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Boys Don't Cry
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Boys Don't Cry
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Testberichte Boys Don't Cry

 (DVD) Drama
4.1 von 5
Platz 1075 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,10 / 5,00 4.1 von 5
Meinungen:
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Boys Don't Cry Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,10 / 5,00 4.1 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • großartige Schauspielerleistung
  • Prickelnde, spannende Story
  • alles
Nachteile/Kritik
  • DVD-Ausstattung mäßig, Identifikationsprobleme
  • Filme können auch sehr hart sein
  • nichts
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IQIQIQ

"Boys" heulen vielleicht nicht - aber ich!

ein Testbericht von 2007-07-23 12:13:25 vom 23.07.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: großartige Schauspielerleistung...
Nachteile/Kritik: DVD-Ausstattung mäßig, Identifikationsprobleme
Die Story:
In Kaff Falls City taucht der junge Brandon Teena aus dem nicht weit entfernten Lincoln auf und freundet sich mit der Clique um John, Tom und Candace an, zu der auch die schöne Lana gehört, in die Brandon sich verliebt. Was anfangs niemand von den jungen Leuten weiß: Brandon Teena ist eigentlich das Mädchen Teena Brandon, die sich jedoch als junger Mann fühlt und jetzt auch so leben will.
Brandon Teena lebt sein neues Leben voll aus, angestiftet vor allem von John, Brandons großem Vorbild, mit Besäufnissen, Autorennen mit der Polizei usw.
Doch schließlich kommt heraus, dass Brandon, der Frauentyp, eigentlich ein Mädchen ist. Während Lana zu ihm steht (wobei sie sich der Realität überhaupt nicht zu stellen scheint – sie hat den ersten netten Jungen ihres Lebens kennen gelernt und will, dass alles so bleibt, wie es ist), hat Lanas Mutter und ihre Clique Probleme damit. Brandon wird von John und Tom vergewaltigt, von der Polizei wird er mehr verspottet, als dass man ihm hilft, und als Brandon mit Lana weggehen wird, wird er schließlich von John erschossen.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, genauer gesagt: einem wirklichen Mord, der sich 1993 ereignet hat. Drehbuchautorin und Regisseurin Kimberley Pierce hat über das Thema schon 1995 einen Kurzfilm gedreht (der meines Wissens in Deutschland nirgends zu sehen war).

Der Film gewann im Jahr 2000 (einem sehr, sehr starken Oscar-Jahr mit Filmen wie „The Sixth Sense“, „American Beauty“, „Magnolia“ und „Der talentierte Mr. Ripley“) den Oscar für die beste Hauptdarstellerin, Hilary Swank als Brandon, und war außerdem nominiert für die beste Nebendarstellerin Chloe Sevigny als Lana, die allerdings nicht gewann. Außerdem gewann der Film eine Unmenge anderer internationaler Filmpreise.
Interessant finde ich das gerade im Zusammenhang mit dem Aufstand, der vor der diesjährigen Oscarverleihung um den Film „Brokeback Mountain“ gemacht wurde – eigentlich ist der Stoff von „Boys don’t cry“ ja erheblich ungewöhnlicher und skandalöser, und hat es trotzdem bereits einige Jahre früher (und mit weniger Gerede darum) zur Oscarverleihung geschafft!

