Gegensätze ziehen sich bekanntlich& nbsp;an. Und weil Missionarin Rose Sayer (Katharine Hepburn)  ;und Dampferkapitän Charlie Allnut& nbsp;(oscarprämiert: Humphrey Bogart)&nb sp;gegensätzlicher kaum sein könnte n, knistert’s zwischen den bei den ganz gewaltig.
Bis aus dem ungleichen Paar wirklich ein Paar wird, vergehen allerdings gute 100 Minuten. 100 Minuten, wohlgemerkt, die in die Filmgeschichte eingegangen sind. John Hustons Film aus dem Jahr 1951 ist ein echter Klassiker, den ich immer wieder gern sehe. Die für die Entstehungszeit des Films typischen Rückprojektions-Tricksereien wirken heute zwar ziemlich angejahrt, davon abgesehen hat „African Queen“ das gute halbe Jahrhundert seit seiner Premiere aber gut überdauert.
Die „African Queen“ ist das Postschiff, mit dem Kapitän Charlie Allnut den Ulanga befährt. Der Ulanga liegt in Ostafrika. Genauer gesagt: In Deutsch-Ostafrika, denn wir befinden uns am Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Deutschen haben der Welt gerade den Krieg erklärt, und das bleibt auch nicht ohne Folgen für Missionarin Rose und ihren Bruder Samuel (Robert Morley). Der Reverend und seine etwas altjüngferliche Schwester haben sich der Aufgabe verschrieben, das Wort Gottes noch in die entlegensten Winkel des Schwarzen Kontinents zu tragen. Damit haben sie leidlich guten Erfolg, bis eines Tages die Deutschen über den Weiler herfallen, in dem Rose und Samuel ihre Zelte aufgeschlagen haben, die Missionsstation nebst angegliederter Schule mit preußischer Gründlichkeit niederbrennen und sämtliche Einheimischen verschleppen – ein Rückschlag, von dem Samuel sich nicht mehr erholen wird.
Kaum hat Rose den Bruder zur letzten Ruhe gebettet, kreuzt der raubeinige Dampferkapitän Allnut auf. Es gelingt ihm, Rose davon zu überzeugen, dass sie ihres Lebens vor Ort nicht mehr sicher ist: Besser, er schippert die allein stehende Dame zurück in die Zivilisation.
Gesagt, getan. Rose schifft sich auf der „African Queen“ ein (nein, das ist keine Umgangssprache – das ist Seemannssprache, Deibel noch eins!), und gemeinsam tuckert man auf der „African Queen“ flussabwärts. Schnell wird offenbar, wie verschieden der Käpt’n und sein Passagier sind. Mister Allnut ist nicht nur wenig bibeltreu, sondern außerdem dem Gin sehr zugetan – beides missfällt der frommen Organistin Rose natürlich sehr. Als der trinkfeste Allnut sich mal wieder die benötigte Bettschwere aus der Buddel verschafft, lässt die resolute Rose Allnuts Schnapsvorräte kurzerhand über Bord gehen. Als der Verkaterte erwacht, bekommt er gerade noch mit, wie Rose den Inhalt der letzten Flaschen ins Flusswasser des Ulanga gluckern lässt.
Nur gut, dass die Passage flussabwärts so gefährlich und mühselig ist. Für private Reibereien lassen die äußeren Umstände einfach nicht viel Raum. Und was könnte wohl besser zusammenschweißen als Stromschnellen, die man gemeinsam durchschifft, böse Deutsche, deren Gewehrfeuer man gemeinsam entkommt und Schwärme bluthungriger Mücken, denen man gemeinsam davondampft … ? Die spröde Rose blüht langsam auf, und der verlotterte Dampfschiffer Charlie entdeckt plötzlich wieder, wie angenehm sich frische Hemden und Nassrasuren anfühlen können.
Am Ende der gefahrvollen Reise gelingt den dreien dann noch ein ganz besonderes Husarenstück. Moment – „den dreien“? Natürlich – schließlich heißt der Film nicht umsonst „African Queen“!
