Blueprint Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 3.8 von 5
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
interessantes Thema, das auf psychologischer Ebene verdeutlicht wird, keine Science Fiction Elemente, hervorragende Hauptdarstellerin, wunderschöner Soundtrack, traumhafte Landschaftsaufnahmen von Kanada
Regt zum Nachdenken an
Franke Potente
Thematik
interessantes Thema, spannend bis zum Schluß
aktuelles Thema, regt zur Diskussion an, zwängt dem Zuschauer keine Meinung auf
Nachteile/Kritik
kleinere Längen, starke Veränderungen gegenüber dem Buch
Nicht ab 12
Umsetzung
teilweise unglaubwürdig theatralisches Verhalten von Siri
Tiefgang fehlt, filmisch gesehen kein Meisterwekr, schwache DVD - Ausstattung
ein Testbericht von linnie2005-03-23 17:49:12vom 23.03.2005Empfehlung: ja
Vorteile: interessantes Thema, das auf psychologischer Ebene verdeutlicht wird, keine Science Fiction Elemente, hervorragende Hauptdarstellerin, wunderschöner Soundtrack, traumhafte Landschaftsaufnahmen von Kanada...Nachteile/Kritik: kleinere Längen, starke Veränderungen gegenüber dem Buch
Aus welchen Gründen „zeugt“ man ein Kind, wenn man es aus seiner eigenen DNA erschaffen lässt? Nicht aus Liebe zu jemand anderes, sondern aus Liebe zu sich selbst...?!
** Der Inhalt
Der Film beginnt in naher Zukunft in Kanada, wo Siri Sellin Waipitis fotografiert und einen Mann anfaucht, weil er mit lauter Musik die Tiere verschreckt hat. Greg Lucas ist sofort fasziniert von Siri, auch wenn sie ihn angeschnauzt hat. Er will wissen, wer sie ist, erfährt aber nur, dass sie sehr menschenscheu ist und zurückgezogen lebt. Doch er gibt nicht auf und besucht sie, um ihren Generator zu reparieren. Die beiden lernen sich etwas näher kennen, aber Siri hat andere Probleme, denn ihre Mutter liegt im Sterben und möchte Siri wiedersehen...
Ein Zeitsprung bringt uns 20 Jahre zurück in die Vergangenheit. Hier möchte Iris Sellin, eine berühmte Konzertpianistin, ihr Talent und ihre Musikalität für die Ewigkeit bewahren, denn sie hat Multiple Sklerose und weiß nicht, wie lange sie noch wird konzertieren können. Der berühmte Wissenschaftler Dr. Fisher hilft ihr dabei, einen Klon von ihr zu erschaffen. Die beiden schließen einen Pakt, da Klonen von Menschen illegal ist und keiner davon erfahren soll.
Als Kindermädchen zieht Daniela Hausmann mit ihrem dreijährigen Sohn Janeck, der später Siris bester Freund werden wird, bei Iris ein. Iris bringt ihre Tochter Siri zur Welt und erzieht sie bereits in jungen Jahren zu einer kleinen Konzertpianistin. Siri ist das Abbild ihrer Mutter und beherrscht das Klavier mindestens genauso gut. Niemand schöpft Verdacht über Siris wahre Herkunft, nur Iris’ Manager äußert bei einer Gelegenheit Kritik an Iris’ Erziehungsmethoden. Dr. Fisher drängt immer mehr darauf, die kleine Siri häufiger sehen und untersuchen zu können, um feststellen zu können, ob sein Experiment gelungen ist. Doch dies verweigert Iris ihm und schläft als Gegenleistung schließlich mit ihm, um sein Stillschweigen zu erkaufen.
Doch eines Tages geht Dr. Fisher mit seinen Neuigkeiten an die Öffentlichkeit und präsentiert Siri als den ersten menschlichen Klon der Welt. So erfährt die 13jährige Siri aus der Presse von ihrer wahren Identität und bricht völlig zusammen.
Wird Siri ihrer Mutter verzeihen können? Kehrt sie nach Deutschland zu ihrer Iris zurück, um diese vor ihrem Tod nochmals zu sehen? Was hat sie überhaupt dazu bewogen, nach Kanada auszuwandern?
** Cast & Crew
Franka Potente: Iris Sellin/ Siri Sellin
Ulrich Thomsen: Dr. Martin Fisher
Hilmir Snaer Gudnason: Greg Lucas
Katja Studt: Daniela Hausmann
Justus von Dohnanyi: Thomas Weber
Wanja Mues: Janeck Hausmann
Ole Puppe: Kristian
Rita Leska: Frau im Store
Nina Gummich: Siri (8 Jahre)
Karoline Teska: Siri (13 Jahre)
Woody Mues: Janeck (10 Jahre)
Hendrik Duryn: Notarzt
Regie: Rolf Schübel
Drehbuch: Claus Cornelius Fischer
Musik: Detlef Friedrich Petersen
Produzentin: Heike Wiehle-Timm
FSK: ab 12 Jahren
Dauer: 113 Minuten
Nach dem Roman „Blueprint – Blaupause“ von Charlotte Kerner
** Kritik
Um ehrlich zu sein, war ich sehr skeptisch, als ich gelesen habe, worum es in diesem Film geht, denn zum Thema „Klonen“ hatte ich sofort den schlechten Film „6th day“ mit Arnold Schwarzenegger vor Augen, der sich bereits dieses Themas angenommen hatte, aber die Namen Franka Potente und Rolf Schübel
(„Gloomy Sunday“) haben mich schließlich doch dazu bewogen, mir diesen Film anzusehen und darüber bin ich wirklich froh.
