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Testberichte Sommer wie Winter ...

 (DVD) Drama
4.2 von 5
Platz 937 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,30 / 5,00 4.2 von 5
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Sommer wie Winter ... Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,30 / 5,00 4.2 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • sensibel, real, gute Schauspieler
Nachteile/Kritik
  • teuer, magere DVD - Ausstattung
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Jerex

eIN dEPRESSIVER sOMMER [wINTER iM hERZEN]

ein Testbericht von 2006-06-14 17:43:44 vom 14.06.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: sensibel, real, gute Schauspieler...
Nachteile/Kritik: teuer, magere DVD - Ausstattung
Unter den vielen schwulen Filmen, die man heutzutage für einen meist überteuerten Preis gibt, gibt es zahllose Variationen: Es gibt den Feel-Good-Film, die Drama-Queen-Tragödie, die Party-Life-Abhandlung. Und dann gibt es noch Filme, die sich nicht so einfach in eine Kategorie pressen lassen. "Sommer wie Winter" - oder Presque Rien, so der französische Originaltitel - gehört zu dieser Kategorie.

Die Story ist schnell beschrieben: Der achtzehnjährige Mathieu besucht mit seiner Familie - einschließlich seiner depressiven Mutter - eine kleine, französische Küstenstadt - um den Kopf freizubekommen. Vor allem aber damit sich seine Mutter wieder erholt. Dabei verbringt er - mehr unfreiwillig als freiwillig - viel Zeit mit seiner jüngeren Schwester am Strand. Eines Tages beobachtet er einen jungen Mann, mit dem er einige Zeit später ins Gespräch kommt. Cédric - so der Name - und er verstehen sich auf Anhieb gut und verbringen viel Zeit miteinander, so dass sie sich auch körperlich näher kommen und langsam eine Beziehung aufbauen. Eingebettet ist diese Geschichte in Mathieus Gefühlsleben, umrahmt von Einblendungen aus einer Psychiatrie, in der Momentaufnahmen die seelische Zerrissenheit des jungen Mannes dokumentieren.

"Sommer wie Winter" weiß geschickt, schwule Klischees zu verhindern, sie aber dennoch in die Story mit einfließen zu lassen. Präsentiert wird dem Zuschauer eine sensibel erzählte, tiefgehende Geschichte eines jungen Mannes, der nicht so recht weiß, wo er hingehört. Präsentiert ist auch das richtige Wort, denn erzählt wird die Geschichte weniger. Sie wird gezeigt mit interessanten Kameraschnitten, Momentaufnahmen, mit Bildern, die selten leuchten, aber viele Farben zeigen. Präsentiert wird eine Liebe, die nicht zum Scheitern verurteilt war, es aber dennoch tut.

Vor allem die beiden Hauptdarsteller - Jérémie Elkaim und Stéphane Rideau - sind gut ausgewählt. Sie passen gut in die Körper und Seelen der beiden jungen Männer, die so voller Gegensätze sind. Primär wird aber die Geschichte von Mathieu erzählt, in der seine Liebe, seine Affäre, sein Freund Cedric ebenso Teil hat wie seine Mutter, Schwester und Tante. Als Zuschauer wünscht man sich manchmal, den depressiven Jungen an den Schultern zu packen und aus seiner düsteren Welt wach zuschütteln - würde aber, selbst wenn man es könnte, lieber stehen bleiben, um die Geschichte zu beobachten. Zu fesselnd und zu emotional - weil real - sind die Bilder von Sebastien Lifshitz geworden, zu gewaltig. Auch der Verlauf der Geschichte hindert daran, denn es gibt zahlreiche Momente, in denen man sich hofft und wünscht, dass Mathieu sich berappelt. Szenen, die Antrieb zeigen, der aber wenige Minuten später wieder in der sinnlosen Dunkelheit der Seele des jungen Mannes verschwindet. Antrieb, der nur kurzfristig da war - weil ohne ihn Cedric keine Chance gehabt hätte. Überhaupt bleibt der Zuschauer im Ungewissen, ob die Liebe zwischen den beiden Männern wirklich existiert hat - nicht nur aufgrund der Gegensätze der beiden. Es sind die Bilder, in denen Beide von einander getrennt sind, auch wenn sie in einem Bild gezeigt werden. Es sind die Szenen, in denen man einfach spürt, dass diese Beziehung nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte und in denen klar wird, dass Mathieu nicht über seinen eigenen Schatten springen kann, so sehr er es auch möchte. Szenen, in denen nicht gesprochen wird, die aber für sich selbst sprechen.
Auch die quasi nicht vorhandene Filmmusik tut das übrige, um die Stimmung zu unterstreichen. Es gibt viele, sehr viele Momente der Stille, in denen dieses ungute Gefühl der Schwere in der Luft liegt und in der man sich wünscht, dass dieses Band der Stille wenigstens für einen Moment von ein paar Tönen zerbrochen wird. Doch Musik gibt es fast nur, wenn sie in die Handlung des Filmes miteinbezogen werden kann.

