Diesen Film "Lieber Frankie" habe ich vor einiger Zeit schon im Kino gesehen. Da er mir so gut gefallen hat, musste ich ihn mir gleich auf DVD vorbestellen.
Auch meinen Freundinnen hat dieser Film super gefallen.
Der Film dauert etwas über 100 Minuten.
Er kostet ungefähr 20 Euro, was ich gerade noch angemessen finde.
Regie führt Shona Auerbach.
Schauspieler:
Jack McElhone
Emily Mortimer
Mary Riggans
Sophie Main
Sharon Small u.a.
Mir war bisher keiner dieser Schauspieler bekannt.
Sie haben aber ihre Rollen sehr gut besetzt und es kamm alles sehr echt rüber.
Handlung:
In diesem Film geht es um einen 9-jährigen Jungen, der trotz Hörgerät so gut wie taub ist.
Er spricht im ganzen Film soweit ich mich erinnern kann auch nur an einer Stelle.
Diese Schäden hat er alle von seinem Vater, welchen seine Mutter verlassen hat.
Der Junge wohnt mit seiner Mutter und seiner Oma zusammen. Sie ziehen aber ständig um, da die Mutter Angst hat, der Vater könnte sie finden.
Der Sohn schreibt seinem Vater trotzdem sehr viele Briefe, welche aber nie bei diesem ankommen.
Die Mutter fängt alle Briefe ab und beantwortet sie unter dem Namen des Vaters.
Sie erzählt darin ihrem Sohn, dass der Vater auf einem großen Schiff übers Meer fährt, was allerdings gar nicht stimmt.
Doch eines Tages steht in der Zeitung, dass genau dieses Schiff in der Stadt, in der sie wohnen, anlegen wird.
Der Sohn macht sich sehr große Hoffnungen, dass sein Vater kommen wird und er ihn endlich wieder sehen kann.
Die Mutter gerät dadurch natürlich in Panik, weil sie Angst hat, dass der ganze Schwindel auffliegt.
Deshalb kauft sie sich einen Mann, der dem Sohn vorspielen soll, dass er sein Vater wäre.
Dies geschieht dann auch so. Der Junge wächst dem fremden Mann aber so zu Herzen und anders herum.
Auch zwischen der Mutter und dem Mann entwickeln sich Gefühle.
Der leibliche Vater des Jungens taucht im Film auch noch auf.
Das Ende wird natürlich nicht verraten.
Ich konnte mir im Kino nicht vorstellen, wie so eine verzwickte Geschichte trotzdem noch einigermaßen gut ausgehen könnte.
Aber der Schluss ist trotzdem sehr gut gelungen, wenn auch ein bisschen überraschend.
Fazit:
Im Film wird sehr oft deutlich, wie der taube Junge, der auch nicht spricht, oft darunter zu leiden hat.
Und dass es immer Menschen gibt, die ihn unterstützen, und solche, die ihn fertigmachen oder auslachen.
Hierbei handelt es sich um einen sehr gefühlvollen Film, der trotz der ganzen Probleme und Traurigkeiten an manchen Stellen humorvoll ist.
Die Filmmusik zu diesem Film hat mich ebenfalls umgehauen. Wunderschöne Melodien an genau den richtigen Stellen, sehr beeindruckend.
Ich glaub diese muss ich mir auch noch zulegen ;)
Auch die Landschaftsaufnahmen im Film sind sehr schön, diese Geschichte spielt nämlich direkt am Meer.
Wer auf so eine Art Filme steht, der sollte diesen Film auf jeden Fall mal anschauen.
Einer der besten Filme, die ich bis jetzt im Kino gesehen habe.
Mir gefällt dieser Film sehr gut aufgrund der Handlung, der Dramatik aber auch dem Humor.
Eine sehr schöne Geschichte
- wenn auch ein bisschen unglaubwürdig.
5 Sterne!!
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Sympathisches Kleine-Leute-Kino
ein Testbericht von Gemeinwesen2006-10-01 13:20:13vom 01.10.2006Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Text...Nachteile/Kritik: nix
"Doof" und "taub" - sprachgeschichtlich hängt das, wie wahrscheinlich bekannt ist, zusammen. Umso wichtiger ist es Mutter Lizzie (Emily Mortimer), dass ihre Zeitgenossen ihren gehörlosen Sohnemann Frankie nicht für doof halten.
"Lieber Frankie" - so beginnen die Briefe, die der Sohn der allein erziehenden Lizzie von seinem Vater bekommt. Der ist nämlich Seemann auf Großer Fahrt, und die dauert schon so lange an, dass Frankie (Jack McElhone) sich an seinen Erzeuger gar nicht mehr erinnern kann. Außerdem ziehen Mutter und Sohn so häufig um, dass ein Treffen von Angesicht zu Angesicht wohl einfach nicht möglich ist. So hält man Kontakt per Brief, und auf einer großen Weltkarte, die in Frankies Zimmer hängt, markiert der Junge den Kurs der "Accra", auf der der Vater um die Welt reist. Eine schöne Geschichte, nicht wahr? Klingt das nicht ein bisschen nach Pippi-Langstrumpf-Romantik, deren Vater "Negerkönig" auf Taka-Tuka ist?