Blueprint ist nahezu frei von Science Fiction-Elementen, wenn man absieht von einem modernen Kommunikationsgerät, das Telefon und PC in einem darstellt. Stattdessen erzählt der Film die Geschichte von einer Mutter, die sich selbst neu erschaffen will und dies mit Hilfe ihrer geklonten Tochter erreichen will. Franka Potente liefert eine überzeugende Leistung ab, denn sie spielt in einer Doppelrolle Iris und Siri Sellin, die zwar beide eine Leidenschaft für das Musizieren hegen, aber dennoch vom Typ her völlig unterschiedlich sind. Siri lebt zurückgezogen in den Wäldern Kanadas, während Iris immer kränker und älter wird, aber dennoch nichts von ihrem Stolz verliert. Besonders interessant sind die Szenen, in denen sich Mutter und Tochter gegenüberstehen und man direkt sieht, wie unterschiedlich Franka Potente sich darstellen kann. In Siris Augen sieht man in diesen Szenen oft Hass und Verachtung ihrer Mutter gegenüber, während Iris ihr schwach und krank, fast voller Verzweiflung, ihrer Tochter gegenübersitzt. Aus den doch so gleichen Personen sind also doch unterschiedliche Persönlichkeiten geworden. Auch die anderen Darsteller sind gut gewählt, auch wenn sie neben Franka Potente zu kleinen Nebendarstellern verkommen, zu erwähnen sind aber die beiden kleinen Siris, die Franka Potente in der Tat recht ähnlich sehen. Verblüffend fand ich auch die Ähnlichkeit zwischen den beiden jungen Ausgaben der Siri, denn ich habe kaum gemerkt, dass die Schauspielerin ausgetauscht wurde. Bemerkenswert fand ich die Mimik der 13jährigen Siri, als sie das erste gemeinsame Konzert mit der Mutter spielt und während des gesamten Konzertes aussieht, als ob sie gleich überkochen würde vor Wut, aber dennoch ihre Fassade aufrechterhalten kann. Hier zeigt auch die kleine Karoline Teska ihre schauspielerischen Fähigkeiten.
Unterlegt ist der Musik von einem wunderbaren Soundtrack von Detlef Petersen (der unter anderem den Soundtrack zu „Gloomy Sunday“ geschrieben hat). Auf der offiziellen Filmhomepage sind kleine Hörproben vorhanden, die einen guten Eindruck in die Filmmusik geben, empfehlen kann ich hier von Dana Glover „The truth lies“, außerdem gibt es den Soundtrack zur Zeit als Doppel-CD für 13,99 Euro bei amazon.de.
Blueprint ist ein stiller Film mit leisen (Klavier-)Tönen, der in wunderbarer Weise die Beziehung zwischen Mutter und geklonter Tochter zeichnet und dem Zuschauer Einblicke gewährt in die Gefühlswelt eines Mädchens, das im Alter von 13 Jahren aus der Presse erfährt, dass ihre eigene Mutter sie hat klonen lassen. Der Film nimmt sich dem Problem des Klonens an, ohne die gesundheitlichen Probleme des Klons oder die mit dem Klonen verbundenen Gefahren in den Vordergrund zu stellen, stattdessen zeigt er die möglichen seelischen Probleme auf, die der Klon bekommen könnte. Denn schließlich ist ein Klon ja nur die Kopie eines anderen Menschen, kein eigener Mensch. Wie fühlt man sich, wenn es einen schon gibt? Und man selbst als „unscharfer Blueprint (Blaupause)“ der Mutter bezeichnet wird? Kann man dann noch ein eigenständiger Mensch sein? Und was, wenn man auch noch bewusst als Kopie der Mutter herangezogen wird?
Beeindruckend fand ich auch die Szene, in der sich Siri mit einem Messer einen Leberfleck aus dem Gesicht schneidet, den ihre Mutter an genau der gleichen Stelle besitzt. Hier versucht sie verzweifelt, die Ähnlichkeiten mit ihrer Mutter zu entfernen, um endlich eine eigene Persönlichkeit werden zu können, denn während des gesamten Filmes wird immer deutlicher, dass Siri sich lediglich als Kopie ihrer Mutter sieht und daher immer einem Vorbild nacheifern muss.
Auch die Klavierszenen sind recht überzeugend gedreht worden, denn ich nehme mal an, dass Franka Potente das nicht alles selbst gespielt hat :-) Dennoch fiel es kaum auf, dass ein Double am Klavier gesessen hat, so gut waren die Überblendungen von den Händen zu Frankas Gesicht oder in die Totale. Meist sah man Franka von vorne, aber der Flügel verdeckte ihre Hände, sodass das Klavierspiel sehr realistisch aussah. An zwei Stellen ist mir aufgefallen, dass Franka den Fuß nicht für das Pedalenspiel benutzt hat, das eine Mal stand der rechte Fuß tatenlos neben dem Pedal, in einer anderen Szene war der Fuß zwar auf dem Pedal, bewegte sich aber nicht. Aber das sind ja auch nur Spitzfindigkeiten!
** Vergleiche mit dem Buch
Da ich vom Film einigermaßen angetan war, habe ich mir noch am gleichen Abend das Buch bei amazon.de gekauft (für 6,90 Euro) und es schließlich in einem Rutsch durchgelesen. Zwischendurch war ich allerdings erstaunt, wie weit Buch und Film voneinander entfernt sind, denn fast nur das Grundthema stimmt beide Male überein. Bereits zu Beginn tauchen die Unterschiede auf, denn im Buch lebt Siri keineswegs als Einsiedlerin in Kanada, sondern in Hamburg, außerdem ist sie mit dem Wissen herangewachsen, ein Klon zu sein. Den Zusammenbruch Siris, als sie erfährt, ein Klon ihrer Mutter zu sein, gibt es demnach im Buch nicht, die Entfremdung zwischen Siri und Iris findet dort eher auf psychologischer Ebene statt. All diese Abwandlungen finde ich im Nachhinein ein wenig enttäuschend, allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Entfremdung zwischen Mutter und Klontochter filmisch leichter durch den Zusammenbruch Siris zu verdeutlichen war als über die psychologischen Probleme, die bei Siri immer stärker hervortreten.
Im Anhang des Buches ist eine Stellungnahme der Autorin zur Verfilmung ihres Buches zu finden, die recht positiv auffällt, was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Denn eine Autorin kann doch nicht zufrieden mit einem Film sein, der ihr Buch fast vollständig verändert?