Der Film ist grandios gespielt – und entsetzlich deprimierend.
Die beiden Schauspielerinnen, die den Film tragen, sind tatsächlich Hilary Swank und Chloe Sevigny.
Hilary Swank gewann völlig zu Recht den Oscar. Wenn ihr sie (noch) nicht aus dieser Rolle kennt, dann kennt ihr sie womöglich aus einer anderen Rolle, mit der sie noch einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, nämlich als Maggie in „Million Dollar Baby“. Mir gefällt sie eigentlich in „Boys don’t cry“ noch besser, weil sie es schafft deutlich zu machen, dass Brandon ohne weiteres als junger Mann durchgeht, aber gleichzeitig auch die Verletzlichkeit des vergewaltigten Mädchens rüberbringt. Und wenn man dann noch weiß, dass sie im echten Leben eine wunderschöne Frau ist, ist dass vielleicht noch überraschender und unterstreicht noch zusätzlich, was für eine großartige Schauspielerin sie sein muss.
Chloe Sevigny hatte ursprünglich ebenfalls für die Rolle des Brandon vorgesprochen (übrigens genauso wie die beiden Schauspielerinnen, die schließlich die beiden anderen größeren Mädchenrollen des Films, Kate und Candace, gespielt haben). Wer sich davon überzeugen will, dass sie das sicher auch überzeugend gekonnt hätte, der sollte sich die zweite Episode aus „Women love Women“ anschauen, wo sie eine sehr butche Lesbe spielt. Als Lana kommt sie dagegen ziemlich feminin und mit aller Naivität der Figur vor allem im zweiten Teil des Films sehr überzeugend rüber.
Die übrigen Rollen sind weniger prominent, aber trotzdem überzeugend besetzt.

Ich denke aber, dass der Film zwar zu Recht den Oscar für die weibliche Hauptrolle sowie die Nominierung für die weibliche Nebenrolle erhalten hat, es überrascht mich aber nicht, dass es keine Nominierung für Drehbuch oder Regie gab, denn mit der Story an sich habe ich einige Probleme.
Die Identifizierung mit Brandon und seinem Wunsch, ein Mann zu sein, klappt relativ gut über die wunderbare Schauspielerin, aber was er dann macht, damit habe ich so meine Probleme, denn an der Clique von Lana ist nichts begehrenswert, sie besteht aus lauter jungen Leuten, deren Leben eigentlich schon vorbei ist, weil sie keinerlei Perspektive haben, außer sich abends bis zum Filmriss zu besaufen und sich lebensgefährliche Autorennen mit der Polizei zu liefern. Jetzt kann man natürlich sagen: es war halt so in der Realität, aber das hilft mir trotzdem nicht, Brandon als Filmfigur zu verstehen. Auch Lana scheint mir am Anfang des Films wenig begehrenswert. Ein Freund von Brandon bezeichnet sie im Film als „white trash“, was eine Bezeichnung für die aller-, aber allerunterste weiße Unterschicht der USA ist, und genau so kommt sie rüber. Liebenswert wird sie für mich erst, als sie zu Brandon steht, nachdem herausgekommen ist, dass er eigentlich ein Mädchen ist.

Der Film ist wieder einmal so ein Fall, der wunderbar gespielt ist und den man insbesondere für die schauspielerische Leistung nur loben kann – aber der in mir trotzdem ein schreckliches Gefühl hinterlässt. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob man den Film guten Gewissens empfehlen kann. Wer ihn ansieht, der sollte sich in jedem Fall vorher darüber im Klaren sein, dass er sich damit auf eine furchtbare Geschichte einlässt.

Der Film hat eine Einstufung als FSK 16, was mir angesichts der gezeigten Gewalt, insbesondere des sexuellen Gewalt richtig erscheint. Was mir aber in diesem Film an der Gewaltdarstellung sehr gefällt, ist, dass Gewalt hier immer deutlich negativ dargestellt wird (was ja gerade in Hollywoodfilmen alles andere als selbstverständlich ist). Leider gilt das nicht so sehr in Bezug auf Alkoholmissbrauch und gefährliche „Jungenspielchen“ wie der Autoraserei ...


DVD-Extras:
An Sprachen bietet die DVD Englisch und Deutsch, bei den Untertiteln diese und zusätzlich noch Türkisch.

