Fangen wir mal mit einem Rätsel an. Wer oder was ist Veterano
a) ein untergroßer Bayer der gerne Moped und Ski fährt und auch guter Küche nicht abgeneigt ist (deshalb auch untergroß) ;-)
b) ein langjähriges Mitglied eines internationalen MCs
c) ein Weinbrand aus dem Hause Osborne
Die Lösung ist relativ einfach a, b und c ist richtig. Zu Punkt a schreibe ich nicht mehr, weil wir hier ja nicht in der offenen Kategorie sind und zu Punkt b habe ich einfach viel zu wenig Infos, dass ich einen Bericht über die Bikerszene schreiben könnte und möchte. Also bleiben wir bei Punkt c.
Die Firma Osborne wurde im Jahr 1772 von dem Engländer Thomas Osborne Mann in Cadiz gegründet. Zwischenzeitlich wurde der Teil der Firma welcher Sherry und Brandy erzeugt nach Jerez verlegt.
Jerez (gesprochen Cher-es) ist die Region in Andalusien (Region in Spanien) in der der berühmte Sherry produziert wird. Der Name Sherry kommt daher, da die Engländer, die früher nahezu süchtig nach dieser Art des Weines waren mit der Aussprache des Wortes Jerez ihr Problem hatten, und somit das Wort Sherry geboren wurde. Die Sucht nach Sherry hat auch den Ursprung der Lagerung von Scotch Whisky, da der Sherry in Fässern nach England geschickt wurde und in Schottland die Fässer knapp geworden sind. So verwendeten die Schotten die geleerten Sherryfässer. Aber lassen wir den Ausflug zum Whisky und kommen wir wieder zurück zum Brandy.
Fangen wir mal mit der Flasche an, hier fällt das gelbe Etikett mit der roten Schrift und dem schwarzen Stier auf. Dieser Stier dürfte jedem schon begegnet sein, der in Spanien Urlaub gemacht hat, wenn auch in anderen Dimensionen. Diese Werbestiere, welche in ganz Spanien verteilt sind, sind geschaffen worden als Werbefigur für den Brandy und haben absoluten Kultstatus. Aber wer mehr darüber erfahren will, soll mal im web unter www.veterano.de schauen, das ist die Homepage von Osborne (nicht von mir) und da gibt es einen eigenen Punkt für den Stier. Ferner fällt noch das Markenzeichen „Brandy de Jerez“ auf, welches nur Weinbrände aus dieser Region tragen dürfen und das Wort Solera. Dieses Wort erkläre ich später.
Die Farbe ist ein satter Bronzeton und ist eigentlich überraschend, da die Lagerungsdauer vom Veterano eigentlich nicht auf so eine dunkle Farbe schließen lässt (vielleicht wurde da etwas nachgeholfen). Nach der Homepage ist das Durchschnittalter älter als 6 Monate, allerdings dürfte nicht viel mehr sein, denn Zeit ist bekanntlicherweise Geld. Bei dem Brennverfahren handelt es sich um einen so genannten Zweifachbrand. Zuerst wird Wein, welcher aus der Airén-Traube gewonnen wurde, einmal gebrannt und dieses niedrigprozentige Destillat wird ein zweites Mal gebrannt. Der zweite Brand ergibt dann ein hochprozentiges Destillat welches dann zum reifen in Eichenfässer abgefüllt wird, in welchen vorher für 4 Jahre Sherry gelagert wurde. Osborne hat bei der Lagerung ein besonderes System (wie auch die anderen Brandy Produzenten aus Jerez), welches sich das Soleralagerung nennt. Hier liegen mehrere Fassreihen in den Lagerhäusern übereinander und von den oberen Reihen wird in die unteren abgefüllt und somit vermischt sich länger gelagerter Brandy mit jüngeren. Der
Inhalt der Fässer der untersten Reihe wird dann in Flaschen abgefüllt. Dieses Verfahren wird auch bei der Sherryherstellung verwandt. Zur Destillation fehlt nur noch der Hinweis, dass Osborne eine Kupferdestille verwendet, welche mit Holz (Steineiche) beheizt wird. Kommen wir aber nun zum Wesentlichen, zur Verkostung.