** Fazit
Mein Tipp ist: Lasst euch nicht abschrecken von dem merkwürdigen Thema, dessen sich der Film annimmt, Blueprint ist sehenswert und wunderbar gefilmt. Beim Zuhören kann man zu Träumen anfangen und auch die kanadischen Landschaftsaufnahmen sind einmalig schön. Der Film wird sicherlich nicht jedem gefallen, denn man sollte sich schon ganz auf den Film einlassen und am Ende auch mal darüber nachdenken, was der Film einem sagen wollte. Blueprint ist kein Popcornkino zur seichten Unterhaltung, der Film zeigt auf gefühlvolle Art und Weise die mit dem Klonen verbundenen menschlichen Probleme auf. Ich vergebe insgesamt 4 Sterne und eine Empfehlung, kleine Abzüge gibt es wegen einiger Längen, außerdem sollte man sich den Film wohl nicht ansehen, wenn man mit klassischer Musik rein gar nichts anfangen kann.
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Ego-Klon
ein Testbericht von XXLALF2010-05-11 07:02:27vom 11.05.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Regt zum Nachdenken an...Nachteile/Kritik: Nicht ab 12
Am Montagabend haben wir uns mal wieder gemeinsam eine DVD angeschaut. Der Film heißt ? blueprint ? und ist eine Deutsche Produktion aus dem Jahre 2004, mit einer Spieldauer von 108 Minuten.
Zuerst einmal die Fakten zum Film.
BLUEPRINT wurde nach einer Romanvorlage von Charlotte Kerner verfilmt. Die Drehorte sind einmal Deutschland, Münsterland, Hamburg und Kanada, Vancouver, Vancouver Island. Der Film wurde in der Zeit von 9.Juli bis 19.September 2002 gedreht.
Die Hauptdarsteller sind:
Franka Potente: Iris/Siri Sellin
Nina Gummich als Siri, 8 Jahre
Karoline Teska als Siri, 13 Jahre
Hilmir Snær Guðnason: Greg
Ulrich Thomsen: Dr. Martin Fisher
Justus von Dohnányi: Thomas Weber
Katja Studt: Daniela Hausmann
Ole Puppe: Kristian
Kurz zum Inhalt:
Spoilerwarnung
Irgendwann in naher Zukunft. So steht es auf der DVD-Hülle und auch so beginnt der Film. Iris ist unheilbar krank und hat nur noch einen verbissen Wunsch, ihr musikalisches Talent muss der Nachwelt erhalten bleiben. Ihre Erkrankung MS lässt sich nicht aufhalten somit sucht und findet sie in dem ehrgeizigen Reproduktionswissenschaftler Martin Fischer (ULRICH THOMSEN) einen geeigneten Partner für ihr Vorhaben. Die anfängliche Skepsis die Martin Fischer gegen das Klonen hat, wird schnell durch Iris grandios gespielten Scharm beseitigen, sodass beide die Unsterblichkeit erhalten, er als Forscher und Iris, die in ihrem Kind weiterlebt. Völlig unspektakulär wurde nun Siri Sellin (FRANKA POTENTE) in einer Petrischale erschaffen. Die Schwangerschaft verläuft total unproblematisch, sodass Iris auch gleich nach einem Kindermädchen für ihre noch Ungeborene Tochter Siri sucht.
Mit der Geburt des ersten menschlichen Klons beginnt nun das Leben von Siri der Schwester/Tochter von Iris. Martin Fischer ist mächtig stolz als Erschaffer des Klon, denn für ihn ist das Experiment ein voller Erfolg. Die ersten Jahre der Kindheit von Siri verlaufen total problemlos, von gelegentlichen Besuchen von Konzerten die ihre Mutter/Schwester gab abgesehen. Nur an einem Tag als Siri mit dem Sohn Janeck ihres Kindermädchen Daniela Hausmann etwas zu toll spielte passierte ein Unfall bei diesen Iris vollkommen ausrastete, denn ihre Sorge galt nur den Händen von Siri, denn sie sollte später in die Fußstapfen ihrer Mutter treten der weltberühmten Pianistin und Komponistin Iris Sellin (FRANKA POTENTE). Siri weis noch immer nicht das sie ein Klon ist, dass hat ihre Mutter/Schwester geschickt verheimlicht, deshalb schlief sie sogar mit Martin Fischer nur um eine Veröffentlichung zu verhindern.
Nun einige Zeit später, Siri ist etwa 13 Jahre alt lud Iris Martin Fischer zu einem Konzert ein und dort kam es zu einem Eklat wobei Martin Fischer wütet das Konzerthaus verlies. Tags darauf gab dieser eine Pressekonferenz und präsentierte der Öffentlichkeit den ersten menschlichen Klon. Diese Information ging um den Globus wie ein Lauffeuer so schnell konnte nicht mal Iris reagieren denn die Paparazzi lauerten schon vor der Schule in die sie ging, und außerdem erfuhr sie es von ihnen zum ersten mal, dass sie ein Klon ist. Dieses Ereignis stürzte Siri in tiefste Depressionen. Es sollten noch Jahre vergehen bis dies endgültig wieder beseitigt ist.
Siri ist inzwischen schon eine junge Frau als Iris und Siri zusammen ein
Konzert geben. Dort konfrontiert sie ihre Mutter/Schwester am Schluss des Konzertes mit dem anbringen des Davidssternes an ihrem Kleid, und dem Aufdruck ? KLON -. Siri verließ fluchtartig den Konzertsaal und Iris rannte ihr hinterher. Sie stellte sie in einem Nebenraum riss den Davidstern ab. Zusätzlich erntete Siri noch eine Ohrfeige eine nicht endetet wollende Rivalität begann hiermit. Zu einem weiteren Bruch zwischen den beiden kam es als sie den gleichen Mann Kristian begehrten. Siri bestellte Kristian unter vortäuschen sie sei Iris in ein Hotelzimmer um diesen dort zu verführen, nur er verschmähte dieses verlockende Angebot. Zu allem Unglück bekam Iris das auch noch heraus was ihre Tochter gemacht hat.