„Sonderausstattung“:
„Kinotrailer“ (2’15): Ehrlich gesagt, aufgrund dieses Trailers hätte ich mir diesen Film nicht angeschaut, er ist nicht besonders spektakulär.
„Featurette“ (4’18): Genau genommen ist das auch eher ein Werbefilm als ein „Extra“. Zwar kommen die beiden Hauptdarstellerinnen und ein paar andere Leute zu Wort und reden darüber, was sie über den Film und ihre eigenen Figuren denken, aber was man erfährt, ist leider enttäuschend wenig. Was schön daran ist, dass man hier Hilary Swank im Interview sieht – mit einer ganz ähnlichen Frisur wie als „Brandon“, aber sehr, sehr feminin. Da erkennt man dann plötzlich, dass es daran liegt, wie sie die Figur spielt, dass man sie ihr als jungen Mann abnimmt!
„Teaser“ (1’39): Auch aufgrund dieses Teasers hätte ich den Film wohl kaum angeschaut.
Drei TV-Spots (je 0’32): Die sind besser als die anderen Trailer – allerdings bleibt es dabei: alles nur Werbung.
„Kommentar des Regisseurs“: Der Titel dieses Extras beweist, wie wenig Sorgfalt auf die DVD verwendet wurde, da es der Kommentar der Regisseurin ist (ich wäre zwar ohne weiteres bereit, unter dem Begriff „Regisseure“ männliche und weibliche Regisseure zu verstehen, aber bei „Regisseur“ geht das dann doch ein bisschen zu weit, wenn es genau eine Regisseurin ist). Gerade bei einem Film mit diesem Thema, denke ich, sollte man vielleicht ein bisschen Wert darauf legen!
Inhaltlich ist dieser Audiokommentar einer der besten Audiokommentare, den ich je gesehen habe. Die Regisseurin erzählt, warum sie den Film gemacht hat und welche Überlegungen sie zu einzelnen Details hatte. Obwohl sie wenig wirklich Fachliches erzählt, ist der Audiokommentar sowohl für die interessierten Normalzuschauer als auch für Fachzuschauer äußerst interessant.
Trotzdem finde ich die DVD-Ausstattung insgesamt eher enttäuschend. Ich meine: alles bis auf den ausgezeichneten Audiokommentar ist nur Werbung. Gerade bei diesem Stoff hätte sich doch angeboten, ein Feature über die realen Hintergründe des Films zu bringen. Und da es ein Oscar-prämierter Film ist, hätte ich ein ausführliches Interview mit Oscar-Gewinnerin Hilary Swank begrüßt. Auch der Kurzfilm von 1995 wäre eine tolle Zugabe auf der DVD gewesen.
Ich meine: schließlich ist das ein Film, der einen Oscar gewonnen hat. Da könnte man doch eigentlich erwarten, dass genug Interesse daran besteht, um eine richtig gut ausgestattete DVD auf den Markt zu bringen, oder?



Fazit:
Ich kann den Film nicht guten Gewissens empfehlen, weil er dafür zu deprimierend ist. Wer aber bereit ist, sich auf diese schreckliche Geschichte einzulassen, der bekommt wenigstens eine tolle schauspielerische Leistung und eine gewissenhafte Umsetzung eines realen Falls geboten.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
sindimindi
sindimindi, 10.04.2006
Sehr gelungene Filmbesprechung! - und wieso sollte jeder Film eigentlich ein Happy End haben? - sicher war dieser realistische Film kein großer Kassenerfolg,oder? LG, Roland
topware2002
topware2002, 04.05.2006
..................................................... .........................o o....................... SH-------oOO----OOo-----------
rotezora1974
rotezora1974, 02.08.2007
Der Film hat mich auch sehr bewegt und Swank ist wirklich überzeugend. Ich finde allerdings, dass Du etwas zu viel von der Story verraten hast.
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madamjoyce

Frau oder Mann?

ein Testbericht von 2007-04-03 06:37:41 vom 03.04.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: alles...
Nachteile/Kritik: nichts
Story

Teena Renae Brandon, eine junge Frau, die sich im falschen Geschlecht fühlt. Sie verkleidet sich als Mann, um endlich das gewünschte Geschlecht ausleben zu können. Als Brandon Teena verlässt er seine Heimat um ein neues Leben beginnen zu können. Nach nicht allzulanger suche findet er in einem kleinen Ort eine bereits vorhandene Clique. Nach kurzer Zeit wird er akzeptiert von John, Candace, Tom, Kate und Lana. Sie wissen nicht das er ein Mann ist.
Als die Wahrheit zu Lichte kommt, endet die Freundschaft in Beleidigungen, dann wird Brandon vergewaltigt und letztendlich ermordet.


