Shehzad Husain: Indische Küche. Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
gute Erklärung
Aufbau
viele Fotos
sehr übersichtlich, schöne Fotos, gelungene Rezeptauswahl, günstiger Preis
Nachteile/Kritik
Die Dicke des Buches
Nährwertangaben fehlen
Indische Küche Beste Rezepte von Shehzad Husan
ein Testbericht von Comenter2006-06-18 08:04:54vom 18.06.2006Empfehlung: ja
Vorteile: gute Erklärung
Aufbau
viele Fotos...Nachteile/Kritik: Die Dicke des Buches
Heute schreib ich mal über ein Kochbuch, das ich gerne benutze, wenn ich indisch kochen möchte. Dieses kleine Büchlein von Shehzad Husain zeigt auf 256 sehr viele verschiedene Rezepte (insg. 120) aus der indischen Küche. Wenn ich sage klein, so möchte ich auch gleich die Maße angeben: Höhe: 15 cm Breite : 12 cm Dicke: 2,5 cm. Das Buch ist somit sehr handlich, aber leider etwas zu dick für meine Vorstellungen. Wenn man es aufblättert, dann fällt es sehr gerne wieder zu. Man muss also immer etwas darauf legen, damit einem das Rezept nicht wieder zugeschlagen wird. Doch will ich nun zum Inhalt des Buches kommen:
Das Buch hat mehrere Kapitel:
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Fleisch & Fisch (Seite 6 bis 89)Lamm, Hähnchen, Rind, Fisch und Garnelen (alle Rezepte über eine Fleischart sind hintereinander abgedruckt)
Gemüse (Seite 90-135)
Getreide &Hülsenfrüchte (Seite 136 - 185)
Snacks & Beilagen (Seite 186-223) unter anderem auch Salate, obwohl die ind. Küche salattechnisch nicht viel zu bieten hat
Desserts Seite (224-255) einfach lecker, zum Beispiel der Mandelpudding, der geht schnell und einfach.
Register (alle Rezepte alphabetisch geordnet)
Auf Seite 4 und 5 erhält man noch eine kurze Anweisung, was man alles benötigt für die indische Küche. Danach folgt pro Doppelseite ein Rezept.
Dann zu den Rezepten:
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Oben steht natürlich der Titel. Darunter steht gleich die Anzahl der Personen. So kann man sich ausrechnen, wie viel man für den zu bekochenden Personenkreis benötigt. Dann folgt eine Aufzählung der Zutaten in einem farbigen Kasten. Anschließend wird dann beschrieben, wie man das Gericht kocht. Das finde ich sehr gut gemacht. Es sind einzelne Schritte aufgezählt. Ergänzt werden diese Anweisungen noch durch einige Fotos, die einem das umschriebene leichter verständlich machen.
Auf der rechten Buchseite findet man dann noch ein Bild zu jedem Rezept. Ich liebe solche Kochbücher, die einem das Gericht zeigen. Denn dann fällt es leichter, sich für ein Gericht zu entscheiden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.
Zu den Gerichten möchte ich sonst nicht mehr im Detail erzählen. Es sind sehr unterschiedliche Gerichte und für jeden etwas dabei.
Was ich einfach genial finde, sind die Tipps, die in einem leicht grün unterlegten Text gegeben werden. Dort erfährt man, wo man seltene Zutaten einkaufen kann, oder was man notfalls auch nehmen kann, wenn man die ausgefallene Zutat nicht bekommen kann. Manchmal sind auch Variationen der Gerichte angegeben.
Welche Angaben fehlen:
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Ich würde es noch gut finden, wenn bei den Rezepten auch der Zeitbedarf angegeben werden würde. Oft braucht man doch länger um etwas vorzubereiten. Auch ein Schwierigkeitsgrad fehlt, gerade wenn man neu ist in der indischen Küche, sollte man sich einfache Gerichte heraussuchen. Ich koche ja eigentlich ganz gut und mir gelingt eigentlich fast alles, aber andere haben hiermit wohl ihre Probleme.
ISBN:
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0-75259-603-9
Prei s:
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Ich hab das Buch schon so lang, aber ich glaub, man bekommt Bücher dieser Serie für 2,95 Euro.