Die deutschsprachige DVD-Ausgabe wird dem Klassiker leider ganz und gar nicht gerecht. Ton und Bild sind zufrieden stellend, mehr aber auch nicht; und angesichts der Tatsache, dass Cineasten in den USA, in UK und in Frankreich sich über remasterte Special Editions freuen dürfen, die neben dem eigentlichen Film auch
noch zusätzliche Schmankerl bieten, verpufft ein großer Teil der Freude über die deutsche Veröffentlichung.
R e s ü m e e
Leider ist die DVD-Behandlung, die die „African Queen“ hierzulande erfahren hat, einer Königin ganz und gar nicht würdig. Fans sind einmal mehr gut beraten, zum Import aus US, UK oder Frankreich zu greifen.
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Abenteuer auf der "African Queen"
ein Testbericht von Wagnerianer19792011-09-11 18:58:21vom 11.09.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Besetzung...Nachteile/Kritik: Etwas simple Story, Ausstattung der DVD
Regie-Altmeister John Huston (von ihm stammen u.a. auch die Klassiker Die Spur des Falken, 1941, Gangster in Key Largo, 1948, und Der Seemann und die Nonne, 1957) verfilmte mit The African Queen (1951) einen Abenteuerroman des englischen Autors C.S. Forester. Gedreht wurde der Abenteuerfilm in Uganda, dem (damaligen Belgisch-) Kongo sowie in britischen Studios.
Handlung
Deutsch-Ostafrika (heute: Tansania), September 1914: Der Kanadier Charles Allnutt (Humphrey Bogart), ein ehemaliger Minenmaschinist, befährt mit seinem Dampfboot "African Queen" den Fluss Ulanga. Bei einer seiner Fahrten bringt er dem englischen Missionar Samuel Sayer (Robert Morley) und dessen Schwester Rose (Katherine Hepburn) ihre Post und informiert sie über den Kriegsausbruch in Europa. Kurz darauf tauchen deutsche Kolonialtruppen auf und brennen das Dorf, wo die Sayers missionieren, nieder. In geistiger Umnachtung stirbt Samuel, und Allnutt nimmt Rose auf seinem Boot mit. Rose und Allnutt sind sehr verschieden: Sie ist religiös, patriotisch und zugeknöpft, Allnutt dagegen ein profaner Trinker, eher egoistisch und hemdsärmelig. Dennoch überredet Rose Allnutt, die Reise fortzusetzen, und das obwohl auf dem Weg ein deutsches Fort und gefährliche Stromschnellen warten und außerdem der See an der Mündung des Flusses vom deutschen Kanonenboot "Luise" bewacht wird.
Einschätzung
Zunächst muss gesagt werden, dass die Story - dem zugrunde liegenden Abenteuerroman geschuldet - ziemlich voraussehbar und nicht besonders komplex ist. Dies betrifft auch die Interaktion der beiden Hauptfiguren. Zwar ist deren Annäherung durchaus aus der Handlung nachvollziehbar - trotz ihrer gegensätzlichen Charaktere müssen sie zusammenarbeiten, um zu überleben und bestehen dadurch mehrere "Prüfungen" -, aber diese Entwicklung ist relativ rasch absehbar. Darüber hinaus sind die Deutschen überaus undifferenziert dargestellt und übernehmen im Grunde nur die aus vielen Kriegsfilmen bekannte Rolle der Klischee-Bösewichter. Aus heutiger Sicht sehen daneben die Studioaufnahmen vereinzelt etwas improvisiert aus. Wovon der Film letztlich lebt und was ihn zum Klassiker macht, ist die Besetzung: Die beiden Legenden Katherine Hepburn und Humprey Bogart haben in den vielen, eher an Theater erinnernden gemeinsamen Szenen mehr als ausreichend Gelegenheit, ihre schauspielerischen Stärken unter Beweis zu stellen und vermitteln dabei eine außergewöhnliche Chemie im Zusammenspiel. Bogart wurde für seine Leistung mit dem Oscar belohnt.
Wenig Vergnügen bereitet allerdings die Ausstattung der DVD: Es gibt kein wirkliches Zusatzmaterial zum Film oder zu den Hauptakteuren. Die Filmographien bestehen nur aus willkürlich ausgewählten (und kurzen) Titellisten, während ich mir außerdem keinen von den in den Trailern vorgestellten Filmen ansehen würde. Insgesamt reicht es bei dieser DVD nur für ein "durchschnittlich".