Bei der Verkostung unterscheide ich, wie auch bei meinen Whisky-Berichten unter zwei verschiedenen Gläsern, allerdings dieses mal handelt es sich Gläser für Weinbrände.
1. Das Rosenthal Studioline Weinbrand Glas Form: die klassische Cognacschwenker Form, also nahezu kugelförmig mit einen Stil dran
2. Das Riedel Sommeliers Cognac XO Glas (ich weiß es gibt von Riedel auch ein entsprechendes Brandyglas, aber man muss ja nicht alles haben und es ist auch kein riesiger Unterschied) Form: tulpenförmig nach oben verjüngend
1.1 Duft: deutlich Alkohol, fruchtige Note, etwas Vanille
1.2 Geschmack: milde Süße mit Aromen wie Rosinen und andere Dörrfrüchte
1.3 Abgang: lang und sehr weich, wie ein Oloroso Sherry jedoch geschmacklich nicht ganz so intensiv,
2.1 Duft: weich, erinnert an Sherry (fino), leichte Note von Dörrpflaumen
2.2 Geschmack: sehr mild, wie Dessertwein mit entsprechender Süße,
2.3 Abgang: sehr lang, süß mit einem gigantischen Sherryaroma (Oloroso)
Meine Empfehlung ist hier das Riedelglas, die die Aromen besser zur Geltung kommt.
Ich habe die Flasche Veterano bei Toom für EUR 8,88 gekauft und dieser Preis ist für diesen hochwertigen Brandy absolut günstig. Hier kann man wirklich von hoher Qualität zum kleinen Preis reden. Der Veterano ist der günstigste Brandy aus dem Hause Osborne und auch der meist verkaufte, jedoch sind die älteren und höherwertigen Brüder auch einen Versuch wert. Geschmacklich liegt er deutlich über den in dieser Preisklasse angebotenen Weinbrände, allerdings stecken die anderen Firmen mehr Geld in die Werbung.
Fazit: bei dem Preis kann man nicht viel verkehrt machen, das einzige was wirklich billig wirkt, ist der Schraubverschluss, allerdings darf man in der Preisklasse nichts anderes erwarten. Zum Abschluss wieder der Hinweis Alkohol ist ein Genussmittel, allerdings nur in vernünftigen Dosen. Zuviel ist ungesund.
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El camarero de Sr. todavía uno complacer
ein Testbericht von darkunit2002-07-24 13:00:48vom 24.07.2002Empfehlung: ja
Auf unserer Europatour vor 2 Jahren haben wir sämtliche Osborne Produkte ausgiebig getestet. So waren wir in Porto (Portugal), um uns durch den Portwein zu kosten. Er war gut glaubt mir...
Nur als wir dann mit unseren Kartönchen bepackt wieder raus kommen aus dem Weinkeller, hat uns die Sonne umgehauen. Ab ins Auto und erst mal ausruhen, dabei hatten wir nur ganz wenig gekostet, es ist wirklich erstaunlich welch durchschlagenden Erfolg Alkohol in der Mittagshitze hat. Aber zum Glück waren wir auch schnell wieder nüchtern...
Nun wollte ich ja über den Osborne Brandy erzählen, doch
(`*•.¸_ Brandy, was ist das _¸.•*´)
Für „Brandy de Jerez“ so wurden wir aufgeklärt, werden ausschließlich feinste Weindestillate verwendet, die mindestens 10 Jahre und länger in ehemaligen Sherryfässern reifen. Sein Alkoholgehalt liegt immer zwischen 36 und 40,5 Vol.-Prozent und wie man ihn trinken möchte, sollte, kann, liegt an Jedem selbst. Der Eine mag ihn lieber pur nach dem Essen, der nächste auf Eis oder als Cocktail und Longdrink.
Die Silhouette des schwarzen Osborne-Stiers ist zweifellos sein spanisches Markenzeichen. Überall in Spanien, wenn man durch die Landschaft fährt, immer wieder steht auf einer Anhöhe ein Stier und erinnert an Osborne. Ursprünglich war er wohl mal eine simple Werbetafel für die Brandymarke Veterano. Nun gehört er untrennbar zur Landschaft Spaniens und ist nicht mehr wegzudenken.