Als Siri ihr erstes Konzert gab passierte es das sie dem physischen Druck den Iris auf sie ausübte nicht mehr standhalten konnte. Die Erwartungen vom Publikum stecken sehr hoch und schließlich so sagt sich Siri bin ich ja nur eine Kopie meiner Mutter. Nach diesem Ereignis verlässt Siri ihre Mutter und zieht zu Janeck in der Hoffnung, dass sie endlich zu sich selbst findet. Eines Tages besucht Iris Siri in Janecks Wohnung in der Iris Siri bittet doch endlich wieder zurück zu kommen. Da Siri es ablehnte verließ Iris die Wohnung wieder. Dieses Ereignis löste bei Siri Selbstmord Gedanken hervor die sie auch zu verwirklichen versuchte. Nur Dank Janeck wurde sie gerade noch gerettet.
Darauf hin zog sich Siri gänzlich von ihren Mutter/Schwester zurück und flüchtete sogar in dir Kanadischen Wälder wo sie endlich Ruhe vor ihr fand. Doch irgendwie schaffte es Iris den Aufenthaltsort von Siri ausfindig zu machen. Siri erhält Post von ihrer Mutter/Schwester, die ihr den Kuschel Elch Rudolf aus ihrer Kindheit zukommen ließ. Jedoch als sie diesen sah, wurden bei ihr wieder Erinnerungen von damals wachgerüttelt, als sie ihn von ihrer Mutter/Schwester geschenkt bekam. Siri lernt Greg Hilmir Snær Guðnason an ihrer neuen Heimat kennen. Obwohl sie ein Einsiedlerleben führt. Mehrere Bildtelephonate werden von Siri abgeblockt, als sie Anrufe von ihrer Mutter/Schwester erhält. Erst auf einen Anruf ihres Kindermädchens Daniela Hausmann ging sie ein und erfuhr so dass ihre Mutter/ Schwester im Sterben lag. Greg Hilmir Snær Guðnason ermutigte Siri sich endlich mit der Mutter/Schwester zu versöhnen und zu ihr zu fahren.
Zuerst erkannte die schon in sterben liegende Mutter/Schwester Siri gar nicht was in ihr einen massiver Gefühlsausbruch auslöste. Erst als sie ein zweites mal vor ihre Mutter/Schwester trat, so zurecht gemacht wie sie bei Konzerten auftrat, erkannte sie ihre Tochter/Schwester. Als alle Trauergäste die Aussegnungshalle verliesen setzte sich Siri an den Flügel der ebenfalls in der Aussegnungshalle stand und begann das letzte mal für die Mutter/Schwester zu spielen. Zuerst wollten die Trauergäste zurück in die Aussegnungshalle doch Janeck hindert diese daran. Siri begann nun endlich ihr eigenes Leben zu führen, kehrte nach Kanada zu Greg Hilmir Snær Guðnason zurück und lachte. Jetzt habe ich meinen eigenen Tod überlebt.
Spoilerwarnung Ende
Mein erster Eindruck von diesem Film:
Zuerst möchte ich mal vorausschicken, dass dieser Film nur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem gleichnamigen Roman blueprint von Charlotte Kerner hat. Wenn man auch das Hörbuch betrachtet fällt es einem sofort auf, denn dieses hat eine Spiellänge von 224 min. Wobei der Film gerademal 108 min hat. Also wurden viele Einzelheiten einfach weggelassen was aber den Film nicht schlechter macht. Anders herum betrachtet wer würde schon 224 min vor den Fernseher sitzen. Obwohl Bilder erzählen gewiss mehr als manche Buchstaben und Zeilen in einem Buch.
Von der Story angezogen schauten wir uns gemeinsam diesen Film an, und da einer meiner Söhne sowieso ein Fantasie Fan ist, konnte ihn nichts davon abbringen sich mit den Eltern diesen Film anzuschauen Nur ein aufmerksamer Betrachter versteht die Zeitsprünge in dem Film die es an mehren Stellen gibt. So fängt dieser in ganz ferner Zukunft an in dem Siri über einen See mit einem Motorboot fährt. Der Zeitsprung in die Vergangenheit beginnt beim Öffnen ihres Paketes das sie von ihrer Mutter erhielt, das sie zurück in ihre Kindheit versetzt.
Für mich liefert dieser Film ein sehr anschauliche sehr aktuelle Probleme, wie sie bei uns größtenteils in unsrer Gesellschaft herrschen, Mutter Tochter Konflikt. Iris stellt hier eine sich selbst liebende egoistische Frau dar. Zu ihrer Glückseligkeit fehlt nur noch ein Kind, und das auch noch ganz ohne Vater entstehen soll. Nun bei den Tieren haben wir es bis heute geschafft dies so zu verwirklichen. Und beim Menschen? Nach der Geburt von Siri spricht Iris immer und immer wieder den gleichen Satz. Du bist mein Leben.
Was etwa gleich bedeutet das von mir begonnene setzt du fort. Auch schon ist ganz klar was Siri später machen wird, wird ihr in die Wiege gelegt. nämlich eine Berühmte Pianistin soll aus ihr werden. Genauso berühmt wie ihre Mutter. Somit wurde Siri gar nicht einmal gefragt was sie später einmal werden will, diese explosive Mischung der selbstverherrlichten Mutter die nur in Siri ein Werkzeug zu ihrem Nutzen sieht, spitzt sich je älter Siri wird immer weiter zu. Und als Siri die waren Beweggründe ihrer Mutter/Schwester erkennt befindet sie sich selbst schon in einer tiefen Identitätskrise.
Wenn wir hier parallelen ziehen, so müssen wir ehrlich zugeben, dass heute noch Kinder zur Welt kommen bei denen es klar ist, dass diese den elterlichen Betrieb übernehmen sollen / müssen. Ich kenne einige solcher Kinder die so eine Kindheit durch gemacht haben. Voller Stoltz wurden diese vorgezeigt wie ein Äffchen im Zoo, nur dass die Eltern nie daran gedacht haben was das Kind bei so einem Affentheater fühlt. Aber wehe es macht nicht das so wie sie es sich vorstellen. Ab dann sind es Missgeburten, hat einen schlechten Umgang usw.