Angaben zur DVD
Regionalcode: 2
Bildformat: 4:3
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono); Englisch (Dolby Digital Mono 2.0), mit nicht ausblendbaren deutschen Untertiteln
Specials: Trailer (Tango, East is East, Marlene; Filmographien (Bogart, Katherine Hepburn, Peter Bull)
Laufzeit: ca. 100 Minuten
ein Testbericht von autobus57692006-12-11 09:29:15vom 11.12.2006Empfehlung: ja
Vorteile: lies gut...Nachteile/Kritik: lies gut
Hallo zusammen,
heute möchte ich mal wieder über eine DVD schreiben. Der heute Film heisst African Queen. Ich habe diese DVD uns in der Bücherrei ausgeliehen.
über die DVD:
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Bild: Vollbild 1.33:1
Ton: Deutsch: deutsch und englisch in: mono
Untertitel: deutsch (nicht ausblendbar)
Menü:
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Das Hauptmenü ist ganz nett gestaltet. Es hat ein kurzes Intro. Danach hat man dann keine Animation mehr. Aber die weiteren Untermenüs sind musikalisch untermalt. Toll finde ich die Kapitelauswahl kleine Mini-Trailern sind. Ein Booklet ist nicht vorhanden.
Schauspieler:
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Charlie Allnut
~ Humphrey Bogart
Rose Sayer ~ Katherine Hepburn
Reverend Samuel Sayer ~ Robert Morley
Kapitän der Luisa ~ Peter Bull
Inhalt:
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Während des Ersten Weltkriegs versorgt der Alkoholiker Charlie Allnut mit seinem Dampfschiff African Queen die ostafrikanischen Dörfer mit Post und Lebensmittel. Doch dann trifft er in einem von Deutschen zerstörten Missionarsdorf die Methodistenschwester Rose auf. Er verliebt sich sofort in sie. Und Rose kommt auf einen komischen Plan. Sie will mit der African Queen das deutsches Kriegsschiff Luisa bombardieren. Charlie ist davon nicht ganz begeistert, doch die Verliebtheit siegt und er will den Plan mit ihr umsetzen. Das auf dem Weg einige Gefahren wie Stromschnellen auf sie zu kommen, stört sie nicht. Auch nachdem Soldaten sie angreifen und sie auf Blutegel treffen, scheint ihr Plan aufzugehen.
Meinung:
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Inhalt:
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Humphrey Bogart hat ja schon in vielen Filmen mitgespielt. Er spielt ja hier den Alkoholiker. Und bekam auch für diese Rolle seinen ersten Oscar. Von den schauspielern war der Film echt klasse, da kann man wirklich nicht meckern. Vom Inhalt finde ich den Film auch ganz gut. Es ist kein typischer Wetkriegsfilm, wo die massen gegeneinander kämpfen. Mit einem Versorgungsschiff ein Kriegsschiff anzugreifen ist schon sehr mutig.
Ton:
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Das der Ton in Mono ist, finde ich sehr schade. Es kommt keine Räumliche Atmosphäre auf. Dennoch ist die Tonquali ganz gut, denn man hört weder ein rauschen noch dieses lästig knacken, was man oft hat bei alten Filmen. Das man die deutschen Untertitel im Original nicht ausstellen kann, finde ich blöd.
Bild:
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Naja, das bild müsste überarbeitet werden, aber so schlecht ist es gar nicht, wenn man überlegt das der Film schon über 40 Jahre alt ist. Teilweise sind die Farben sehr kräftig und natürlich. Teilweise treten extreme Farbschwankungen auf, das war nmicht so toll beim sehen. Der Kontrast ist auch nicht optimal. Man hatt aber dafür sehr wenig Pixel.
Extras:
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Das Bonusmaterial war ja voll blöd. Man hat den Trailer zu Marlene, East is East und Tango auf die DVD gepackt. Diese gehen alle drei an die 2 Minuten. Die Graphien hat man über Hepburn, Bogart und Peter Bull gemacht. Diese sind aber ziemlich knapp gehalten undf eigentlich nicht erwähnenswert.
ein Testbericht von philippspecht2006-08-18 09:55:17vom 18.08.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Bogart, Hepburn, Aufnahmen...Nachteile/Kritik: Drehbuch, altbackenes Thema
African Queen:
Produktion: USA 1951
Länge: 105 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Regie: John Huston
Romanvorlage: C. S. Forrester
Darsteller
# Humphrey Bogart: Charlie Allnut
# Katharine Hepburn: Rose Sayer
# Robert Morley: Pastor Samuel Sayer
# Peter Bull: Kapitän der Louisa
Zur DVD:
Es gibt keine nennenswerten Specials auf dieser DVD.
