heute ein Bericht über meine Fotokamera, bevor ich auch auf Digital umstieg. Ich möchte euch hier mal die EOS 300V von Canon vorstellen.
Einleitung:
Angefangen hat alles mit einem großen Mißverständnis seitens meiner Freundin und mir. Wir sind nun fast 2 Jahre zusammen und hatten fast keine gemeinsamen Bilder von uns. Doch das wollten wir ändern, also mußte eine Kamera her. Die haben wir uns dann im Januar endlich mal geleistet. Die war dann im Einsatz bis wir uns eine Digicam für den Urlaub kauften (man was waren wir doof). Natürlich gabs riesen Trouble wegen der Kohle, aber bevor wir im Urlaub ständig diese überteuerten Filme kaufen mußten, brauchten wir eben noch eine Digicam. Jetzt haben wir von jedem eines. Gekauft habe ich diese Spiegelreflexkamera weil meine Schwester die Fotografin ist mir den Tip gab das diese zwar sehr gut aber nicht ganz billig sei.
Das Design:
Nobel sieht dieses edle Stück aus und man fängt sich egal wo man ist Blicke der Bewunderung ein (also auch gut zum angeben geeignet ;)). Eingebettet ist das Technische Wunderwerk in einem silbergrauen Gehäuse. An diesem Gehäuse sind sämtlich Canon Objektive mit Bajonettverschluß kompatibel. Die Kamera von hinten betrachtet entdecken wir als erstes ein 30mm x 30mm großes Display das uns alle Funktionen anzeigt. Neben diesem Display finden sich rechts drei Knöpfe für die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten. Im rechten Eck finden sich zwei weitere Knöpfe. Direkt über dem Display haben wir unseren Sucher. Von oben her sehen wir den Einschub für ein zusätzliches Blitzgerät, direkt davor das eingebaute ausklappbare TTL Blitzgerät im Prismengehäuse. Rechts oben befindet sich ein Drehrad für verschiedene Fotooptionen. Links und rechts oben auf der Kamera befinden sich zusätzlich zwei Halter wo das Trageband eingehängt wird. Von vorne betrachtet fällt sofort der Anschluß für die großen Objektive auf.
Die Technik:
Die EOS 300V ist eine einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Autofocus, Belichtungsautomatik, automatischem Filmtransport und eingebautem Blitzgerät. Sie verfügt über einen feststehenden Dachkant-Spiegelsucher mit einer Dioptrineinstellung von -2,5dpt bis +0,5dpt. Der Autofocus arbeitet mit einem TTL-CT-SIR mit CMOS Sensor. Die Messfeldanzeige wird im Sucher und auf dem LCD-Monitor angezeigt. Die Blichtungsregelung funktioniert über eine Offenblenden-Innenmessung mit 35-Zonen-Silicium-Fotozelle. Als Belichtungsoptionen haben wir vollautomatische Motivprogramme (Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport) zur Auswahl. Weitere Belichtungsfunktionen wären eine Intelligente Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik sowie eine Schärfentiefenautomatik. Der vorhandene Selbstauslöser hat eine Vorlaufzeit von 10 Sekunden. Die Verschlußzeit beträgt 1/2000 sek. bis zu 30 sek.! Für Motivprogramme und Vollautomatik gibt es eine Verwacklungswarnung. Der Filmtransport erfolgt wie schon erwähnt automatisch und erlaubt bis zu 2,5 Bilder pro Sekunde. Die Filmrückspulung erfolgt ebenso automatisch bis zur ersten Aufnahme. Auch die Rückspulung halbfertiger Filme ist möglich. Das große Display auf der Rückwand ist mittels Taste für 6 Sekunden beleuchtbar. Bekommen hab ich die Kamera mit einem Objektiv (EF 28-90mm 1:4-5,6). Mit 365 gramm ist sie genauso schwer wie meine Digicam und die Masse sind 130x88x64mm. Versorgt wird die Kamera über Lithium Batterien oder über das optionale Batterieteil BP-220 (4 Alkali- oder 4 NiMH Mignonakkus). Die Stärke der Batterien wird im Display als vierstufiges Balkenraster
angezeigt.
Bezugsquellen:
Erhältlich in jedem guten Fachhandel. Der Preis sollte so um die 350.- Euro liegen.