In Wirklichkeit ist die Geschichte vom Seefahrer-Vater nichts weiter als ein frommes Märchen, ersonnen von einer Mutter, die dem Sohn so lange wie möglich die schreckliche Wahrheit ersparen möchte: Tatsächlich ist Emily bei Nacht und Nebel mit Sack, Pack, Sohn und Mutter (Mary Riggans) von zu Hause ausgezogen, und seitdem sind die drei permanent auf der Flucht vor Lizzies prügelndem Ehemann Davey (Cal Macaninch). Der scheint so schnell aber nicht locker zu lassen: Gerade hat man sich im neuen Wohnort akklimatisiert, da erscheint schon wieder eine dieser Suchanzeigen mit Emilys Bild in der örtlichen Zeitung - und schon heißt's wieder Koffer packen und mit unbeklanntem Ziel weiterreisen.
Diesmal hat's die kleine Drei-Generationen-Familie in ein kleines Küstenörtchen verschlagen, und noch bevor im Lokalblatt der gefürchtete Fahndungsaufruf erscheint, steht da noch etwas zu lesen, das bei Frankie für Herzklopfen sorgt: In Kürze wird im Hafen vor Ort die "Accra" anlegen. Woraus Frankie eigentlich nur schließen kann, dass das Schiff seines Vaters einen ganz plötzlichen Kurswechsel vollzogen hat, denn schließlich war im letzten Brief an den lieben Frankie ja noch die Rede davon, man nehme Kurs aufs Kap Hoorn. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt: Soll Lizzie die Karten auf den Tisch legen und Frankie die Wahrheit erzählen - oder soll sie das Spiel noch eine Weile weiterspielen ... ? Lizzie entschließt sich, nicht ganz uneigennützig, für Letzteres: Schließlich ist sie es, die Frankies Briefe weiterleitet und alle zwei Wochen die Antworten des Vaters von der Postlageradresse in Glasgow abholt - angeblich, denn natürlich steckt Lizzie selbst hinter den Briefen an den Sohn. Und dessen Antwortbriefe schätzt Lizzie sehr - nur so, sagt sie, könne sie die Stimme ihres Sohnes hören.
Was tun?
Frankie die Notlüge erzählen, der Käpt'n habe dem Vater keinen Landgang gewährt? Lizzie entscheidet sich für die Alternative, und die lautet natürlich: Ein Mann muss her! Lizzie vertraut sich der guten Seele der örtlichen Frittenbude an, in der sie seit kurzem jobbt, und tatsächlich weiß Mary (Sharon Small) Rat und verspricht, umgehend einen Stroh(see)mann zu organisieren. Die Bedingung: Die Sache ist, natürlich, rein geschäftlich, und deshalb möchte Lizzie auch gar nichts Näheres über den Vater-Kandidaten erfahren. Der ( Gerard Butler) stellt sich dann tatsächlich nicht einmal mit Namen vor und erscheint auch im Abspann einfach als "The Stranger". Der macht allerdings einen
ganz integren Eindruck, wird ergo von Lizzie für den Darsteller-Job der etwas anderen Art engagiert und Frankie und er fremdeln auch nicht erst lange herum, sondern verstehen sich, auch ohne viele Worte, von Anfang an ziemlich gut.
Klingt das nicht rührend?
Einige wenige kurze Male schlittert das Filmdebüt von Shona Auerbach (von der ich bisher noch nichts gehört hatte) zwar haarscharf am Kitsch vorbei, aber in Summe ist "Dear Frankie" ein Film, der sehr viel weniger klischeehaft ist, als er sich in einer Beschreibung wie der obigen zweifellos ausnimmt. Die Darsteller sind gut besetzt und überzeugen durch einfühlsames Spiel mit kleiner Geste, die geschmackvolle Musik ist gut ausgewählt (dank der gewissenhaft untertitelten DVD weiß ich jetzt, dass ich etwas von Arvo Pärt werde kaufen müssen) und angenehm zurückhaltend eingesetzt. Das Ende des Films fand ich zwar ein klitzekleines bisschen unbefriedigend, aber den positiven Gesamteindruck schmälert diese Petitesse nicht.
D i e _ D V D
Das Gleiche kann ich guten Gewissens von der DVD sagen: Bild und Ton sind gut, die restliche Ausstattung ist es auch. Kommentarfans können einen filmbegleitenden Kommentar der Regisseurin zuschalten; außerdem gibt's eine Reihe von geschnittenen Szenen zu bewundern, die der geneigte Zuschauer sich ebenfalls wahlweise mit oder ohne Anmerkungen der Regisseurin ansehen darf. Einen Trailer gibt's auch; die Interviews mit der Regisseurin und den Hauptdarstellern sind leidlich interessant, da es sich hierbei offensichtlich um für die Medien vorproduziertes Material handelt, das vor allem die Werbetrommel für den Film rühren soll.
Fazit: Wer das britische Kleine-Leute-Kino à la "The Full Monthy", "Brassed off" oder "Little Voice" mag, wird auch "Dear Frankie" bestimmt mögen.
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