Daten zum Film

Originaltitel: Boys Don't Cry
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1999
Länge (PAL-DVD): ca. 114 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Kimberly Peirce
Drehbuch: Kimberly Peirce Andy Bienen
Produktion: John Hart, Eva Kolodner ,Jeffrey Sharp, Christine Vachon
Musik: Nathan Larson
Kamera: Jim Denault
Schnitt: Tracy Granger, Lee Percy

Besetzung
Hilary Swank: Brandon Teena
Chloë Sevigny: Lana Tisdel
Peter Sarsgaard: John Lotter
Brendan Sexton III: Tom Nissen
Alicia Goranson: Candace
Alison Folland: Kate
Jeanetta Arnette: Lanas Mutter




Kritik

Der Film ist einfach nur Klasse und bestimmt muss man ihn einfach gesehen haben, in meinen Augen hat er die richtige Spur, Spannung, Erotik und Klasse.
Sonst kann ich leider keine Kritik anbringen tut mir leid

Fazit

Da ich selber mit einer Frau zusammen lebe, haben wir sehr viele Filme mit homosexuellem Inhalt zuhause. Es ist einer der besten den ich jemals gesehen habe. Er behandelt ein Thema, dass man in der Szene oftmals sieht. Nämlich Frauen oder Männer die gerne Männer oder Frauen wären. Der bringt ein Problem auf den Tisch, dass oftmals verschwiegen wird. Das Brandon am Schluss sogar ermordert wird, berührte mich sehr, es ist eine sehr überraschende Handlung, wer denkt schon, dass die Jungen ihn umbringen würden. Wenn ich eine Punktzahl für den Film abgeben müsste wäre das eine 8 von 10 möglichen Punkten
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Kommentare
morak90
morak90, 15.11.2007
ganz klar sehr hilfreich, schau doch mal bei mir vorbei LG morak90
kleiner_engel
kleiner_engel, 03.04.2007
sehr hilfreich liebe grüße, chris
gensinrw
gensinrw, 03.04.2007
SH!!! Lieben Gruß, gensinrw
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Nathalie810

Können Jungs wirklich nicht weinen?

ein Testbericht von 2004-11-14 20:55:39 vom 14.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Prickelnde, spannende Story...
Nachteile/Kritik: Filme können auch sehr hart sein
Hallo zusammen...

Heute mal wieder ein Bericht von meiner Seite über eine DVD, die mich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen im Leben doch sehr bewegte... Trotzdem ist dieser Film sehr interessant, und dieses gibt mir den Anlass, heute über diesen Film zu schreiben... Ich hoffe, mein Bericht gefällt Euch... Viel Spass beim Lesen :-)

Die Story
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Wie findet man heraus, ob man im falschen Körper geboren ist? Ich denke, Teena Brandon, aus dem Film "Boys don´t cry" weiss es das sie es ist.. Schon immer zog sie lieber als "Junge" in weiten T-Shirts und Hemden durch die Gegend anstatt Kleider zu tragen und mit Puppen zu spielen...

Um von den ganzen Problemen einmal hinweg zu kommen, die sie in ihrer Heimatstadt Lincoln hat, flüchtet sie in eine neue Stadt.. Sie flüchtet nach Falls City.. und dort lernt sie auch sofort neue Freunde kennen, die natürlich nichts davon wissen, das "Brandon" eigentlich "Teena" heisst.

Sie lernt dort als erstes Lana kennen, die mit John und Tom befreundet ist, und verliebt sich auf den ersten Blick in sie.. Lana ist allerdings mit John zusammen.. Was einige Hindernisse mit sich bringt, denn er ist sehr eifersüchtig. Lana und "Brandon" kommen sich mit der Zeit immer näher, und bei dem ersten sexuellen Kontakt zwischen den beiden Mädels merkt Lana als erste Person, das "Brandon" eine Frau ist, jedoch akzeptiert sie dies und sagt niemandem etwas...