FAZIT:
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Das größte Manko des Buches ist meiner Meinung nach das handliche Format. Das Buch ist einfach zu dick und fällt wieder zu, so dass man sein Rezept noch einmal suchen muss, wenn man nicht etwas dazwischen gelegt hat.
Die Rezepte sind jedoch sehr gut und was bei mir
sehr viele Bonuspunkte bekommt, sind die vielen Bilder, da fällt es einem leicht ein Rezept zu finden. Auch die Tipps finde ich sehr gut.
Das das Buch auch nicht teuer ist, so kann ich es eigentlich nur empfehlen. Die Seiten sind übrigens sehr unempfindlich und man kann auch mal ein wenig darauf tropfen, wenn man es gleich abwischt, passiert nicht viel mit dem Buch.
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topfmops, 18.06.2006
. . . und dann war da noch der Boxer, der sich an die christliche Regel hielt, anders als viele Schreiber- und Leserlinge hier, und meinte: Geben ist seliger denn Nehmen!
anne66, 18.06.2006
kenne ich nicht, sollte man mal versuchen. Grüßchen Anne
SuicideToday, 18.06.2006
sehr hilfreichman liest sich
ein Testbericht von Dr.Claudia2011-10-31 09:05:04vom 31.10.2011Empfehlung: ja
Vorteile: sehr übersichtlich, schöne Fotos, gelungene Rezeptauswahl, günstiger Preis...Nachteile/Kritik: Nährwertangaben fehlen
Als begeisterter Anhänger der indischen Küche schreibe ich heute über ein Kochbuch, genauer über „Indische Küche. Beste Rezepte“ von Shehzad Husain, das ich vor einiger Zeit bei „Karstadt“ gekauft habe.
1. Einkauf und Preis
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Das Kochbuch habe ich in der Bücherabteilung von „Karstadt“ entdeckt. Obwohl ich schon etliche indische Kochbücher besitze, musste ich es unbedingt kaufen, zumal es zum Sonderpreis von nur 2,95 Euro angeboten wurde. Das finde ich sehr wenig Geld für ein reich illustriertes Kochbuch. Wenig später habe ich das Kochbuch auch bei „Hugendubel“ zum selben Preis gesehen, außerdem kann man es in den einschlägigen Online-Shops erwerben. Sollte es in der Buchhandlung einmal nicht vorrätig sein, kann man es natürlich auch bestellen.
2. Bibliographische Angaben
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AUTOR: Shehzad Husain (ohne nähere Angaben)
TITEL: Indische Küche. Beste Rezepte
VERLAG: Parragon 2003 für die deutsche Ausgabe
FORMAT: ca. 12 x 15 cm (Hardcover/Printed in China)
UMFANG: 256 Seiten
ISBN: 0-75259-603-9
3. Cover, Fotos, Inhaltsverzeichnis
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Das Coverfoto zeigt ein appetitlich aussehendes indisches Reisgericht, das in einem hübschen türkisfarbenen Keramikteller serviert wird und meines Erachtens für ein indisches Kochbuch gut ausgewählt ist. Die Rückseite des Buchs ist in einem dunklen Rotbraun gehalten und informiert darüber, dass rund 120 Rezepte enthalten sind, die den „ganze(n) Reichtum der indischen Küche“ vorstellen. Das Kochbuch hat eine sehr handliche Größe und macht auf mich einen stabilen Eindruck. Da es über 250 Seiten dick ist, ist es allerdings ziemlich schwer und nicht mehr für die Westentasche geeignet. Das stört mich aber nicht, da ich es fast ausschließlich zum Kochen verwende und nicht unterwegs darin lese.
