Nachdem ich nun doch schon 7 geschlagene Jahre Fan dieser Band bin und sie letztes Jahr auf dem Wacken Open Air festival auch mal endlich live sehen durfte fühlte ich mich sehr in dem Auftreten der Band bestätigt. Der Auftritt ähnelte der DVD "One Crimson Night" sehr, was mich sehr beruhigte. Denn meiner Meinung nach ist es eine der bestproduzierten Musik-DVDs überhaupt und der generell gute Sound wurde ohne Qualitätserluste, gut auf die DVD übertragen. Wenn man zu Haus ein 5.1 System hat wird das Konzert zum Genuss! Die Lieder lassen einen im Sessel mindestens mitwippen, wenn nicht sogar zu Jubelstürmen bringen (wie in meinem Fall).
Die Trackauswahl ist mit u.a "Hearts on Fire", Heeding the Call", "Legacy of Kings" und "Heros Return" überwältigend gut und spiegelt kurz nach dem Crimson Thunder Album auch den Zenit der Band wieder, der wie es scheint auch nicht mehr überschritten werden kann (vor allem durch Stefan Elmgrens Weggang im Jahr 2008).
Göteborg ist ein genialer Platz um die DVD aufzunehmen, weil es eine Schmiede des Metals ist und Heimstadt der Band zugleich. Sie genießen dort einen Kultstatus und dementsprechend macht die Menge auch sehr gut mit. Das schwedische Gerede von Joacim Cans stößt vielen übel auf, aber ich versuche währenddesen meine Schwedischkenntnisse aufzupolieren und störe mich nicht daran. Geschmackssache.
Auch für Leute, die nicht unbedingt fans des Metals sind finden in den melodiösen Parts in denen Gitarren Zweistimmigkeiten celebrieren und der akkuraten Spielweise der anderen sicherlich gefallen. An sich kommt die Band auch sehr charismatisch auf der DVD rüber, was sicherlich für das Image und weitere Verkaufszahlen förderlich ist. Von mir auf jeden Fall eine dicke Empfehlung. Den halben bis einen Stern Abzug gibts für die Pausen zwischen den Liedern und die nicht ganz gelungene kameraführung, die teils zu hektisch ist.
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Glory To Hammerfall
ein Testbericht von XoceansoulX2006-02-19 12:12:03vom 19.02.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Song - Auswahl, Gitarren, Bass, Produktion, Booklet...Nachteile/Kritik: Schlagzeug, Band - Image
Man möge mir verzeihen, dass dieser Bericht von der CD One Crimson Night und nicht, wie laut Produktkategorie, von der gleichnamigen DVD handelt, da ich diese nicht besitze, Yopi aber für die CD noch immer keine Kategorie angelegt hat.
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Live - Alben. Von Hammerfall auch nicht. Aber nachdem es doch einige Songs der Metal - Ritter gab die mir gut gefielen, ich mir aber nicht gleich 5 Alben kaufen wollte um alle zu haben, kam mir diese Live - CD ganz recht. Als eine Art Best Of sozusagen.
HAMMERFALL:
1993 gründen der Gitarrirs Oscar Droniak und Jesper Strömblad die - ursrünglich nur als Projekt gedachte - Band Hammerfall. Als Sänger findet sich Mikael Stanne. Nach den ersten Rehersals werden Glenn Ljungström als Gitarrist und Frederic Larrson als Bassist genommen.
1996 nimmt die nehmen Hammerfall an einem Bandwettbewerb teil und schaffen es bis ins Halbfinale. Für die Fortsetzung des Wettbewerbs musste Sänger Mikael absagen und wurde von Joacim Cans ersetzt. Die Band gewinnt den Wettbewerb zwar nicht, aber sie filmen bei ihrem Auftritt 2 Songs. Als sie dieses Video dann an die holländische Plattenfirma Vic Records schicken, werden sie sofort genommen. Während den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum beschließen Oscar und Joacim sich komplett der neuen Band zu widmen. Jesper und Glenn wollen aber ihre alte Band In Flames nicht verlassen und werden durch Patrik Räfling und Stefan Elmgren ersetzt.
Noch bevor das Debütalbum erscheint wechseln Hammerfall zu dem Label Nuclear Blast und Frederik wird von Magnús Rosen ersetzt. In Deutschland steigt das Album auf Platz 38 in die Charts ein.
1998 erscheint das Album Legacy Of Kings, dem eine ausgiebige Welttournee folgt. Auf dieser machen sich dann erste Probleme bemerkbar, die im Rausschmiss von Patrik enden. Für ihn kommt Anders Johansson. In dieser Formation werden auch Renegade und 2002 dann das Album Crimson Thunder veröffentlicht.
2003 folgte dann das Live-Album One Crimson Night, um das es hier geht.
