, denn: Wie sagt das Sprichwort? Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Wir dürfen ja nicht vergessen, dass hier alles unter dem Motto „kostnixx“ angeboten wird. Ich finde die Idee und das Angebot von Vorleser.net alles in allem erfreulich und bemerkenswert, und wenn ich bedenke, dass dreizehnjährige deutsche Gesamtschüler unseren Dichterfürst Goethe für einen Maler halten, begrüße ich ganz besonders die Idee, Hörbücher deutscher Klassiker in den Schulunterricht einzubinden. Ich kann daher nur hoffen, dass uns Vorleser.net noch recht lange erhalten bleibt.

Herzliche Grüße

Eure Lautgeber



Info: Diesen Bericht habe ich unter demselben Mitgliedsnamen auch bei Ciao veröffentlicht.
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Gegenstand des Unternehmens ist die kostenlose Bereitstellung von Hörbüchern als mp3-Dateien zum Download. Daneben bietet das Unternehmen Dienstleistungen wie Radio-Comedy, kreative Rundfunkwerbung und Contentbrokerage.
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