Wenn der Film nach 102 Minuten vorbei ist, bleibt dem Zuschauer ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Es ist eben kein Feel-Good-Film, keine Romanze, sondern ein düsteres Portrait. Schade nur, dass die DVD nicht viel bietet. Die obligatorischen Biographien von Crew und Cast, ein paar Trailer, ein nicht besonders origineller Kurzfilm - nur das packt Vertreiber Salzgeber mit auf den Silberling. Sicherlich ist es schwer, zu einem solchen Film passendes Material zu finden, das beigelegt werden kann.

Auch wenn "Sommer wie Winter" mit 19,99 Euro deutlich teurer ist, als die meisten Hollywoodfilme und weder klang- noch bildtechnisch mithalten kann, so ist das Geld dennoch gut investiert und man erhält einen der schönsten, wenn auch traurigsten schwulen Filme, die es wohl gibt. Für die magere Ausstattung der DVD-Box gibt es aber einen Punkt weniger.

Sehr unpassend finde ich übrigens Teile des Textes, die auf dem Umschlag abgedruckt sind: "Sommerferien in einem französischen Küstenort: Für den 18-jährigen Mathieu, der mit seiner Familie angereist ist, eine Zeit seligen Nichtstuns. Das ändert sich schlagartig, als er eines Tages den gutaussehenden Cédric kennenlernt, der ihm sofort gehörig den Kopf verdreht. Zunächst hält Mathieu sich noch schüchtern zurück. Doch die gegenseitige Anziehungskraft ist zu groß, und schnell lassen die beiden ihren Gefühlen freien Lauf. Es beginnt eine Sommerromanze voll unschuldiger Sinnlichkeit. Man tollt nackt im Meer herum oder treibt es ausschweifend in den Dünen am Strand." - Vertreiber Salzgeber sollte vielleicht über eine Änderung des Textes nachdenken - denn so klingt "Sommer wie Winter" nach einem billigen Softporno...
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
krawallo
krawallo, 14.06.2006
Erst dachte ich der Beitrag wäre zu quotkurzquot, aber neinneinnein... er ist genau richtig - nicht die Länge entscheidet, sondern die schreibtechnik, wie man weiss... Mich hat die Empfehlung durchaus angesprochen, ich kannte den Film nur aus der Rik
AndreaRo
AndreaRo, 14.06.2006
hört sich interessant an. Leider gibt es aber heute noch viel , die für sowas gar keinen Sinn oder Verständnis haben.
MatthiasHuehr
MatthiasHuehr, 14.06.2006
da mochte wohl die vorbewerterin das thema nicht ...
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manisi100

Nur eine Sommerliebe??

ein Testbericht von 2008-12-23 20:53:15 vom 23.12.2008
Empfehlung: ja
DVD "Sommer wie Winter"
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Fact s:
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Land: Frankreich
Jahr: 2000
Genre: Gay
Lauflänge: 95 min


Die Darsteller:
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Jérémie Elkaim, Stéphane Rideau, Marie Matheron
Regisseur(e): Sébastien Lifshitz
Komponist: Perry Blake

Bild und Ton:
***************
Format: AC-3, Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildseitenformat: 16:9

Bild und Ton sind in sehr guter Qualität..