Die enzigen Zusatzfunktionen sind Filmografien der Darsteller Humphrey Bogart, Katherin Hepburn und Peter Bull. Außerdem gibt es zu jedem dieser drei Personen eine sehr kurze Biografie. Schließlich kann man noch einige Filmtrailer anderer Filme ansehen. Es gibt kein Making of oder andere Kommentare zu dem Film.
Auch in Bezug auf die
Tonspuren und Untertitel ist diese DVD ausgesprochen spartanisch ausgerüstet. Es gibt nur eine deutsche und eine englischsprachige Tonspur. In der englischen Tonspur werden gleichzeitig deutsche Untertitel gezeigt, die nicht ausblendbar sind. Auch sonst gibt es keine weiteren Untertitel und man kann auch keine englischsprachigen Untertitel nutzen. Die Bildqualität ist in Anbetracht des Alters des Filmes akzeptabel, die Tonqualität läßt jedoch zu wünschen übrig.
Zum Inhalt des Filmes:
Rose Sayer (Katherin Hepburn) und Ihr Bruder (Robert Morley) führen zur Zeit des ersten Weltkrieges eine Missionsstation in Afrika. Sie sind weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Nur der Charlie Allnutt (Humphrey Bogart) und sein Schiff African Queen sind die Verbindung der Station zu Versorgung und Nachrichten. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges wird die Station von den Deutschen zerstört und Rose bleibt alleine in der Station zurück. Zusammen mit Charlie Allnut und der African Queen fliehen die beiden und machen sich auf, das strategisch wichtige Kanonenboot Luisa der Deutschen Wehrmacht zu versenken. Dabei lernen sich der linkische Charlie und die altjüngferliche Rose immer besser kennen und lieben. Gemeinsam überwinden sie alle die Schwierigkeiten und schaffen es am Ende tatsächlich, ihren verrückten Plan umzusetzen.
Kommentar:
Dies ist ein handwerklich guter Film, für den Humphrey Bogart mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Trotzdem muss ich sagen, dass der Film mich nicht sehr tief beeinfdruckt hat. Es ist eine nett erzählte Geschichte über zwei Menschen, die über eine gemeinsame Mission zueinander finden und sich verlieben. Humphrey Bogart und Katherin Hepburn liefern eine solide Vorstellung ab, und interpretieren Ihre Rollen entsprechend der Erwartungen und Konventionen der 50er Jahre. Aber das Drehbuch gibt einfach keine Geschichte her, die mich über die Dauer des Filmes hinaus beschäftigen konnte. Dazu ist die Geschichte auch einfach zu geradlinig und absehbar und folgt den Erwartungen der 50er Jahre an einen Beziehungsfilm. Die Schwäche an dem Film ist, dass sich ein großer Teil der Konventionen von damals einfach überlebt hat. Wenn man sich daran nicht stört, ist dies ein netter Film für einen Filmabend ohne weiteren Hintergrund, den man wegen der schönen Aufnahmen und der z.t. immer noch sehr ansehnlichen Bilder der afrikanischen Flußlandschaft immer noch mit Genuß sehen kann.
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Leseratee, 20.09.2006
Ein uralter aber liebenswerter Klassiker. Alleine die beiden Hauptdarsteller sind es schon Wert, sich diesen Film anzuschauen, auch wenn seit der Filmerstellung bereits einige Jahrzehnte ins Land gegangen sind. Gruss Leseratee.
whitejunglehb1, 18.08.2006
Nach dem Ich den Bericht gelesen haben gebe ich dir für diesen Bericht ein Sehr Hilfreich.Alle Infos sind enthalten und dein Bericht lässt sich seher gut Lesen.
Miss_Piper, 28.08.2006
Den hab ich immer wieder gern gesehen ... jetzt aber schon seit ein paar Jahren nicht mehr.