Ich denke gerade der Osborne Veterano Brandy de Jerez ist einer der beliebtesten spanischen Brandys und ich denke auch in Deutschland. Wir decken uns immer in Spanien ein, da er dort die Literflasche nur 5-6€ je nach Supermarkt kostet um ihn dann zu Hause in Urlaubserinnerungen schwelgend zu genießen.
Ehrlich gesagt es ist noch gar nicht lange her, da habe ich mich standhaft geweigert auch nur zu probieren, schließlich wollte ich nicht aus den Latschen kippen oder Feuer spucken lernen und nur durch einen Zufall im Urlaub habe ich dann doch mal genippt und gestaunt das man dieses braune Zeugs trinken kann. Er hat einen weichen, milden Geschmack und ist trotzdem sehr aromatisch.
Nie hätte ich gedacht, dass er so gut schmeckt und mittlerweile haben wir natürlich die tollsten Longdrinkrezepte ausprobiert und sind begeistert, aber ich muss sagen so ein klitzekleiner nach einem üppigen Mahl tut mir echt gut. Zumindest bilde ich mir ein mich dann schon wieder bewegen zu können...
Übrigens ein original Lumumba wäre ohne einen Osborne gar nicht möglich. In spanischen Diskos wird er sogar ausgeschenkt und dort ist das Mischungsverhältnis noch ein bisschen heftiger.
(`*•.¸_ Unser Lumumba- Rezept_¸.•*´)
4 cl Brandy in ein Highballglas, mit Kakao auffüllen
1 EL geschlagene Sahne als Häubchen aufsetzen und mit Kakaopulver bestreuen.
Ich mag Kakao sowieso sehr gern, deshalb schmeckt der Lumumba mir besonders gut. Er schmeckt erfrischend und doch würzig fast ein bisschen scharf. Man kann das Ganze noch variieren mit 3 cl Creme de Cacao Braun und nur 2 cl Weinbrand, eiskalter Milch und geriebener Schokolade.
Und wenn es draußen knackig kalt ist, versucht das Ganze mal mit heißen Milch, einfach lecker, da wird euch warm ums Herz...
(`*•.¸_Osborne
Brandy Alexander _¸.•*´)
4 cl Osborne Veterano
2 cl Crème de Cacao Braun
3 cl Sahne
Schön mit Eiswürfeln im Shaker schütteln und danach abseihen und mit Muskat verfeinern.
(`*•.¸_Osborne Brandy Sour _¸.•*´)
5 cl Osborne 103 oder Veterano
3 cl Zitronensaft
2 cl Zuckersirup
Wieder mit Eis im Shaker schütteln, abseihen und mit Cocktailkirsche garnieren.
(`*•.¸_Osborne Brandy Longdrinks _¸.•*´)
4 cl Osborne Brandy
8 cl Orangensaft, Cola, Energydrinks, Maracujasaft, Schweppes Bitter Orange
Auf Eis im Longdrinkglas servieren.
(`*•.¸_Osborne Brandy Cooler _¸.•*´)
6 cl Osborne Veterano
2 cl Limetten- oder Zitronensaft
12 cl Ananassaft
Wieder mit Eis im Shaker schütteln, abseihen und mit einer Limetten- oder Zitronenscheibe und Cocktailkirsche garnieren.
So und wer jetzt immer noch nicht genug hat, der soll ihn einfach mal probieren, ob mit simpler Cola, als Lumumba mit Fruchtsäften oder pur, der Möglichkeiten gibt es viele nur ist es immer Geschmackssache. Ich dachte jedenfalls immer er ist scharf wie ein brauner Schnaps und muss sagen mir schmeckt er weil sein Aroma so mild ist. Und wenn der Sonntagsbraten wieder mal besonders gut war, dann war ein Schlückchen Osborne Brandy mit dran. Mir schmeckt er, aber wie mit jedem Alkohol natürlich nur in Maßen, denn wenn dann will ich genießen...
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