Der Preis:
***********
derzeit bei Amazon: 24,95 €. Hoppla!


Das Bonusmaterial:
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- Bonus-Kurzfilm DAS SOMMERKLEID von François Ozon
- Cast- und Crew-Biografien
- Originaltrailer
Bißchen mager.. Bei dem DVD Preis hätte man wenigstens ein bißchen mehr Bonusmaterial erwarten können...Schade!


Worum gehts?
****************
Mathieu macht mit seiner Familie Urlaub im Sommer an der französischen Küste. Am Strand lernt er den 18 jährigen Cedric kennen..Sofort funkt es zwischen den beiden..Für Mathieu ist es die erste schwule Liebe, Cedric hat schon mehr Erfahrung mit Männern. Mathieu muss sich bei seiner Familie outen was gleichbedeutend mit einem Abschied für ihn ist. Doch die Beziehung der beiden ist schwierig und eine Trennung ist nach dem Sommer näher denn je..Trotz der gegenseitgen teifen Liebe..Werden sie es zusammen schaffen?

Meine Meinung:
******************
Ein wunderbaren, gefühlvoller, "leiser" Film ohne die typischen Schwulen Klischees ala rosa Täschen und abgebrochenen Handgelenken. Der Film zeigt auf wunderbare Weise dass die Liebe zwischen 2 Männern nichts anderes ist als zwischen Mann und Frau und auch hier zur Liebe oftmals Schmerz dazugehört. Man hat bei dem Film das gefühl man sei selber im Urlaub und erlebt seinen eigene erste Liebe wie in einem Urlaubsfilm. Toll!

Im Film gibt es auch keine eindeutigen Sexszenen zu sehen. Lediglich eine Szene am Starnd zeigt eindeutiges..Ansonsten konzentriert sich der Film auf das menschliche Miteinander und das Gefühlschaos das die erste, gleichgeschlechtliche Liebe mit sich bringt und wie schwer es sein kann wenn sich nach dem Sommer der Alltag einzustellen beginnt.
Der Film hat im eigentlichen Sinne keinen Anfang und kein richtiges Ende und genau das gefällt mir daran. Schließlich gibt es auch im Leben keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende. Es passiert einfach...

Was mir auch gefällt ist die Tatsache dass die Familien der beiden als sie es erfahren sehr gut und verständnisvoll reagieren. Solche Eltern wünschen sich alle Schwulen. Nichts ist schlimmer als erstmals gleichgeschlechtlich verliebt zu sein und dann auch noch von den Eltern Angst haben zu müssen wegen dem Outing! Hier ist das nicht so! Klasse!
Der Film ist nie kitschig oder anzüglich sondern einfach ehrlich so wie das Leben ist! Mit Achterbahnfahrt, Rückschlägen und auch Glück und Liebe. Ein Film für die Toleranz und die erste,schweirige Liebe zwischen 2 Männern.


Fazit:
******
Ehrlich, gefühlvoll, aufrichtig und nie kischig. Ein wunderbarer Film über das Leben und die Liebe! Einer der schönsten Filme mit schwulen Inhalt.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Miraculix1967
Miraculix1967, 23.12.2008
Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein frohes Weihnachtstfest und ein gutes, neues Jahr! LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
katimouse007
katimouse007, 07.01.2009
Du berichtest sehr schön! Die ersten 20 Berichte hab ich gelesen. Komme gern mal wieder ! LG Kati
Mondlicht1957
Mondlicht1957, 23.12.2008
Ich wünsch Dir ein schönes Weihnachtsfest und einen fleißigen Weihnachtsmann
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