Tracklist:
Disk 1:
1. Lore Of The Arcana
2. Riders Of The Storm (Anspieltip)
3. Heeding The Call (Anspieltip)
4. Stone Cold
5. Hero's Return
6. Legacy Of Kings (Anspieltip)
7. Bass Solo: Magnus Rosen
8. At The End Of The Rainbow
9. The Way Of The Warrior
10. The Unforgiving Blade
11. Glory To The Brave
12. Guitar Solo: Stefan Elmgren
13. Let The Hammer Fall
Disk 2:
1. Renegade (Anspieltip)
2. Steel Meets Steel
3. Chrimson Thunder
4. Templars Of Steel
5. Hearts On Fire (Anpieltip)
6. Hammerfall
7. The Dragon Lies Bleeding (Anspieltip)
8. Stronger Than All
9. A Legend Reborn (Anspieltip)
Mit ihrer Vorliebe für Ritter und dem ständigen Kampf für den wahren Heavy Metal erinnern Hammerfall oft schon an Manowar. Kein Wunder, dass Live was abgeht, wenn tausende Ritter zusammen treffen. Ich hatte bereits beim Durchblättern des Booklets ziemlich viel zu lachen, verkörpern Hammerfall doch alle Metal - Klichees perfekt. Keine Ahnung ob die Band sich dabei selber Ernst nimmt.
Auf das Cover werde ich nicht extra eingehen, nachdem es sowiso ein Bild gibt (das noch vom Yopi Team autorisiert werden muss)
Los geht die CD mit Lore Of The Arcane einem ruhigen Gitarrestück. Nettes Intro. Dann folgen Riders Of The Storm und Heeding The Call,
beides Lieder, bei denen Hammerfall zeigen, dass sie wissen wie man gute Riffs schreibt. Viel unterscheiden sie sich dabei zwar nicht von anderen Metalgrößen wie Iron Maiden, aber man muss ja nicht immer was neues machen um gut zu sein. Bei Stonme Cold geht es dann wieder etwas ruhiger zur Sache. Nach dem eher unspektakulären Hero's Return folgt Legacy Of Kings, wohl eines der besten Lieder Band. Bei den Backing Vocals merkt man erste Schwächen, aber noch nicht so sclimm wie später bei A Legend Reborn.
Dannach folgt das Bass Solo, das mich ebenso wenig begeistern konnte wie die drei darauf folgenden Songs. Glory To The Brave ist eine ruhige Ballade, auf der Album Version mit Klavier und Akkustik - Gitarre. Das war live dann wohl doch etwas schwer umzusetzen.
Das darauf folgende Gitarren - Solo ist zwar ganz nett, aber nichts besonderes, ebenso wenig das darauf folgende Let The Hammer Fall.
Kommen wir zur zweiten CD, die mir persönlich besser gefällt:
Den Anfang macht Renegade, welches wohl eines der besten Hammerfall - Riffs überhaupt hat. Nach dem eher langweiligen Steel Meets Steel folgt Crimson Thunder, bei dem Joacim die Fans etwa 100 mal "Follow the sign of The Crimson Thunder" singen lässt. Eigentlich ein sehr guter Song, aufgrund dieses Teils aber doch eher fad zum anhören.
Dem durschnittlichen Templars Of Steel folgt das wahrscheinlich pop-mäßigste und zugleich auch erfolgreichste Lied Hearts On Fire. Wieder dürfen die Fans mitsingen, diesmal weiß Joacim aber wann genug ist.
Den Abschluss macht der Song Hammerfall.
Dann geht es in die Zugabe:
Alle drei hier gespielten Songs (siehe Tracklist) sind ein Wahnsinn. Wie schon erwähnt wurden sie Backing Vocals vor allem bei A Legen Reborn ziemlich verhaut.
Insgesamt war ich vom Schalgzeug ziemlich enttäuscht. Dadurch, dass es viel zu leise ist, geben die meiste Zeit die Gitarren den Rhytmus an. Neben den Backing Vocals hat auch Joacim beim Gesang einige Fehler reingehaut, die aber nicht so sehr stören.
Wie bei so ziemlich allen Live - Alben heutzutage wurde auch hier wieder nachbearbeitet, so wurden die Publikumsreaktionen verstärkt und Fehler halbwegs überdeckt. Was mir gut gefallen hat ist, dass die beiden Gitarren an einigen Stellen auf vershiedenen Seiten aufgenommen wurden (d.h. man hört Gitarre 1 beim linken Lautsprecher und Gitarre 2 beim rechten).
Ansonsten hätte ich es nett gefunden, wenn Joacim mit den Fans mehr in englisch statt in schwedisch gerädet hätte.
Auch wenn ich grundsätzlich nicht so auf True-Metal stehe und auch Hammerfall von ihrem Auftreten und ihren Texten (jaja, natürlich seid ihr die Ritter des Metals) eher lächerlich finde, gefällt mir One Crimson Night musikalisch doch sehr gut.
Hardcore - Fans besitzen die CD sowiso, für alle anderen ist es eine gute Möglichkeit um einen Überblick über die bisherigen Werke der Band zu bekommen, denn die Live - Versionen unterscheiden sich meist kaum von den Originalen.
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