Meine Meinung:
Also als erstes möchte ich mal sagen das ich mich sehr geärgert habe über die Anschaffung unserer Digicam. Das war so unnütz. Mit der EOS 300V habe ich ein absolutes Topprodukt erworben das mich nie im Stich gelassen hat, da wir am Anfang ja doch jede Menge Bilder gemacht haben. Die Qualität der Bilder ist wirklich atemberaubend. Die Farbtiefe und die Schärfe der Bilder zeichnen diese Kamera als Spitzenteil aus. Der Preis ist bei so viel Qualität echt gerecht. Die Verarbeitungsqualität fällt besonders auf. Dankbar bin ich auch für den neu entwickelten Handgriff der die Bedienung mit nur einer Hand möglich macht. Bestens geeignet für Raucher (wie meine bessere Hälfte). Mit dieser Kamera kann man unbedingt bei jedem Wetter Bilder machen ohne Angst haben zu müssen das die Bilder nix werden und man die Filme umsonst gekauft hat. Für mich war dieses Teil immer gut Dank seiner Alltagstauglichkeit. Das dieses Schmuckstück die meistverkaufte Kamera unter den Fotographen dieser Welt ist spricht wohl für die hohe Qualität und die enorme Zuverlässigkeit. Auch das es für die EOS 300V mittlerweile über 60 kompatible EF-Objektive gibt macht sie noch flexibler. Von mir bekommt die EOS 300V 5*.
Dank an alle die meine Berichte regelmäßig lesen und bewerten. Über ein *SH oder nette Kommentare freue ich mich immer. Sollte es zu einem SH nicht reichen, meldet euch bitte und sagt mir was ich ändern kann um es doch zu bekommen.
Bis zum nächsten mal
Euer Rubberduck
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Fotografieren leicht gemacht.
ein Testbericht von Wolf26ie2005-05-18 19:14:37vom 18.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: guter Autofokus, Handlichkeit, gutesPreis Leistungsverhältnis...Nachteile/Kritik: schwache Lichtausbeute des Objektives
Die Canon EOS 300V ist eine einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Autofokus, Belichtungsautomatik, automatischen Filmtransport und integriertem Blitzgerät.
-+++ Design und Verarbeitung +++-
Die Farbgebung in uni grau-silbern in Verbindung mit einer sehr glatten Oberfläche lässt die Kamera sehr modern wirken. Allerdings wäre sie für mich eleganter und somit auch schöner, wenn andere Werkstoffe als Plastik verarbeitet wären. Aber dazu hat wohl jeder eine unterschiedliche Meinung.
-+++ Ergonomie +++-
Normalerweise liegt die Kamera sicher und and stabil im Griff, wozu auch der geschwungene Handgriff beiträgt. Nur bei feuchter Witterung oder wenn man an den Händen schwitzt hat man bedingt durch die glatte Oberfläche Probleme sie sicher zu halten. In diesem Punkt gefällt mir die alte EOS 300 besser, wo im Griffbereich eine rauere Oberfläche verwendet wird. Durch ihr Gewicht und ihre Größe (nächster Punkt) wird die EOS 300V auch bei einem längeren Fototag nicht zur Last. Die einzelnen Bedienelemente sind oben und auf der Rückseite jeweils auf der rechten Seite angeordnet und leicht zu erreichen. Erläuterungen zum Display folgen in einem extra Punkt.
++++ Abmessungen und Gewicht ++++
Mit ihren 365 g Gewicht zählt die EOS 300V zu den absoluten Leichtgewichten und zusammen mit ihren Abmessungen von 133 x 88 x 67 mm resultiert eine enorme Handlichkeit.
--++ Objektiv ++--
Das mitgelieferte Objektiv EF 28-105mm 1:4-5,6 (s. Foto) macht mit seinem Brennweitenbereich auch noch Schnappschüsse aus etwas größerer Entfernung (z.B. Kinder beim Rodeln, auf der Wiese tollender Hund u.ä.) möglich. Allerdings enttäuschte es ein wenig durch etwas schwache Lichtausbeute. Seinen Sitz hat es auf einem EF-Bajonett aus Metall.
++++ Autofokus ++++
Der AF arbeitet mit sieben Messfeldern, die auch im Sucher und auf dem Display erscheinen. Das jeweils aktive davon ist rot markiert und kann auch manuell ausgewählt werden. Der AF arbeitet sehr schnell, sehr leise und präzise. Nur geringe manuelle Korrekturen sind manchmal nötig. Die Umstellung auf manuelle Fokussierung erfolgt mit einem Schieber am Objektiv.
++++ Display ++++
Auf dem 30 x 30 mm großen LCD-Display auf der Rückseite der Kamera (s. Foto) werden Bildzähler, vierstufig die Batterieladung und alle wichtigen Einstellungen angezeigt und es ist selbst bei schwachem Licht dank Beleuchtung sehr gut lesbar.
++++ Programme und Funktionen ++++
1.) Vollautomatik
Alle Einstellungen werden automatisch gesetzt. Der Fotograf muss nur noch im richtigen Moment auf den Auslöser drücken. Meine Frau schießt ihre Foto ausschließlich auf diese Weise und erzielt fast immer brauchbare Ergebnisse.
2.) Intelligente Programmautomatik
Dies ist meine Wahl bei schlechten Lichtbedingungen. Sowohl die Verschlusszeit als auch die Blende werden voreingestellt. Eine manuelle Änderung eines der beiden Parameter kann vorgenommen werden und zieht eine automatische Korrektur des anderen Parameters nach sich. Da ich großen Wert darauf lege ein Bild nicht zu verwackeln, versuche ich die Verschlusszeit noch zu verringern und die Blende wird dann automatisch angepasst.