Zurück zum Film. Dieser Film bringt richtig dramatisch und zugleich sehr gefühlsbetont diesen Konflikt in der Siri steckt klar hervor. Zu einem liebt sie ihre Mutter/Schwester aber auch zugleich hasst sie sie. Rivalinnen, beide begehren denselben Mann. Solch ein Zwist wie er hier im Film dar gestellt wird, dass Siri versucht den Liebhaber ihrer Mutter zu verführen um ihre Mutter/Schwester damit zu kränken. Wenn wir jetzt selbst zu uns ehrlich sind ist das doch nur eine Trotzreaktion die jeder von uns in irgendeiner Form selbst schon erfahren und durch gemacht hat. Man weis es ist falsch, aber man macht es trotzdem nur um den andern damit zu ärgern und zu kränken. Der Film ist so gestaltet das jeder selbst seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Eine direkte Meinung vermittelt der Film nicht sondern regt eher zum Nachdenken an.
Noch ein paar Daten zu dieser DVD:
Sprache = deutsch
Tonformat = Dolby Digital 5.1
Bildformat = 16:9 (1:1,85)
Disc-Type = DVD-9
Länder-Code = 2 PAL
Laufzeit Film = ca. 108 min
Gerne = Drama
Screen-Menüs = Deutsch
Untertitel = Englisch
Altersfreigabe = 12
Nun ja ab 12 halte ich persönlich zu früh. Ebenfalls das Buch, dass ich in der Bücherei bei der Kinderliteratur ab 14 Jahren gefunden habe.
Special Features:
Interviews von den Hauptdarstellern der Regie und der Produzentin, von weg gefallenen Szenen und der Filmographien
Auf jeden Fall sollte man die Specials ansehen, denn dort wird genau erläuter warum die Filmemacher hier die Szenen mit Kanada hinzu erfunden haben. Selbst die entfallenen Szenen sind alle Sehenswert.
...
Music-King, 10.05.2008
Sehr gut beschrieben, ich persönlich mag diese Art Filme jedoch nicht sonderlich. Lieben Gruß und ein wunderschönes Pfingstfest, Roland
evafl, 07.05.2008
da hab ich das buch gelesen. Und wenn ich das Lied quotblueprint of my loverquot höre, muss ich da immer dran denken.
PaterBrown, 30.04.2008
...das Thema ist ja angesichts all der neuen Gentechnik-Debatten wieder hochinteressant geworden..
ein Testbericht von gamzef2009-09-21 19:50:47vom 21.09.2009Empfehlung: nein
Vorteile: Franke Potente
Thematik...Nachteile/Kritik: Umsetzung
Hallo Yopianer!
Ich möchte euch jetzt den Film "Blueprint" Film vorstellen, in dem Franka Potente
mitspielt und der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Zuerst kommen jedoch wie üblich die Basisinformationen:
Titel: Blueprint - Blaupause
Genre: Drama
Erscheinungsjahr: 2003
Schauspieler/innen: Franka Potente, Ulrich Tomsen, (+ viele schwedische Schauspieler)
FSK: ab 12 Jahren
Spieldauer : 108 Minuten
schon für 17,99€ im Handel erhältlich.
.....Was für eine Sorte von Film ist Blueprint?.....
Mal ganz ehrlich, der Film Blueprint hat überhaupt keine Action oder spannende,
ergreifende Szenen zu bieten, jedoch reißt es ein sehr umstrittenes Thema mit
philosophischen und ethischen Aspekten an und zeigt, wie
erschreckend die
Entwicklung in der Biotechnologie geworden ist. Im Drama Blueprint geht es
nämlich um das Klonen von Menschen - und darum, in welchem psychischen
Zustand sich Klone befinden würden etc.
..................die Handlung...................
Iris Sellin ( Franka Potente) ist eine erfolgreiche schwedische Pianistin.
Ihr Talent, Klavier zu spielen, ist nahezu einzigartig, so dass es sie umso
mehr trifft vom Arzt die Diagnose zu hören, dass sie an der unheilbaren Krankheit
Multiple Sklerose (MS) leidet. Um ihr Talent auch nach ihrem Tod weiterleben zu
lassen, lässt sie sich mit der heutigen modernen Biotechnologie klonen und bringt
Siri (ebenfalls von Franka Potente gespielt) auf die Welt. Siri muss nun ein
vorgegebenes Leben leben. Nicht nur ihr Aussehen ist identisch mit ihrer Mutter,
die auch gleichzeitig ihr Zwilling ist, sondern auch ihr Lebensstil.
.....Meine Meinung....
Im Laufe Siris Entwicklung werden die beiden zu Feinden und der Leser wird über
die Konsequenzen und Nachteile des Klonens von Menschen bewusst.
Eifersuchtsszenen, Hassszenarien, Trauer... all das ist im Film zu sehen, aber
dennoch passiert nichts Bewegendes und wirklich Aufregendes. Oft ist eine
langweilende Stille oder ein nervtötendes , eindeutig zuu langes Klaviergespiele
zu hören. Der Film hat die ganze Zeit über einen depressiven, melancholischen
Unterton und es passiert nicht wirklich viel. Aber da es solch ein aktuelles und
heiß umstrittenes, teils philosophisches Thema aufgreift und in der Hauptrolle
Franka Potente zu sehen ist, ist der Film nicht mehr grottenschlecht, sondern die
Bewertung schlecht wert. Aber wenn es eine Bewertung zwischen schlecht und
mittel gäbe, würde ich sie garantiert wählen. Ich finde es wirklich schade,
dass dieser Film nicht anders umgesetzt worden ist. Etwas mehr bekannte
Gesichter, etwas erträglichere Musik und etwas Spannung im Film hätten meinen
Bericht und somit auch meine Bewertung wesentlich positiver ausfallen lassen.
Was noch erwähnenswert ist: Die DVD enthält interessante Extras. Herausgeschnittene
Szenen, Audiokommentare vom Regieführer und Kameramann, Filmographien und
Interviews einer wieder mal sehr natürlichen und sympathischen Franka Potente.
Ohne das bekannte Gesicht der Franka Potente wäre dieser Film wohl ein Flop.