Nachdem "Brandons" tatsächliche Identität, durch Scheckkartenbetrug auffällt, und dadurch ihre wahre Identität ans Tageslicht kommt, rasten John und Tom aus, und etführen "Brandon" in eine dunkle Ecke und vergewaltigen sie...

"Brandon" ist so hin ist so hin und weg von der hübschen Lana, das sie überhaupt nicht bemerkt, wie die gleichen Katastrohen aus Lincoln sich auch dort wieder anstauen und sie immer mehr Probleme bekommt...

Nachdem "Brandon" dann beschlossen hat. sein Leben wieder in den griff bekommen zu wollen, zeigt sie John und Tom bei der Polizei an, und bekommt dadurch die volle Unterstützung von Lana, jedoch haben sie die Rechnung ohne die beiden Jungs gemacht.. denn die erschiessen "Brandon Teena" am Ende des Film vor Lanas Augen...

John bekommt die Todesstrafe und Tom bekommt als MITTÄTER mehrmals lebenslänglich... Lana verlässt daraufhin Falls City.. aber nicht für immer...

Meine Meinung:
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Als erstes möchte ich hier nun erwähnen, das das was in dem Film zu sehen ist, mit gleichen Namen 1993 wirklcih passiert ist.. das finde ich sehr dramatisch.. es ist so, das mich der Film persönlcih sehr berührt hat.. und ich nicht weiss, wie weit ich hier gehen kann mit meiner eigenen Meinung...

Der Film ist sehr gut gespielt, denn man hat die richtige Person für die Rolle der "Teena Brandon - Brandon Teena" gewählt.. sie wird gespielt von Hilary Swank...

Der Film ist aufjedenfall sehenswert... Wer nicht gut auf das Thema "Vergewaltigung" zu sprechen ist, sollte diese Szene besser auslassen, aber ansonsten sollte man diesen Film gesehen haben...

Durch den Film wird auch klar, das die Probleme, die man hat, einen immer wieder einholen.. WEG LAUFEN BRINGT NICHTS...

Details zum Film:
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Die Spielfilm Laufzeit beträgt ungefähr 114 Minuten...

Auf der DVD sind die Sprachen Englisch und Deutsch vertreten.

Die Untertitel gibt es in : Englsich , Türkisch, Deutsch

Die Sonderausstattung:
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Audiokommentar von Kimberly Peirce (Regie)
Featurette
Teaser Trailer
Kinotrailer
3 TV-Spots
Szenenauswahl

Ich hoffe der Bericht hat Euch gefallen

Gruss
Nathalie

PS Dieser Bericht ist aus meinem Ciao Account KaterchensEngel
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
wildheart

Tragische Suche nach dem Eigenen

ein Testbericht von 2004-05-06 08:42:02 vom 06.05.2004
Empfehlung: ja
Teena Brandon gehörte zu den Menschen, die, wie man sagt, im falschen Körper steckten. Als Frau geboren, fühlte sie sich dennoch als Mann. Sie verliebte sich in Frauen, schnitt sich die Haare kurz, zog sich an wie ein Mann. Für eine entsprechende Behandlung (Operation) fehlte Teena, die sich fortan Brandon Teena nannte, zunächst das Geld, und vielleicht auch ein bisschen der Mut. Dann jedoch begann sie eine Hormontherapie zur Vorbereitung einer solchen Operation. Kimberley Peirces Film aus dem Jahre 1999 greift die Geschichte Teena Brandons auf, die am 30. Dezember 1993 von John Lotter und Tom Nissen, mit denen sie u.a. umhergezogen war, erschossen wurde. Einige Tage zuvor hatten die beiden sie, nachdem sie erfahren hatten, dass Brandon im physischen Sinne eine Frau war, vergewaltigt. Das alles geschah in Falls City in Nebraska. Die Presse berichtete damals eingehend über den Fall. In einer Dokumentation von 1998 „The Brendan Teena Story” hatten Susan Muska und Greta Olafsdottir die Geschichte der jungen Frau / des jungen Mannes bereits filmisch aufgegriffen. Mit einigen Abweichungen schildert Peirces Film in etwa, was in dieser Dokumentation an Fakten offen gelegt worden war.