3.) Blendenautomatik
Da ich fast nie schnell bewegte Objekte fotografiere, verwende ich bei guten Lichtverhältnissen so gut wie immer eine Verschlusszeit von 1/250 sek. Die Blendenautomatik liefert dann zur vorgewählten Verschlusszeit die optimale Blende.
4.) Zeitautomatik
Wenn mal die Tiefenschärfe im Vordergrund steht, kann man mit dieser Funktion eine Blende vorgeben und die dazu geeignete Verschlusszeit wird von der Kamera geliefert.
Auf die
nächsten 3 Funktionen werden geübtere Fotografen wohl eher verzichten und auf eigene Erfahrungswerte setzen und die Einstellungen manuell vornehmen.
5.) Schärfentiefenautomatik
Mit Hilfe der AF-Messfelder ermittelt die Kamera automatisch die Nah- und Fernpunkte einer Szene und stellt eine Blende ein, die zur Scharfabbildung innerhalb dieses Bereichs führen soll. In die Durchschnittsberechnung fliesen manchmal auch Werte ein, die man nicht darin wünscht, und somit ist oft auch das Ergebnis eher unterdurchschnittlich.
6.) Schärfennachführung
Die EOS 300V berechnet die Bewegung des Objektes, das sich zu Anfang im aktiven AF-Messfeld befindet, und stellt dann auf jene Ebene scharf, in der sich das Objekt zum Zeitpunkt der Belichtung befinden wird.
7.) Motivprogramme
Von den Motivprogrammen Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtporträt und Blitzabschaltung benutze ich nur die Blitzabschaltung.
8.) Manuelle Einstellung
Wer eine Über- oder Unterbelichtung erzeugen will z.B. für künstlerische Zwecke (Stimmungen verstärken, Verfremdungen u.ä.) oder sich einfach nur auf seine erworbenen fotografischen Fähigkeiten verlassen will, hat hier die Möglichkeit alle Belichtungsparameter ganz individuell einstellen.
**** weitere technische Daten und Ausstattung ****
* Verschluss:
Vertikal ablaufender, bei allen Zeiten elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss mit Verschlusszeiten von 1/2000 Sek. bis 30 Sek. Elektronisch gesteuerter Selbstauslöser mit einer Vorlaufzeit von 10 Sekunden.
* Belichtungsmessung
Offenblenden-Innenmessung (TTL) mit 35-Zonen-Silicium-Fotozelle durch Mehrfeldmessung. 9-fache Bildbelichtung möglich.
* Feststehender Dachkant-Spiegelsucher
* Filmtransport
Nach dem Einlegen des Films wird er automatisch zum ersten Bild vorgespult. Automatischer Filmtransport bei Einzel- oder Reihenbilder (max. 2,5 B/Sek.). Auch die Rückspulung des Films erfolgt automatisch.
* Ausklappbares, automatisches TTL-Blitzgerät im Prismengehäuse. Leitzahl (ISO 100/21°) von 12.
* Als Spannungsquelle dienen 2 Lithium-Batterien CR2
++++ Preis ++++
Im Internet wird die EOS 300V mit dem Objektiv EF 28-105mm 1:4-5,6 ab knapp unter 300 Euro angeboten. Mit ihren Fähigkeiten und ihrer Ausstattung ergibt sich ein sehr attraktives Preis Leistungsverhältnis.
Tipp: Man sollte vielleicht die PHOTOKINA in Köln abwarten, da meistens danach die Preise der schon auf dem Markt befindlichen Kameras etwas nachgeben.
++++ Zubehör ++++
Allein 60 verschiedene Objektive über den gesamten Brennweitenbereich verteilt passen an die EOS 300V. Auch sind zahlreiche Blitzgeräte, Batterieteil und Halbweichtasche verfügbar. Allgemein ist das Zubehör bei Canon relativ teuer. Doch gerade bei Objektiven und Blitzgeräten bieten zahlreiche andere Hersteller für die EOS 300V Alternativen an.
++++ Fazit ++++
Sehr wahrscheinlich werde die Canon EOS 300V mit einem Objektiv 28-105mm kaufen. Die Kamera erfüllte meine Erwartungshaltung ganz. Sie ist sowohl für Anfänger als auch für den geübteren Fotografen geeignet. Mit einem guten Autofokus und vielen nützlichen und ein paar weniger nützlichen Funktionen ausgestattet, bietet sie ein ausgesprochen gutes Preis Leistungsverhältnis. Allerdings werde ich sie mit einem Objektiv eines anderen Herstellers kaufen. Dadurch müsste eigentlich noch einiges an der Bildqualität machbar sein. Ich würde mich freuen, wenn jemand hierzu den einen oder anderen Tipp liefern könnte.
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