Das Buch von Blueprint dagegen, geschrieben von der Autorin Charlotte Kerner,
war wesentlich besser als der Film, vielleicht wird es demnächst einen Bericht
von mir darüber geben :-)
FeliChan, 27.11.2009
Wir mussten den Film im deutschunterricht sehen, aber erst nachdem wir das Buch gelesen hatten. Das Buch fand ich schon nicht so spannend, aber aus dem film hätte man trotzdem weitaus mehr machen können. Sehr gut berichtet!
try_or_die87, 21.09.2009
Das Buch war eigentlich ganz gut, schade, dass der Film da nicht mithalten kann. Gruß
RoundaboutFlorence, 21.09.2009
Das Buch fand ich grauenhaft langweilig.. also sehr guter Bericht!
ein Testbericht von DieEine2005-06-14 08:08:42vom 14.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: aktuelles Thema, regt zur Diskussion an, zwängt dem Zuschauer keine Meinung auf...Nachteile/Kritik: Tiefgang fehlt, filmisch gesehen kein Meisterwekr, schwache DVD - Ausstattung
Einige Leser meiner Berichte, hatten mir den Film "Blueprint" mit Franka Potente in einer Doppelrolle empfohlen und nachdem ich einiges über den Film gelesen hatte, war klar, dass ich ihn haben wollte. Letzte Woche habe ich ihn dann endlich günstig bekommen und mir natürlich direkt angesehen.
Hier folgt mein Bericht: vielleicht mache ich ja auch den ein oder anderen neugierig.
_Die Story
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Iris Sellin (Franka Potente) ist eine gefeierte, hochbegabte Konzertpianistin, die im Leben nichts mehr liebt als sich selbst.
Als sie erfährt, dass sie an Multiple Sklerose leidet, fasst sie einen Entschluss: sie
will sich klonen lassen, damit ihr Talent weiterleben kann und sie so unsterblich wird.
Der Reproduktionsmediziner Martin Fischer (Ulrich Thomsen) wartet schon lange auf seine Chance richtig groß rauszukommen und so zögert er nicht lange, als Iris sich mit ihrem Wunsch an ihn wendet.
Die beiden schließen einen Vertrag ab, der Iris alle Recht zusichert. Sie wird bestimmen, wann Fischer sich mit seinem gelungenen Experiment an die Öffentlichkeit wendet und damit zu Ruhm und Ehren gelangt.
Das Experiment "Klon" gelingt. Iris bringt eine kerngesunder Tochter zur Welt, die sie Siri tauft.
Siri wächst zusammen mit dem Sohn des Kindermädchens (Katja Studt) wie ein ganz normales Mädchen auf und schon früh zeigt sich auch, dass sie tatsächlich wie ihre Mutter Klavierspielen kann.
Bei so einem riesigen Erfolg drängt Fischer natürlich, seine Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren, vor allem auch, weil seine Kollegen auch immer mehr in das Gebiet des Klonens vordringen wollen.
Iris möchte Siri aber beschützen und vertröstet Fischer immer wieder, bis es dem Wissenschaftler reicht und er ohne Iris´ Einwilligung eine Pressekonferenz gibt und aller Welt offenbart, dass Siri Sellin der erste menschliche Klon ist.
Bei Siri löst das einen tiefen Schock aus und als sie sich langsam davon erholt und mit ihrer Geschichte abfindet, beginnt für sie der lebenslange Prozess der Suche nach der eigenen Identität. Sie flieht in die Einsamkeit Kanadas und bricht den Kontakt zu ihrer Mutter ab.
Doch dann liegt Iris im Sterben und will ihre Tochter, ihr Leben noch ein letztes mal sehen...
_Meine Meinung
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Um es mal vorwegzunehmen: ich finde den Film gut (obwohl ich Franka Potente nicht mag), aber so ganz ohne Kritik, kommt mir auch "Blueprint" nicht weg.
Ich bin zugegebenermaßen in Biologie eine totale Niete gewesen und ich verstehe nicht, wie sich das Talent Klavierspielen in den Genen verankert hat, die tödliche Krankheit jedoch nicht.
Wäre es nicht auch möglich gewesen das Talent auf natürlichem Wege zu vererben?
Weiterhin hat mir an manchen Stellen doch etwas Tiefgang gefehlt. Es wird sehr viel Zeit darauf verschwendet Siris Heranwachsen zu zeigen, ohne dass dabei irgendwas passiert. Einzig die Szene, in der Siri vom Dachboden fällt und Iris sich zuerst darum Sorgen macht, dass ihre Hände in Ordnung sind, zeigt, dass es eben doch nicht so einfach ist, durch Klonen Talent zu erhalten, wenn durch unvorhergesehene Ereignisse, Unfälle dieses Talent nicht zur Ausführung gelangen könnte.
Solche Szenen, die sich mit dem Sinn des Klonens und dem Umwelteinfluss beim Heranwachsen, beschäftigen, hätte ich mir mehr gewünscht.
Ansonsten gefällt mir aber, wie der Film den Zuschauer nicht in eine bestimmte Denkweise drängt, sondern die Möglichkeit zur Diskussion offen lässt.
Ob es moralisch vertretbar ist, Menschen zu klonen, muss sicher jeder für sich selbst beantworten und ich persönlich bin da für mich noch zu keinem Ergebnis gekommen, möchte hier auch gar keine ethische Grundsatzdiskussion anzetteln, denn dies ist wohl kaum der richtige Rahmen dafür.
Man sollte sich "Blueprint" mit mehreren angucken und dann über die Möglichkeiten und Folgen der Genforschung diskutieren, denn Ansätze dazu bietet der Film genug - wenn man mal voraussetzt, dass das menschliche Klonen so problemlos funktioniert wie bei Iris / Siri.
Die Art wie der Film gedreht ist, in dumpfen Farben, in der Weite Kanadas, der Einsamkeit etc. hat bei mir eine sehr bedrückende Stimmung hinterlassen, ebenso wie die Reaktion Siris auf die Tatsache, dass sie kein Kind der Liebe ist, sondern eine Kopie ihrer Mutter, die ihr keine Eigenständigkeit und keine eigene Charakterentwicklung zu ermöglichen scheint.