Peirces Film schildert die letzten Wochen oder Monate im Leben von Brandon, der von Hilary Swank in einer grandiosen Rolle gespielt wird. Brandon haut aus ihrem Heimatort Lincoln in Nebraska ab. Sie trifft auf die beiden Ex-Sträflinge John Lotter (Peter Sarsgaard) und Tom Nissen (Brendan Sexton III) sowie Candace (Alicia Goranson), die sie aus einer misslichen Situation in einer Kneipe retten und nach Falls City mitnehmen. Dort lernt sie Lana Tisdel (Chloë Sevigny) und ihre Mutter (Jeanetta Arnette), Kate (Alison Folland) und Nicole (Cheyenne Rushing) kennen. Die jungen Erwachsenen vertreiben sich die Zeit mit Autorennen, Six-Packs, Mutproben, kleinen Diebstählen und so weiter. Lanas Mutter verbringt den Tag betrunken auf der Couch. Für Brandon allerdings sind sie alle die ersten, in deren Gemeinschaft er sich wohl fühlt. Brandons Cousin Lonny (Matt McGrath) aus Lincoln, mit dem er ab und zu telefoniert, mahnt Brandon, nicht wieder mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten und sich endlich einer Behandlung zu unterziehen. Für ihre neuen Freunde jedoch ist Brandon ein Mann, und Brandon verliebt sich in Lana, die von einer Karriere als Karaoke-Sängerin träumt. Für Lana wiederum ist Brandon der einzige Mensch, der sich wirklich für sie interessiert und ein bisschen Licht und Wärme in den überwiegend tristen Alltag in Falls City bringt. Als die beiden das erste Mal Sex miteinander haben, versteht es Brandon geschickt, seine wahre Physis vor Lana zu verbergen.

Als Lotter davon erfährt, stellt er Lana zur Rede. Er hält Brandon für einen ganz netten Kerl, aber auch für ein Weichei. Zur Katastrophe kommt es, als durch eine Anzeige wegen eines Verkehrsvergehens die wahre Identität Brandons offenbar wird.

„Boys Don’t Cry” ist alles andere als eine soziologische Studie. Peirce konzentriert sich darauf, das Lebensgefühl in einer Gegend wiederzugeben, in die – zunächst unbemerkt – ein Mensch kommt, der „anders” ist als die anderen. So freundschaftlich, wie Brandon anfangs aufgenommen wird, so brutal reagiert diese Gemeinschaft, als ihre physische Identität offenbar wird. Es sind nicht nur die beiden Mörder Brandons, auch Lanas Mutter und ihre Freundinnen reagieren abweisend oder mit absolutem Unverständnis auf die junge Frau, die ein Mann sein will. Sie wird als Lesbe, pervers, ja als Verbrecherin tituliert und behandelt.

Peirce vermeidet es – hierin ganz Hollywood-untypisch –, das Verhalten der Personen zu theatralisieren. Sie zeigt es, ohne zu Übertreibungen, Überspitzungen zu greifen. Dadurch erreicht sie, dass auch die Brüchigkeit der Freundschaft zwischen den Personen um Brandon herum deutlich wird. Sie hält nämlich nur so lange, wie der Konsens einer Gemeinschaft nicht durch Fremdes erschüttert wird oder Lotter selbst in Gefahr gerät. Als die jungen Leute von einer Polizeistreife angehalten werden, reagiert Lotter aggressiv auf Brandon und die anderen, die ihn angeblich in diese Situation gebracht hätten. Dabei hatte er selbst die anderen dazu animiert, ein Verfolgungsrennen mit jungen Leuten in einem anderen Auto aufzunehmen.

In Presseberichten über das damalige Geschehen wird Falls City als ein Ort beschrieben, in dem es fast nur Weiße gibt, in dem Arbeitslosigkeit und Armut herrschen, der weniger als 5.000 Einwohner hat. Die Bewohner haben vielleicht schon einmal von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Menschen wie Brandon gehört, aber Kontakt haben sie nicht mit diesen Menschen und wollen auch keinen mit ihnen haben.