Außer dem gut ausgesuchten Coverfoto enthält das Kochbuch zahlreiche aussagekräftige Fotos, die das Rezept und den Kochvorgang illustrieren. Rechts ist meistens ein ganzseitiges Bild des fertig zubereiteten Gerichts abgebildet, auf der linken Seite steht das Rezept, anschaulich illustriert von drei kleinen Fotos, die den Kochvorgang mit seinen einzelnen Schritten demonstrieren. Die ästhetischen Fotos gefallen mir ausnahmslos sehr gut und beim Durchblättern des Kochbuchs bekomme ich regelmäßig Lust, sofort eines der leckeren Rezepte nachzukochen. Besonders schön finde ich auch das abgebildete original indische Kochgeschirr mitsamt zahlreichen Tellern und Schüsseln, das teilweise sehr farbenfroh daherkommt und perfekt zum indischen Essen paßt. Meines Erachtens gehören die Fotos zu den absoluten Pluspunkten dieses Kochbuchs und besser kann man indische Rezepte nicht präsentieren, wie ich finde.
Das Inhaltsverzeichnis ist sehr übersichtlich und untergliedert sich in folgende Kapitel:
- Einleitung (S. 4 ff.)
- Fleisch und Fisch (S. 6 ff.)
- Gemüse (S. 90 ff.)
- Getreide und Hülsenfrüchte (S. 136 ff.)
- Snacks und Beilagen (S. 186 ff.)
- Desserts (S. 224 ff.)
- Register (S. 256).
Besonders gut gefällt mir die Einleitung, die auf die indische Esskultur und die große Vielfalt der regionalen indischen Küchen eingeht. Vorgestellt werden die wichtigsten Gewürze wie Curry, Kurkuma, Garam Massala und Kardamom, die bei indischen Rezepten Verwendung finden, ferner die zum Kochen erforderliche Küchenausstattung und die Vorratshaltung. Die Einleitung ist sehr informativ, wenn auch etwas zu knapp gehalten nach meinem Geschmack. Nach dieser kurzen Einleitung folgen im Anschluß die Rezepte, beginnend mit Fleisch- und Fischgerichten ab Seite 6. Wenn ich die Rezepte durchblättere, stelle ich schnell fest, daß dieses Kochbuch einen guten
Überblick über die indische Küche bietet und alle wichtigen Bereiche abdeckt. Freunde von herzhaft-scharfen Fleischspeisen kommen ebenso auf ihre Kosten wie strenge Vegetarier und die Anhänger süßer und reichhaltiger Nachspeisen. Meines Erachtens ist auf den gut 250 Seiten für jeden Geschmack etwas dabei.
4. Meine besonderen Empfehlungen
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Es fällt mir generell schwer, bei indischen Kochbüchern Empfehlungen auszusprechen, da ich bisher noch kein einziges indisches Rezept gekocht habe, das mir nicht geschmeckt hätte. Wie gesagt, ich bin ein großer Anhänger der indischen Küche und habe in den letzten eineinhalb Jahren – so lange koche ich indisch – schon Dutzende von Rezepten ausprobiert, meist mit großem Erfolg, was in dem Fall heißt, dass es sowohl mir als auch den Bekochten gemundet hat.
Ein paar Vorlieben habe ich allerdings doch und dazu gehört z.B. das „Kartoffel-Curry mit Lamm“ (S. 22/23), da ich sowohl Kartoffeln als auch Lamm sehr mag. Dieses überaus schmackhafte Gericht hat nur einen Nachteil: Es ist nicht ganz billig, da man für 6 Personen eine ganze Lammkeule benötigt. Beim ziemlich scharfen „Lamm-Curry in Chilisauce“ (S. 40) braucht man sogar das noch teurere Lammfilet. Wem das zu teuer ist, der kann auf das preislich günstige „Zwiebelhähnchen“ (S. 62) ausweichen, das übrigens noch besser schmeckt, wenn man es mindestens einmal aufwärmt. Der „Bengalische Fisch-Curry“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsrezepten – man muß ihn nicht unbedingt so scharf zubereiten, wie das Originalrezept das vorsieht und kann auch etwas weniger Chilischoten nehmen. Empfehlenswerte finde ich auch die variantenreichen Reisrezepte wie „Safranreis“, „gebratener Gewürzreis“, „Garnelenreis“ und „Naturreis mit Nüssen und Früchten“, an denen vor allem Vegetarier interessiert sein dürften. Ausgesprochen lecker finde ich darüber hinaus die indischen Brotsorten wie „Naan-Brot“, „Chapati-Brote“ und „Puri-Brote“, die man unbedingt gekostet haben sollte.