Hier möchte ich erwähnen, dass Franka Potente in diesem Film keine schauspielerische Glanzleistung abliefert. Als ehrgeizige Iris Sellin überzeugt sie durchaus und stellt den Charakter gut dar, aber als Siri baut sie mir zu viel stumpfes Pubertätsgehabe ein.
Leider ist "Blueprint" hier auch kein filmisches Meisterwerk. Die Szenen, wo Iris und Siri gemeinsam auftauchen sind mit einfachsten Mitteln (eine der beiden Figuren steht immer im Hintergrund und wird verschwommen dargestellt) realisiert worden und bei der Darstellung der vergangenen Zeit und der Alterung der Figuren, fühlte ich mich ein wenig verarscht, denn Katja Studt z.B. Ist in einer Szene grau geschminkt und trägt eine schlechtsitzende, graue Perücke, während die kranke Iris Sellin immer noch aussieht wie das blühende Leben.
Trotz dieser Kritik der "Äußerlichkeiten" ist "Blueprint" ein gelungener Film, den es sich zu gucken lohnt, da das Thema sehr aktuell ist und mit dem nötigen Ernst behandelt wird.
Allgemeine Infos
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"Blueprint". BRD 2003
Regie: Rolf Schübel
Drehbuch: Claus Cornelius Fischer
Produzent: Nikola Bock, Andrea Terres
Darsteller: Franka Potente, Ulrich Thomsen, Katja Studt, Wanja Mues, Hilmir Snaer Gudnason, Ole Puppe, Justus von Dohnanyi
Verleih: Relevant Film / Universal
Länge: 108 Minuten
FSK: 12
Sprache: Deutsch (in Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
Bild: 16:9
Ländercode 2
_Die DVD
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Ich versteh einfach nicht, warum DVDs, wo kaum Special-Material drauf ist, so teuer sein müssen. Kanpp 20 Euro würde die DVD im Laden kosten und dieser Preis ist absolut nicht gerechtfertigt.
Über Bild und Ton möchte ich gar nicht groß meckern, denn die Qualität ist nicht überragend, aber in Ordnung. Das Bild ist klar und der Ton ebenso.
Gerade bei einem Film wie "Blueprint" hätte ich mir aber ein wenig mehr Hintergrundinfos gewünscht. Hier bekommt man aber nur eine sehr kurze Anreihung von Szenen, die aus dem Film geschnitten wurden zu sehen. Wahlweise kann man dazu den lieblosen Audiokommentar von Regisseur Rolf Schübel anwählen, der einem aber mit seinem gelangweilten Tonfall nichts neues erzählt außer "die Szenen wurden aus dem Film geschnitten, weil er eh schon so lang war" - ach ne?!
Informativ sind hingegen die kurzen Interviews mit den Darstellern, dem Regisseur und dem Produzenten, sowie der Audiokommentar zum Film mit Rolf Schübel und Kameramann Holly Fink, obwohl die beiden in einer sehr langsamen Art über den Film reden, was mich ein wenig nervös macht.
Den Trailer und die sehr kurzen Bio- bzw. Filmografien von Darstellern und Regisseur hätte man sich allerdings sparen können, da ich im Internet nach kurzer Suche doch erheblich ausführliche Infos bekomme und ich nur selten Lust habe am Fernseher etwas in einer kleinen Schrift zu lesen und zu "blättern".
_Mein Fazit
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"Blueprint" ist ein gelungener Film, der zur Diskussion anregt, aber teilweise etwas Tiefgang vermissen lässt. Die DVD muss man sich allerdings nicht unbedingt zulegen, da das Zusatzmaterial sehr schwach und die DVD dafür einfach zu teuer ist.
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ein Testbericht von Hoernchen1232004-05-10 14:53:46vom 10.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: interessantes Thema, spannend bis zum Schluß...Nachteile/Kritik: teilweise unglaubwürdig theatralisches Verhalten von Siri
Und schon wieder gibt einen Bericht zu einem Kinofilm von mir :-)
Heute soll es um den Film „Blueprint“ gehen, der vor ca. 2 Monaten in den Kinos lief.
===Worum geht es?===
„Blueprint“ heißt nichts anderes als „Kopie“ und darum geht es in diesem Drama, das ab 12 Jahren freigegeben ist, auch, nämlich um das Kopieren von Menschen, also das Klonen.
Alles beginnt in Kanada, in der Einsamkeit der Wälder. Hier lebt Siri, abgeschieden von allen Menschen lebt sie in einer Hütte im Wald und fotografiert Wapitis. Niemand in der Gegend weiß genaues über
sie und nur selten kommt sie in die „Zivilisation“ um etwas zu kaufen oder um Post abzuholen. Eines Morgens trifft sie erst einen Mann im Wald, der die Wapitis erschreckt, was sie ihm auch aufbrausend vorwirft, später erreicht sie an dem Morgen auch noch ein Paket von ihrer Mutter. Der Inhalt ist ein Plüschelch, der Siri offenbar schon beim bloßen Anblick wütend macht.
Als sie in ihr Holzhaus im der Pampa zurückkehrt, klingt ihr Bildtelefon, ein sehr futuristisch aussehendes Telefon, dass mehr wie ein Laptop aussieht. Auf dem Bildschirm erscheint eine alte Frau, die Siri recht ähnlich sieht und bittet sie nach Hause zu kommen. Siri legt auf, man denkt erstmal „na was ist das denn für eine, die SO mit ihrer kranken Mutter umgeht?!“.
Plötzlich springt man zurück in die Vergangenheit und wir erfahren die Geschichte um Siri und ihre Mutter Iris (na fällt der Zusammenhäng zwischen den beiden Namen auf?).