Die einzige, die zu Brandon hält, ist Lana, die nach der brutalen Vergewaltigung Brandons durch Lotter und Nissen das erste Mal ein wirkliches Gespräch mit Brandon führt. Lana ist es gleichgültig, welche körperlichen Merkmale Brandon hat. Sie liebt Brandon, ist sogar bereit, mit ihm/ihr Falls City zu verlassen. Der Film schildert plastisch und in seiner ganzen Dramaturgie überzeugend die engstirnige Mentalität einer Gemeinschaft, für die Fremdes in welcher Art auch immer eine Bedrohung darstellt. Dieser Gemeinschaft ist es nicht möglich, im Fremden etwas Eigenes zu erkennen. Das einzige Problem, was Teena Brandon hat, ist, dass sie sich als Mann fühlt, der in einem Frauenkörper steckt. Eine entsprechende Hormonbehandlung und eine nachfolgende Operation könnten dieses Problem ein für allemal lösen. Doch für Lotter, Nissen und die anderen ist dies alles etwas „Unnatürliches”, vor dem sie Angst haben, die sich in Aggression äußert, weil sie ihre eigene Natur nicht verstehen, die in ein Korsett von Vorurteilen und unverbrüchlich feststehenden Rollenzuweisungen und sozialen Mechanismen gepresst ist, das sie nicht ablegen können.

Hilary Swank (zuletzt etwa in „Insomnia”, 2002, an der Seite Al Pacinos) spielt Brandon Teena nicht als heroisches und makelloses Opfer, sondern als Mensch mit Fehlern und Schwächen – aber eben auch mit einer unstillbaren Sehnsucht nach dem eigenen Ich. Ihr wurden vor allem durch Sevigny, Sarsgaard und Arnette Partner zur Seite gestellt, die die emotionale und soziale Atmosphäre überzeugend vermitteln können, in der Mord und Vergewaltigung zu den ungeschriebenen Gesetzen der Rache und Ausmerzung gehören, die diese Gemeinschaft prägen, sobald „Fremdkörper” in sie „eindringen”. Kimberly Peirces Film schildert überzeugend und ohne Manierismus ein Einzelschicksal, das so viel über die Mentalität und Atmosphäre eines Teils der amerikanischen Bevölkerung aussagt, dass einem der Film noch lange in Gedächtnis und Herz verhaftet bleibt.

Lotter und Nissen, die nicht nur Teena Brandon, sondern auch zwei Freunde, Lisa Lambert und Philip Devine, ermordet hatten, wurden übrigens verurteilt: Lotter zum Tode, Nissen, weil er gegen Lotter ausgesagt hatte, zu mehrfach lebenslänglich.

Wertung: 10 von 10 Punkten.

Boys Don’t Cry
(Boys Don’t Cry)
USA 1999
Regie: Kimberly Peirce

Drehbuch: Kimberly Peirce, Andy Bienen
Musik: Nathan Larson, Exene Cervenka
Director of Photography: Jim Denault
Schnitt: Tracy Granger, Lee Percy
Produktionsdesign: Michael Shaw
Darsteller: Hilary Swank (Teena Brandon / Brandon Teena), Chloë Sevigny (Lana Tisdel), Peter Sarsgaard (John Lotter), Brendan Sexton III (Tom Nissen), Alicia Goranson (Candace), Alison Folland (Kate), Jeanetta Arnette (Lanas Mutter), Rob Campbell (Brian), Matt McGrath (Lonny), Cheyenne Rushing (Nicole)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0171804


Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (4 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_rev iews/1999/10/102202.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (3,5 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/b/boys_dont.html


© Ulrich Behrens 2004
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 18.01.2012
eine sehr interessante story, die der film erzählt. sehr schön geschrieben, bw und ganz liebe grüße
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1-4 von 4 Testberichten über Boys Don't Cry
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