Das Rezept für „Mango-Chutney“ (S. 218) kann ich rundum empfehlen, denn es schmeckt einfach köstlich und ist, abgepackt in ein hübsches Glas und versehen mit einer bunten Schleife, auch hervorragend als Geschenk geeignet. Wer es noch einen Hauch exotischer mag, dem empfehle ich das „Tamarinden-Chutney“ (S. 222), das eine angenehm säuerliche und leicht herbe Note aufweist. Für Anfänger ist dieses Rezept meines Erachtens jedoch weniger geeignet.
Eine Sünde wert sind die leckeren indischen Desserts, wobei das Kochbuch darauf hinweist, dass diese in der Regel „sehr schwer und stark gesüßt“ sind, was ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Ich empfehle vor allem das relativ leicht herzustellende „Mandelsorbet“ auf S. 240, zu dessen Zubereitung man lediglich Mandeln, Zucker, Milch und Wasser benötigt. Keine Sorge – es schmeckt trotz der wenigen und unspektakulären Zutaten ganz ausgezeichnet!
Ich möchte an dieser Stelle vor allem zwei Kritikpunkte nennen. Was mir an diesem Kochbuch weniger gefällt, ist die Tatsache, dass bei den Rezepten sämtliche Nährwertangaben fehlen. Aus meiner Sicht ist das ein Manko, weil diese Angaben bei einem guten Kochbuch meiner Ansicht nach einfach dazugehören. Man hätte bei diesem Buch besser auf einige allzu exotische Hinweise verzichtet, z.B. auf essbare Silberplättchen als Dessert-Garnierung, die bei uns sowieso nicht zu bekommen sind, und stattdessen lieber die Nährwertangaben ergänzt, die sicher viele Hobbyköche interessieren. Außerdem soll es Menschen geben, die streng auf Kalorien achten müssen.
Ein zweiter Nachteil dieses Kochbuchs besteht darin, dass die Rezepte teilweise mit Unmengen von Öl zubereitet werden. So wird für das „Würzige Lamm mit Sauce“ (S. 8) eine Ölmenge von 175 ml angegeben, was aus meiner Sicht entschieden zu viel ist. Ich selbst verwende für meine indischen Rezepte grundsätzlich nur 2 Esslöffel Öl, denn weitere Ölzugaben verbessern nach meiner Erfahrung nicht den Geschmack, sondern schlagen sich nur in Form von unerwünschten Pölsterchen auf den Hüften nieder und daran haben wohl die wenigsten ein Interesse. Ich kann also nur dazu raten, diese Angaben nicht sklavisch genau zu nehmen, sondern sie nach den eigenen Bedürfnissen zu variieren, was in der Regel wohl heißt zu reduzieren.
Außerdem hätte meiner Ansicht nach die Einleitung durchaus umfangreicher ausfallen können. Über die unzähligen indischen Gewürze und ihre Verwendung sowie über die Besonderheiten der regionalen indischen Küche gibt es nämlich so viel Interessantes zu berichten, dass meines Erachtens eine Doppelseite hierfür nicht ausreicht. Erfreulicherweise habe ich noch andere Kochbücher, die mit diesen Informationen weniger geizen und die ich im Bedarfsfall hinzuziehen kann.
Obwohl das Kochbuch einige Schwächen aufweist, die ich unter Punkt 5 ausführlich geschildert habe, überwiegen aus meiner Sicht doch ganz klar seine Stärken. Das Buch gibt einen guten Überblick über die Vielfalt indischer Rezepte und behandelt alle in diesem Zusammenhang wichtigen Themen. Es ist übersichtlich aufgebaut und die Kochanleitungen sind logisch, leicht verständlich und auch für den Kochanfänger nachvollziehbar. Außerdem sind die Fotos wirklich schön und das ist mir bei einem Kochbuch wichtig. Die Nachteile des Buches fallen für mich persönlich deshalb weniger ins Gewicht, zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis geradezu unschlagbar ist. Ein indisches Kochbuch zum Preis von nur 2,95 Euro hatte ich bisher noch nicht gekauft.