Iris Sellin ist eine talentierte, berühmte und gefeierte Pianistin, die um die Welt reist, Konzerte gibt und vor allem auch eins ist: egoistisch. Da sie an Multipler Sklerose leidet, befürchtet sie, irgendwann nicht mehr Klavier spielen zu können und zu sterben. Der Gedanke, dass dann auch ihr Talent stirbt, ist so schlimm für sie, dass sie auf die Idee kommt, einen befreundeten Arzt, der an der Methode Lebewesen zu klonen arbeitet, bittet, sie selbst zu klonen. Es funktioniert, sie wird schwanger, Siri kommt zur Welt und niemand ausser dem Arzt und ihr wissen, dass Siri nicht wie jedes andere Kind gezeugt wurde. Sie hat nicht nur das Aussehen ihrer Mutter, sondern auch das Talent. Dies erstaunt zwar von Iris´ Manager bis hin zu ihren Fans alle, aber niemand denkt auch nur daran, dass Siri ein Klon sein könnte. Irgendwann kommt es doch heraus, Siri wird von den Medien verfolgt und kommt damit überhaupt nicht klar. Die Mutter-Tochter Beziehung ist extrem gestört, Siri will nicht einmal mehr ein Klavier anfassen, was ihre stolze Mutter, die Siri ja zur Welt brachte, um sich selbst als Pianistin wieder aufleben zu lassen, zutiefst trifft.
Und so trennen sich bald ihre Wege und Siri geht, offenbar total fertig mit den Nerven aber mit einem eigenen ud sehr sturen Kopf, aus dem Haus, zieht zuerst zu Freund und später ganz weg aus Deutschland. Ihre Mutter erscheint erst wieder in ihrem Leben, als sie im Bett liegt und der Tod nahe zu sein scheint.
In dem Film wird sehr schön dargestellt, aus welch niederen Beweggründen Iris Sellin ihre Tochter in die Welt setzt. Sie bekommt nicht ein Kind, weil sie sich ein Kind wünscht, sondern um sich selbst neu zu erschaffen. Auffällig ist auch, dass sie Siri als kleines Kind ständig sagt „du bist doch mein Leben“, einen Satz, den Siri erst sehr viel später versteht. Mit Biegen und Brechen versucht Iris ihre Tochter zu einem Abbild von sich Selbst zu machen, was ihr aber nur so lange gelingt, bis Siri weiß, was passiert ist. Danach verliert sie jegliche Achtung vor ihrer Mutter und verlässt sie schlußendlich ja dann auch auch.
Es gibt in dem Film aber auch ein wenig Romantik, so verliebt sich Siri in Kanada in den Mann, der sie ursprünglich so ärgerte, weil er die Wapitis aufgeschreckt hat. Die Liebesgeschichte passt nicht so ganz in die eigentliche Handlung, stört auch nicht wirklich.
===Schauspieler===
Franka Potente spielt sowohl Iris als auch Siri Sellin (außer natürlich die Szenen, in denen Siri ein kleines Kind ist) und das sehr überzeugend. Teilweise ist man auch sehr erstaunt, wie die Maskenbildner es geschafft haben, sie mal sehr jung aussehen zu lassen und in der nächsten Szene wie eine alte, kranke Frau, die dem Tod nahe ist.
Somit spielt Franka Potente die Hauptrolle und alle anderen Schauspieler, die eigentlich sehr gut sind und ihre Rollen glaubhaft darstellen, rücken sehr in den Hintergrund.
===Fazit===
Ein guter und interessanter Film, über ein ernstes Thema. Der Film ist spannend, auch wenn der Anfang in den kanadischen Wäldern erst gar nicht vielversprechend wirkt. Bis zum Schluss ist unklar, wie wohl das Ende sein wird und es ist auch tatsächlich überraschend (nein, ich verrate es jetzt aber nicht ;-)).
Was mich ein bißchen störte, war die theatralische, übertriebene Art von Siri, beispielsweise wie sie ausrastet, nur weil ihr kanadischer Freund ihr Klavier aufstellt und doch nichts dafür kann und auch nicht wissen kann, dass sie keine Klaviere mehr sehen kann. Und überhaupt, dass sie gleich zum kompletten Aussteigerin, die mit niemanden redet, geworden ist deswegen, finde ich doch ein wenig übertrieben, zumal das an der Tatsache, ein Klon oder eben ein Blueprint zu sein, nichts ändert. Sicher hält ihr das die Medien vom Leib, aber dennoch erschien mir das ein wenig zuviel des Guten.
Die Schauspieler sind gut ausgesucht und machen ihre Sache gut, allen voran natürlich Franka Potente, die ja auch schon in anderen Filmen überzeugen konnte.
Also, der Film ist auf jeden Fall sehenswert, spannend bis zum Schluß und das ganz ohne Action. Humor gibt es bei einem so ernsten Thema aber natürlich auch nicht, aber das wäre auch unpassend.
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ein Testbericht von mmm0002004-02-08 13:01:19vom 08.02.2004Empfehlung: ja
Vorteile: siehe text...Nachteile/Kritik: siehe text
STORY:
Die nahe Zukunft bringt medizinische Wunder. Als die begnadete Konzertpianistin Iris ( Frank Potente) unheilbar erkrankt, trägt sie mit Hilfe eines ehrgeizigen Professors ihren eigenen Klon aus und zieht "Siri" als ihre Tochter groß. Auf dieser Weise soll ihr musikalisches talent nach ihrem Tod nicht verloren gehen. Von Kindheit an drillt iris ihr genetisches Ebenbild aufs klavierspielen. Mit 13 erfährt Siri, dass sie ein Klon ist und beginnt, Iris zu hassen. Sie zieht sich in die Einsamkeit der kanadischen Wildnis zurück, will mit ihrer "Mutter" nichts mehr zu tun haben.
Als sie erfährt, dass Iris sterben wird, steht sie vor einer schweren Entscheidung!!!
HIGHLIGHTS:
Franka spielt doppelt gut- das egoistische Original Iris und die verletzliche Siri. Gannz große klasse!!!!
INSIDE:
"Blueprint" wurde zum teil in der Nähe von Münster gedreht, wo Franka aufwuchs.
FÜR FANS VON:
"It´s All About Love"
MEINE MEINUNG:
Wenn Ihr in diesen Film hinein geht, denkt an ein Taschentuch. Es ist einerseits ein wunderschöner Film, anderseits aber auch ein trauriger Film, den man noch lange in Erinnerung bleibt.
INFOS:
Start: 01.01.2004
FSK: ab 12 Jahren
Dauer: 110 Minuten